Rote Bete roh - wer macht das wirklich und wie?
Zitat von derbär am Juli 15, 2026, 04:43 Uhrmoin - ich bin grad beim Abendbrot und hab mir überlegt ob ich das nochmal fragen soll aber warum nicht. ich hab jetzt die letzten Monate hauptsächlich mit Saft und Konzentrat gearbeitet, aber die rohe Knolle hab ich eigentlich kaum auf dem Schirm gehabt. Heute war meine Frau beim Markt und hat zwei mitgebracht, einfach so. Ich hab dann aus Neugier mal ein Stück roh probiert - echt jetzt das ist nochmal eine ganz andere Welt als das Konzentrat. Viel erdiger, fast so ein bisschen süß aber gleichzeitig irgendwie bitter nach hinten raus. die Frage die mich jetzt beschäftigt: wie macht ihr das mit roh? Einfach in Scheiben schneiden und draufbeißen? Geraspelt? Ich hab mal irgendwo gelesen dass Raspeln durch die Zellstruktur irgendwas freisetzt aber ich weiß jetzt nicht mehr wo das war, klingt vielleicht auch nach zu viel Theorie. und dann ist da noch die Sache mit dem Beißen auf was Hartes nach 80km auf dem Rad - da will ich eigentlich nix mehr kauen. Also frag ich mich ob roh überhaupt praxistauglich ist für Leute die das wirklich als Ergänzung zum Training nutzen wollen, nicht nur als Salat am Sonntag. ich bin kein Freund davon alles zu einem Ritual zu machen. Wenn's einfach geht mach ich's, wenn's Aufwand ist lass ich's. Das Konzentrat ist halt so praktisch weil du einfach zwei Schuss nimmst und fertig. Aber wenn roh wirklich anders ankommt würd mich das interessieren - nicht wegen irgendwelcher Laborzahlen sondern weil ich's selbst spüren will. also wer isst hier regelmäßig rohe Rote Bete und wie macht ihr das konkret in den Alltag rein ohne dass es so ein Projekt wird
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
moin - ich bin grad beim Abendbrot und hab mir überlegt ob ich das nochmal fragen soll aber warum nicht. ich hab jetzt die letzten Monate hauptsächlich mit Saft und Konzentrat gearbeitet, aber die rohe Knolle hab ich eigentlich kaum auf dem Schirm gehabt. Heute war meine Frau beim Markt und hat zwei mitgebracht, einfach so. Ich hab dann aus Neugier mal ein Stück roh probiert - echt jetzt das ist nochmal eine ganz andere Welt als das Konzentrat. Viel erdiger, fast so ein bisschen süß aber gleichzeitig irgendwie bitter nach hinten raus. die Frage die mich jetzt beschäftigt: wie macht ihr das mit roh? Einfach in Scheiben schneiden und draufbeißen? Geraspelt? Ich hab mal irgendwo gelesen dass Raspeln durch die Zellstruktur irgendwas freisetzt aber ich weiß jetzt nicht mehr wo das war, klingt vielleicht auch nach zu viel Theorie. und dann ist da noch die Sache mit dem Beißen auf was Hartes nach 80km auf dem Rad - da will ich eigentlich nix mehr kauen. Also frag ich mich ob roh überhaupt praxistauglich ist für Leute die das wirklich als Ergänzung zum Training nutzen wollen, nicht nur als Salat am Sonntag. ich bin kein Freund davon alles zu einem Ritual zu machen. Wenn's einfach geht mach ich's, wenn's Aufwand ist lass ich's. Das Konzentrat ist halt so praktisch weil du einfach zwei Schuss nimmst und fertig. Aber wenn roh wirklich anders ankommt würd mich das interessieren - nicht wegen irgendwelcher Laborzahlen sondern weil ich's selbst spüren will. also wer isst hier regelmäßig rohe Rote Bete und wie macht ihr das konkret in den Alltag rein ohne dass es so ein Projekt wird
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Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 16, 2026, 12:52 Uhr@derbär
Zitat von derbärnach 80km auf dem Rad - da will ich eigentlich nix mehr kauen
das ist der Punkt der mich bei der ganzen roh-Diskussion eigentlich am meisten interessiert. nicht ob's gesünder ist oder mehr Nitrat hat oder was auch immer - sondern schlicht: wann isst du das überhaupt? Ich hab das rohe Zeug mal geraspelt in einen Quark gerührt einfach weil meine Frau das Rezept irgendwo aufgeschnappt hatte. Das war eigentlich ok. Aber ich hab das dann vor dem Training gegessen, nicht danach. Danach bin ich ehrlich gesagt zu faul für irgendwas Aufwendiges. Das Problem bei roh ist für mich der Zeitpunkt. Vorm Training macht Kauen Sinn, weil du noch Energie hast. Nach 80km willst du keine Rohkost die dir den Magen belastet - zumindest ich nicht. Der Saft hat da einfach die Nase vorne, nicht wegen Laborkram sondern weil er einfach rein und raus ist. Aber die Frage die du aufmachst finde ich trotzdem berechtigt: ob das rohe Raspeln wirklich was freisetzt oder ob das so eine Theorie ist die irgendwer mal in die Welt gesetzt hat und alle nicken. Ich hab dafür keine Quelle, Punkt. Mein Kollege der mich überhaupt erst auf das ganze Thema gebracht hat wusste das auch nicht mehr genau. Was ich mir vorstellen könnte: in einen Smoothie. Klingt nach Fitness-Influencer-Kram ich weiß, aber wenn du die Knolle eh raspelst ist der Schritt zum Mixer auch nicht mehr weit.
