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Rote Beete roh reiben – lohnt sich der Aufwand wirklich?

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ich hab mich gestern endlich getraut, Rote Beete roh in einen Salat zu reiben. bisher war ich immer zu faul und hab einfach die vakuumverpackte Variante vom Billa genommen, aber irgendwie hat mich das hier im Thread gewurmt, weil alle sagen frisch ist komplett anders. und ja. okay. ich geb's zu. der Unterschied ist real. die Textur ist viel knackiger, fast ein bisschen wie rohe Karotte, und der Geschmack ist... weniger süßlich? mehr erdig aber nicht unangenehm erdig. schwer zu beschreiben. ich hab sie mit Apfel und Walnüssen kombiniert ein bisschen Zitronensaft drüber, Olivenöl, fertig. das war eigentlich richtig gut. Aber - und da kommt meine eigentliche Frage - wie macht ihr das mit dem Schälen und Reiben? ich hab eine normale Küchenreibe benutzt und danach war meine halbe Küche rot. Hände, Schneidbrett, Reibe selbst. Handschuhe hatte ich keine da (klassisch), aber das Schneidbrett krieg ich nie mehr wirklich sauber, das ist irgendwie schon leicht rosa verfärbt obwohl ich's sofort abgewaschen hab. hat wer einen Trick damit das Schneidbrett nicht komplett ruiniert wird? ich hab gelesen man soll Holzbretter grundsätzlich meiden bei Roter Beete, stimmt das? ich hab leins aus Bambus, ob das besser ist weiß ich nicht. und noch was, was mich interessiert: macht ihr das mit der Küchenreibe oder lieber mit so einer Mandoline? ich hab eine rumliegen die ich fast nie verwende, vielleicht wäre das gleichmäßiger. beim Reiben waren die Stücke ziemlich unregelmäßig und das hat mich leicht gestört vom Mundgefühl her. danke schon mal falls wer Erfahrung damit hat!

@leni_k das mit dem Bambusschneidbrett wird dir auch ned wirklich helfen, ist auch nur Holz. Aber konkret gesagt - probier mal ein Kunststoffbrett. Ich hab hier auf der Baustelle so ein weißes Schneidbrett rumliegen und wenn ich da was mit roter Beete machen würde, wäre es zwar auch rot kurzzeitig, aber die Flecken gehen weg. Holz nimmt's auf, Kunststoff nicht so tief. Zur Mandoline - ja die wird gleichmäßiger. Aber ehrlich, ob die Stücke unregelmäßig sind oder nicht, das merkst du beim Essen ned wirklich. Kommt mir vor wie Detailkram. Die normale Reibe tut's auch. Handschuhe sind halt die Lösung wenn dir der Aufwand mit dem Schrubben zu viel is. Beim nächsten Mal einfach mitdenken. Was mich aber neugierig macht - wie schnell verdirbt dir das Zeugs wenn du's roh geraspelt hast und nicht direkt verarbeitest. Mein Kumpel hat mir mal erzählt dass er Rote Beete roh macht und dann zwei Tage im Kühlschrank liegen lässt, aber ob das noch knackig bleibt oder eher zu Matsch wird, das weiß ich ned. Du hast's ja gerade gemacht - wie war's danach noch am nächsten Tag falls du Reste hattest.

@m_gross77 zur Kunststoffbrett-Frage, ja das macht Sinn - ich hab tatsächlich noch so ein billiges weißes Ikea-Teil irgendwo im Schrank, das nehm ich nächstes Mal. war naheliegend aber ich komm halt immer automatisch zum Bambusbrett weil's griffbereit liegt. zur Reste-Frage: ich hatte gestern tatsächlich noch was übrig und hab's in einem Schraubglas im Kühlschrank aufgehoben. heute Mittag nochmal angeschaut - knackig war's noch, aber es hat angefangen ein bisschen Flüssigkeit zu ziehen, so wie wenn Kraut Salz bekommt. Geschmack war okay, aber die Textur war schon merklich weicher. also ich würd sagen ein Tag geht noch, zwei Tage würde mich wundern ob's noch wirklich gut ist. kommt aber auch drauf an ob schon Dressing drauf ist - bei mir war Zitronensaft drüber und das hat sicher geholfen aber dann zieht's halt auch schneller durch.

Zitat von m_gross77

ob die Stücke unregelmäßig sind oder nicht, das merkst du beim Essen ned wirklich

ehrlich gesagt stimmt das wahrscheinlich, ich bin da manchmal zu pingelig. Grafikerin halt, man entwickelt so eine seltsame Sensibilität für Gleichmäßigkeit die im Alltag völlig überflüssig ist 😅

was mich aber wirklich interessiert - machst du selbst Rote Beete roh oder eher nicht? du klingst eher wie jemand der's vom Hörensagen kennt, ich frag nur weil ich gern wüsste ob das mit der Konsistenz am nächsten Tag wirklich von Erfahrung kommt oder eher Theorie ist.

