Selbst gepresst vs. Konzentrat: Rechnet sich der Aufwand wirklich?
Zitat von rennradrenate am Juli 7, 2026, 17:38 UhrZitat von markus_b82Zahnpasta
Das ist kein Detail, @markus_b82 - das ist eigentlich der praktischste Punkt im ganzen Thread. Und ich frag mich gerade, ob ich das selbst die ganze Zeit falsch gemacht hab. Ich nehme das Konzentrat morgens vor der Ausfahrt, und ich putze mir vorher die Zähne. Mit normaler Zahnpasta, nicht mit antiseptischer Mundspülung - aber die Frage ist jetzt bei mir, ob das schon reicht um den Effekt zu dämpfen. Was mich daran konkret stört: wenn die Nitrat-zu-Nitrit-Konversion im Mund anfängt, dann wäre das Timing der Einnahme relativ zum Zähneputzen eigentlich eine Variable, die jeder kontrollieren könnte. Ohne Studie, ohne Blutdruckmessgerät, ohne Baseline. Das ist das erste Mal in diesem Thread, dass ich eine Alltagshandlung sehe, die man tatsächlich ändern könnte - und bei der man vielleicht sogar merkt ob es einen Unterschied macht. Ich hab das Govoni-Paper nicht selbst gelesen, aber wenn der Effekt so klar demonstriert ist wie du schreibst, dann frag ich mich warum das in keiner der Empfehlungen auftaucht, die ich je gelesen hab. Meine Hausärztin hat das jedenfalls nie erwähnt - und die hat mich überhaupt erst auf das Thema gebracht.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von markus_b82Zahnpasta
Das ist kein Detail, @markus_b82 - das ist eigentlich der praktischste Punkt im ganzen Thread. Und ich frag mich gerade, ob ich das selbst die ganze Zeit falsch gemacht hab. Ich nehme das Konzentrat morgens vor der Ausfahrt, und ich putze mir vorher die Zähne. Mit normaler Zahnpasta, nicht mit antiseptischer Mundspülung - aber die Frage ist jetzt bei mir, ob das schon reicht um den Effekt zu dämpfen. Was mich daran konkret stört: wenn die Nitrat-zu-Nitrit-Konversion im Mund anfängt, dann wäre das Timing der Einnahme relativ zum Zähneputzen eigentlich eine Variable, die jeder kontrollieren könnte. Ohne Studie, ohne Blutdruckmessgerät, ohne Baseline. Das ist das erste Mal in diesem Thread, dass ich eine Alltagshandlung sehe, die man tatsächlich ändern könnte - und bei der man vielleicht sogar merkt ob es einen Unterschied macht. Ich hab das Govoni-Paper nicht selbst gelesen, aber wenn der Effekt so klar demonstriert ist wie du schreibst, dann frag ich mich warum das in keiner der Empfehlungen auftaucht, die ich je gelesen hab. Meine Hausärztin hat das jedenfalls nie erwähnt - und die hat mich überhaupt erst auf das Thema gebracht.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von jana_w am Juli 7, 2026, 20:39 UhrZitat von rennradrenatewarum das in keiner der Empfehlungen auftaucht
ja das frag ich mich auch gerade. also wenn das wirklich so klar belegt ist - und @markus_b82 klingt da ziemlich sicher mit der Quelle - dann ist das doch eigentlich die erste Info die man jemandem gibt bevor man über frisch vs. Konzentrat redet. Timing relativ zum Zähneputzen ist halt was das jeder sofort ändern kann. was mich da aber noch mehr beschäftigt als die Zahnpasta selbst: ich hab mal gelesen dass Antibiotika das Mundmikrobiom ziemlich plattmacht, und das über Wochen. wenn die Konversion wirklich im Mund anfängt und von den Bakterien da abhängt - dann wäre jemand der grad nen Antibiotika-Kurs hinter sich hat vielleicht wochenlang kein Responder, obwohl er das normalerweise wäre. das wäre dann auch kein genetisches Ding sondern einfach Pech mit dem Timing. ich weiß nicht ob das belegt ist oder ob ich da grad zu weit spinne. @markus_hh88 du bist doch der der hier am ehesten sowas einordnen kann. und @rennradrenate - du sagst deine Ärztin hat das nie erwähnt. meine auch nicht. vielleicht ist das halt noch nicht so angekommen in der Alltagspraxis, auch wenn die Daten schon älter sind. das Govoni-Paper ist von 2008, das ist fast 20 Jahre her
--
less is more ?
