Rote Beete roh schälen – wie macht ihr das ohne die Sauerei?
Zitat von elvira_k am August 11, 2026, 07:52 UhrIch habe festgestellt, dass meine Roten Beeten aus dem Garten dieses Jahr besonders groß und saftig sind, was ja eigentlich schön ist, aber beim Verarbeiten wird es immer zur gleichen Katastrophe. Gestern wollte ich ein paar roh zu Salat verarbeiten, weil ich gelesen habe, dass die Vitamine dadurch besser erhalten bleiben, und meine Hände sahen nachher aus wie nach einem Blutbad! Das Schälen ist das Schlimmste daran. Ich habe schon mit Handschuhen versucht, aber irgendwie drücken die Dinger dann beim Schälen aus und färben trotzdem alles. Mein Schneidebrett ist danach immer pink gefärbt, und selbst das Wasser wird sofort violett. Früher habe ich die Roten Beeten immer gekocht und dann geschält, da ist weniger Saft dabei und es ist überschaubar, aber wenn man sie roh verarbeiten will, ist das einfach ein anderes Kaliber. Der Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und ich dachte mir, vielleicht sind die rohen ja noch besser als gekocht. Aber diese Handhabung ist echt frustrierend. Ich möchte ja auch nicht jedes Mal die halbe Küche putzen müssen, wenn ich nur einen schnellen Salat machen will. Hat jemand von euch einen praktischen Trick, wie man das weniger chaotisch hinbekommt? Oder soll ich mir einfach für solche Arbeiten ein separates Schneidebrett zulegen? Ich bin da für jeden Tipp dankbar, bevor ich meine schönen Beeten wieder nur koche, weil es einfach weniger Aufwand ist.
Ich habe festgestellt, dass meine Roten Beeten aus dem Garten dieses Jahr besonders groß und saftig sind, was ja eigentlich schön ist, aber beim Verarbeiten wird es immer zur gleichen Katastrophe. Gestern wollte ich ein paar roh zu Salat verarbeiten, weil ich gelesen habe, dass die Vitamine dadurch besser erhalten bleiben, und meine Hände sahen nachher aus wie nach einem Blutbad! Das Schälen ist das Schlimmste daran. Ich habe schon mit Handschuhen versucht, aber irgendwie drücken die Dinger dann beim Schälen aus und färben trotzdem alles. Mein Schneidebrett ist danach immer pink gefärbt, und selbst das Wasser wird sofort violett. Früher habe ich die Roten Beeten immer gekocht und dann geschält, da ist weniger Saft dabei und es ist überschaubar, aber wenn man sie roh verarbeiten will, ist das einfach ein anderes Kaliber. Der Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen wegen des Blutdrucks, und ich dachte mir, vielleicht sind die rohen ja noch besser als gekocht. Aber diese Handhabung ist echt frustrierend. Ich möchte ja auch nicht jedes Mal die halbe Küche putzen müssen, wenn ich nur einen schnellen Salat machen will. Hat jemand von euch einen praktischen Trick, wie man das weniger chaotisch hinbekommt? Oder soll ich mir einfach für solche Arbeiten ein separates Schneidebrett zulegen? Ich bin da für jeden Tipp dankbar, bevor ich meine schönen Beeten wieder nur koche, weil es einfach weniger Aufwand ist.
Zitat von markus_hh88 am August 11, 2026, 09:09 Uhr@elvira_k den Blutdruck-Hinweis vom Hausarzt nehme ich mal als Stichwort, weil das eigentlich eine interessante Folgefrage aufwirft: roh ist nicht automatisch besser als gegart, jedenfalls nicht für die nitratbezogene Wirkung, die dabei oft impliziert wird. Der Nitrat-Gehalt bleibt beim Kochen weitgehend erhalten, der Saft läuft zwar aus, aber das Gemüse an sich verliert da nicht so viel wie viele denken. Das sagt die Leitlinie der EFSA dazu relativ klar. Zum Schälen selbst - ich hab irgendwann angefangen, die Beete vorher kurz anzuwaschen und dann auf einem alten Holzbrett zu arbeiten, das ich eh nicht mehr für anderes nutze. Holz nimmt die Farbe zwar an, aber das stört mich da nicht. Glas- oder Kunststoffbretter werden gleichmäßig vollgesaut und sind eigentlich pflegeleichter danach, rein von der Oberfläche her. Was mir noch eingefallen ist und was ich bisher so nicht gelesen habe: der Druck beim Schälen ist das eigentliche Problem. Mit einem stumpfen Sparschäler quetscht man die Beete, mit einem wirklich scharfen Y-Schäler läuft deutlich weniger Saft raus, weil man nicht so viel Gegendruck aufbaut. Ich merk das aus dem Berufsalltag eigentlich auch - Kraft und Gegendruck erzeugen Druck ins Gewebe, klingt banal, ist aber beim Gemüse genauso. Ob das bei deinen besonders großen Exemplaren aus dem Garten einen Unterschied macht, weiß ich nicht genau, die haben wahrscheinlich mehr Zellspannung als die kleinen Supermarkt-Variante.
@elvira_k den Blutdruck-Hinweis vom Hausarzt nehme ich mal als Stichwort, weil das eigentlich eine interessante Folgefrage aufwirft: roh ist nicht automatisch besser als gegart, jedenfalls nicht für die nitratbezogene Wirkung, die dabei oft impliziert wird. Der Nitrat-Gehalt bleibt beim Kochen weitgehend erhalten, der Saft läuft zwar aus, aber das Gemüse an sich verliert da nicht so viel wie viele denken. Das sagt die Leitlinie der EFSA dazu relativ klar. Zum Schälen selbst - ich hab irgendwann angefangen, die Beete vorher kurz anzuwaschen und dann auf einem alten Holzbrett zu arbeiten, das ich eh nicht mehr für anderes nutze. Holz nimmt die Farbe zwar an, aber das stört mich da nicht. Glas- oder Kunststoffbretter werden gleichmäßig vollgesaut und sind eigentlich pflegeleichter danach, rein von der Oberfläche her. Was mir noch eingefallen ist und was ich bisher so nicht gelesen habe: der Druck beim Schälen ist das eigentliche Problem. Mit einem stumpfen Sparschäler quetscht man die Beete, mit einem wirklich scharfen Y-Schäler läuft deutlich weniger Saft raus, weil man nicht so viel Gegendruck aufbaut. Ich merk das aus dem Berufsalltag eigentlich auch - Kraft und Gegendruck erzeugen Druck ins Gewebe, klingt banal, ist aber beim Gemüse genauso. Ob das bei deinen besonders großen Exemplaren aus dem Garten einen Unterschied macht, weiß ich nicht genau, die haben wahrscheinlich mehr Zellspannung als die kleinen Supermarkt-Variante.