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Rote Beete roh – wirklich so viel gesünder oder nur ein Trend?

Ich muss gestehen, dass mich das Thema beschäftigt, seitdem mein Hausarzt mir geraten hat, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks. Natürlich koche ich sie meistens, mache Suppen, Eintöpfe, Marmelade. Das ist einfach mein Ding. Aber neulich bin ich in einem Rezept über rohes Carpaccio gestolpert, und jetzt frage ich mich, ob ich da etwas Wichtiges verpasse. Die Frage ist: Wenn man Rote Beete roh isst statt zu kochen gehen dann wirklich weniger Nährstoffe verloren? Ich habe gelesen, dass die Hitze schädlich sein soll, aber das kam mir irgendwie zu vereinfacht vor. Im Garten merke ich ja selbst dass junge Beeten im rohen Zustand ganz anders schmecken. Viel saftiger, weniger dieser erdige Geschmack. Aber ob das auch gesünder ist, weiß ich nicht. Der Grund, warum ich frage: Mein Hausarzt hat nie explizit gesagt, ob gekocht oder roh besser wäre. Er meinte nur, regelmäßig essen. Da ich aber nicht weiß, wie man Rote Beete Carpaccio richtig macht. Wie dünn muss es sein, kann man das vorbereiten. Bin ich etwas unsicher. Und ehrlich gesagt auch skeptisch, ob das Rohkost-Gerede nicht einfach ein Trend ist, der vorbeigehen wird. Hat hier jemand Erfahrung damit, ob der rohe Verzehr wirklich einen Unterschied gemacht hat? Nicht nur geschmacklich, sondern auch, ob man es hinterher gemerkt hat? Ich bin da nicht dogmatisch, aber ich möchte es gerne richtig machen.

@elvira_k der Punkt mit dem Hausarzt der einfach "regelmäßig essen" sagt ohne mehr - kenn ich das ist so eine typische Allgemein-Aussage die einem dann trotzdem im Kopf rumgeistert. zu roh vs. gekocht, ehrlich gesagt: ich glaub die Frage ob da "weniger Nährstoffe verloren gehen" ist etwas komplizierter als die meisten Rohkost-Artikel das darstellen. Ich hab mal in einem Ernährungspodcast gehört, dass bei Roter Beete ausgerechnet die Nitrate - also das was für den Blutdruck interessant sein soll - relativ hitzestabil sind. Die gehen beim Kochen nicht so dramatisch flöten wie man denkt. Was sich aber verändert ist die Bioverfügbarkeit mancher anderer Sachen, und da ist roh tatsächlich manchmal besser, manchmal aber auch nicht. was ich aus eigener Erfahrung sagen kann: wenn ich Rote Beete roh esse, merke ich das am nächsten Tag beim Laufen manchmal - aber ob das Einbildung ist, kann ich dir nicht versprechen. Placebo-Effekt ist ja auch ein Effekt irgendwie 😅

zum Carpaccio - die Scheiben wirklich hauchdünn schneiden, fast transparant, und dann zügig mit Zitronensaft oder Essig angehen, das bremst die Verfärbung auf dem Teller ein bisschen. Ich bereite das nie zu weit vor, maximal eine Stunde im voraus, weil es sonst labberig wird und den Biss verliert den man roh eigentlich haben will. ob das jetzt ein Trend ist der vorbeizieht - ich mein, Rote Beete roh essen ist ja keine Erfindung von Instagram, das machen Leute schon ewig.

@jana_w das mit dem Podcast interessiert mich wirklich weil ich das mit den Nitraten so nicht wusste. Ich hab immer irgendwie angenommen, kochen macht das alles kaputt - aber wenn die hitzestabil sind, dann frage ich mich wozu ich mir überhaupt Gedanken mache ob roh oder nicht.

Zitat von jana_w

beim Laufen manchmal - aber ob das Einbildung ist

das kenn ich von meinem Mann, der sagt auch sowas. Nimmt seine Blutdrucktabletten und isst dann was ich koche und meint danach er fühlt sich "irgendwie besser". Ob das die Rote Beete ist oder nur das Abendessen allgemein - keine Ahnung. Das ist so schwer auseinanderzuhalten. Was mich aber bei dem ganzen roh-Thema noch beschäftigt: hat jemand schon mal verglichen wie das auf den Magen schlägt? Ich hab letztens das geraspelte roh probiert und ehrlich gesagt war mein Bauch danach nicht ganz zufrieden. Nicht schlimm, aber man hat es gemerkt. Bei gekochter Beete passiert mir das nie. Vielleicht liegt das an mir, vielleicht an der Menge, ich weiß es nicht. @elvira_k zum Carpaccio - ich würd sagen probier mal eine Mandoline wenn du eine hast, die Scheiben werden damit wirklich dünn. Ich hab früher immer mit dem Messer geschnitten und das war nie so gleichmäßig.

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Selbstgemacht schmeckt's immer besser 🥰

Zitat von rotebeete_fan

mein Bauch danach nicht ganz zufrieden

das kenn ich tatsächlich, und ich glaub das ist gar nicht so selten bei Rohkost generell. Meine Vermutung - kein Ernährungswissen nur Erfahrung - ist dass es oft an der Menge liegt. Ich fang mit roh immer klein an, wirklich nur eine handvoll, nicht gleich eine ganze Beete raspeln und reinhauen. @rotebeete_fan der Punkt mit deinem Mann und dem "irgendwie besser fühlen" ist ehrlich gesagt genau das Problem bei sowas. Das lässt sich kaum isolieren. Ich schwöre auf Rote-Beete-Konzentrat vor langen Läufen, aber ich weiß nicht ob es das Konzentrat ist, ob ich an dem Tag eh ausgeschlafen war, ob das Wetter gepasst hat. Das bleibt immer ein bisschen im Ungefähren. was mich bei deinem Bauch-Punkt aber interessiert: war das frisch geraspelt oder hatte die Beete schon eine Weile gestanden? Ich hab das Gefühl - und das ist wirklich nur Gefühl - dass angemachte Rohkost die schon etwas "angesäuert" ist durch Zitrone oder Essig, besser verträglich ist als frisch neutral. Vielleicht weil die Zellstruktur dann schon ein bisschen aufgebrochen ist. Keine Ahnung ob das Sinn macht, aber ich merk das bei mir so.