Vereinskollege schwört auf Rote-Bete-Shots – bringt das wirklich was?
Zitat von rennradbernd am Juni 6, 2026, 11:58 UhrBei uns im Verein gibt's einen der seit zwei Jahren bei jedem Ausfahrt mit diesen Rote-Bete-Shots ankommt. Schwört Stein und Bein drauf. Seit er die trinkt ist er angeblich schneller, erholt sich besser, schläft besser - irgendwann hab ich mir gedacht okay ich probier's halt. Hab mir dann einen Monat lang dieses Betanio-Zeug oder wie das heißt besorgt, war ja nicht billig. Und was soll ich sagen - ich hab nix gemerkt. Rein gar nix. Vielleicht war's Einbildung dass ich mal eine Ausfahrt etwas flotter war, aber das hätte auch am Wetter gelegen. War ein schöner Dienstag, gute Beine, keine Ahnung. Jetzt frag ich mich ob das überhaupt wissenschaftlich sauber ist was die da versprechen. Mein Kollege hat mir dann irgendwelche Studien geschickt, aber ehrlich gesagt - wer steckt da das Geld rein? Die Hersteller selbst? Das glaub ich sofort. Was mich eigentlich am meisten beschäftigt: warum glauben wir dem Typen im Verein mehr als unserem Hausarzt? Meine Hausärztin hat gesagt Rote Bete essen ist prima, als Konzentrat aus der Flasche sieht sie das skeptisch. Aber der Vereinsheini mit seiner Strava-Bestzeit hat natürlich mehr Überzeugungskraft. Ich glaub da steckt viel Psychologie drin. Wenn du weißt dass du was geschluckt hast gehst du anders ans Training ran. Trittst mehr in die Pedale weil du denkst jetzt muss doch was kommen. Das is halt so. Rote Bete als Gemüse mach ich gern, die Frau kocht das manchmal. Aber diese konzentrierten Fläschchen für 40 Euro den Monat - da lach ich lieber drüber. Wie macht ihr das? Habt ihr sowas wirklich mal systematisch getestet oder läuft das bei euch auch eher nach Bauchgefühl und Vereinsempfehlung?
Bei uns im Verein gibt's einen der seit zwei Jahren bei jedem Ausfahrt mit diesen Rote-Bete-Shots ankommt. Schwört Stein und Bein drauf. Seit er die trinkt ist er angeblich schneller, erholt sich besser, schläft besser - irgendwann hab ich mir gedacht okay ich probier's halt. Hab mir dann einen Monat lang dieses Betanio-Zeug oder wie das heißt besorgt, war ja nicht billig. Und was soll ich sagen - ich hab nix gemerkt. Rein gar nix. Vielleicht war's Einbildung dass ich mal eine Ausfahrt etwas flotter war, aber das hätte auch am Wetter gelegen. War ein schöner Dienstag, gute Beine, keine Ahnung. Jetzt frag ich mich ob das überhaupt wissenschaftlich sauber ist was die da versprechen. Mein Kollege hat mir dann irgendwelche Studien geschickt, aber ehrlich gesagt - wer steckt da das Geld rein? Die Hersteller selbst? Das glaub ich sofort. Was mich eigentlich am meisten beschäftigt: warum glauben wir dem Typen im Verein mehr als unserem Hausarzt? Meine Hausärztin hat gesagt Rote Bete essen ist prima, als Konzentrat aus der Flasche sieht sie das skeptisch. Aber der Vereinsheini mit seiner Strava-Bestzeit hat natürlich mehr Überzeugungskraft. Ich glaub da steckt viel Psychologie drin. Wenn du weißt dass du was geschluckt hast gehst du anders ans Training ran. Trittst mehr in die Pedale weil du denkst jetzt muss doch was kommen. Das is halt so. Rote Bete als Gemüse mach ich gern, die Frau kocht das manchmal. Aber diese konzentrierten Fläschchen für 40 Euro den Monat - da lach ich lieber drüber. Wie macht ihr das? Habt ihr sowas wirklich mal systematisch getestet oder läuft das bei euch auch eher nach Bauchgefühl und Vereinsempfehlung?
Zitat von rennradrenate am Juni 6, 2026, 13:16 Uhr@rennradbernd, eine Sache hat mich bei deinem Beitrag wirklich beschäftigt, und das ist der Punkt mit der Dosierung. Ein Monat ist aus meiner Sicht zu kurz, um das fair zu beurteilen - aber das ist nicht mal das Hauptproblem. Die Frage ist doch: wie viel Nitrat steckt wirklich in diesen Fläschchen? Bei mir war es so, dass ich erst nach einem längeren Gespräch mit meiner Hausärztin verstanden habe, dass die Wirkung sehr stark von der tatsächlichen Nitratmenge abhängt, und da weichen die Produkte erheblich voneinander ab. Manche Konzentrate haben kaum mehr drin als ein normaler Rote-Bete-Saft aus dem Supermarkt. Das steht natürlich nicht auf der Vorderseite der Flasche.
Zitat von rennradberndwer steckt da das Geld rein?