@derbär
Zitat von derbärnach 80km auf dem Rad - da will ich eigentlich nix mehr kauen
das ist der Punkt der mich bei der ganzen roh-Diskussion eigentlich am meisten interessiert. nicht ob's gesünder ist oder mehr Nitrat hat oder was auch immer - sondern schlicht: wann isst du das überhaupt? Ich hab das rohe Zeug mal geraspelt in einen Quark gerührt einfach weil meine Frau das Rezept irgendwo aufgeschnappt hatte. Das war eigentlich ok. Aber ich hab das dann vor dem Training gegessen, nicht danach. Danach bin ich ehrlich gesagt zu faul für irgendwas Aufwendiges. Das Problem bei roh ist für mich der Zeitpunkt. Vorm Training macht Kauen Sinn, weil du noch Energie hast. Nach 80km willst du keine Rohkost die dir den Magen belastet - zumindest ich nicht. Der Saft hat da einfach die Nase vorne, nicht wegen Laborkram sondern weil er einfach rein und raus ist. Aber die Frage die du aufmachst finde ich trotzdem berechtigt: ob das rohe Raspeln wirklich was freisetzt oder ob das so eine Theorie ist die irgendwer mal in die Welt gesetzt hat und alle nicken. Ich hab dafür keine Quelle, Punkt. Mein Kollege der mich überhaupt erst auf das ganze Thema gebracht hat wusste das auch nicht mehr genau. Was ich mir vorstellen könnte: in einen Smoothie. Klingt nach Fitness-Influencer-Kram ich weiß, aber wenn du die Knolle eh raspelst ist der Schritt zum Mixer auch nicht mehr weit.
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 19:29 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83ob das rohe Raspeln wirklich was freisetzt oder ob das so eine Theorie ist
Ich hab da tatsächlich mal was gelesen, ich glaub das war in einem Review-Artikel zu Betalain-Bioverfügbarkeit, aber ich find den Link gerade nicht mehr. Der Kerngedanke war, dass der Zellaufschluss beim Raspeln oder Mixen die Matrix verändert und damit die Absorptionsrate beeinflusst - aber ob das für Nitrat selbst relevant ist, oder nur für andere Inhaltsstoffe, war da nicht eindeutig. Das ist wissenschaftlich also noch nicht wirklich sauber belegt, soweit ich das einschätzen kann. Was mich beim Smoothie-Vorschlag interessiert: ich hab das selbst vor etwa zwei Jahren mal systematischer ausprobiert, Rote Bete roh in den Mixer mit Apfel und Ingwer. Das Problem war für mich die Konsistenz, nicht der Geschmack. Die Knolle ist so dicht, dass ich da wirklich lange mixen musste bis das trinkbar war. Und dann war der Nitratgehalt der rohen Knolle ja auch sehr variabel je nach Anbau und Lagerung - da weiß man eigentlich nie was drin ist. @derbär zum Zeitpunkt: ich hab vor langen Läufen immer eher auf die klaren Sachen gesetzt, also Saft oder Konzentrat, weil ich da wenigstens die Dosis grob abschätzen kann. Roh vor dem Training ist für mich zu viel Unbekannte auf einmal - Magenbelastung, Kauaufwand, unklare Menge.
