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Rote Beete aus dem Glas vs. frisch - macht das überhaupt nen Unterschied?

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@fk_1988

Zitat von fk_1988

nehmt das Zeug mit zum Termin

ja okay, das werd ich tatsächlich machen. Aber ich merk grad dass ich noch nie mit meiner Frau zusammen beim Arzt war. Immer allein rein, allein raus, und dann frag sie mich was der gesagt hat und ich sag "naja, alles okay, soll aufpassen". Das ist eigentlich bescheuert wenn man drüber nachdenkt. Was mich bei deinem Post noch beschäftigt - du sagst "Beete, Tablette oder besserer Schlaf". Ich stell mir vor ich sitz da beim Arzt und der fragt was ich denn jetzt konkret will. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht genau. Ich will keine Tabletten solange es nicht sein muss, das ist klar. Aber ich hab auch keine Lust dass ich in zwei Jahren dann doch drauf angewiesen bin weil ich zu lang gewartet hab. Das ist so ne Zwickmühle wo ich nicht weiß wie ich mich positionier. Und dann noch das - mein nächster Termin ist erst in sechs Wochen. Bis dahin sammel ich Screenshots, meine Frau schaut drüber, und dann? Ich kann nicht einschätzen ob die Werte die ich hab eigentlich noch im Rahmen sind oder ob ich da schon früher anrufen sollte. 138/88 als Morgenruhewert ist das "schau mer mal" oder ist das schon "hm, wird eng"? Das hat mir nie jemand richtig erklärt.

@rainer_w64

Zitat von rainer_w64

138/88 als Morgenruhewert ist das "schau mer mal" oder ist das schon "hm, wird eng"?

Das sollte dir der Arzt sagen, nicht ich. Aber ehrlich - wenn das dein Ruhewert ist und nicht deine Spitzenwert nach Stress oder schlecht Schlafen dann ist das im Graubereich. Nicht kritisch aber auch nicht entspannt. Das ist genau die Frage die du mitbringen sollst. Was mich aber mehr beschäftigt - du sagst du weißt nicht ob du früher anrufen sollst oder nicht. Ruf einfach an. "Ich hab ne Frage zum Blutdruck, ich komm früher rein wenn's passt." Keine große Sache. Die Sprechstundenhilfe wird das nicht persönlich nehmen. Und wenn dein Arzt sagt "naja, kommen Sie in sechs Wochen" dann weißt du auch dass es nicht brennt. Zum anderen Punkt - mit deiner Frau zum Termin gehen ist keine schlechte Idee, aber nicht weil ihr euch absichern müsst sondern weil sie die Screenshots ja schon analysiert hat. Sie kann dann konkret sagen "schau, wenn er schlecht schläft ist es immer so" statt dass du das rumstotterst. Das macht den Arzt auch schneller fertig mit euch. Was ich aber echt nicht versteh - warum fragst du mich ob 138/88 okay ist. Das ist ne medizinische Frage, da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ich kann dir nur sagen was bei mir persönlich war, aber dein Blutdruck ist nicht mein Blutdruck. Dein Arzt kann dir das in zwei Minuten sagen, statt dass wir hier raten.

@fk_1988

Zitat von fk_1988

warum fragst du mich ob 138/88 okay ist

ja okay hast recht, das war blöd gefragt. Ich weiß selbst dass du kein Arzt bist. Ich glaub ich hab das rausgetippt weil ich grad genervt bin dass ich diese simple Frage seit zwei Jahren nicht beantwortet gekriegt hab. Der hat mir damals gesagt "erhöht, passen Sie auf" und dann war das Thema für ihn durch. Kein Grenzwert, nix. Ich bin dann zuhause gesessen und hab gegoogelt bis ich Kopfschmerzen hatte. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich erwischt hat - "ruf einfach an". Ich weiß dass das logisch ist. Ich ruf trotzdem nicht an. Das ist so ne Sache bei mir, ich will nicht der Patient sein der wegen jedem Schmarrn anruft und Termine rausreißt wo jemand anderes dringender ist. Irrational vielleicht aber so ticke ich halt. Ich überleg ob ich das meiner Frau sag heute abend. Die ist da pragmatischer als ich. Die ruft an, die fragt, die hakt nach. Ich nicht. Vielleicht ist das der einfachste Weg - sie kurz fragen ob sie mal anruft und fragt ob's nen früheren Termin gibt. Klingt nach Drückebergerei aber manchmal ist Drückebergerei effizient.

@rainer_w64

Zitat von rainer_w64

Die ruft an, die fragt, die hakt nach. Ich nicht.