@leni_k

Zitat von leni_k

ein bisschen Flüssigkeit zu ziehen

das ist halt das Osmose-Ding, sobald Säure oder Salz drauf kommt zieht die Zellstruktur durch. ich mach das deswegen immer ohne Dressing wenn ich was aufheben will, erst kurz vorm Essen würzen. dann hält die Textur deutlich länger ich hatte geriebene Beete schon zwei Tage knackig im Glas, ohne dass da irgendwas drauf war. und zur Frage von @m_gross77, ob er's selbst kennt oder nur vom Hörensagen - kann ich dir sagen, ich frag mich das auch gerade. klingt ein bisschen nach Theorie. was mich bei deinem Salat interessiert, @leni_k: hast du die Beete direkt gerieben oder vorher in Scheiben geschnitten und dann nochmal zerkleinert? ich mach das manchmal so, erst grob mit dem Messer und dann mit der groben Seite der Reibe, das geht schneller und du hast weniger Spritzer weil die Stücke fester zu greifen sind. kleiner Trick den ich irgendwann mal bei nem YouTube-Koch gesehen hab, keine Ahnung mehr wer das war. die Mandoline würd ich übrigens bei roher Beete nicht unbedingt empfehlen, die ist für gleichmäßige Scheiben gut aber nicht zum Raspeln. da brauchst du schon nen passenden Aufsatz, und dann ist das Reiben eh wieder dasselbe Prozedere. der Mehrwert hält sich in Grenzen wenn du mich fragst.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

@fg_1988 der Trick mit vorher grob schneiden und dann erst reiben, das klingt logisch - weniger Spritzer weil man besser greifen kann. ich hab einfach die ganze Knolle direkt an die Reibe gehalten wie ein Idiot und mich gewundert warum alles fliegt.

Zitat von fg_1988

erst kurz vorm Essen würzen

okay das nehm ich mit. ich hab halt immer reflexartig sofort alles gewürzt weil ich dachte das zieht dann besser ein - aber anscheinend ist das bei Texturfragen kontraproduktiv. man lernt's. was mich bei deiner 1:47 Bestzeit interessiert (ja ich hab die Signatur gelesen) - machst du das mit der Roten Beete auch wegen dem Ausdauer-Thema oder wirklich nur wegen dem Geschmack? ich frag weil ich selbst Halbmarathon laufe und der ursprüngliche Grund warum ich überhaupt angefangen hab, mich mehr damit zu beschäftigen, so ein Artikel über Nitrate und Ausdauerleistung war. aber das ist hier vielleicht off-topic, schauen wir mal. im Alltag ist's bei mir grad sowieso eher pragmatisch - ich will was Schnelles das trotzdem irgendwie Sinn macht, und geriebene Rote Beete in einen Salat schmeißen ist halt deutlich weniger Aufwand als ich dachte bevor ich's probiert hab.

@leni_k

Zitat von leni_k

der ursprüngliche Grund warum ich überhaupt angefangen hab so ein Artikel über Nitrate und Ausdauerleistung war

ja, genau daher komm ich auch, echt jetzt. und ich kann dir sagen, das ist bei mir nicht nur Theorie. ich merk das beim Laufen konkret, so ab Kilometer 15, 16, dass ich da noch Gas geben kann wo ich früher schon abgebaut hab. ob das jetzt zu 100% die Beete ist oder auch Trainingsanpassung, schwer zu sagen, aber ich lass das nicht weg seitdem. was ich interessant find bei dir: du sagst pragmatisch, schnell, soll Sinn machen. das ist eigentlich der direkteste Einstieg in das Thema den ich kenn. die Leute die da mit teuren Konzentraten ankommen, Betanio PLUS und so ein Zeug, die vergessen dass rohe geriebene Beete denselben Job macht wenn man sie regelmäßig isst. viel Protein, wenig Quatsch gilt auch bei Gemüse - einfach essen, nicht drüber nachdenken. eine Sache interessiert mich noch: du machst Halbmarathon und isst die Beete jetzt öfter roh, aber wann? ich mach das immer so zwei Stunden vorher, dann ist das Nitrat schon im System. wenn du den Salat abends nach dem Lauf isst hast du davon für die nächste Einheit nix mehr. vielleicht schon bekannt für dich, aber ich frag weil das Timing bei mir ne Weile gedauert hat bis ichs kapiert hab.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

@fg_1988 okay das mit dem Timing ist tatsächlich neu für mich, das hab ich so noch nicht gelesen.

Zitat von fg_1988

wenn du den Salat abends nach dem Lauf isst hast du davon für die nächste Einheit nix mehr

das macht aber Sinn wenn ich kurz nachdenke. ich hab die Beete bisher immer abends gegessen, einfach weil ich abends koche und das Training meistens früh morgens ist. also praktisch genau falsch rum. die Frage ist dann ob ich das wirklich auf die Reihe kriege, morgens irgendwas mit Roter Beete zu machen - ich bin so jemand der um 6 Uhr nur Kaffee und keine Küchenarbeit will. und zum Betanio PLUS Kommentar: ja, das ist das Zeug das ich im DM gesehen hab. ich war ehrlich gesagt schon fast am Kaufen, aber dann hab ich mir gedacht ich will erst wissen was Leute die wirklich laufen damit erlebt haben, nicht was auf der Packung steht. du sagst rohe Beete macht denselben Job, das glaub ich dir - aber nur wenn man's konsequent macht. und da bin ich halt noch nicht. jeden zweiten Tag vielleicht, aber nicht täglich. was ich mich frag: wenn das Nitrat nur so ein paar Stunden im System ist, müsste man das dann eigentlich wirklich jeden Tag vor dem Training essen damit's was bringt? oder reicht da auch... ich weiß ned, zweimal die Woche oder so?

