Erdiger Geschmack bei Roter Beete – Zubereitung oder einfach Typ-Frage?
Zitat von leni_k am August 31, 2026, 04:26 Uhr@ms_77
Zitat von ms_77markus_hh88 wusste die Antwort schon bevor er gefragt hat
das ist wahrscheinlich das Treffsicherste was hier jemand gesagt hat. und gleichzeitig macht mich das ein bisschen grantig, ehrlich gesagt. nicht wegen dir, sondern wegen dem ganzen Framing am Anfang. "Patientin war frustriert, Frage war Zubereitung oder Typ" - und dann kommt ein langer Thread bei dem wir alle mitdenken und am Ende ist die Antwort: ja, Typ halt. ich frag mich ob die Patientin das eigentlich hören wollte. oder ob @markus_hh88 hier vielleicht indirekt nachfragt weil er selbst nicht weiß wie er ihr das sagt. das wäre dann auch eine Erklärung warum der Thread so gestartet ist. was mich aber noch stört - und das ist jetzt wirklich ein neuer Gedanke - ist der Schwager mit dem Bier. du sagst selbst, das war Zufall und kein Plan. stimmt. aber der Zufall hatte eine Bedingung: er war in einer Situation wo er das Ding konsumiert hat ohne vorher zu entscheiden ob er's mag oder nicht. vielleicht ist das der einzige Weg wie sich sowas ändert. nicht durch Überzeugung oder Technik, sondern weil man irgendwann in einer Situation landet wo man einfach dabei ist. ich hab Rote Beete das erste Mal wirklich gerne gegessen bei jemandem zuhause, ohne zu wissen was drin war. das hat nichts mit Geosmin oder Röstmethode zu tun gehabt. ob das skaliert - keine Ahnung. klingt auch nicht nach einem Plan.
Zitat von ms_77markus_hh88 wusste die Antwort schon bevor er gefragt hat
das ist wahrscheinlich das Treffsicherste was hier jemand gesagt hat. und gleichzeitig macht mich das ein bisschen grantig, ehrlich gesagt. nicht wegen dir, sondern wegen dem ganzen Framing am Anfang. "Patientin war frustriert, Frage war Zubereitung oder Typ" - und dann kommt ein langer Thread bei dem wir alle mitdenken und am Ende ist die Antwort: ja, Typ halt. ich frag mich ob die Patientin das eigentlich hören wollte. oder ob @markus_hh88 hier vielleicht indirekt nachfragt weil er selbst nicht weiß wie er ihr das sagt. das wäre dann auch eine Erklärung warum der Thread so gestartet ist. was mich aber noch stört - und das ist jetzt wirklich ein neuer Gedanke - ist der Schwager mit dem Bier. du sagst selbst, das war Zufall und kein Plan. stimmt. aber der Zufall hatte eine Bedingung: er war in einer Situation wo er das Ding konsumiert hat ohne vorher zu entscheiden ob er's mag oder nicht. vielleicht ist das der einzige Weg wie sich sowas ändert. nicht durch Überzeugung oder Technik, sondern weil man irgendwann in einer Situation landet wo man einfach dabei ist. ich hab Rote Beete das erste Mal wirklich gerne gegessen bei jemandem zuhause, ohne zu wissen was drin war. das hat nichts mit Geosmin oder Röstmethode zu tun gehabt. ob das skaliert - keine Ahnung. klingt auch nicht nach einem Plan.
Zitat von elvira_k am August 31, 2026, 05:24 UhrZitat von leni_kohne zu wissen was drin war
- das ist genau der Punkt, den ich interessant finde. Weil das hat mir mein Hausarzt auch nicht so direkt gesagt, aber indirekt schon klar gemacht: wenn man etwas aus Überzeugung essen soll, weil es gesund ist, dann fängt man mit einer inneren Blockade an. Das ist wie wenn man sich selbst zwingt. Bei mir war das mit der Roten Beete ähnlich. Der Arzt hat mir geraten, mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, und ehrlich gesagt war mein erster Gedanke: na ja, wenn ich muss. Aber dann hab ich angefangen, die Rüben aus meinem eigenen Garten zu verarbeiten, und das war ein anderes Erlebnis ganz einfach. Die waren warm noch von der Erde, ich wusste genau wo sie herkamen, und wie ich festgestellt habe, schmeckt das wirklich anders als das Zeug aus dem Vakuum. Was mich aber an dem ganzen Thread beschäftigt - und das hat hier noch keiner so gesagt - ist dass wir immer davon ausgehen, die Patientin von @markus_hh88 oder sonst wer müsse sich an Rote Beete gewöhnen. Aber vielleicht ist die Antwort auch einfach: nicht jeder muss alles essen. Ich mag keine rohen Champignons, und das ist völlig in Ordnung. Mein Mann würde nie freiwillig Brennessel essen. Warum muss das ein Problem sein, das man löst? Die Frage ist ja eher: kann man es genießen, wenn man's will, oder ist es wirklich hoffnungslos. Und da denk ich, da macht die Herkunft und Frische einfach den Unterschied - nicht weil man jemanden überreden kann, sondern weil es dann tatsächlich besser schmeckt.
