Rote Bete roh vs. gekocht – merkt ihr den Unterschied beim Sport?
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 14:22 UhrZitat von derbärSchaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Das ist übrigens der beste Satz im ganzen Thread. @rote_socke_83 zur Frage ob das meine Schwiegermutter war - nein, ich hab das aus dem Beitrag von dir, deine Schwiegermutter friert ein. Ich hab selbst nie eingefroren, ich meinte nur die Packungsaufschrift bei meinen eigenen Vakuum-Knollen. Was mich an deinem letzten Post aber mehr beschäftigt: du sagst die gleiche Knolle, entgegengesetzte Sorgen - und das ist eigentlich kein Informationsproblem, das ist ein Kontextproblem. Die Leute die Nitrat fürchten denken vermutlich an verarbeitetes Fleisch oder Grundwasser, nicht an Rote Bete aus dem Biomarkt. Und wir hier reden über Sporternährung in Mengen die weit unter irgendeinem Grenzwert liegen dürften. Das sind halt zwei völlig verschiedene Szenarien die zufällig das gleiche Wort benutzen. Ich finde das weniger amüsant als du - eher symptomatisch dafür wie Ernährungskommunikation generell funktioniert. Oder eben nicht funktioniert. Was ich noch nicht gesehen hab in diesem Thread: hat irgendjemand mal konkret nachgeschaut was die EFSA oder das BfR als akzeptable tägliche Aufnahmemenge für Nitrat ansetzt, und ob man die mit realistischen Rote-Bete-Mengen überhaupt erreicht? Ich hab da selbst gerade keine Zahl im Kopf, aber ich wäre überrascht wenn das bei normalen Essmengen ein Problem wäre.
Zitat von derbärSchaltwerk ölen ist auch Ernährung.
Das ist übrigens der beste Satz im ganzen Thread. @rote_socke_83 zur Frage ob das meine Schwiegermutter war - nein, ich hab das aus dem Beitrag von dir, deine Schwiegermutter friert ein. Ich hab selbst nie eingefroren, ich meinte nur die Packungsaufschrift bei meinen eigenen Vakuum-Knollen. Was mich an deinem letzten Post aber mehr beschäftigt: du sagst die gleiche Knolle, entgegengesetzte Sorgen - und das ist eigentlich kein Informationsproblem, das ist ein Kontextproblem. Die Leute die Nitrat fürchten denken vermutlich an verarbeitetes Fleisch oder Grundwasser, nicht an Rote Bete aus dem Biomarkt. Und wir hier reden über Sporternährung in Mengen die weit unter irgendeinem Grenzwert liegen dürften. Das sind halt zwei völlig verschiedene Szenarien die zufällig das gleiche Wort benutzen. Ich finde das weniger amüsant als du - eher symptomatisch dafür wie Ernährungskommunikation generell funktioniert. Oder eben nicht funktioniert. Was ich noch nicht gesehen hab in diesem Thread: hat irgendjemand mal konkret nachgeschaut was die EFSA oder das BfR als akzeptable tägliche Aufnahmemenge für Nitrat ansetzt, und ob man die mit realistischen Rote-Bete-Mengen überhaupt erreicht? Ich hab da selbst gerade keine Zahl im Kopf, aber ich wäre überrascht wenn das bei normalen Essmengen ein Problem wäre.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 19, 2026, 14:35 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82das ist ein Kontextproblem, nicht ein Informationsproblem
okay, da gibst du mir was zum Kauen. Ich sag dir aber trotzdem - der Kontext wird halt von den Leuten nicht mitgeliefert. Die lesen "Nitrat" und das war's. Ob das jetzt Wurstwasser oder Gemüsesaft ist spielt für die keine Rolle mehr. Also ja, Kontextproblem - aber das Ergebnis ist identisch mit einem Informationsproblem, oder? Was mich an deiner EFSA-Frage ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die Zahl selbst: ich glaub selbst wenn jemand die Zahl raussucht und postet, dann ändert das hier nichts. Weil wir alle wissen dass wir mit normalen Essmengen nicht in problematische Bereiche kommen - und trotzdem reden wir weiter. Das sagt mir dass es in diesem Thread schon lange nicht mehr um Nitrat geht sondern ums Reden über Nitrat. Was ich jetzt nicht wertend mein, ich sitz ja auch hier. Was ich ehrlich interessant fände wäre eine andere Richtung: @derbär hat am Anfang gefragt ob irgendjemand roh und gekocht wirklich verglichen hat. Das hat niemand beantwortet. Ich auch nicht. Ich hab das nie gemacht, ich hab einfach gegessen was da war. Falls du das mal halbwegs systematisch angehen willst - nicht mit Protokoll mein ich, einfach ein paar Wochen das eine dann das andere - wäre das eigentlich die einzige Antwort die hier wirklich was wert wäre. Mein Kollege der die Shots nimmt hat das auch nie verglichen, der hat einfach angefangen und seitdem ist alles besser.
