Rote Beete roh knabbern – macht das Sinn oder ist gekocht besser?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 20, 2026, 23:16 UhrZitat von markus_b82Ob roh vs. gekocht da einen Unterschied macht
Ich tipp mal: roh mehr, weil die Zellstruktur noch intakt ist und das Zeug einfach anders aufgenommen wird. Aber das ist genau das Problem - ich hab da null Beleg dafür, das ist wieder nur Bauchgefühl. Kontrolliert hat das so wie du sagst keiner von uns. Was mich an der Beeturie-Sache aber noch mehr interessiert: meine Frau hat das nie, ich manchmal. Wir essen das gleiche. Wenn das wirklich genetisch ist wie du sagst, wäre das eigentlich ziemlich konsequent - dann sagt mir der Urin ob ich das Zeug überhaupt resorbiere, oder ob es einfach durchläuft ohne viel zu tun. Das wäre dann ja fast ein biologischer Selbsttest. Klingt absurd aber ich mein das ernst. Ehrlich gesagt frag ich mich jetzt ob das auch was über die Wirkung aussagt. Also wenn jemand Betacyanin gar nicht abbaut und direkt ausscheidet - nutzt ihm dann die ganze Rote-Beete-Kur irgendwas? Beim Nitrat ist das ja was anderes, das ist ein anderer Weg. Aber wenn man das auseinanderhält - weiß ich nicht ob das irgendwo diskutiert wird. Das British Journal Ding klingt interessant, schick mir den Titel wenn du den nochmal findest.
Zitat von markus_b82Ob roh vs. gekocht da einen Unterschied macht
Ich tipp mal: roh mehr, weil die Zellstruktur noch intakt ist und das Zeug einfach anders aufgenommen wird. Aber das ist genau das Problem - ich hab da null Beleg dafür, das ist wieder nur Bauchgefühl. Kontrolliert hat das so wie du sagst keiner von uns. Was mich an der Beeturie-Sache aber noch mehr interessiert: meine Frau hat das nie, ich manchmal. Wir essen das gleiche. Wenn das wirklich genetisch ist wie du sagst, wäre das eigentlich ziemlich konsequent - dann sagt mir der Urin ob ich das Zeug überhaupt resorbiere, oder ob es einfach durchläuft ohne viel zu tun. Das wäre dann ja fast ein biologischer Selbsttest. Klingt absurd aber ich mein das ernst. Ehrlich gesagt frag ich mich jetzt ob das auch was über die Wirkung aussagt. Also wenn jemand Betacyanin gar nicht abbaut und direkt ausscheidet - nutzt ihm dann die ganze Rote-Beete-Kur irgendwas? Beim Nitrat ist das ja was anderes, das ist ein anderer Weg. Aber wenn man das auseinanderhält - weiß ich nicht ob das irgendwo diskutiert wird. Das British Journal Ding klingt interessant, schick mir den Titel wenn du den nochmal findest.
Zitat von markus_b82 am Juli 20, 2026, 23:56 Uhr@rote_socke_83 der Gedanke ist gar nicht so absurd, aber ich würd da aufpassen. Beeturie als "biologischer Selbsttest" für die Resorption - das klingt logisch, funktioniert aber wahrscheinlich nicht so sauber. Betacyanin und Nitrat sind biochemisch völlig verschiedene Baustellen, wie du selbst angedeutet hast. Ob jemand Betacyanin resorbiert oder nicht, sagt nichts darüber aus ob der Nitrat-Stoffwechselweg intakt ist. Das wären dann zwei unabhängige Variablen die man nicht kreuzen kann.
