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Vor dem Training essen oder nicht – macht das bei langen Einheiten wirklich den Unterschied?

Ich fahr Samstag morgens meistens nüchtern los, so 6:30 Uhr, weil ich sonst warten muss bis irgendwas verdaut ist. War bei 60-70 km immer kein Problem. Jetzt steh ich aber vor meiner ersten Granfondo, 130 km, und merke dass ich das nicht einfach so durchziehen kann wie bisher. Was mich dabei umtreibt: ich hab in den letzten Wochen viel gelesen über Pre-Ride-Nutrition und gefühlt jeder zweite Artikel dreht sich um irgendein Supplement. Magnesium, Koffein, BCAA, Rote Beete - das volle Programm. Mein Kollege der mich auf das ganze Rote-Beete-Thema gebracht hat sagt, er nimmt den Shot immer 90 Minuten vorher. Aber der fährt auch seit zehn Jahren und kennt seinen Körper in- und auswendig. Ich frag mich ob das wirklich an den Supplementen liegt oder ob die Leute die davon schwören nicht einfach generell besser essen und besser schlafen und das dann falsch zuordnen. Ich sag dir, das ist schwer auseinanderzuhalten wenn man keine Vergleichsgrundlage hat. Was ich aber wirklich glauben kann: dass der Körper vor einer langen Einheit Kohlenhydrate braucht - das spür ich selbst. Haferflocken eine Stunde vorher und ich komm anders an als wenn ich nüchtern losgefahren bin. Das ist kein Placebo, das ist Energie die drin ist oder halt nicht. Die Frage ist also eigentlich nicht Supplement ja oder nein, sondern was bringt echtes Essen vor der Einheit und was davon kann kein Pulver ersetzen. Hat jemand hier längere Einheiten über 100 km ohne irgendwelche Extras durchgezogen und kann sagen ob das realistisch ist mit vernünftiger Basisernährung?