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Rote Beete aus dem Glas vs. frisch – lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Mal ehrlich, ich bin da etwas zwiegespalten. Mein Arbeitskollege hat mich vor ein paar Monaten auf diesen Rote-Beete-Kram gebracht, wegen dem Nitrat und dem Blutdruck und so einem Zeugs. Seitdem kaufe ich das öfter, aber ich greife meistens zum Glas vom Edeka, das kenne ich noch aus Kindheitstagen und das hat immer gereicht. Jetzt war ich letzte Woche auf dem Wochenmarkt hier in Bochum und da lagen die frischen Knollen, komplett mit Blattgrün dran, und der Typ am Stand hat geredet als wäre das flüssiges Gold. Ich hab dann zwei Bund mitgenommen, schon allein um zu schauen was der Unterschied ist. Und dann fängt das Theater an. Erst kochen, dann schälen - und meine Finger haben aussgeehen wie nach einem Unfall in der Beize, dunkelrot alles, trotz dass ich eine alte Schürze umgehängt hatte. Im Betrieb hat man für sowas Schutzhandschuhe, aber wer hat die schon zuhause parat. Der Geschmack war dann tatsächlich kräftiger als vom Glas, das muss ich zugeben, so ein bisschen erdiger, intensiver. Aber ob mir das die Flecken auf dem Schneidebrett wert ist da bin ich mir nicht sicher. Das Glas ist fertig, kostet fast nix und schmeckt ordentlich. Frisch ist vielleicht eine Nummer besser, aber der Aufwand ist halt auch eine andere Nummer. Was macht ihr so? Lohnt sich das für den Alltag wirklich oder ist das eher Sonntagsbeschäftigung wenn man Zeit hat und Nerven für rote Küche