Zitat von rote_socke_83weiß ich nicht ob das irgendwo diskutiert wird
Ich hab jetzt kurz gesucht und bin auf einen Artikel gestoßen der das zumindest anschneidet - Watts et al. 1993 im BJU, der ist tatsächlich einer der meistzitierten zu Beeturie. Aber der geht nicht auf Wirkungszusammenhänge ein, nur auf das Phänomen selbst. Ob da jemand ernsthaft untersucht hat ob Non-Excretor vs. Excretor-Status klinisch relevant ist - ich hab da nichts gefunden. Wäre aber eine interessante Frage für jemanden der Zugang zu PubMed hat und Zeit, ich bin heute zu müde um da tiefer einzusteigen. Was mich an deinem Kommentar zur Frau noch beschäftigt: ihr esst das gleiche und sie zeigt nie Beeturie, du manchmal. "Manchmal" ist dabei eigentlich das Interessante - weil das darauf hindeutet dass da noch andere Variablen reinspielen, vielleicht Darmflora, vielleicht Magensäure, vielleicht einfach Menge und Zubereitungsart an dem jeweiligen Tag. Genetik allein erklärt das "manchmal" nicht vollständig.
@rote_socke_83 der Gedanke ist gar nicht so absurd, aber ich würd da aufpassen. Beeturie als "biologischer Selbsttest" für die Resorption - das klingt logisch, funktioniert aber wahrscheinlich nicht so sauber. Betacyanin und Nitrat sind biochemisch völlig verschiedene Baustellen, wie du selbst angedeutet hast. Ob jemand Betacyanin resorbiert oder nicht, sagt nichts darüber aus ob der Nitrat-Stoffwechselweg intakt ist. Das wären dann zwei unabhängige Variablen die man nicht kreuzen kann.
Zitat von rote_socke_83weiß ich nicht ob das irgendwo diskutiert wird
Ich hab jetzt kurz gesucht und bin auf einen Artikel gestoßen der das zumindest anschneidet - Watts et al. 1993 im BJU, der ist tatsächlich einer der meistzitierten zu Beeturie. Aber der geht nicht auf Wirkungszusammenhänge ein, nur auf das Phänomen selbst. Ob da jemand ernsthaft untersucht hat ob Non-Excretor vs. Excretor-Status klinisch relevant ist - ich hab da nichts gefunden. Wäre aber eine interessante Frage für jemanden der Zugang zu PubMed hat und Zeit, ich bin heute zu müde um da tiefer einzusteigen. Was mich an deinem Kommentar zur Frau noch beschäftigt: ihr esst das gleiche und sie zeigt nie Beeturie, du manchmal. "Manchmal" ist dabei eigentlich das Interessante - weil das darauf hindeutet dass da noch andere Variablen reinspielen, vielleicht Darmflora, vielleicht Magensäure, vielleicht einfach Menge und Zubereitungsart an dem jeweiligen Tag. Genetik allein erklärt das "manchmal" nicht vollständig.
Zitat von elvira_k am Juli 21, 2026, 05:24 Uhr@markus_b82 ich muss ehrlich sagen, dass mir jetzt ein bisschen der Kopf brummt von all diesen Studien und Stoffwechselwegen. Das ist interessant keine Frage, aber ich glaube ich bin da auch nicht die richtige Adresse für. Ich bin Rentnerin und Gärterin, keine Biochemikerin. Was mich aber wirklich beschäftigt, ist etwas viel Praktischeres: Ich habe meinen Hausarzt nächste Woche zur Routineuntersuchung und werde ihn konkret fragen, was er mir mit der Rote Beete empfohlen hat. Nicht die ganze Molekülgeschichte, sondern einfach - soll ich täglich eine halbe Knolle essen, oder reicht es wenn ich das zwei, drei Mal pro Woche mache. Und ob roh oder gekocht ihm egal ist. @rote_socke_83 hat da recht, das ist praktisch relevant für meinen Alltag. Was die Beeturie angeht - das hatte ich noch gar nicht auf dem Radar gehabt. Aber jetzt, wo ihr das ansprecht, muss ich sagen dass ich das bei mir selbst noch nie bewusst beobachtet habe. Ich esse die Rote Beete ja eher gekocht, vielleicht liegt es daran. Oder ich achte einfach nicht drauf, weil ich damit rechne dass das normal ist. Was mich noch mehr beschäftigt aber: Ich möchte nicht in die Falle tappen dass ich ständig nach wissenschaftlichen Belegen suche und dann am Ende gar nichts mehr esse. Der Hausarzt hat mir das geraten, meine Rote Beete schmeckt mir, mein Blutdruck ist seit drei Monaten tatsächlich etwas besser geworden - mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen, oder?
