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Rote Beete roh vs. gekocht – lohnt der Aufwand wirklich?

Ich bin eigentlich eher der Typen der Rote Beete immer vakuumverpackt gekauft hat, einfach weil es schnell geht. Letzte Woche hab ich auf dem Altonaer Markt frische Knollen mitgenommen, weil die Händlerin so überzeugend war, und dann erstmal gemerkt wie viel Unterschied das tatsächlich macht. Roh gerieben in einen Salat - die Textur ist tatsächlich interessanter, ein bisschen bissfest, nicht so mehlig wie die vakuumverpackte Variante. Der erdige Geschmack ist aber auch intensiver. Bei manchen Patienten die ich betreue frage ich manchmal nach Ernährungsgewohnheiten, und da höre ich oft, dass genau dieser Geschmack der Hauptgrund ist warum Rote Beete gemieden wird. Ich verstehe das, auch wenn ich selbst damit kein Problem habe. Was mich aber beschäftigt: Durch das Garen gehen Nitrate teilweise verloren - nicht dramatisch, aber messbar. Ich hab dazu mal bei Hobson et al. (2013) reingeschaut, da wird das ganz nüchtern eingeordnet. Wer Rote Beete also gezielt wegen des Nitratgehalts essen will, sollte das vielleicht im Hinterkopf behalten. Nicht als Argument für Rohkost-Fanatismus, sondern einfach als Information. Die andere Sache ist der Schälaufwand. Roh ist das eine Hausnummer - die Knollen sind hart, die Verfärbung an den Händen hält ewig. Ich hab jetzt Latexhandschuhe genommen (die hab ich beruflich ohnehin rumstehen) und das hat den Prozess deutlich entspannter gemacht. Mich würde interessieren wie ihr das handhabt. Kocht ihr vor dem Schälen oder schält ihr roh? Und merkt ihr geschmacklich wirklich einen Unterschied zwischen frisch und vakuumverpackt, oder ist das vor allem Einbildung weil man sich beim Marktgang irgendwie mehr erwartet?