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Rote Beete einfrieren - verliert sie wirklich so viel?

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Ich habe dieses Jahr besonders viel im Garten geerntet, mehr als ich ehrlich gesagt verarbeiten kann. Normalerweise koche ich ja ein oder mache Rote Beete-Salat, aber jetzt bin ich in der Situation dass ich überlegen muss wie ich die Beete haltbar mache ohne dass ich den ganzen Winter nur Eingekochtes esse. Einige Nachbarinnen haben mir geraten einzufrieren, aber da bin ich skeptisch. Wenn ich das richtig verstanden habe, wird das Gemüse dabei matschig und geschmacklich leidet es auch, oder? Ich habe da gute Erfahrungen mit Brokkoli und Blumenkohl gemacht, aber bei Rote Beete bin ich mir wirklich unsicher. Der Geschmack ist ja ohnehin schon erdig, und wenn da noch die Textur darunter leidet, frage ich mich ob es sich lohnt. Meine andere Idee wäre fermentieren, das habe ich noch nie gemacht aber in meinem Garten-Buch steht da was drüber. Nur bin ich da auch wieder unsicher ob das für jemanden der es noch nicht kennt nicht zu aufwändig ist. Hat da jemand Erfahrung mit Einfrieren oder auch mit Fermentieren? Ich würde gerne wissen wie das bei euch funktioniert hat und ob die Beete danach noch schmecken wie sie sollten. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen, aber nur wenn ich es auch gerne mache, sonst bringt das ja nichts.

@elvira_k zum Fermentieren - ich hab das noch nie selbst gemacht aber eine Kollegin von mir macht das seit Jahren und sagt es ist echt kein Hexenwerk wenn man einmal den Dreh raus hat. Salz, Glas, Geduld. Mehr braucht's angeblich nicht zum Start. Was mich bei deinem Post aber ehrlich gesagt mehr beschäftigt: du schreibst du hast jetzt eine größere Menge und willst nicht den ganzen Winter nur Eingekochtes essen. Macht es dann Sinn beides zu machen, also einen Teil einzufrieren und einen Teil zu fermentieren? Dann weißt du wenigstens nach ein paar Wochen was dir von beiden besser taugt, ohne alles auf eine Karte zu setzen. Das mit "matschig nach dem Einfrieren" kenn ich übrigens vom Hörensagen auch, aber ich glaub das kommt drauf an wie's danach verwendet wird. Wenn man's eh in eine Suppe oder einen Dip verarbeitet stört die Textur doch gar nicht mehr so. Anders wäre das natürlich wenn man's dann noch als Carpaccio oder roh drauflegen will, da würde ich mir das wohl auch zweimal überlegen. Draußen ist grad so ein grauer Sonntagnachmittag, perfektes Wetter um sich durch so ein Garten-Buch zu lesen jedenfalls.

@leni_k Das mit

Zitat von leni_k

einen Teil einzufrieren und einen Teil zu fermentieren

- das ist tatsächlich ein kluger Gedanke, den muss ich mir merken. So eine Aufteilung macht mehr Sinn als alles auf einmal zu versuchen und dann hinterher zu bereuen. Mit der Suppe hast du recht das stimmt. Wenn die Textur ohnehin aufgelöst wird, ist das tatsächlich weniger dramatisch. Nur bei mir ist es so, dass ich die Beete gerne auch roh zum Salat reibe, und da brauche ich eben noch diese Bissfestigkeit. Das ist der Punkt wo ich mir nicht sicher bin ob Eingefroren-Aufgetautes noch taugt. Mit dem Fermentieren bin ich aber ehrlich gesagt noch vorsichtig. Meine Nachbarin macht das mit Gemüse, und ich habe das schon probiert - aber ob das wirklich mein Ding ist, weiß ich noch nicht. Es muss ja auch nicht immer alles Neue sein, manchmal ist das Altbekannte einfach besser. Der Hausarzt hat mir ja nur geraten mehr davon zu essen, nicht dass ich es kompliziert zubereiten soll. Vielleicht frage ich die Nachbarin mal konkret nach ihren Erfahrungen mit Rote Beete speziell - sie macht ja viel ein, da könnte sie mir sagen ob das Fermentieren hier wirklich lohnt oder ob ich lieber dabei bleibe was ich kenne.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