@markus_b82 ich muss ehrlich sagen, dass mir jetzt ein bisschen der Kopf brummt von all diesen Studien und Stoffwechselwegen. Das ist interessant keine Frage, aber ich glaube ich bin da auch nicht die richtige Adresse für. Ich bin Rentnerin und Gärterin, keine Biochemikerin. Was mich aber wirklich beschäftigt, ist etwas viel Praktischeres: Ich habe meinen Hausarzt nächste Woche zur Routineuntersuchung und werde ihn konkret fragen, was er mir mit der Rote Beete empfohlen hat. Nicht die ganze Molekülgeschichte, sondern einfach - soll ich täglich eine halbe Knolle essen, oder reicht es wenn ich das zwei, drei Mal pro Woche mache. Und ob roh oder gekocht ihm egal ist. @rote_socke_83 hat da recht, das ist praktisch relevant für meinen Alltag. Was die Beeturie angeht - das hatte ich noch gar nicht auf dem Radar gehabt. Aber jetzt, wo ihr das ansprecht, muss ich sagen dass ich das bei mir selbst noch nie bewusst beobachtet habe. Ich esse die Rote Beete ja eher gekocht, vielleicht liegt es daran. Oder ich achte einfach nicht drauf, weil ich damit rechne dass das normal ist. Was mich noch mehr beschäftigt aber: Ich möchte nicht in die Falle tappen dass ich ständig nach wissenschaftlichen Belegen suche und dann am Ende gar nichts mehr esse. Der Hausarzt hat mir das geraten, meine Rote Beete schmeckt mir, mein Blutdruck ist seit drei Monaten tatsächlich etwas besser geworden - mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen, oder?
Zitat von rote_socke_83 am Juli 21, 2026, 06:31 Uhr@elvira_k das ist eigentlich der gesündeste Satz in diesem ganzen Thread. Zitat von elvira_k: "mein Blutdruck ist seit drei Monaten tatsächlich etwas besser geworden - mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen"
Ich mein das ernst. Du hast ein Ziel, du hast eine Maßnahme, du hast ein Ergebnis. Was willst du mehr? Der Rest von uns - ich eingeschlossen - diskutiert hier über Betacyanine und Excretor-Status und ich hab selber keine Ahnung, ob das meiner Granfondo-Vorbereitung irgendwas bringt oder nicht. Was mich aber bei dir trotzdem noch beschäftigt: der Blutdruck ist besser seit drei Monaten. Aber weißt du auch, was sich sonst noch verändert hat in der Zeit? Ich frag das nicht, um dein Ergebnis kleinzureden - sondern weil ich das bei mir selber nicht auseinanderklamüsern kann. Ich schlaf seit Wochen schlechter wegen der Schicht, trink mehr Kaffee, und dann soll ich beurteilen, ob Rote Beete was macht? Das ist fast unmöglich. Das ist das Problem mit Selbstbeobachtung. Nicht dass sie wertlos ist - aber man sieht halt nie nur eine Variable. @markus_b82 das "manchmal" bei der Beeturie - da hast du mich erwischt. Ich hab das bis jetzt nie in Zusammenhang mit der Menge gedacht. Aber das klingt plausibel, mehr rein, mehr raus. Werde das mal im Kopf behalten. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Variable" meine ich natürlich nicht nur die biologischen Faktoren, sondern auch sowas wie Stressabbau oder Placebo-Effekt. Das alles spielt rein.
