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Rote Beete roh raspeln – Textur okay, aber der Geschmack bleibt roh?

Ich hab das jetzt ein paarmal ausprobiert, nachdem hier jemand meinte, rohe Rote Beete sei texturmäßig interessanter als gekochte. Stimmt tatsächlich - so grob geraspelt hat das einen Biss, der mich an rohe Karotte erinnert, und der Geschmack ist... anders. Weniger süß, irgendwie schärfer und eben deutlich erdiger. Das ist nicht zwingend schlecht. Aber ich frage mich, ob man das wirklich so stehen lässt oder ob man da geschmacklich noch was optimieren kann. Ich hab es mit Zitronensaft probiert, das hellt den Geschmack tatsächlich auf. Apfelessig hat ähnliches getan, aber dann wird es schnell zu viel Säure insgesamt. Was mich interessiert: Verändert sich der Erdton durch das Marinieren über Nacht nennenswert? Ich hab das Gefühl, nach einer Stunde im Kühlschrank ist da schon was passiert - weicher, milder - aber vielleicht bilde ich mir das auch ein. Hatte heute morgen keine Zeit mehr für einen direkten Vergleich, weil Arbeit früh angefangen hat. Ich hab beruflich viel mit Ernährungsthemen zu tun und kenn die Theorie hinter dem Betain und so, aber darum geht's mir hier nicht. Mich interessiert wirklich die rein geschmackliche Seite. Der Erdton bei roher Rote Beete kommt ja wohl von Geosmin - das ist dieselbe Verbindung die auch Regenwurm-Erde so riecht. Der wird durch Hitze abgebaut, was erklären würde warum gekochte Rote Beete milder schmeckt. Ob Säure da ähnlich wirkt, weiß ich ehrlich gesagt nicht genau. Hat jemand da praktische Erfahrung, wie lang und mit was man marinieren sollte, damit das noch nach Rote Beete schmeckt aber nicht nach Gartenerde?