Zitat von rote_socke_83ob das rohe Raspeln wirklich was freisetzt oder ob das so eine Theorie ist
Ich hab da tatsächlich mal was gelesen, ich glaub das war in einem Review-Artikel zu Betalain-Bioverfügbarkeit, aber ich find den Link gerade nicht mehr. Der Kerngedanke war, dass der Zellaufschluss beim Raspeln oder Mixen die Matrix verändert und damit die Absorptionsrate beeinflusst - aber ob das für Nitrat selbst relevant ist, oder nur für andere Inhaltsstoffe, war da nicht eindeutig. Das ist wissenschaftlich also noch nicht wirklich sauber belegt, soweit ich das einschätzen kann. Was mich beim Smoothie-Vorschlag interessiert: ich hab das selbst vor etwa zwei Jahren mal systematischer ausprobiert, Rote Bete roh in den Mixer mit Apfel und Ingwer. Das Problem war für mich die Konsistenz, nicht der Geschmack. Die Knolle ist so dicht, dass ich da wirklich lange mixen musste bis das trinkbar war. Und dann war der Nitratgehalt der rohen Knolle ja auch sehr variabel je nach Anbau und Lagerung - da weiß man eigentlich nie was drin ist. @derbär zum Zeitpunkt: ich hab vor langen Läufen immer eher auf die klaren Sachen gesetzt, also Saft oder Konzentrat, weil ich da wenigstens die Dosis grob abschätzen kann. Roh vor dem Training ist für mich zu viel Unbekannte auf einmal - Magenbelastung, Kauaufwand, unklare Menge.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 16, 2026, 19:41 UhrZitat von derbärklingt vielleicht auch nach zu viel Theorie
@derbär naja, "zu viel Theorie" ist da eigentlich das richtige Wort. @markus_b82 findet sogar einen Review-Artikel dazu und sagt selbst dass das nicht eindeutig ist - das ist ehrlich, Punkt. Aber genau das ist das Problem das ich mit dem ganzen Thema hab: die Leute die am lautesten über Zellaufschluss und Bioverfügbarkeit reden haben meistens noch nie eine Knolle geraspelt. Was mich bei @markus_b82 s Beitrag wirklich interessiert ist die Varianz-Sache. Nicht wegen den Nitrat-Werten an sich, sondern weil das bedeutet dass du bei roher Knolle nie weißt ob du heute viel oder wenig erwischst. Beim Konzentrat ist das zumindest halbwegs standardisiert. Das ist für mich kein Laborargument sodnern ein praktisches - wenn ich vor einer langen Einheit esse will ich keine Überraschungen. Aber ich frag mich gerade ob das für Leute wie derbär und mich überhaupt die richtige Frage ist. Wir reden ja nicht über Wettkampfvorbereitung. Ich fahr keine Tour de France sondern meine Granfondo in vier Monaten. Da ist "ungefähr was Sinnvolles essen" wahrscheinlich wichtiger als ob ich jetzt raspeln oder entsaften soll.
Zitat von derbärklingt vielleicht auch nach zu viel Theorie
@derbär naja, "zu viel Theorie" ist da eigentlich das richtige Wort. @markus_b82 findet sogar einen Review-Artikel dazu und sagt selbst dass das nicht eindeutig ist - das ist ehrlich, Punkt. Aber genau das ist das Problem das ich mit dem ganzen Thema hab: die Leute die am lautesten über Zellaufschluss und Bioverfügbarkeit reden haben meistens noch nie eine Knolle geraspelt. Was mich bei @markus_b82 s Beitrag wirklich interessiert ist die Varianz-Sache. Nicht wegen den Nitrat-Werten an sich, sondern weil das bedeutet dass du bei roher Knolle nie weißt ob du heute viel oder wenig erwischst. Beim Konzentrat ist das zumindest halbwegs standardisiert. Das ist für mich kein Laborargument sodnern ein praktisches - wenn ich vor einer langen Einheit esse will ich keine Überraschungen. Aber ich frag mich gerade ob das für Leute wie derbär und mich überhaupt die richtige Frage ist. Wir reden ja nicht über Wettkampfvorbereitung. Ich fahr keine Tour de France sondern meine Granfondo in vier Monaten. Da ist "ungefähr was Sinnvolles essen" wahrscheinlich wichtiger als ob ich jetzt raspeln oder entsaften soll.