Zitat von markus_b82das ist ein Kontextproblem, nicht ein Informationsproblem
okay, da gibst du mir was zum Kauen. Ich sag dir aber trotzdem - der Kontext wird halt von den Leuten nicht mitgeliefert. Die lesen "Nitrat" und das war's. Ob das jetzt Wurstwasser oder Gemüsesaft ist spielt für die keine Rolle mehr. Also ja, Kontextproblem - aber das Ergebnis ist identisch mit einem Informationsproblem, oder? Was mich an deiner EFSA-Frage ehrlich gesagt mehr beschäftigt als die Zahl selbst: ich glaub selbst wenn jemand die Zahl raussucht und postet, dann ändert das hier nichts. Weil wir alle wissen dass wir mit normalen Essmengen nicht in problematische Bereiche kommen - und trotzdem reden wir weiter. Das sagt mir dass es in diesem Thread schon lange nicht mehr um Nitrat geht sondern ums Reden über Nitrat. Was ich jetzt nicht wertend mein, ich sitz ja auch hier. Was ich ehrlich interessant fände wäre eine andere Richtung: @derbär hat am Anfang gefragt ob irgendjemand roh und gekocht wirklich verglichen hat. Das hat niemand beantwortet. Ich auch nicht. Ich hab das nie gemacht, ich hab einfach gegessen was da war. Falls du das mal halbwegs systematisch angehen willst - nicht mit Protokoll mein ich, einfach ein paar Wochen das eine dann das andere - wäre das eigentlich die einzige Antwort die hier wirklich was wert wäre. Mein Kollege der die Shots nimmt hat das auch nie verglichen, der hat einfach angefangen und seitdem ist alles besser.
Zitat von markus_b82 am Juli 19, 2026, 14:58 UhrZitat von rote_socke_83Das sagt mir dass es in diesem Thread schon lange nicht mehr um Nitrat geht sondern ums Reden über Nitrat.
Das ist eigentlich die ehrlichste Zusammenfassung des Threads. Ich würd aber einschränken: das ist kein Versagen, das ist halt wie Erkenntnisprozesse funktionieren wenn man kein Labor hat. Man redet sich durch ein Problem bis man merkt wo die eigentlichen Grenzen sind. Und die Grenze hier ist ziemlich klar - wir können mit Haushalts-Mitteln schlicht nichts messen. Was mich an deinem letzten Punkt zu @derbär wirklich aufhält: du sagst, ein paar Wochen das eine, dann das andere wäre die einzig wertvolle Antwort. Ich bin da nicht sicher. Selbst wenn derbär das macht, und selbst wenn er dabei subjektiv einen Unterschied bemerkt - was sagt das? Seine Trainingsform, Schlaf, Stresslevel in der Woche, das Wetter auf der Strecke. Das sind alles Variablen die er nicht kontrolliert. Der Vergleich wäre trotzdem Rauschen, nur mit mehr Aufwand. Ich hab das mit Betanio PLUS vor ein paar Monaten ähnlich versucht - nicht Roh vs. Gekocht, aber Supplement vs. kein Supplement über mehrere Wochen. Und ich hab gemerkt dass ich nach zwei Wochen schon nicht mehr wusste ob ich mich anders fühle weil ich es nehme oder weil ich es erwartet hatte. Das ist halt das Problem ohne Verblindung. @rote_socke_83 dein Kollege der einfach angefangen hat und seitdem alles besser ist - das ist kein Argument für die Shots, das ist ein Argument für Erwartungseffekte.
Zitat von rote_socke_83Das sagt mir dass es in diesem Thread schon lange nicht mehr um Nitrat geht sondern ums Reden über Nitrat.
