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Rote Beete Carpaccio – lohnt sich der Aufwand bei roher Variante?

Ich hab mich letztes Wochenende zum ersten Mal an ein Carpaccio aus roher Roter Beete gewagt, weil ich in einem Restaurant in der Neustadt was Ähnliches gegessen hatte und neugierig war ob man das vernünftig zu Hause hinbekommt. Kurze Antwort: ja, aber es ist fummelig. Das Hauptproblem war das Hobeln. Ich hab keine Mandoline, nur ein normales Gemüsehobel-Aufsatz-Ding, und bei roher Roter Beete ist das wirklich kein Spaß. Die ist deutlich fester als man denkt, das Ding rutscht weg, und nach zehn Minuten hatte ich mehr Rote-Beete-Splitter auf der Arbeitsplatte als auf dem Teller. Das Flecken-Problem ist dabei fast schon Nebensache - ich arbeite inzwischen mit Einmalhandschuhen, das reicht. Zum Ergebnis: das Dressing aus Orangensaft, etwas Olivenöl und Meerrettich hat gut funktioniert, der Meerrettich bricht den Erdgeschmack ganz ordentlich. Was mich aber wirklich überrascht hat - die Scheiben müssen wirklich hauchdünn sein, sonst ist die Textur unangenehm zäh. Ich schätze meine Scheiben waren teilweise 2-3mm, das ist schon zu dick für ein Carpaccio. Meine Frage an die Runde: lohnt sich eine vernünftige Mandoline für solche Anwendungen, oder gibt es da andere Tricks? Ich frage weil mich der Aufwand für ein Alltagsgericht wirklich abschreckt - als Vorspeise für Gäste vielleicht, aber unter der Woche ist das keine realistische Option. Jemand der das regelmäßig macht und einen Workflow hat der tatsächlich funktioniert?