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Rote Beete roh reiben – lohnt sich der Aufwand oder ist das Selbstkasteiung?

Ich bin jetzt schon eine Weile dabei, Rote Beete regelmäßig einzubauen, und das Kochen und Dämpfen hab ich eigentlich gut im Griff. Aber roh esse ich sie ehrlich gesagt kaum, und das beschäftigt mich gerade etwas mehr. Konkret: Ich hab letzte Woche auf der Arbeit mit einer Kollegin geredet, die schwört auf fein geriebene rohe Rote Beete als Salat, mit etwas Zitrone und Meerrettich. Klingt nach wenig Aufwand, schmeckt angeblich komplett anders als das Gekochte. Das kann ich mir tatsächlich vorstellen, weil die Zellstruktur der Knolle roh natürlich eine andere ist - fester, weniger süßlich vermutlich, mehr von diesem erdigen Ton. Mein Problem ist praktischer Natur. Ich hab eine normale Kastenreibe und nach zehn Minuten ist die halbe Küche rot. Das ist nicht Phobie vor Flecken, die hab ich nicht, aber der Zeitaufwand für fünf Minuten Salat danach ist halt ein reales Argument. Hat jemand Erfahrung, ob eine Küchenmaschine mit Reibeaufsatz das wirklich merklich schneller macht, oder kauft man sich damit nur mehr Spülaufwand? Und dann ist da noch die Frage des Geschmacks. Ich lese immer, roh sei "nussiger" oder "frischer" - aber aus meiner Erfahrung mit anderen Gemüsesorten weiß ich, dass diese Beschreibungen oft ziemlich subjektiv sind. Jemand der das Erdige grundsätzlich nicht mag, wird roh vermutlich auch nicht glücklich. Oder gibt es wirklich einen so deutlichen Unterschied, dass man das als eigenes Geschmacksprofil sehen kann? Ich frag das nicht als jemand der Rote Beete hasst, im Gegenteil. Aber bevor ich mir extra Gerät anschaffe oder einen festen Platz im Wochenplan reserviere, würde mich echte Einschätzung interessieren - nicht die Hochglanz-Rezeptblog-Version.