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 20:17 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83"ungefähr was Sinnvolles essen" wahrscheinlich wichtiger als ob ich jetzt raspeln oder entsaften soll
Das stimmt, und ich glaub das ist der Punkt wo ich bei mir selbst manchmal zu viel reininterpretiere. Aber ich würd das trotzdem nicht ganz loslassen, weil die Frage nach der Varianz für mich noch einen anderen Aspekt hat, der hier noch nicht drin war: Lagerung. Ich hab mal gelesen - das war irgendwo bei einem Nutritionstherapeuten-Blog, also nicht peer-reviewed, ich sag das explizit - dass Nitratgehalte in Rüben je nach Lagerdauer deutlich abfallen können. Frische Markt-Knolle vs. Knolle die drei Wochen im Keller lag: da sollen die Werte schon signifikant auseinandergehen. Wenn das stimmt, ist die Unsicherheit bei roh nochmal größer als ich das in meinem letzten Beitrag angedeutet hab. @derbär das wäre für dich interessant, weil die Knollen von deiner Frau frisch vom Markt kommen - da hast du vielleicht tatsächlich mehr drin als du denkst. Aber gut, das bleibt Spekulation solange ich keine vernünftige Quelle dafür hab. Ich schau heute Abend nochmal ob ich was Zitierbares finde.
Zitat von rote_socke_83"ungefähr was Sinnvolles essen" wahrscheinlich wichtiger als ob ich jetzt raspeln oder entsaften soll
Das stimmt, und ich glaub das ist der Punkt wo ich bei mir selbst manchmal zu viel reininterpretiere. Aber ich würd das trotzdem nicht ganz loslassen, weil die Frage nach der Varianz für mich noch einen anderen Aspekt hat, der hier noch nicht drin war: Lagerung. Ich hab mal gelesen - das war irgendwo bei einem Nutritionstherapeuten-Blog, also nicht peer-reviewed, ich sag das explizit - dass Nitratgehalte in Rüben je nach Lagerdauer deutlich abfallen können. Frische Markt-Knolle vs. Knolle die drei Wochen im Keller lag: da sollen die Werte schon signifikant auseinandergehen. Wenn das stimmt, ist die Unsicherheit bei roh nochmal größer als ich das in meinem letzten Beitrag angedeutet hab. @derbär das wäre für dich interessant, weil die Knollen von deiner Frau frisch vom Markt kommen - da hast du vielleicht tatsächlich mehr drin als du denkst. Aber gut, das bleibt Spekulation solange ich keine vernünftige Quelle dafür hab. Ich schau heute Abend nochmal ob ich was Zitierbares finde.
Zitat von derbär am Juli 16, 2026, 20:21 Uhrjo @markus_b82 das mit der Lagerung is ja interessant, aber ehrlich - das macht für mich das ganze noch komplizierter. Ich kauf die Knolle, weiß nicht wie lange die schon liegt, vielleicht war se beim Marktmann auch schon zwei Wochen im Lager bevor meine Frau se gekauft hat. Und dann soll ich mir noch Gedanken machen ob die Werte jetzt 80% oder nur 60% von irgendwas sind. Das ist genau das was mich am ganzen Thema nervt - irgendwann sitzt du da und fragst dich ob die Knolle noch gut ist oder schon halb leer. Beim Saft oder Konzentrat is das Problem weg, fertig. Aber moment - @rote_socke_83 hattest du nicht gesagt die Knolle geraspelt in Quark, und das war ok? Das klingt eigentlich nach was was ich hinbekomme. Nicht als großes Ding sondern einfach zum Abendbrot. Ich meine wenn ich die Dinger eh zu Hause habe... die liegen ja jetzt hier. Kann ich ja mal testen ob ich das geschmacklich hin bekomme ohne dass es wie Erde schmeckt. Die Frage ist nur - merkst du da auch was beim Training hinterher oder is das mehr so ne Laune weil es gerade da war.