Zitat von rennradrenatewarum das in keiner der Empfehlungen auftaucht
ja das frag ich mich auch gerade. also wenn das wirklich so klar belegt ist - und @markus_b82 klingt da ziemlich sicher mit der Quelle - dann ist das doch eigentlich die erste Info die man jemandem gibt bevor man über frisch vs. Konzentrat redet. Timing relativ zum Zähneputzen ist halt was das jeder sofort ändern kann. was mich da aber noch mehr beschäftigt als die Zahnpasta selbst: ich hab mal gelesen dass Antibiotika das Mundmikrobiom ziemlich plattmacht, und das über Wochen. wenn die Konversion wirklich im Mund anfängt und von den Bakterien da abhängt - dann wäre jemand der grad nen Antibiotika-Kurs hinter sich hat vielleicht wochenlang kein Responder, obwohl er das normalerweise wäre. das wäre dann auch kein genetisches Ding sondern einfach Pech mit dem Timing. ich weiß nicht ob das belegt ist oder ob ich da grad zu weit spinne. @markus_hh88 du bist doch der der hier am ehesten sowas einordnen kann. und @rennradrenate - du sagst deine Ärztin hat das nie erwähnt. meine auch nicht. vielleicht ist das halt noch nicht so angekommen in der Alltagspraxis, auch wenn die Daten schon älter sind. das Govoni-Paper ist von 2008, das ist fast 20 Jahre her
--
less is more ?
Zitat von rennradrenate am Juli 7, 2026, 21:07 UhrZitat von jana_wdas Govoni-Paper ist von 2008, das ist fast 20 Jahre her
Das ist der Punkt der mich gerade wirklich beschäftigt, @jana_w. Nicht warum es nicht in der Alltagspraxis angekommen ist - das kenn ich aus dem Schulkontext, da gibt es auch Erkenntnisse die zwanzig Jahre brauchen bis sie im Unterricht landen. Was mich mehr stört: wenn das so lange bekannt ist, müsste es eigentlich in den Produktempfehlungen auftauchen. Auf keinem Konzentrat das ich je in der Hand hatte steht "nicht direkt nach Mundspülung einnehmen". Kein Hinweis, nichts. Und das Antibiotikum-Argument von dir finde ich nicht gesponnen - das klingt biologisch plausibel. Ich hab das selbst nie dazu gedacht. Ich weiß von meiner Hausärztin dass das Mikrobiom nach einer Antibiose tatsächlich Wochen braucht um sich zu erholen. Ob das speziell für die Mundflora und die Nitrat-Konversion gilt, weiß ich nicht. Aber wenn jemand im Oktober eine Erkältung mit Antibiotika behandelt und gleichzeitig anfängt, regelmäßig Rote Bete zu essen - und dann sagt "hat bei mir nichts gebracht" - dann ist das eine völlig andere Ausgangslage als bei jemandem mit intaktem Mundmikrobiom. Das macht die Responder-Frage nochmal unschärfer. Nicht nur Genetik, nicht nur Zahnpasta, sondern auch Krankheitsgeschichte der letzten Wochen. Das ist für einen Selbsttest unter Alltagsbedingungen eigentlich kaum kontrollierbar.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von jana_wdas Govoni-Paper ist von 2008, das ist fast 20 Jahre her
Das ist der Punkt der mich gerade wirklich beschäftigt, @jana_w. Nicht warum es nicht in der Alltagspraxis angekommen ist - das kenn ich aus dem Schulkontext, da gibt es auch Erkenntnisse die zwanzig Jahre brauchen bis sie im Unterricht landen. Was mich mehr stört: wenn das so lange bekannt ist, müsste es eigentlich in den Produktempfehlungen auftauchen. Auf keinem Konzentrat das ich je in der Hand hatte steht "nicht direkt nach Mundspülung einnehmen". Kein Hinweis, nichts. Und das Antibiotikum-Argument von dir finde ich nicht gesponnen - das klingt biologisch plausibel. Ich hab das selbst nie dazu gedacht. Ich weiß von meiner Hausärztin dass das Mikrobiom nach einer Antibiose tatsächlich Wochen braucht um sich zu erholen. Ob das speziell für die Mundflora und die Nitrat-Konversion gilt, weiß ich nicht. Aber wenn jemand im Oktober eine Erkältung mit Antibiotika behandelt und gleichzeitig anfängt, regelmäßig Rote Bete zu essen - und dann sagt "hat bei mir nichts gebracht" - dann ist das eine völlig andere Ausgangslage als bei jemandem mit intaktem Mundmikrobiom. Das macht die Responder-Frage nochmal unschärfer. Nicht nur Genetik, nicht nur Zahnpasta, sondern auch Krankheitsgeschichte der letzten Wochen. Das ist für einen Selbsttest unter Alltagsbedingungen eigentlich kaum kontrollierbar.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.