@elvira_k das ist eigentlich der gesündeste Satz in diesem ganzen Thread. Zitat von elvira_k: "mein Blutdruck ist seit drei Monaten tatsächlich etwas besser geworden - mehr brauche ich eigentlich nicht zu wissen"
Ich mein das ernst. Du hast ein Ziel, du hast eine Maßnahme, du hast ein Ergebnis. Was willst du mehr? Der Rest von uns - ich eingeschlossen - diskutiert hier über Betacyanine und Excretor-Status und ich hab selber keine Ahnung, ob das meiner Granfondo-Vorbereitung irgendwas bringt oder nicht. Was mich aber bei dir trotzdem noch beschäftigt: der Blutdruck ist besser seit drei Monaten. Aber weißt du auch, was sich sonst noch verändert hat in der Zeit? Ich frag das nicht, um dein Ergebnis kleinzureden - sondern weil ich das bei mir selber nicht auseinanderklamüsern kann. Ich schlaf seit Wochen schlechter wegen der Schicht, trink mehr Kaffee, und dann soll ich beurteilen, ob Rote Beete was macht? Das ist fast unmöglich. Das ist das Problem mit Selbstbeobachtung. Nicht dass sie wertlos ist - aber man sieht halt nie nur eine Variable. @markus_b82 das "manchmal" bei der Beeturie - da hast du mich erwischt. Ich hab das bis jetzt nie in Zusammenhang mit der Menge gedacht. Aber das klingt plausibel, mehr rein, mehr raus. Werde das mal im Kopf behalten. Edit: Kleine Klarstellung - mit "Variable" meine ich natürlich nicht nur die biologischen Faktoren, sondern auch sowas wie Stressabbau oder Placebo-Effekt. Das alles spielt rein.
Zitat von elvira_k am Juli 21, 2026, 06:44 Uhr@rote_socke_83 du sprichst da etwas an, das mir selbst gerade unangenehm bewusst wird. Das mit den anderen Variablen - ja, das stimmt. In den letzten drei Monaten habe ich auch angefangen, abends spazieren zu gehen, weil das Wetter so schön war. Nicht täglich, aber doch regelmäßig. Und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob der bessere Blutdruck von der Roten Beete kommt oder vom Spaziergang oder einfach davon, dass ich weniger gestresst bin seit ich nicht mehr versuche, alles im Haushalt perfekt hinzubekommen. Das ist ja das Problem, wenn man älter wird - man ändert nicht eine Sache, man ändert mehrere gleichzeitig, ohne es wirklich zu bemerken. Aber weißt du, was mich gerade beschäftigt? Das mit der Beeturie und dem "mehr rein, mehr raus" - das würde ja bedeuten, dass ich eigentlich gar nicht so viel essen muss wie ich vielleicht dachte. @markus_b82 hat ja gesagt dass die Studien mit 300 bis 500 mg am Tag arbeiten, aber wieviel ist das denn in einer echten Knolle? Ich könnte ja meine Waage nehmen und nachgucken, was ich da tatsächlich esse. Wäre interessant zu wissen, ob ich da schon im Bereich bin oder ob ich mich völlig überschätze. Nächste Woche beim Arzt frage ich ihn aber trotzdem konkret - nicht wegen der Moleküle, sondern weil ich endlich wissen möchte, was "regelmäßig" überhaupt heißt.
@rote_socke_83 du sprichst da etwas an, das mir selbst gerade unangenehm bewusst wird. Das mit den anderen Variablen - ja, das stimmt. In den letzten drei Monaten habe ich auch angefangen, abends spazieren zu gehen, weil das Wetter so schön war. Nicht täglich, aber doch regelmäßig. Und ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, ob der bessere Blutdruck von der Roten Beete kommt oder vom Spaziergang oder einfach davon, dass ich weniger gestresst bin seit ich nicht mehr versuche, alles im Haushalt perfekt hinzubekommen. Das ist ja das Problem, wenn man älter wird - man ändert nicht eine Sache, man ändert mehrere gleichzeitig, ohne es wirklich zu bemerken. Aber weißt du, was mich gerade beschäftigt? Das mit der Beeturie und dem "mehr rein, mehr raus" - das würde ja bedeuten, dass ich eigentlich gar nicht so viel essen muss wie ich vielleicht dachte. @markus_b82 hat ja gesagt dass die Studien mit 300 bis 500 mg am Tag arbeiten, aber wieviel ist das denn in einer echten Knolle? Ich könnte ja meine Waage nehmen und nachgucken, was ich da tatsächlich esse. Wäre interessant zu wissen, ob ich da schon im Bereich bin oder ob ich mich völlig überschätze. Nächste Woche beim Arzt frage ich ihn aber trotzdem konkret - nicht wegen der Moleküle, sondern weil ich endlich wissen möchte, was "regelmäßig" überhaupt heißt.