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Rote Beete roh hobeln – lohnt sich das wirklich oder ist das nur Optik?

Ich bin letzte Woche beim Wochenmarkt in Altona über einen Stand gestolpert, der frische Rote Beete in verschiedenen Sorten hatte - auch diese gelbe Variante und eine mit weißen Ringen innen. Der Verkäufer hat mir empfohlen, die dünn zu hobeln und roh zu essen, mit etwas Zitrone und gutem Öl drüber. Hab ich ausprobiert. Das Ergebnis war interessant, aber ich bin noch nicht sicher was ich davon halte. Die Textur ist tatsächlich komplett anders als bei gekochter Rote Beete - fester, knackiger, fast ein bisschen wie rohe Kohlrabi. Der Geschmack ist intensiver und erdiger, ohne dieses weiche Süßliche das beim Kochen entsteht. Das hat mich überrascht. Ob das jetzt besser ist, ist Geschmackssache. Was mich interessiert: Hat jemand die Erfahrung gemacht, dass der erdige Ton bei der rohen Variante für manche Leute einfach zu viel ist? Ich kenn das aus der Praxis - wir haben manchmal Patienten, die Rote Beete generell ablehnen, und ich frage mich ob die das immer an gekochter probiert haben und ob roh vielleicht anders ankäme. Oder umgekehrt. Die Nitratfrage spielt bei mir immer noch mit rein - beim Kochen geht ein Teil ins Wasser über, beim rohen Hobeln bleibt das vollständiger erhalten. Aber das ist nicht der Hauptpunkt hier, den hab ich anderswo schon durchgekaut. Mich interessiert gerade mehr die praktische Seite: Welches Gerät nutzt ihr zum Hobeln, ohne dass das aussieht als wäre in der Küche jemand verletzt worden. Mein normaler Gemüsehobel ist danach wirklich... beeindruckend rot. Und schälen vor oder nach dem Hobeln?