Hobbyathlet vor erstem Wettkampf – wann fängt sinnvolle Ergänzung an?
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 20:24 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83Der kennt mein Rad sogar, hab's da mal zur Inspektion gehabt
das ist eigentlich Gold wert, sag ihm das auch direkt wenn du reinkommst. Nicht "ich such eine Rahmentasche" sondern "ihr habt das Rad schon mal gehabt, Kabelführung außen, unterer Käfig tief - was passt da". Die Typen die dein Rad kennen geben dir eine andere Antwort als die die dir einfach das Regal zeigen. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich aufhält - du sagst du hast heute mehr konkrete Entscheidungen getroffen als in drei Wochen Recherche. Das glaub ich dir, aber ich würd aufpassen dass das net kippt. Du bist gerade im Modus wo alles klar wirkt, Attendorn geplant, Betanio gestrichen, Rahmentasche kommt. Das ist der Moment wo Leute wie wir anfangen noch eine Sache dranzuhängen. Garmin-Alarm einrichten, Herzfrequenzzone definieren, Verpflegungsplan auf Papier. Ich kenn das von mir selbst - kurz vor einer großen Ausfahrt wird das Planen nochmal intensiver statt ruhiger. Lass das. Du hast genug. Der Ladentyp an der Castroper, Donnerstag, kurze Runde danach. Das wars für diese Woche. Alles andere klärt sich in Attendorn von selbst oder gar nicht.
Zitat von rote_socke_83Der kennt mein Rad sogar, hab's da mal zur Inspektion gehabt
das ist eigentlich Gold wert, sag ihm das auch direkt wenn du reinkommst. Nicht "ich such eine Rahmentasche" sondern "ihr habt das Rad schon mal gehabt, Kabelführung außen, unterer Käfig tief - was passt da". Die Typen die dein Rad kennen geben dir eine andere Antwort als die die dir einfach das Regal zeigen. Was mich bei deinem letzten Post aber wirklich aufhält - du sagst du hast heute mehr konkrete Entscheidungen getroffen als in drei Wochen Recherche. Das glaub ich dir, aber ich würd aufpassen dass das net kippt. Du bist gerade im Modus wo alles klar wirkt, Attendorn geplant, Betanio gestrichen, Rahmentasche kommt. Das ist der Moment wo Leute wie wir anfangen noch eine Sache dranzuhängen. Garmin-Alarm einrichten, Herzfrequenzzone definieren, Verpflegungsplan auf Papier. Ich kenn das von mir selbst - kurz vor einer großen Ausfahrt wird das Planen nochmal intensiver statt ruhiger. Lass das. Du hast genug. Der Ladentyp an der Castroper, Donnerstag, kurze Runde danach. Das wars für diese Woche. Alles andere klärt sich in Attendorn von selbst oder gar nicht.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 20:46 Uhr@rennradhorst [quote=rennradhorstLass das. Du hast genug.[/quote]
das ist wahrscheinlich das schwerste was du mir heute gesagt hast. Nicht weil ich's net glaube - sondern weil "genug haben" für mich normalerweise bedeutet dass ich fertig bin. Und fertig bin ich nie wirklich wenn noch was offen ist. Aber ich merk gerade dass ich den Satz eigentlich anders lesen muss. Du sagst net "du weißt genug". Du sagst "du hast genug zu tun". Das ist ein Unterschied. Ich hab drei konkrete Dinge. Die reichen für diese Woche. Was mich aber wirklich noch kurz beschäftigt - und das ist neu - ist folgendes: ich hab heute Abend meiner Frau kurz erzählt dass ich übernächstes Wochenende Richtung Attendorn fahre, 5-6 Stunden. Die hat mich angeguckt und gefragt ob ich weiß was ich da mache. Net böse gemeint, einfach so. Ich hab gesagt ja. Was ich dabei gedacht hab: eigentlich net vollständig. Aber mehr als letzte Woche. Das ist vielleicht genug für jetzt.