jo @markus_b82 das mit der Lagerung is ja interessant, aber ehrlich - das macht für mich das ganze noch komplizierter. Ich kauf die Knolle, weiß nicht wie lange die schon liegt, vielleicht war se beim Marktmann auch schon zwei Wochen im Lager bevor meine Frau se gekauft hat. Und dann soll ich mir noch Gedanken machen ob die Werte jetzt 80% oder nur 60% von irgendwas sind. Das ist genau das was mich am ganzen Thema nervt - irgendwann sitzt du da und fragst dich ob die Knolle noch gut ist oder schon halb leer. Beim Saft oder Konzentrat is das Problem weg, fertig. Aber moment - @rote_socke_83 hattest du nicht gesagt die Knolle geraspelt in Quark, und das war ok? Das klingt eigentlich nach was was ich hinbekomme. Nicht als großes Ding sondern einfach zum Abendbrot. Ich meine wenn ich die Dinger eh zu Hause habe... die liegen ja jetzt hier. Kann ich ja mal testen ob ich das geschmacklich hin bekomme ohne dass es wie Erde schmeckt. Die Frage ist nur - merkst du da auch was beim Training hinterher oder is das mehr so ne Laune weil es gerade da war.
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 20:26 Uhr@derbär
Zitat von derbärmerkst du da auch was beim Training hinterher oder is das mehr so ne Laune
Das ist eigentlich die ehrlichste Frage im ganzen Thread. Und die Antwort ist: du wirst es wahrscheinlich nicht sauber trennen können. Ich hab das selbst nie hinbekommen, da gibt's zu viele Variablen - Schlaf, Strecke, Wetter, ob du vorher gut gegessen hast. Was ich sagen kann: ich hab in einer Phase wo ich regelmäßig Rote Bete in irgendeiner Form gegessen hab, keine plötzliche Leistungsexplosion gemerkt. Aber ich hab auch nicht erwartet dass das passiert. Was ich interessant fand war eher das subjektive Gefühl bei längeren Läufen - irgendwas im Bereich Atemkomfort, weniger das Gefühl gegen eine Wand zu laufen. Ob das Nitrat war oder Placebo oder einfach eine gute Trainingswoche, kann ich dir nicht sagen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar was ich da gerade schreibe, ich weiß. Zum Quark-Ansatz: das klingt wirklich nach dem pragmatischsten Weg wenn die Knollen eh da liegen. Kein Projekt, kein Timing-Stress, einfach Abendbrot. Ich würd da nicht zu viel drüber nachdenken. Die Frage die mich dabei aber noch beschäftigt - raspelst du die roh in den Quark oder kochst du kurz an? Rote Socke hat roh gemacht, aber ich frag mich ob das für den Magen abends wirklich unproblematisch ist.
@derbär
Zitat von derbärmerkst du da auch was beim Training hinterher oder is das mehr so ne Laune
Das ist eigentlich die ehrlichste Frage im ganzen Thread. Und die Antwort ist: du wirst es wahrscheinlich nicht sauber trennen können. Ich hab das selbst nie hinbekommen, da gibt's zu viele Variablen - Schlaf, Strecke, Wetter, ob du vorher gut gegessen hast. Was ich sagen kann: ich hab in einer Phase wo ich regelmäßig Rote Bete in irgendeiner Form gegessen hab, keine plötzliche Leistungsexplosion gemerkt. Aber ich hab auch nicht erwartet dass das passiert. Was ich interessant fand war eher das subjektive Gefühl bei längeren Läufen - irgendwas im Bereich Atemkomfort, weniger das Gefühl gegen eine Wand zu laufen. Ob das Nitrat war oder Placebo oder einfach eine gute Trainingswoche, kann ich dir nicht sagen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar was ich da gerade schreibe, ich weiß. Zum Quark-Ansatz: das klingt wirklich nach dem pragmatischsten Weg wenn die Knollen eh da liegen. Kein Projekt, kein Timing-Stress, einfach Abendbrot. Ich würd da nicht zu viel drüber nachdenken. Die Frage die mich dabei aber noch beschäftigt - raspelst du die roh in den Quark oder kochst du kurz an? Rote Socke hat roh gemacht, aber ich frag mich ob das für den Magen abends wirklich unproblematisch ist.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 16, 2026, 20:30 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82ob das für den Magen abends wirklich unproblematisch ist
Ehrlich gesagt hab ich da nicht groß drüber nachgedacht damals. War einfach drin hat nicht gestört, fertig. Ich hab auch keine zarte Verdauung - nach zehn Jahren Schichtarbeit mit Kantinenessen bist du da abgehärtet. Aber die Frage ist trotzdem nicht blöd. Rohkost abends ist halt immer so eine Sache, das sagt meine Frau auch manchmal. Bei mir hat's gepasst, bei anderen vielleicht nicht. Das kann ich dir nicht abnehmen @derbär, das musst du einmal testen. Was mich bei @markus_b82 s letztem Beitrag mehr beschäftigt ist das mit dem "Atemkomfort". Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das gezielt gespürt hätte - aber ich frag mich ob das nicht einfach daran lag dass ich in dieser Phase insgesamt mehr auf Ernährung geachtet hab. Nicht nur Rote Bete. Das macht es halt so schwer zu trennen. @derbär zur Frage ob du was merkst: ich glaub du merkst nichts wenn du einmal Quark mit geraspelter Knolle isst. Das ist kein Schalter. Wenn du sowas regelmäßig über Wochen machst und dabei sauber trainierst, vielleicht. Aber das wäre dann immer noch kein Beweis sondern eine Vermutung. Ich sag dir was ich wirklich glaube: die Knolle vom Markt als Abendbrot ist deutlich sinnvoller als gar nix. Ob sie 80 oder 60 Prozent Nitrat von irgendeinem Referenzwert hat interessiert mich nicht.
