Rote Bete vor dem Training – wie viel und wann genau?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 17, 2026, 21:06 Uhrich steck grad mitten in der Vorbereitung für eine Granfondo und merke, dass ich das mit der Ernährung vor langen Ausfahrten ernster nehmen muss. Nicht nach dem Training, davor. Und jetzt interessiert mich konkret wie ihr das mit Rote Bete handhabt - also Timing und Menge. Ich hab das jetzt ein paarmal mit der ganzen Knolle gemacht, einfach abends vorher als Teil der Mahlzeit. Keine Ahnung ob das was gebracht hat, man bildet sich ja leicht was ein. Aber ich hab die letzten Wochen wirklich das Gefühl dass ich auf langen Strecken etwas länger in einem guten Rhythmus bleibe. Kann Placebo sein, kann auch nix damit zu tun haben. Was mich wirklich interessiert ist das Zeitfenster. Manche sagen 2 Stunden vorher, andere schwören auf den Abend davor. Ich hab in einer Apotheken-Zeitschrift was gelesen dass Nitrat so 2-3 Stunden braucht bis es irgendwas im Körper macht - aber ob das auf den normalen Verzehr von Knollen zutrifft oder nur auf konzentrierten Saft, das stand da nicht dabei. Und die Menge - ich röste meistens eine mittelgroße Knolle mit Olivenöl, mehr nicht. Reicht das überhaupt oder braucht man da wirklich die dreifache Menge? Ich will nicht anfangen täglich 500g Rote Bete zu essen nur weil irgendwelche Leute das im Internet propagieren. Frisch vom Markt nehme ich übrigens auch weil das aus dem Glas für mich geschmacklich einfach nicht dasselbe ist. Zu sauer, zu weich, riecht komisch. Hat jemand hier konkrete Erfahrungen mit dem Timing gesammelt - nicht aus Studien, sondern wirklich aus dem Alltag? Ich red von Radfahren Ausdauer, nicht von irgendwelchen Laborwerten.
ich steck grad mitten in der Vorbereitung für eine Granfondo und merke, dass ich das mit der Ernährung vor langen Ausfahrten ernster nehmen muss. Nicht nach dem Training, davor. Und jetzt interessiert mich konkret wie ihr das mit Rote Bete handhabt - also Timing und Menge. Ich hab das jetzt ein paarmal mit der ganzen Knolle gemacht, einfach abends vorher als Teil der Mahlzeit. Keine Ahnung ob das was gebracht hat, man bildet sich ja leicht was ein. Aber ich hab die letzten Wochen wirklich das Gefühl dass ich auf langen Strecken etwas länger in einem guten Rhythmus bleibe. Kann Placebo sein, kann auch nix damit zu tun haben. Was mich wirklich interessiert ist das Zeitfenster. Manche sagen 2 Stunden vorher, andere schwören auf den Abend davor. Ich hab in einer Apotheken-Zeitschrift was gelesen dass Nitrat so 2-3 Stunden braucht bis es irgendwas im Körper macht - aber ob das auf den normalen Verzehr von Knollen zutrifft oder nur auf konzentrierten Saft, das stand da nicht dabei. Und die Menge - ich röste meistens eine mittelgroße Knolle mit Olivenöl, mehr nicht. Reicht das überhaupt oder braucht man da wirklich die dreifache Menge? Ich will nicht anfangen täglich 500g Rote Bete zu essen nur weil irgendwelche Leute das im Internet propagieren. Frisch vom Markt nehme ich übrigens auch weil das aus dem Glas für mich geschmacklich einfach nicht dasselbe ist. Zu sauer, zu weich, riecht komisch. Hat jemand hier konkrete Erfahrungen mit dem Timing gesammelt - nicht aus Studien, sondern wirklich aus dem Alltag? Ich red von Radfahren Ausdauer, nicht von irgendwelchen Laborwerten.
Zitat von markus_b82 am Juli 17, 2026, 21:20 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83Nicht aus Studien, sondern wirklich aus dem Alltag
Versteh ich, aber ich fürchte, das ist genau das Problem: Alltagserfahrungen beim Timing sind fast nicht übertragbar, weil zu viele Variablen gleichzeitig laufen. Du röstst die Knolle - das ist schon ein Punkt, der mich interessiert. Kochen und Rösten verändert den Nitratgehalt nicht dramatisch, aber die Matrix, in der das Nitrat sitzt, beeinflusst wie schnell es resorbiert wird. Das hab ich mal in einem Review von Lundberg et al. (so um 2018 herum, Nitrate and Nitrite in Biology) quergelesen, bin aber kein Biochemiker, also mit Vorsicht. Was mich an deiner Beschreibung wirklich triggert ist das "Abends vorher". Die meisten Protokolle, die ich kenne, setzen auf 2-3 Stunden vor Belastung, weil der Peak im Plasma dann in etwa erreicht ist. Abends davor klingt intuitiv nach "zu früh", aber es gibt tatsächlich Hinweise dass die Nitrit-Spiegel noch mehrere Stunden erhöht bleiben können - wie lange genau hängt auch von der Menge ab. Eine mittelgroße Knolle, schätze ich mal auf 150-200g roh, liegt vielleicht im Bereich von 200-400mg Nitrat, je nach Sorte und Anbaubedingungen. Die Studien, die Effekte zeigen, arbeiten oft mit 400-500mg aufwärts, konzentriert als Saft. Ob du mit einer gerösteten Knolle dahin kommst - ehrlich gesagt bezweifle ich das, aber Hast du da eine Quelle für? hab ich in dem Kontext auch keine. Was mir fehlt bei deiner Schilderung: hast du mal verglichen wie du dich auf vergleichbaren Strecken ohne Rote Bete fühlst, unter sonst gleichen Bedingungen?
