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Rote Beete fermentieren – lohnt der Aufwand gegenüber frisch?

Ich hab jetzt eine Weile damit experimentiert, Rote Beete frisch zu verarbeiten, und frage mich gerade ob ich den Fermentationsschritt mal ernsthaft ausprobieren sollte. Ein Kollege aus der Praxis bringt regelmäßig selbst fermentierte Sachen mit - Gurken, Karotten, und angeblich auch Rote Beete - und schwört darauf, dass der Geschmack nochmal eine komplett andere Liga ist. Was mich interessiert: verschwindet dabei der erdige Grundgeschmack, der bei frischer Roter Beete so präsent ist, oder wird der durch die Fermentation sogar noch intensiver? Ich finde das Erdige in kleinen Mengen interessant, aber wenn das kippt, ist es für mich raus. Ich hab gelesen - irgendwo in einem Fermentierungs-Blog, den ich leider nicht mehr finde - dass die Milchsäurebakterien die Betaine und Nitrate weitgehend erhalten sollen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, das war keine peer-reviewte Quelle. Aus meiner Erfahrung mit Supplementen weiß ich, dass Verarbeitungsprozesse die Bioverfügbarkeit durchaus verändern können, in beide Richtungen. Praktisch würde mich interessieren: wie lange braucht das, bis das wirklich gut ist? Und was ist die realistischte Methode ohne zu viel Equipment - Einmachglas mit Salzlake reicht, oder macht ihr da irgendwas Aufwendigeres? Der Zeitaufwand ist für mich kein Luxusproblem. Wenn ich nach einer langen Woche am Freitag ansetze und das Zeug erst nach 10 Tagen essbar ist, muss das auch geschmacklich deutlich besser sein als das, was ich mit frischer Ware in 20 Minuten hinbekomme. Ich bin da nicht dogmatisch, aber der Aufwand-Nutzen muss passen.