Zitat von markus_b82ob das für den Magen abends wirklich unproblematisch ist
Ehrlich gesagt hab ich da nicht groß drüber nachgedacht damals. War einfach drin hat nicht gestört, fertig. Ich hab auch keine zarte Verdauung - nach zehn Jahren Schichtarbeit mit Kantinenessen bist du da abgehärtet. Aber die Frage ist trotzdem nicht blöd. Rohkost abends ist halt immer so eine Sache, das sagt meine Frau auch manchmal. Bei mir hat's gepasst, bei anderen vielleicht nicht. Das kann ich dir nicht abnehmen @derbär, das musst du einmal testen. Was mich bei @markus_b82 s letztem Beitrag mehr beschäftigt ist das mit dem "Atemkomfort". Kann ich so nicht unterschreiben dass ich das gezielt gespürt hätte - aber ich frag mich ob das nicht einfach daran lag dass ich in dieser Phase insgesamt mehr auf Ernährung geachtet hab. Nicht nur Rote Bete. Das macht es halt so schwer zu trennen. @derbär zur Frage ob du was merkst: ich glaub du merkst nichts wenn du einmal Quark mit geraspelter Knolle isst. Das ist kein Schalter. Wenn du sowas regelmäßig über Wochen machst und dabei sauber trainierst, vielleicht. Aber das wäre dann immer noch kein Beweis sondern eine Vermutung. Ich sag dir was ich wirklich glaube: die Knolle vom Markt als Abendbrot ist deutlich sinnvoller als gar nix. Ob sie 80 oder 60 Prozent Nitrat von irgendeinem Referenzwert hat interessiert mich nicht.
Zitat von markus_b82 am Juli 16, 2026, 20:35 UhrZitat von rote_socke_83die Knolle vom Markt als Abendbrot ist deutlich sinnvoller als gar nix
Da bin ich eigentlich bei dir, und das ist vielleicht der einzig wirklich praktische Satz in diesem ganzen Thread. Aber der Punkt mit dem "insgesamt mehr auf Ernährung geachtet" ist das, was mich gerade noch beschäftigt. Das ist ein klassisches Confounding-Problem - du änderst nicht eine Variable, sondern fünf auf einmal, und dann weißt du nicht mehr was du eigentlich gemessen hast. Ich kenn das von mir selbst. Was ich noch nicht gesagt hab: ich hab bei meinem Versuch damals gemerkt dass das Einzige, was mir wirklich Struktur gegeben hat, das Protokollieren war. Nicht wissenschaftlich, nur ein paar Zeilen nach dem Lauf. Schlaf, Tempo, Gefühl, was ich vorher gegessen hab. Sonst verschwimmt alles. @derbär wenn du den Quark-Versuch machst - schreib einfach kurz auf wann du's gegessen hast und wie sich der nächste Ausritt anfühlt. Nicht um Daten zu produzieren, sondern damit du in vier Wochen noch weißt was du eigentlich gemacht hast. Sonst sagst du "hat nichts gebracht" oder "hat super geholfen" und kannst dir selbst nicht mehr sagen warum. @rote_socke_83 das mit der Schichtarbeit klingt übrigens nach einer soliden Grundimmunisierung gegen Ernährungsneurotik.
