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Rote Beete roh schneiden – wie bekommt man das hin ohne Chaos?

Hallo zusammen, ich habe ein Problem das mich langsam nervt. Ich möchte meine Roten Beeten dieses Jahr auch mal roh verarbeiten, zum Beispiel für einen Salat oder so etwas ähnliches. Aber das Schälen und Schneiden ist ja furchtbar, überall diese rote Färbung, die Hände sehen hinterher aus wie nach einem Verbrechen. Mein Hausarzt hat mir ja geraten, mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und ich dachte mir, wenn man sie roh isst, bleiben vielleicht mehr Vitamine erhalten als wenn man sie lange kocht. Aber ehrlich gesagt habe ich mich da noch nicht richtig eingelesen, ob das stimmt. Jedenfalls möchte ich es gerne probieren. In meinem Garten habe ich ja genug davon und ein paar Knollen sind noch relativ klein und zart die sollten ja eigentlich ganz gut für rohes Essen sein. Aber beim Schälen passiert mir immer das gleiche. Ich nehme einen Sparschäler oder schneide mit dem Messer und schwupps, überall rote Flecken auf der Arbeitsplatte, auf meinen Fingern, sogar auf der Schürze landet was. Manche sagen, man soll Einmalhandschuhe anziehen, andere meinen, man könnte die Beete vorher kochen und dann kalt schneiden. Aber wenn ich sie vorher koche, ist das nicht mehr roh, oder täusche ich mich da? Hat hier jemand einen guten Trick für mich, wie man das praktischer hinbekommt? Und braucht man dafür spezielle Messer oder einfach alles, was man eh in der Küche hat?

Zitat von elvira_k

die Hände sehen hinterher aus wie nach einem Verbrechen

@elvira_k das kenn ich, und der Vergleich ist nicht mal übertrieben. Was mir über die Jahre geholfen hat: nicht nach dem Schälen weitermachen, sondern direkt in einer Schüssel mit kaltem Wasser arbeiten. Das bindet einen Teil des Farbstoffs und hält zumindest die Arbeitsfläche halbwegs sauber. Ob das jeden überzeugt, weiß ich nicht, aber es macht einen spürbaren Unterschied. Was du zur Vitaminerhaltung sagst - da ist tatsächlich was dran, aber der Unterschied zwischen roh und schonend gegart ist kleiner als viele annehmen. Nitrat zum Beispiel, das für den Blutdruckeffekt relevant ist, bleibt beim Kochen weitgehend erhalten. Roh hat trotzdem Vorteile, weniger Energieaufwand, bessere Textur für Salate, mehr Biss. Bei kleinen, jungen Knollen aus dem Garten ist das Argument für roh aber tatsächlich stärker als bei großen alten Exemplaren, die sind manchmal so holzig dass man sie kaum fein genug hobeln kann. Stichwort Hobel: falls du keinen Mandolinenhobel hast, lohnt sich der wirklich für rohe Rote Beete. Dünn geschnitten ist der erdige Geschmack deutlich milder, und die Textur kommt viel besser rüber als grob geraspelt. Ich hab da so ein Gerät das ich eigentlich nur für Fenchel und Kohlrabi raushole, aber für Rote Beete ist es fast noch sinnvoller. Zur Schürze: alte T-Shirt-Schicht drunter, oder schlicht akzeptieren dass Kochschürzen Verbrauchsgegenstände sind.