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Rote Beete roh schälen - geht das überhaupt ohne Chaos?

Ich habe da mal eine praktische Frage, die mich schon länger beschäftigt. Bei mir im Garten wachsen die Roten Beeten dieses Jahr besonders schön, und ich bin gerade dabei, ein paar zu ernten für Carpaccio. Das habe ich noch nie gemacht, aber eine Freundin hat mir letzte Woche so ein feines Rezept mit roher Rote Beete, Ziegenkäse und Walnüssen gezeigt, und das hat mich gereizt. Mein Problem ist: Ich traue mir nicht so recht, die Dinger roh zu schälen. Normalerweise koche ich meine Roten Beeten ja immer vor, dann rutscht die Schale ja wie von selbst ab. Aber wenn man sie roh verarbeitet, wird doch alles sofort pink und man hat überall Flecken? Ich bin doch sonst nicht so zimperlich, aber auf meinen hellen Arbeitsplatte sehe ich das Chaos schon vor mir. Hat da jemand von euch praktische Tipps, wie man das sauberer hinbekommt? Ich habe gehört, man sollte sie mit Einmalhandschuhen anfassen, aber hilft das wirklich bei der Schälerei? Und macht es einen Unterschied, ob man sie auf einem bestimmten Schneidebrett macht oder mit speziellen Werkzeugen arbeitet? Ich bin eigentlich gar kein Freund davon, für jedes kleine Gemüse extra Ausrüstung zu kaufen. Aber wenn es damit deutlich einfacher wird und die Rote Beete dabei besser schmeckt als gekocht, könnte ich mich da durchringen. Oder sollte ich die Dinger lieber doch vorkochen und dann in dünne Scheiben schneiden?

@elvira_k das Carpaccio-Vorhaben klingt solide, und das Rezept mit Ziegenkäse und Walnüssen ist wirklich eine der wenigen Kombinationen, bei denen roh tatsächlich Sinn ergibt - wegen der Textur, nicht wegen irgendwelcher Nährstoff-Claims. Zum eigentlichen Problem: Was bei mir am besten funktioniert hat, ist ein Sparschäler mit breiter Klinge statt Messer. Man hat viel mehr Kontrolle, die Schale ist dünn genug dass man nicht grob rumschrubben muss, und der Saft spritzt deutlich weniger als beim Schneiden. Dunkles Schneidebrett oder einfach ein Bogen Backpapier drunter, das nimmt die Färbung gut an und man schmeißt es danach weg. Das mit den Einmalhandschuhen stimmt, aber nur halb. Die Hände bleiben sauber, ja. Was Leute unterschätzen ist, dass die Rübe beim rohen Schälen ziemlich rutschig wird sobald der erste Saft rauskommt - also nicht zu fest greifen und ruhig arbeiten. Draußen ist heute übrigens endlich mal kein Dauerregen, falls du eh im Garten bist könntest du das direkt da machen, dann ist der Herd-Bereich schon mal raus. Zur Frage ob roh oder vorgekocht für Carpaccio: roh gibt eine deutlich festere Textur, die beim hauchdünnen Aufschneiden (am besten Mandoline oder sehr scharfes Messer) viel schöner aussieht. Vorgekocht fällt beim Schneiden eher auseinander wenn du wirklich feine Scheiben willst. Realistisch betrachtet ist das also kein Purismus sondern einfach praktisch für das spezifische Gericht. Was du mit den Schalen nachher machst ist übrigens auch eine Option - die kann man gut für eine Brühe verwenden, falls du sowieso öfter kochst.