Zitat von rote_socke_83die Knolle vom Markt als Abendbrot ist deutlich sinnvoller als gar nix
Da bin ich eigentlich bei dir, und das ist vielleicht der einzig wirklich praktische Satz in diesem ganzen Thread. Aber der Punkt mit dem "insgesamt mehr auf Ernährung geachtet" ist das, was mich gerade noch beschäftigt. Das ist ein klassisches Confounding-Problem - du änderst nicht eine Variable, sondern fünf auf einmal, und dann weißt du nicht mehr was du eigentlich gemessen hast. Ich kenn das von mir selbst. Was ich noch nicht gesagt hab: ich hab bei meinem Versuch damals gemerkt dass das Einzige, was mir wirklich Struktur gegeben hat, das Protokollieren war. Nicht wissenschaftlich, nur ein paar Zeilen nach dem Lauf. Schlaf, Tempo, Gefühl, was ich vorher gegessen hab. Sonst verschwimmt alles. @derbär wenn du den Quark-Versuch machst - schreib einfach kurz auf wann du's gegessen hast und wie sich der nächste Ausritt anfühlt. Nicht um Daten zu produzieren, sondern damit du in vier Wochen noch weißt was du eigentlich gemacht hast. Sonst sagst du "hat nichts gebracht" oder "hat super geholfen" und kannst dir selbst nicht mehr sagen warum. @rote_socke_83 das mit der Schichtarbeit klingt übrigens nach einer soliden Grundimmunisierung gegen Ernährungsneurotik.
Zitat von derbär am Juli 16, 2026, 20:40 UhrZitat von markus_b82schreib einfach kurz auf wann du's gegessen hast und wie sich der nächste Ausritt anfühlt
ja ok das is ja nicht das Wahnsinnigste. Ich mein ich schreib ja sowieso manchmal auf wann ich fahre und wie mir was vorgekommen ist, aber das is eher so im Kopf oder ne kurze Notiz. Das strukturiert aufzuschreiben klingt aber tatsächlich nach was das hilft um nicht völlig verwirrt zu sein hinterher. Was mich gerade noch beschäftigt ist aber eher die praktische Seite - @rote_socke_83 du hast die Knolle roh geraspelt in den Quark. Wie lange hast du das dann sitzen lassen bevor du's gegessen hast. Ich frag weil wenn ich mir vorstelle die Knolle zu raspeln und dann sofort zum Quark zu hauen - das oxidiert doch wahrscheinlich schnell oder. Ich mein die wird ja dunkel wenn man die schneidet. Is mir unklar ob das für diesen ganzen Inhaltsstoff-Kram relevant ist aber es fühlt sich falsch an wenn das Zeug schon braun wird. Und ehrlich - wenn ich das jetzt ernsthaft ausprobier dann eher so dass ich die Knolle einfach ins Abendbrot pack ohne viel Tamtam. Quark mit geraspelter Bete ist ja einfach auch ne normale Mahlzeit, nicht so ein Tracking-Projekt. Wenns schmeckt und gut läuft ist fein. Wenns nix bringt war ich auch nicht überrascht.
Zitat von markus_b82schreib einfach kurz auf wann du's gegessen hast und wie sich der nächste Ausritt anfühlt
ja ok das is ja nicht das Wahnsinnigste. Ich mein ich schreib ja sowieso manchmal auf wann ich fahre und wie mir was vorgekommen ist, aber das is eher so im Kopf oder ne kurze Notiz. Das strukturiert aufzuschreiben klingt aber tatsächlich nach was das hilft um nicht völlig verwirrt zu sein hinterher. Was mich gerade noch beschäftigt ist aber eher die praktische Seite - @rote_socke_83 du hast die Knolle roh geraspelt in den Quark. Wie lange hast du das dann sitzen lassen bevor du's gegessen hast. Ich frag weil wenn ich mir vorstelle die Knolle zu raspeln und dann sofort zum Quark zu hauen - das oxidiert doch wahrscheinlich schnell oder. Ich mein die wird ja dunkel wenn man die schneidet. Is mir unklar ob das für diesen ganzen Inhaltsstoff-Kram relevant ist aber es fühlt sich falsch an wenn das Zeug schon braun wird. Und ehrlich - wenn ich das jetzt ernsthaft ausprobier dann eher so dass ich die Knolle einfach ins Abendbrot pack ohne viel Tamtam. Quark mit geraspelter Bete ist ja einfach auch ne normale Mahlzeit, nicht so ein Tracking-Projekt. Wenns schmeckt und gut läuft ist fein. Wenns nix bringt war ich auch nicht überrascht.