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Rote Beete roh vs. gegart – macht das für den Nitratgehalt wirklich einen Unterschied?

Ich stehe gerade in der Küche und überlege, ob ich die Rote Beete für morgen früh roh in den Smoothie werfe oder doch kurz gare. Hintergrund: Ich nutze das Gemüse seit ein paar Jahren gezielt vor langen Trainingseinheiten, wegen des Nitrat-Mechanismus. Das ist physiologisch gut belegt, auch wenn der Effekt kleiner ist als viele Supplement-Hersteller einem weismachen wollen. Was mich interessiert: Beim Garen geht Nitrat teilweise ins Kochwasser über, das ist bekannt. Wie viel genau hängt von Zeit und Temperatur ab. Roh sollte also mehr davon erhalten bleiben. Gleichzeitig ist rohe Rote Beete halt deutlich anstrengender zu essen, die Textur ist holzig wenn die Knolle älter ist, und der erdige Geschmack kommt roh stärker durch. Ich hab letztens in einer Auswertung zu Nitrat-Bioverfügbarkeit gelesen (war glaube ich eine Zusammenfassung aus dem Journal of Applied Physiology, aber ich such das nochmal raus), dass schonende Garmethoden wie Dampfgaren den Verlust deutlich reduzieren im Vergleich zu kochen. Das würde bedeuten: Dampfgarer oder kurz im Ofen gebacken wäre ein sinnvoller Mittelweg, wenn man den Nitratgehalt halbwegs erhalten will aber nicht roh essen möchte. Praktisch geht bei mir wochentags oft das Kochwasser einfach weg weil ich keine Zeit hab das aufzufangen, was mich eigentlich ärgert. Was macht ihr so? Speziell interessiert mich ob jemand tatsächlich die Variante mit roher Roter Beete im Alltag durchhält - und falls ja, ob ihr die Knollen frisch vom Markt kauft oder ob die vakuumverpackten Dinger überhaupt noch sinnvoll roh zu verarbeiten sind. Die schmecken ja oft schon halb gegart.