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Rote Beete roh reiben – lohnt sich der Aufwand wirklich?

Ich hab das jetzt zweimal ausprobiert und bin noch nicht überzeugt. Die Knollen vom Altonaer Markt waren fest genug, um sie roh zu verarbeiten, also hab ich sie grob geraspelt und als Salat mit etwas Zitrone und Ingwer gegessen. Textur war interessant, keine Frage. Aber der erdige Geschmack kommt roh deutlich stärker durch als nach dem Garen - ob das ein Vorteil ist, hängt wohl daran, wie sehr man das mag. Aus meiner Erfahrung als Physiotherapeut höre ich von Sportlern öfter, sie essen die Knolle roh "wegen der Nährstoffe". Das ist nicht ganz falsch, weil Hitze Nitrat nicht zerstört, die Bioverfügbarkeit aber je nach Zubereitungsart leicht variiert. Trotzdem, das ist kein Argument, das mich dazu bringt, ein Gericht zu essen das mir nicht schmeckt. Was mich interessiert: Hat jemand Erfahrung damit, den Rohgeschmack abzumildern ohne gleich zu kochen? Ich hab gelesen, dass Salzen und Stehenlassen vor dem Essen etwas bringt, ähnlich wie bei Zucchini. Ob das bei Roter Beete den Unterschied macht, konnte ich noch nicht beurteilen. Das Fleckenproblem beim Reiben ist übrigens tatsächlich eine andere Kategorie als beim Schälen - Reibe, Brett, Hände, alles tiefrot. Einmalhandschuhe lösen das Handproblem, aber die Reibe sieht danach aus als wäre ein Unfall passiert. Hab Zitronensaft probiert, hat mäßig geholfen. Wenn jemand einen Trick kennt der wirklich funktioniert, gern her damit.