Zitat von leni_kohne zu wissen was drin war
- das ist genau der Punkt, den ich interessant finde. Weil das hat mir mein Hausarzt auch nicht so direkt gesagt, aber indirekt schon klar gemacht: wenn man etwas aus Überzeugung essen soll, weil es gesund ist, dann fängt man mit einer inneren Blockade an. Das ist wie wenn man sich selbst zwingt. Bei mir war das mit der Roten Beete ähnlich. Der Arzt hat mir geraten, mehr davon zu essen wegen des Blutdrucks, und ehrlich gesagt war mein erster Gedanke: na ja, wenn ich muss. Aber dann hab ich angefangen, die Rüben aus meinem eigenen Garten zu verarbeiten, und das war ein anderes Erlebnis ganz einfach. Die waren warm noch von der Erde, ich wusste genau wo sie herkamen, und wie ich festgestellt habe, schmeckt das wirklich anders als das Zeug aus dem Vakuum. Was mich aber an dem ganzen Thread beschäftigt - und das hat hier noch keiner so gesagt - ist dass wir immer davon ausgehen, die Patientin von @markus_hh88 oder sonst wer müsse sich an Rote Beete gewöhnen. Aber vielleicht ist die Antwort auch einfach: nicht jeder muss alles essen. Ich mag keine rohen Champignons, und das ist völlig in Ordnung. Mein Mann würde nie freiwillig Brennessel essen. Warum muss das ein Problem sein, das man löst? Die Frage ist ja eher: kann man es genießen, wenn man's will, oder ist es wirklich hoffnungslos. Und da denk ich, da macht die Herkunft und Frische einfach den Unterschied - nicht weil man jemanden überreden kann, sondern weil es dann tatsächlich besser schmeckt.
Zitat von ms_77 am August 31, 2026, 06:41 UhrZitat von elvira_knicht jeder muss alles essen
ja genau das. das ist der einzige Satz im ganzen Thread der mich nicht nervt. aber dann schreibst du direkt danach, Herkunft und Frische machen den Unterschied "weil es dann tatsächlich besser schmeckt" - für jemanden der die Wahrnehmungsschwelle für Geosmin im Keller hat bringt das trotzdem nix. das haben wir mit @markus_hh88 schon durchgekaut. frischer Garten-Rübe hin oder her. was mich bei dir aber wirklich stört ist das mit dem Blutdruck. dein Arzt sagt "mehr Rote Beete wegen Blutdruck" und du denkst "na wenn ich muss". kenn ich. meine Hausärztin hat mir mal Magnesium empfohlen, ich hab ihr gesagt ich ess lieber Nüsse. die hat kurz geschaut und dann gesagt ok. fertig. kein Supplement, kein Kapsel-Quatsch. Rote Beete als Gemüse ist was anderes, das ist echtes Essen, da hab ich nix dagegen. aber dieses "Arzt sagt ich soll" als Einstieg in ein Lebensmittel - das ist irgendwie ein schlechter Start für irgendwas. und jetzt wird mir klar warum der Thread so lang ist. markus_hh88 ist Arzt elvira_k hat einen Arzt der Rüben verordnet, alle reden über Patienten und Wahrnehmungsschwellen. ich bin Elektriker und frag mich ob ich hier überhaupt hingehöre aber egal.