Zitat von rote_socke_83Nicht aus Studien, sondern wirklich aus dem Alltag
Versteh ich, aber ich fürchte, das ist genau das Problem: Alltagserfahrungen beim Timing sind fast nicht übertragbar, weil zu viele Variablen gleichzeitig laufen. Du röstst die Knolle - das ist schon ein Punkt, der mich interessiert. Kochen und Rösten verändert den Nitratgehalt nicht dramatisch, aber die Matrix, in der das Nitrat sitzt, beeinflusst wie schnell es resorbiert wird. Das hab ich mal in einem Review von Lundberg et al. (so um 2018 herum, Nitrate and Nitrite in Biology) quergelesen, bin aber kein Biochemiker, also mit Vorsicht. Was mich an deiner Beschreibung wirklich triggert ist das "Abends vorher". Die meisten Protokolle, die ich kenne, setzen auf 2-3 Stunden vor Belastung, weil der Peak im Plasma dann in etwa erreicht ist. Abends davor klingt intuitiv nach "zu früh", aber es gibt tatsächlich Hinweise dass die Nitrit-Spiegel noch mehrere Stunden erhöht bleiben können - wie lange genau hängt auch von der Menge ab. Eine mittelgroße Knolle, schätze ich mal auf 150-200g roh, liegt vielleicht im Bereich von 200-400mg Nitrat, je nach Sorte und Anbaubedingungen. Die Studien, die Effekte zeigen, arbeiten oft mit 400-500mg aufwärts, konzentriert als Saft. Ob du mit einer gerösteten Knolle dahin kommst - ehrlich gesagt bezweifle ich das, aber Hast du da eine Quelle für? hab ich in dem Kontext auch keine. Was mir fehlt bei deiner Schilderung: hast du mal verglichen wie du dich auf vergleichbaren Strecken ohne Rote Bete fühlst, unter sonst gleichen Bedingungen?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 17, 2026, 22:01 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82hast du mal verglichen wie du dich auf vergleichbaren Strecken ohne Rote Bete fühlst
Ehrlich gesagt - nein. Und genau das ist mein Problem. Ich fahr jede Runde unter anderen Bedingungen: mal mehr Schlaf, mal schlechte Ernährung den Tag davor, mal Gegenwind ab Kilometer 30. Das ist kein Labor, das ist Radsport im Ruhrpott. Einen echten Vergleich kriege ich da nicht hin. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt ist die Zahl. 400-500mg Nitrat als Schwellenwert - und du sagst eine Knolle liegt vielleicht bei 200-400mg? Dann wäre eine mittelgroße Knolle also schon halbwegs drin, wenn sie gut ist. Das ist mehr als ich dachte. Ich hab irgendwo gelesen dass Rote Bete aus dem Supermarkt deutlich weniger Nitrat hat als vom Wochenmarkt - wegen Anbaubedingungen, Stickstoff im Boden und so. Keine Ahnung ob das stimmt, das kam aus irgendeinem Landwirtschafts-Blog, nicht gerade eine Quelle auf die ich schwören würde. Aber das bringt mich zu was anderem: wenn die Menge so variabel ist je nach Herkunft, wie soll ich dann überhaupt gezielt dosieren? Mit der ganzen Knolle schieße ich da im Dunkeln. Vielleicht ist das der einzige echte Vorteil von so einem Konzentrat wie Betanio PLUS - nicht dass ich das Zeug jetzt plötzlich gut finde, der Preis bleibt eine Zumutung - aber wenigstens steht da eine Menge drauf.
Zitat von markus_b82hast du mal verglichen wie du dich auf vergleichbaren Strecken ohne Rote Bete fühlst
Ehrlich gesagt - nein. Und genau das ist mein Problem. Ich fahr jede Runde unter anderen Bedingungen: mal mehr Schlaf, mal schlechte Ernährung den Tag davor, mal Gegenwind ab Kilometer 30. Das ist kein Labor, das ist Radsport im Ruhrpott. Einen echten Vergleich kriege ich da nicht hin. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt ist die Zahl. 400-500mg Nitrat als Schwellenwert - und du sagst eine Knolle liegt vielleicht bei 200-400mg? Dann wäre eine mittelgroße Knolle also schon halbwegs drin, wenn sie gut ist. Das ist mehr als ich dachte. Ich hab irgendwo gelesen dass Rote Bete aus dem Supermarkt deutlich weniger Nitrat hat als vom Wochenmarkt - wegen Anbaubedingungen, Stickstoff im Boden und so. Keine Ahnung ob das stimmt, das kam aus irgendeinem Landwirtschafts-Blog, nicht gerade eine Quelle auf die ich schwören würde. Aber das bringt mich zu was anderem: wenn die Menge so variabel ist je nach Herkunft, wie soll ich dann überhaupt gezielt dosieren? Mit der ganzen Knolle schieße ich da im Dunkeln. Vielleicht ist das der einzige echte Vorteil von so einem Konzentrat wie Betanio PLUS - nicht dass ich das Zeug jetzt plötzlich gut finde, der Preis bleibt eine Zumutung - aber wenigstens steht da eine Menge drauf.