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Rote Beete einfrieren - lohnt das überhaupt?

meine Frau hat jetzt wieder eine Kiste vom Markt mitgebracht. Ist ja gut und schön aber die stehen jetzt da und werden nicht weniger. Ich bin Elektriker, kein Koch - ich will nicht jeden zweiten Abend an dem Zeug rummachen. Jetzt hab ich irgendwo aufgeschnappt dass man die Knollen einfrieren kann. Gekocht vorher, dann einfrieren. Klingt für mich nach dem üblichen Halbwissen das durchs Internet geistert aber meine Frau besteht drauf dass das funktioniert. Ich hab das mal kurz gegengerechnet. Kochen dauert bei uns immer länger als gedacht, dann schälen, dann irgendwie portionieren, dann einfrieren. Das ist doch ein halber Samstagnachmittag weg. Für Rote Beete. da muss ich lachen wenn ich das so schreibe. Die Frage die ich mir stelle: schmeckt das nach dem Auftauen noch irgendwas. Ich meine das vakuumverpackte Zeug vom Supermarkt ist schon fragwürdig genug. Wenn man das jetzt noch einfriert und wieder auftaut - wird da nicht alles noch matschiger und fader. Oder ist das bei Roter Beete wegen der festen Textur anders. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht und das ärgert mich weil ich eigentlich der Meinung bin dass Einfrieren bei Gemüse meist Qualität kostet. Meine Schwiegermutter sagt einfrieren ist immer gut. Meine Schwiegermutter sagt aber auch viel. Die hat früher auch Kartoffeln eingefroren und das war eine Katastrophe. Falls hier jemand das wirklich probiert hat - nicht theretisch sondern wirklich gemacht - würd ich das gern wissen. Nicht wegen irgendwelchen Nährstoffen oder so einem Kram, mir gehts ums Ergebnis auf dem Teller.

@ms_77

Zitat von ms_77

wird da nicht alles noch matschiger und fader

also ich hab das tatsächlich schon gemacht, nicht bei der Beete selbst sondern bei Karotten, und das Muster ist ähnlich. Einfrieren nach dem Kochen funktoniert, aber die Textur wird weicher, das stimmt. Bei Roter Beete ist das meiner Erfahrung nach weniger schlimm als bei anderen Sachen weil sie von Haus aus dichter ist. Die wird nicht zu Brei aber sie wird halt weicher als frisch gekocht. Was mich bei deinem Post aber eigentlich mehr interessiert: du sagst "schmeckt das noch nach irgendwas". Der Geschmack leidet meistens weniger als die Textur, das ist bei fast allem so. Wenn du die einfrierst und dann in einer Suppe oder einem Dip verwendest, merkst du den Unterschied sowieso kaum mehr. Aber die eigentliche Frage, die du nicht stellst: wozu willst du sie eigentlich verwenden nach dem Auftauen? Das macht nämlich den ganzen Unterschied. Für Salat würd ich einfrieren eher lassen. Für Borschtsch oder so - passt. Und deine Schwiegermutter mit den eingefrorenen Kartoffeln... das ist tatsächlich das schlechteste Gegenbeispiel das du nehmen kannst weil Kartoffeln sich beim Einfrieren chemisch anders verhalten als Wurzelgemüse. Das ist kein Halbwissen sondern einfach was anderes.

Zitat von leni_k

wozu willst du sie eigentlich verwenden nach dem Auftauen

ja ok das ist ne faire Frage. Meine Frau macht meistens Salat draus. Mit Meerrettich und so. Also genau das Szenario wo du sagst lieber lassen. Gut zu wissen. Wegen der Kartoffeln - ich nehm das zur Kenntnis aber meine Schwiegermutter hat das als Beweis hingestellt dass Einfrieren immer klappt, da hab ich halt drauf hingewiesen dass das nicht stimmt. Mehr wollte ich damit nicht sagen. Was mich jetzt aber noch beschäftigt ist der Zeitaufwand. Du sagst für Suppe oder Dip taugts. Aber ich muss die Dinger ja erstmal kochen bevor ich sie einfriere und das dauert ewig. 45 Minuten? Mehr? Wenn die nachher doch nur in die Suppe kommen wo sie nochmal aufgekocht werden dann frag ich mich warum ich nicht einfach direkt roh einfriere und gut ist. Hab ich irgendwo gelesen dass das auch gehen soll. Oder ist das wieder Halbwissen vom gleichen Typ der mir auch schon erklärt hat wie ich Leitungen verlegen soll obwohl er keine Ahnung hat. @leni_k danke jedenfalls für die ehrliche Antwort. Du hast nicht einfach gesagt "ja klappt super" wie die Hälfte der Leute hier sondern wenigstens unterschieden.