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Rote Beete roh vs. gekocht – lohnt sich der Aufwand wirklich?

Ich frage mich das gerade wieder, weil ich heute auf dem Markt in Altona frische Knollen mitgenommen habe - schöne feste Ware, nicht dieses vakuumierte Supermarktzeug, das irgendwie nach Essigwasser riecht und eine seltsam weiche Textur hat. Ich esse Rote Beete eigentlich wegen der Nitratgeschichte, das ist kein Geheimnis. Der Mechanismus über NO-Synthese ist real, auch wenn die Effektgröße weit kleiner ist als Supplement-Hersteller einen glauben machen wollen. Aber egal, darum geht es mir gerade nicht. Was mich beschäftigt: Ich habe bisher meistens gekocht - entweder im Ofen gegart oder kurz gedämpft. Roh habe ich sie selten gegessen, weil ich dachte, das ist zu viel Aufwand fürs Kauen und der Geschmack ist zu harsch. Jetzt habe ich das zum dritten Mal als geriebenen Rohkostsalat mit Ingwer und etwas Zitrone probiert und muss zugeben, das ist tatsächlich anders. Nicht unbedingt besser oder schlechter, aber die Textur überrascht. Was ich mich frage: Verliert man beim Kochen nennenswert mehr vom Nitratgehalt als beim Dämpfen, und macht Rohessen da wirklich einen relevanten Unterschied? Ich hab einen älteren Review-Artikel von Bryan et al. im Kopf, aber der geht auf die Bioverfügbarkeit nach thermischer Verarbeitung nicht detailliert ein. Und rein geschmacklich - der erdige Ton ist roh deutlich stärker. Das stört mich persönlich nicht, aber ich kann verstehen warum viele da abwinken. Ob man das mit der Zubereitungsart kompensieren kann oder ob das einfach Geschmackssache ist frage ich mich auch. Hat hier jemand über längere Zeit beides systematisch verglichen - nicht als Experiment, sondern einfach weil er beides regelmäßig zubereitet?