Das ist eigentlich ne gute Selbsterkenntnis. Und ja lass deine Frau anrufen. Das ist keine Drückebergerei, das ist einfach praktisch. Sie kennt dich, sie weiß dass du das nicht machst, und sie macht's halt. Ist völlig okay. Was mich aber bei dem ganzen Thread beschäftigt - ihr redet jetzt seit Beiträgen über Messung, Schlaf, Arzttermine, Screenshots, und die ursprüngliche Frage war ob Rote Beete aus dem Glas was bringt. Die Antwort ist - für dich jetzt nicht relevant weil du gar nicht weißt wo dein Ausgangspunkt ist. Aber ich will dir noch eines sagen das ich vorhin nicht erwähnt hab. Die meisten Leute die anfangen ihren Blutdruck zu tracken und dabei auch auf andere Sachen achten - Schlaf, Stress, wann sie was essen - merken dass sich schon was bewegt wenn sie einfach bewusster leben. Nicht weil die Beete oder sonst was magisch ist sondern weil sie aufhören zu funktionieren wie auf Autopilot. Bei mir war's damals genauso. Ich hab angefangen zu messen, dann hab ich gemerkt okay nach nem Bier am Freitag ist Samstag morgen immer höher, nach ner guten Nacht deutlich niedriger. Und dann hab ich unbewusst angefangen besser zu schlafen weil mir das bewusst war. Nicht weil ich ne App hatte sondern weil ich's gemerkt hab. Das kann bei dir genauso sein. Also - lass deine Frau anrufen, sammelt die Screenshots, und guckt dann zusammen. Mehr brauchst du jetzt nicht.

@fk_1988

Zitat von fk_1988

nach nem Bier am Freitag ist Samstag morgen immer höher

das glaub ich dir sofort, das kenn ich auch. Ich hab das bei mir nie bewusst verknüpft aber wenn ich drüber nachdenk - Samstag ist bei mir tatsächlich meistens schlechter. Ich hab das immer auf "Wochenende, anders geschlafen" geschoben. Vielleicht steckt da mehr dahinter. Was mich bei deinem letzten Post aber etwas bremst - du sagst ich soll einfach bewusster leben und dann bewegt sich was. Klingt gut, ist aber auch so ne Formulierung die ich auf jeder Ratgeber-Seite finde. Ich will das nicht kleinreden weil du das aus eigener Erfahrung sagst. Aber ich bin skeptisch ob "bewusster leben" reicht wenn der Wert strukturell zu hoch ist. Das ist ne andere Frage als ob ich nach dem Bier schlechter schlaf. Draußen ist grad Gewitter übrigens, passt irgendwie zum Abend. Was ich mir bei dem ganzen jetzt wirklich frag - du hast gesagt du hast damals angefangen zu messen und dann hat sich was verändert, fast automatisch. Wie lang hat das gedauert bis du wirklich ein Muster gesehen hast. Nicht so "nach drei Messungen" sondern wirklich - wo du dachtest okay, das ist kein Zufall mehr. Weil ich hab das Gefühl ich werd sechs Wochen messen und dann sitze ich da mit zwanzig Screenshots und weiß immer noch nicht was ich draus mach.

@fk_1988

Zitat von fk_1988

wirklich ein Muster gesehen hast

ich glaub das ist die Frage die ich die ganze Zeit eigentlich stellen wollte, hab ich nur nicht so direkt formuliert gekriegt. also bei dir - war das wirklich ein Aha-Moment oder hat sich das eher so eingeschlichen. weil ich kenn das von der Arbeit wenn irgendwas an ner Maschine nicht stimmt merkst du das meistens nicht von heute auf morgen. das schleicht sich rein, und dann irgendwann sagst du "ah, der hat schon ne Weile so geklungen". vielleicht ist das bei Blutdruck auch so. was mich grad ehrlich beschäftigt ist ob sechs Wochen überhaupt reichen für sowas. bei mir ist die Schicht nie zweimal gleich. eine Woche Frühschicht, dann Spät, dann wieder durch. der Rhythmus wechselt ständig und der Schlaf damit auch. da wird's schwierig sowas wie einen stabilen Vergleichswert rauszulesen. das ist keine Ausrede, das ist halt wie's ist. meine Frau ruf ich heut abend noch kurz rein und sag ihr das mit dem Termin. die macht das dann. und die Screenshots fang ich morgen früh an, hab das Gerät eh neben dem Bett wie gesagt. aber die Frage mit dem Muster lass ich trotzdem stehen weil ich das wirklich wissen will.

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