manchmal ist das Altbekannte einfach besser

ja okay das kann ich verstehen - aber ich find das ist genau der Punkt wo man dann gar nicht weiterkommt. nicht böse gemeint. was mich bei deinem Post eher aufhält: du sagst du reibst die Beete gerne roh für Salat. dann wäre einfrieren für diesen Zweck tatsächlich raus, das würde ich mir nicht antun. aufgetautes Gemüse roh reiben klingt nach einer sehr matschigen Angelegenheit. aber für gekochte Sachen - Suppe, Dip, vielleicht auch als Beilage weichgekocht - könnte das trotzdem Sinn machen wenn du einfach nicht alles auf einmal wegarbeiten kannst. die Nachbarin fragen klingt nach dem direktesten Weg ehrlich gesagt. Rezeptbuch ist schön aber jemand der das schon gemacht hat und sagen kann "bei mir ist das und das passiert" ist mir persönlich immer lieber als Theorie. ich überleg grad ob es auch eine Option wäre die Knollen einfach gekocht einzufrieren statt roh - ich hab das irgendwo gelesen dass das die Textur zumindest etwas besser erhält weil die Zellstruktur durch das Kochen schon verändert ist bevor das Frieren kommt. keine Ahnung ob das stimmt, ich hab's selbst nie getestet. wär aber ein Versuch wert für den Teil den du eh nur noch weiterverarbeitest.

@leni_k Mit gekocht einfrieren - ja, das klingt tatsächlich logisch. Wenn die Zellstruktur eh schon durch die Hitze verändert ist, kann das Frieren danach nicht mehr so viel kaputt machen. Das probiere ich auf jeden Fall aus, zumindest für einen Teil. Was mich aber gerade noch beschäftigt: Wenn ich die Beete vorher koche und dann einfriere, wie lange halten die sich dann eigentlich? Bei meinem Brokkoli aus dem Tiefkühler habe ich immer ein bisschen das Gefühl dass er nach drei Monaten anfängt komisch zu schmecken. Und ich bin ja nicht diejenige die alles in drei Wochen aufisst. Der Winter dauert lange, und wenn ich die Beete ab Dezember essen soll, muss ich wissen ob das überhaupt noch was taugt im Februar oder März. Das mit der Nachbarin ist eine gute Idee, nur ehrlich gesagt bin ich da ein bisschen vorsichtig. Sie meint es gut, aber bei ihr läuft alles immer so perfekt - sie hat Zeit für Fermentieren, für Einmachen, für komplizierte Rezepte. Ich bin da nicht so. Mein Hausarzt hat mir nicht gesagt ich soll Hobby-Köchin werden, er hat gesagt ich soll mehr Rote Beete essen. Deswegen muss ich jetzt gucken was für MICH funktioniert ohne dass ich am Ende die ganze Küche vollkoche.

@elvira_k

Zitat von elvira_k

er hat gesagt ich soll mehr Rote Beete essen

ja genau, das ist der Punkt. kein Mensch hat gesagt das muss ein Projekt werden. ich frier das selbst auch manchmal einfach portionsweise ein schon vorgekocht, und pack das dann direkt in Smoothies oder kipp's in die Pfanne. keine große Sache. zur Haltbarkeit: ich hab mal irgendwo gelesen - war glaub ein Ernährungsblog, kann dir den Namen gerade nicht nennen - dass vorgekochtes Gemüse tiefgekühlt locker bis zu zwölf Monate okay ist wenn mans luftdicht verpackt. also Februar März sollte kein Problem sein wenn du das jetzt einfrierst. Brokkoli ist da wahrscheinlich empfindlicher weil der mehr Wasser zieht. was ich dir noch mitgeben kann: kleine Portionen einfrieren, so 150-200g pro Beutel. dann holst du genau das raus was du brauchst, nicht immer den ganzen Block. klingt banal aber ich hab früher immer zu große Einheiten gemacht und dann lag das halb aufgetaut in der Küche

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HM-Bestzeit: 1:47 — wird noch besser

@fg_1988 der Tipp mit den kleinen Portionen ist eigentlich so offensichtlich dass man selbst nie drauf kommt. ich hätte wahrscheinlich auch einen Riesenblock eingefroren und mich dann gewundert warum ich ihn nie aufmach. was mich bei deinem Kommentar aber kurz aufhält: du schreibst du machst das direkt in Smoothies oder in die Pfanne. also ohne nochmal richtig aufzutauen? das würd mich interessieren weil ich mir vorstell dass das einen Unterschied macht ob man's einfach rauswirft und weiterkocht oder ob man's vorher noch auftauen lässt und dabei Wasser verliert. ich hab mal bei Spinat gemerkt dass der beim Auftauen echt viel Flüssigkeit abgibt und dann in der Pfanne eher dünstet als brät. bei Rote Beete stell ich mir das ähnlich vor. @elvira_k und zur Frage wie lange - ich glaub fg_1988 hat da recht mit den 12 Monaten, das deckt sich mit dem was ich mal von meiner Mutter gehört hab. die friert seit Jahrzehnten alles mögliche ein und hat da so eine pragmatische Schule: wenn's noch gut riecht und nicht kristallisiert aussieht, ist es okay. nicht ganz wissenschaftlich aber... passt meistens. was ich mich ehrlich gesagt frag: du hast eine ganze Gartenern, also wirklich viel. hast du überlegt ob du einen Teil einfach roh kühl lagerst statt einzufrieren? Rote Beete hält sich im Keller oder Kühlschrank deutlich länger als die meisten Gemüse, das hab ich mal irgendwo gelesen. und der Aufwand ist null.

