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Rote Beete roh schälen – wie macht ihr das ohne Chaos?

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Zitat von jana_w

ich glaub das ist tatsächlich die bessere Option wenn dir der Blutdruck-Aspekt wichtig ist, weil beim Einfrieren die Nitrate erhalten bleiben

- ah okay, das ist ja ein wichtiges Detail das ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Dann muss ich mein ganzes System dieses Jahr umstellen, das ist ehrlich gesagt ein bisschen frustrierend weil ich mich mit dem Einkochen ja schon so lange auskenne. Aber wenn der Hausarzt sagt frisch ist besser, dann ist Einfrieren wohl der bessere Kompromiss als alles haltbar zu machen und dann hinterher festzustellen dass es umsonst war. Das mit der Freundin und dem Fermentieren klingt interessant, aber ich bin mir noch nicht sicher ob ich mich da rantraue. Das hat irgendwie was Wissenschaftliches für mich, und wenn es schiefgeht - naja, weggeworfen ist schade. Vielleicht frag ich die Freundin mal konkret ob sie mir eine kleine Portion zeigt, bevor ich das selbst versuche. Manchmal sind solche Sachen einfacher als man denkt, aber manchmal auch nicht. Was mich jetzt aber praktisch beschäftigt - wenn ich anfange einzufrieren statt einzukochen, dann brauche ich ja plötzlich deutlich mehr Platzgefrierschrank. Mein Gefrierfach ist nicht besonders groß, das ist eher für Notfälle gedacht. Kann ich die Beeten vorher irgendwie vorbereiten damit sie weniger Platz brauchen, oder muss ich die ganz einfrieren? Und - noch eine Frage - sollte ich sie roh einfrieren oder kurz blanchieren? Ich möchte ja trotzdem noch was von den guten Stoffen haben.

@elvira_k zur Blanchier-Frage: ich würd kurz blanchieren, so zwei, drei Minuten, nicht länger. Das stabilisiert die Zellstruktur ein bisschen und die Beeten lassen sich nachher leichter portionieren. Roh einfrieren geht auch, aber dann wird die Textur beim Auftauen wirklich sehr matschig, das kenn ich von Zucchini aus dem Garten, gleiches Prinzip. Wegen dem Platz - schneid sie vorher in Scheiben oder Würfel, dann kannst du flach einfrieren, z.B. auf einem Backblech erst kurz anfrieren lassen und danach in Beutel umfüllen. Das spart im Vergleich zu ganzen Knollen wirklich spürbar Platz. Zitat von elvira_kDas hat irgendwie was Wissenschaftliches für mich, und wenn es schiefgeht

ehrlich gesagt ist Fermentieren von Rote Beete weniger riskant als viele denken, weil der hohe Zuckergehalt der Beete den Prozess ganz gut in Gang bringt. Das sagt zumindest die Freundin von mir immer. Aber ich versteh die Hemmschwelle - ich hab mir selbst noch nie getraut weil ich das Gefühl nicht mag, nicht genau zu wissen ob's jetzt gut ist oder nicht. Bei Einkochen weiß man wenigstens was man hat. Ich mein, du machst das schon ewig so, das ist kein schlechtes System, nur halt für den Blutdruck-Aspekt eben suboptimal wenn das wirklich das Ziel ist. Was ich mich grad frag: hast du eigentlich einen Keller? Weil wenn ja, könnte Lagerung in Sand auch noch eine Option sein für einen Teil der Ernte, das klappt bei Möhren super und bei Beeten soll es ähnlich gehen. Edit: Kleine Korrektur - beim Blanchieren sollte das Wasser natürlich vorher kommen, also erst aufkochen lassen, dann die Beeten rein. Hatte ich gedacht, das wäre klar, aber lieber sagen als nicht sagen!

@jana_w ja, einen Keller habe ich tatsächlich, allerdings ist der eher feucht und dunkel und ich bin da ehrlich gesagt nicht sicher ob die Bedingungen für Lagerung in Sand wirklich ideal sind. Das müsste ich mal ausprobieren aber Sand selbst habe ich genug, das wäre ja kein Problem. Interessant dass das bei Möhren so gut funktioniert, das wusste ich nicht. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist die praktische Seite vom Blanchieren und Einfrieren. Wenn ich die Beeten in Scheiben schneide und dann kurz blanchiere - muss ich die danach komplett abkühlen lassen bevor sie in den Gefrierschrank, oder kann ich die noch warm einfrieren? Bei mir dauert das Abkühlen manchmal ewig und ich möchte ungeduldig werden. Und noch was - du sagtest zwei, drei Minuten blanchieren, aber bei unterschiedlich großen Scheiben - orientiere ich mich da an den dicken oder an den dünnen? Ich stelle mir vor dass dünne viel schneller durch sind. Das mit der Lagerung in Sand probiere ich vielleicht für einen kleineren Teil, aber ehrlich gesagt bin ich jetzt eher versucht anzufangen mit dem Einfrieren weil das überschaubarer ist. Der Gefrierschrank-Platz ist ja das Knackpunkt-Problem, aber wenn ich die flach portionieren kann wie du beschreibst, dann sieht das schon anders aus. Dann kann ich vielleicht doch noch mein System umstellen dieses Jahr ohne dass ich extra einen neuen Gefrierschrank brauche.

@elvira_k zur Abkühl-Frage: ja, komplett abkühlen lassen vorher, sonst zieht die Wärme Kondenswasser in den Beutel und du hast dann Eiskristalle überall. Kalt abschrecken unter kaltem Wasser direkt nach dem Blanchieren geht am schnellsten, das macht das auch gleich, also du musst nicht ewig warten bis die von selbst runterkühlen.

Zitat von elvira_k

orientiere ich mich da an den dicken oder an den dünnen

an den dicksten - die dünnen werden dann etwas weicher, ja, aber das ist okay wenn du sie eh für Suppe oder Püree nutzt. Wenn du Carpaccio willst, frierst du die eh nicht ein, also macht das nichts. Für den Zweck würd ich sowieso gleich beim Schneiden auf gleichmäßige Dicke achten, so 4-5mm, dann hat sich das Problem fast erledigt. Was mich bei deinem Keller interessiert: feucht und dunkel klingt eigentlich gar nicht schlecht für Sand-Lagerung, das ist sogar eher das was man will. Zu trocken wäre das Problem, nicht zu feucht. Ich weiß das weil meine Eltern früher Möhren so gelagert haben und der Keller war auch alles andere als trocken. Aber ich will da nix versprechen, ich hab das selbst nie gemacht. Ich mein, du musst ja nicht alles auf einmal umstellen. Einen Teil einfrieren, einen Teil so lassen wie immer - und dann im Winter schauen was du wie oft greifst. Das ist eigentlich auch Daten sammeln.

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