Das ist eine berechtigte Frage. Wobei ich sagen muss - das gilt für Pharmastudien genauso. Da muss man immer schauen, wer Auftraggeber war. Das ist wichtig zu wissen, macht aber den Inhalt nicht automatisch wertlos. Was ich konkret gesagt noch loswerden will: dein Kollege schwört drauf, du hast nix gemerkt - das sagt mir weniger über das Produkt als über den Unterschied zwischen euch beiden. Trainingsstand, Ausgangswerte beim Blutdruck, Ernährung sonst. Ich vermute, bei jemandem der ohnehin schon sehr nitratreich isst, tut sich weniger. Aber das Betanio kenne ich nicht, keine Ahnung ob das ein seriöses Produkt ist oder nicht.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
@rennradbernd, eine Sache hat mich bei deinem Beitrag wirklich beschäftigt, und das ist der Punkt mit der Dosierung. Ein Monat ist aus meiner Sicht zu kurz, um das fair zu beurteilen - aber das ist nicht mal das Hauptproblem. Die Frage ist doch: wie viel Nitrat steckt wirklich in diesen Fläschchen? Bei mir war es so, dass ich erst nach einem längeren Gespräch mit meiner Hausärztin verstanden habe, dass die Wirkung sehr stark von der tatsächlichen Nitratmenge abhängt, und da weichen die Produkte erheblich voneinander ab. Manche Konzentrate haben kaum mehr drin als ein normaler Rote-Bete-Saft aus dem Supermarkt. Das steht natürlich nicht auf der Vorderseite der Flasche.
Zitat von rennradberndwer steckt da das Geld rein?
Das ist eine berechtigte Frage. Wobei ich sagen muss - das gilt für Pharmastudien genauso. Da muss man immer schauen, wer Auftraggeber war. Das ist wichtig zu wissen, macht aber den Inhalt nicht automatisch wertlos. Was ich konkret gesagt noch loswerden will: dein Kollege schwört drauf, du hast nix gemerkt - das sagt mir weniger über das Produkt als über den Unterschied zwischen euch beiden. Trainingsstand, Ausgangswerte beim Blutdruck, Ernährung sonst. Ich vermute, bei jemandem der ohnehin schon sehr nitratreich isst, tut sich weniger. Aber das Betanio kenne ich nicht, keine Ahnung ob das ein seriöses Produkt ist oder nicht.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von rennradbernd am Juni 6, 2026, 13:31 Uhr@rennradrenate der Punkt mit den Ausgangswerten ist interessant, den hab ich so noch nie gehört. Klingt plausibel - wenn ich eh viel Gemüse ess dann bringt mir das Konzentrat halt nix Zusätzliches. Das würd auch erklären warum mein Kollege schwört und ich nix gespürt hab.
Zitat von rennradrenatebei jemandem der ohnehin schon sehr nitratreich isst, tut sich weniger
Aber weißt du was mich daran stört? Das ist genau das Argument das diese Hersteller auch benutzen wenn nix wirkt. "Du hast den falschen Ausgangswert", "du hast zu wenig genommen", "du brauchst länger". Immer gibt's ne Erklärung warum man weiterkaufen soll. Is halt so bei dem Zeug. Draußen ist's grad neblig übrigens, kein Wetter für große Erkenntnisse. Was ich mich frag - weiß eigentlich irgendjemand hier wie man das selbst testen würde? Also nicht nach Gefühl sondern irgendwas messbares. Mein Puls beim Anstieg, Wattzahlen wenn man einen Tacho mit Powermeter hat. Ich hab keinen aber ich kenn Leute im Verein die sowas haben. Die fahren aber auch alle auf Strava und vergleichen sich mit jedem Windbeutel auf der Strecke, also da ist Objektivität sowieso Mangelware.
@rennradrenate der Punkt mit den Ausgangswerten ist interessant, den hab ich so noch nie gehört. Klingt plausibel - wenn ich eh viel Gemüse ess dann bringt mir das Konzentrat halt nix Zusätzliches. Das würd auch erklären warum mein Kollege schwört und ich nix gespürt hab.
Zitat von rennradrenatebei jemandem der ohnehin schon sehr nitratreich isst, tut sich weniger
Aber weißt du was mich daran stört? Das ist genau das Argument das diese Hersteller auch benutzen wenn nix wirkt. "Du hast den falschen Ausgangswert", "du hast zu wenig genommen", "du brauchst länger". Immer gibt's ne Erklärung warum man weiterkaufen soll. Is halt so bei dem Zeug. Draußen ist's grad neblig übrigens, kein Wetter für große Erkenntnisse. Was ich mich frag - weiß eigentlich irgendjemand hier wie man das selbst testen würde? Also nicht nach Gefühl sondern irgendwas messbares. Mein Puls beim Anstieg, Wattzahlen wenn man einen Tacho mit Powermeter hat. Ich hab keinen aber ich kenn Leute im Verein die sowas haben. Die fahren aber auch alle auf Strava und vergleichen sich mit jedem Windbeutel auf der Strecke, also da ist Objektivität sowieso Mangelware.