Zitat von elvira_knicht jeder muss alles essen
ja genau das. das ist der einzige Satz im ganzen Thread der mich nicht nervt. aber dann schreibst du direkt danach, Herkunft und Frische machen den Unterschied "weil es dann tatsächlich besser schmeckt" - für jemanden der die Wahrnehmungsschwelle für Geosmin im Keller hat bringt das trotzdem nix. das haben wir mit @markus_hh88 schon durchgekaut. frischer Garten-Rübe hin oder her. was mich bei dir aber wirklich stört ist das mit dem Blutdruck. dein Arzt sagt "mehr Rote Beete wegen Blutdruck" und du denkst "na wenn ich muss". kenn ich. meine Hausärztin hat mir mal Magnesium empfohlen, ich hab ihr gesagt ich ess lieber Nüsse. die hat kurz geschaut und dann gesagt ok. fertig. kein Supplement, kein Kapsel-Quatsch. Rote Beete als Gemüse ist was anderes, das ist echtes Essen, da hab ich nix dagegen. aber dieses "Arzt sagt ich soll" als Einstieg in ein Lebensmittel - das ist irgendwie ein schlechter Start für irgendwas. und jetzt wird mir klar warum der Thread so lang ist. markus_hh88 ist Arzt elvira_k hat einen Arzt der Rüben verordnet, alle reden über Patienten und Wahrnehmungsschwellen. ich bin Elektriker und frag mich ob ich hier überhaupt hingehöre aber egal.
Zitat von n.feld am August 31, 2026, 08:14 UhrZitat von markus_hh88das ist vorerst Vermutung mauf einer seite
Das ist mir jetzt erst aufgefallen, Beitrag 2. Aber passt eigentlich gut zum Rest. @ms_77 der Punkt "ich frag mich ob ich hier hingehöre" ist das Interessanteste was du geschrieben hast, und zwar nicht ironisch. Du hast die saubersten Analogien gebracht, das Kabelbeispiel, das Isolieren von Variablen. Medizinischer Hintergrund hilft da nicht automatisch mehr. Was mich an dem Thread insgesamt stört: die Ausgangsfrage war eigentlich beantwortbar. Geosmin, individuelle Schwellenwerte, Zubereitung verlagert das Problem höchstens. Das war nach Beitrag 1 und 2 im Wesentlichen klar. Danach kam Herkunft, Sorte, Bio, Erntezeitpunkt, Bodenbakterien, Gewöhnungseffekte, Bier-Schwager, Karfiol-Trauma. Die Diskussion hat sich selbst immer mehr Variablen gegönnt bis sie nicht mehr lösbar war. Das ist faktisch kein Erkenntnisgewinn, das ist Threadentropie. Konkret gesagt: wenn jemand Geosmin intensiv wahrnimmt, hilft weder frischere Rübe noch ein unerwartetes Gericht bei jemandem zuhause langfristig. Das bleibt sensorische Physiologie. Ob @elvira_k ihren Gartenrüben-Moment auf jemand anderen übertragen kann, ist offen, und ich glaube eher nicht. Was ich mich grad frage, ohne dass ich eine Antwort erwarte: hat @markus_hh88 seiner Patientin inzwischen einfach gesagt, sie soll was anderes essen. Das wäre der produktivste Ausgang dieses ganzen Threads.
Zitat von markus_hh88das ist vorerst Vermutung mauf einer seite
Das ist mir jetzt erst aufgefallen, Beitrag 2. Aber passt eigentlich gut zum Rest. @ms_77 der Punkt "ich frag mich ob ich hier hingehöre" ist das Interessanteste was du geschrieben hast, und zwar nicht ironisch. Du hast die saubersten Analogien gebracht, das Kabelbeispiel, das Isolieren von Variablen. Medizinischer Hintergrund hilft da nicht automatisch mehr. Was mich an dem Thread insgesamt stört: die Ausgangsfrage war eigentlich beantwortbar. Geosmin, individuelle Schwellenwerte, Zubereitung verlagert das Problem höchstens. Das war nach Beitrag 1 und 2 im Wesentlichen klar. Danach kam Herkunft, Sorte, Bio, Erntezeitpunkt, Bodenbakterien, Gewöhnungseffekte, Bier-Schwager, Karfiol-Trauma. Die Diskussion hat sich selbst immer mehr Variablen gegönnt bis sie nicht mehr lösbar war. Das ist faktisch kein Erkenntnisgewinn, das ist Threadentropie. Konkret gesagt: wenn jemand Geosmin intensiv wahrnimmt, hilft weder frischere Rübe noch ein unerwartetes Gericht bei jemandem zuhause langfristig. Das bleibt sensorische Physiologie. Ob @elvira_k ihren Gartenrüben-Moment auf jemand anderen übertragen kann, ist offen, und ich glaube eher nicht. Was ich mich grad frage, ohne dass ich eine Antwort erwarte: hat @markus_hh88 seiner Patientin inzwischen einfach gesagt, sie soll was anderes essen. Das wäre der produktivste Ausgang dieses ganzen Threads.