Das ist eigentlich die ehrlichste Zusammenfassung des Threads. Ich würd aber einschränken: das ist kein Versagen, das ist halt wie Erkenntnisprozesse funktionieren wenn man kein Labor hat. Man redet sich durch ein Problem bis man merkt wo die eigentlichen Grenzen sind. Und die Grenze hier ist ziemlich klar - wir können mit Haushalts-Mitteln schlicht nichts messen. Was mich an deinem letzten Punkt zu @derbär wirklich aufhält: du sagst, ein paar Wochen das eine, dann das andere wäre die einzig wertvolle Antwort. Ich bin da nicht sicher. Selbst wenn derbär das macht, und selbst wenn er dabei subjektiv einen Unterschied bemerkt - was sagt das? Seine Trainingsform, Schlaf, Stresslevel in der Woche, das Wetter auf der Strecke. Das sind alles Variablen die er nicht kontrolliert. Der Vergleich wäre trotzdem Rauschen, nur mit mehr Aufwand. Ich hab das mit Betanio PLUS vor ein paar Monaten ähnlich versucht - nicht Roh vs. Gekocht, aber Supplement vs. kein Supplement über mehrere Wochen. Und ich hab gemerkt dass ich nach zwei Wochen schon nicht mehr wusste ob ich mich anders fühle weil ich es nehme oder weil ich es erwartet hatte. Das ist halt das Problem ohne Verblindung. @rote_socke_83 dein Kollege der einfach angefangen hat und seitdem alles besser ist - das ist kein Argument für die Shots, das ist ein Argument für Erwartungseffekte.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 19, 2026, 15:21 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82das ist kein Argument für die Shots, das ist ein Argument für Erwartungseffekte
ja okay, das ist fair. Kann ich so nicht unterschreiben dass mein Kollege keinen Nutzen hat - aber du hast Recht dass ich das nicht von Erwartungseffekten trennen kann. Niemand kann das ohne Verblindung. Punkt. Was mich an deinem Betanio-Versuch aber mehr interessiert als der Ausgang: du hast nach zwei Wochen nicht mehr gewusst ob du dich anders fühlst weil du es nimmst oder weil du es erwartet hattest. Das ist ehrlich. Aber die Frage die sich daraus ergibt ist - warum hast du dann weitergemacht? Oder hast du aufgehört? Das hast du nicht gesagt. Ich frag das weil ich das Zeug auch hatte, und ich hab irgendwann aufgehört nicht weil es nicht gewirkt hat sondern weil der Preis mich geärgert hat. Das ist eine andere Entscheidungsgrundlage als "wirkt nicht". Und ich find das eigentlich ganz interessant - wir reden die ganze Zeit über Wirksamkeit, aber in der Praxis hören die meisten Leute mit sowas auf wegen Preis, Geschmack oder weil das Abo vergessen wurde zu kündigen. Nicht wegen einer rationalen Kosten-Nutzen-Abwägung. Das gilt übrigens auch für die Rote Bete selbst. @derbär hat am Anfang gefragt ob jemand wirklich verglichen hat - ich glaub die ehrlichste Antwort ist dass die meisten Leute essen was ihnen schmeckt und was praktisch ist, und danach kommt die Rationalisierung.
Zitat von markus_b82das ist kein Argument für die Shots, das ist ein Argument für Erwartungseffekte
ja okay, das ist fair. Kann ich so nicht unterschreiben dass mein Kollege keinen Nutzen hat - aber du hast Recht dass ich das nicht von Erwartungseffekten trennen kann. Niemand kann das ohne Verblindung. Punkt. Was mich an deinem Betanio-Versuch aber mehr interessiert als der Ausgang: du hast nach zwei Wochen nicht mehr gewusst ob du dich anders fühlst weil du es nimmst oder weil du es erwartet hattest. Das ist ehrlich. Aber die Frage die sich daraus ergibt ist - warum hast du dann weitergemacht? Oder hast du aufgehört? Das hast du nicht gesagt. Ich frag das weil ich das Zeug auch hatte, und ich hab irgendwann aufgehört nicht weil es nicht gewirkt hat sondern weil der Preis mich geärgert hat. Das ist eine andere Entscheidungsgrundlage als "wirkt nicht". Und ich find das eigentlich ganz interessant - wir reden die ganze Zeit über Wirksamkeit, aber in der Praxis hören die meisten Leute mit sowas auf wegen Preis, Geschmack oder weil das Abo vergessen wurde zu kündigen. Nicht wegen einer rationalen Kosten-Nutzen-Abwägung. Das gilt übrigens auch für die Rote Bete selbst. @derbär hat am Anfang gefragt ob jemand wirklich verglichen hat - ich glaub die ehrlichste Antwort ist dass die meisten Leute essen was ihnen schmeckt und was praktisch ist, und danach kommt die Rationalisierung.