@leni_k Mit der rohen Lagerung hast du einen Punkt, den ich echt übersehen habe. Ich habe im Keller noch so einen alten Kartoffelkasten stehen, den könnte ich tatsächlich nutzen. Rote Beete im Dunkeln und kühl - das müsste funktionieren, und der Aufwand ist wirklich null wie du sagst. Das ist eigentlich viel näher an meinem Leben als immer alles einzufrieren oder zu fermentieren. @fg_1988 Das mit den kleinen Portionen à 150 bis 200 Gramm ist mir tatsächlich nicht so klar gewesen. Bei meinem Brokkoli mache ich das intuitiv schon so, aber bei Rote Beete habe ich mir nicht überlegt dass das eben auch Sinn macht. Und zwölf Monate - das beruhigt mich ehrlich gesagt. Dann kann ich die Beete jetzt einfrieren und muss nicht befürchten dass sie im März schon verschimmelt sind. Was mich gerade aber noch irritiert: Wenn ich die Beete gekocht einfriere und sie dann später direkt in die Pfanne werfe ohne aufzutauen, verliere ich doch trotzdem Flüssigkeit, oder? @leni_k dein Spinat-Beispiel macht das deutlich. Und bei Rote Beete, die ja eh schon sehr intensiv schmeckt, könnte das den Geschmack nicht noch konzentrieren, aber eben auch verwässern wenn die Flüssigkeit überläuft? Ich bin da noch nicht ganz sicher wie das in der Praxis funktioniert. Vielleicht muss ich einfach einen kleinen Test machen mit einer Portion.

Zitat von elvira_k

könnte das den Geschmack nicht noch konzentrieren

das ist eigentlich ein interessanter Punkt - ich hätte da jetzt eher das Gegenteil gedacht. also wenn Flüssigkeit austritt und du die nicht mit verwendest, verlierst du ja auch Geschmack. das ist dann nicht Konzentrieren sondern Verlieren. aber ehrlich gesagt glaub ich dass das bei Rote Beete weniger dramatisch ist als bei Spinat. der hat so viel Wasser drin dass der beim Auftauen quasi badet. Rote Beete ist dichter, fester - ich stell mir vor dass da einfach weniger ausläuft. was mich bei deinem letzten Post mehr beschäftigt: du hast jetzt so viele Optionen auf einmal - Keller lagern, einfrieren, fermentieren - und ich glaub das macht die Sache gerade eher verwirrender als klarer. wäre es nicht sinnvoller du schaust erstmal was überhaupt in den Keller passt und wie viel Platz du da wirklich hast? weil wenn der Kasten groß genug ist, löst sich das Einfrieren für einen Teil von selbst. @fg_1988 ich hätte auch noch eine Frage - du schreibst du machst das direkt in die Pfanne ohne auftauen. nimmst du dann mehr Hitze am Anfang oder eher niedrig damit nichts zäh wird? das würd mich wirklich interessieren weil ich das für Rote Beete nie gemacht hab und mir vorstell dass die anbrennen kann wenn man zu heiß anfängt.

@leni_k Du hast recht, ich merke selber dass ich mich gerade ein bisschen verlaufe zwischen all diesen Optionen. Das mit dem Keller lagern ist wahrscheinlich wirklich der erste Schritt bevor ich anfange alles mögliche einzufrieren. Ich gucke mir den Kasten morgen mal richtig an und schau ob da wirklich eine größere Menge Platz hat. Wenn ja, dann ist das eigentlich die einfachste Lösung und passt viel besser zu mir als ich gedacht habe. Aber eine Sache beschäftigt mich noch, und zwar

Zitat von leni_k

bei Spinat quasi badet

- du sagst Rote Beete ist dichter und fester. Das glaube ich dir, nur frage ich mich jetzt ob das auch für meine selbstgekochten Beete gilt oder ob die durchs Kochen vielleicht doch mehr Wasser aufnehmen als die rohen. Ich meine, wenn ich die im Topf koche, werden die ja weicher. Ob das dann beim Einfrieren problematisch wird, weiß ich nicht. Vielleicht sollte ich doch einen kleinen Test machen wie ich schon gesagt habe - zwei, drei Portionen kochen, einfrieren, und dann in ein paar Wochen schauen wie die sich verhalten. Das kostet ja nicht viel und dann weiß ich wenigstens woran ich bin. Mein Hausarzt würde da wahrscheinlich sagen, probier einfach aus was für dich funktioniert. Das ist ehrlich gesagt das beste Rezept was ich kenne.

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