@leni_k

Zitat von leni_k

müsste man das dann eigentlich wirklich jeden Tag vor dem Training essen damit's was bringt

nein, so streng siehst du das nicht. ich hab mal irgendwo gelesen - war glaub ich auf examine.com, die haben da einen Artikel zu Nitrat-Supplementierung - dass der Effekt sich auch über mehrere Tage etwas aufbaut, zumindest was die Gefäßanpassung angeht. ist kein Lichtschalter. zweimal die Woche wäre mir persönlich zu wenig wenn du wirklich was merken willst, aber täglich ist auch kein Muss. ich mach so vier, fünf Mal die Woche, meistens weil ich die Beete sowieso im Salat hab oder als Beilage. zum Morgen-Problem: ich versteh dich, echt jetzt. ich bin auch nicht der Typ der um halb sieben noch Gemüse raspelt. was ich mache wenn ich früh laufe - ich hab die Beete schon abends vorbereitet und pack sie ohne Dressing in ein Glas, dann morgens nur kurz rausholen, bisschen Zitrone drüber, fertig. dauert 90 Sekunden. kein Aufwand. und zum Betanio PLUS, ich bleib dabei: das ist im Wesentlichen dasselbe was du in frischer Beete hast, nur halt teurer verpackt und mit nem schicken Label drauf. wenn du täglich frische Beete essen kannst, brauchst du das Zeug nicht. wenn du auf Reisen bist oder keine Zeit hast okay, dann kann sowas Sinn machen als Notlösung. aber als Ersatz für den Alltag? viel Protein, wenig Quatsch gilt hier genauso.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

@fg_1988 okay der Tipp mit dem vorbereiteten Glas abends klingt so simpel dass ich mich schäme dass ich da nicht selbst draufgekommen bin. das ist eigentlich genau das was ich machen kann, ich koche eh meistens abends. was mich aber gerade beschäftigt: du sagst vier, fünf Mal die Woche reicht und täglich ist kein Muss. das glaub ich dir, und der examine.com Hinweis ist zumindest eine echte Quelle und keine Verpackungsrückseite. aber ich merk dass ich immer noch nicht wirklich weiß wie viel Beete das eigentlich sein soll. eine halbe Knolle? eine ganze? ich hab gestern so eine mittelgroße geraspelt und die war für mich allein schon fast zu viel für einen Salat. ob das dann schon "genug" wäre für irgendeinen messbaren Effekt, da hab ich keinen Anhaltspunkt.

Zitat von fg_1988

als Ersatz für den Alltag? viel Protein, wenig Quatsch gilt hier genauso.

ich find das sympathisch als Haltung, ehrlich gesagt. aber ich glaub das Betanio PLUS wird trotzdem irgendwann im Rucksack landen wenn ich auf einem Wettkampf unterwegs bin und keine Küche dabei hab. nicht als Alltagslösung das seh ich inzwischen genauso, aber als Notfallvariante für Auswärts. nächsten Monat hab ich einen Halbmarathon in Graz und da wäre sowas halt praktisch.

@leni_k

Zitat von m_gross77

ob die Stücke unregelmäßig sind oder nicht, das merkst du beim Essen ned wirklich

da hat er eigentlich recht, auch wenn ich versteh warum dich das stört. aber zur eigentlichen Frage die mich gerade interessiert: du sagst eine mittelgroße Knolle war für dich allein schon fast zu viel. das ist wahrscheinlich schon im guten Bereich, ich würd sagen so 100-150g roh ist ein vernünftiger Richtwert für ne Portion, hab ich mal auf examine.com in dem Kontext gelesen. eine ganze mittelgroße Beete liegt da oft genau drin. zum Graz-Rennen und Betanio PLUS, okay, als Reisevariante kann ich das nachvollziehen, das ist halt was anderes als Alltag. ich würd aber trotzdem schauen ob du nicht einfach vakuumverpackte Beete nimmst, die gibt's ja in jedem Supermarkt und die passt ins Handgepäck. das ist zwar nicht das gleiche wie frisch gerieben, aber für die Nitrate macht das kaum nen Unterschied. ich hab das letztes Jahr beim Wettkampf in Dortmund so gemacht, einfach ein Päckchen vom Aldi, morgens aufgemacht, fertig. kostet einen Bruchteil von dem Konzentrat-Zeug. was mich bei dir noch interessiert - du sagst das Training ist früh morgens. wie früh reden wir da, weil wenn du um 6 losläufst und die Beete abends vorbereitest, ist da halt schon mehr als 8 Stunden dazwischen.

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

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