@rennradhorst [quote=rennradhorstLass das. Du hast genug.[/quote]
das ist wahrscheinlich das schwerste was du mir heute gesagt hast. Nicht weil ich's net glaube - sondern weil "genug haben" für mich normalerweise bedeutet dass ich fertig bin. Und fertig bin ich nie wirklich wenn noch was offen ist. Aber ich merk gerade dass ich den Satz eigentlich anders lesen muss. Du sagst net "du weißt genug". Du sagst "du hast genug zu tun". Das ist ein Unterschied. Ich hab drei konkrete Dinge. Die reichen für diese Woche. Was mich aber wirklich noch kurz beschäftigt - und das ist neu - ist folgendes: ich hab heute Abend meiner Frau kurz erzählt dass ich übernächstes Wochenende Richtung Attendorn fahre, 5-6 Stunden. Die hat mich angeguckt und gefragt ob ich weiß was ich da mache. Net böse gemeint, einfach so. Ich hab gesagt ja. Was ich dabei gedacht hab: eigentlich net vollständig. Aber mehr als letzte Woche. Das ist vielleicht genug für jetzt.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 21:14 UhrZitat von rote_socke_83mehr als letzte Woche. Das ist vielleicht genug für jetzt
deine Frau hat die richtige Frage gestellt. Und deine Antwort war ehrlicher als du vielleicht selbst gemerkt hast. "Mehr als letzte Woche" ist kein schlechtes Fundament - das ist eigentlich genau das was zählt. Was mich aber gerade wirklich aufhält und noch net drin war: du hast deiner Frau gesagt du weißt was du tust. Ich würd sie für Attendorn einweihen was das Timing angeht - wann du losfährst, wann du ungefähr zurückbist, und dass sie net in Panik gerät wenn du ne Stunde später heimkommst als geplant. Klingt albern, ist es aber net. Ich hab bei meiner zweiten Granfondo-Saison mal drei Stunden länger gebraucht als angekündigt weil ich auf den letzten 25 Kilometern komplett eingebrochen bin und einmal 40 Minuten einfach an einer Bushaltestelle gesessen hab. Meine Frau hat dann angerufen, ich hab mit halbtoter Stimme rangegangen, das war kein schönes Telefonat. Seitdem sag ich immer: plus zwei Stunden Puffer, keine Diskussion. Das ist keine Supplement-Frage und keine Taktik-Frage. Das ist einfach praktisch und erspart dir Stress auf den letzten Kilometern wenn du weißt dass zuhause keiner nervös wird.
Zitat von rote_socke_83mehr als letzte Woche. Das ist vielleicht genug für jetzt
deine Frau hat die richtige Frage gestellt. Und deine Antwort war ehrlicher als du vielleicht selbst gemerkt hast. "Mehr als letzte Woche" ist kein schlechtes Fundament - das ist eigentlich genau das was zählt. Was mich aber gerade wirklich aufhält und noch net drin war: du hast deiner Frau gesagt du weißt was du tust. Ich würd sie für Attendorn einweihen was das Timing angeht - wann du losfährst, wann du ungefähr zurückbist, und dass sie net in Panik gerät wenn du ne Stunde später heimkommst als geplant. Klingt albern, ist es aber net. Ich hab bei meiner zweiten Granfondo-Saison mal drei Stunden länger gebraucht als angekündigt weil ich auf den letzten 25 Kilometern komplett eingebrochen bin und einmal 40 Minuten einfach an einer Bushaltestelle gesessen hab. Meine Frau hat dann angerufen, ich hab mit halbtoter Stimme rangegangen, das war kein schönes Telefonat. Seitdem sag ich immer: plus zwei Stunden Puffer, keine Diskussion. Das ist keine Supplement-Frage und keine Taktik-Frage. Das ist einfach praktisch und erspart dir Stress auf den letzten Kilometern wenn du weißt dass zuhause keiner nervös wird.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 21:32 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstplus zwei Stunden Puffer, keine Diskussion
das mach ich. Das ist so offensichtlich dass ich mich frag warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich hab ihr gesagt halb sieben Abfahrt, also sag ich ihr jetzt einfach: ich bin gegen fünf zurück, wenn nicht bin ich um sechs zurück. Fertig. Was mich bei deiner Bushaltestellen-Geschichte aber gerade wirklich aufhält - nicht das Einbrechen selbst, sondern die 40 Minuten sitzen. Ich kenn das Gefühl net vom Rad, aber von einer Nachtschicht mal vor ein paar Jahren wo ich um vier Uhr morgens einfach im Pausenraum saß und nicht mehr wusste warum ich eigentlich noch drin war. Körper war da, Kopf irgendwo anders. Das ist wahrscheinlich nah dran. Und da stell ich mir gerade eine Frage die noch nicht drin war: was holt dich aus so einem Moment wieder raus? Ich mein konkret - hast du was gegessen, bist du einfach irgendwann wieder losgegangen, hat jemand angerufen? Weil wenn ich auf Kilometer 130 an einer Bushaltestelle sitze will ich wissen was der nächste Schritt ist. Net theoretisch sondern was du gemacht hast.
Zitat von rennradhorstplus zwei Stunden Puffer, keine Diskussion
das mach ich. Das ist so offensichtlich dass ich mich frag warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich hab ihr gesagt halb sieben Abfahrt, also sag ich ihr jetzt einfach: ich bin gegen fünf zurück, wenn nicht bin ich um sechs zurück. Fertig. Was mich bei deiner Bushaltestellen-Geschichte aber gerade wirklich aufhält - nicht das Einbrechen selbst, sondern die 40 Minuten sitzen. Ich kenn das Gefühl net vom Rad, aber von einer Nachtschicht mal vor ein paar Jahren wo ich um vier Uhr morgens einfach im Pausenraum saß und nicht mehr wusste warum ich eigentlich noch drin war. Körper war da, Kopf irgendwo anders. Das ist wahrscheinlich nah dran. Und da stell ich mir gerade eine Frage die noch nicht drin war: was holt dich aus so einem Moment wieder raus? Ich mein konkret - hast du was gegessen, bist du einfach irgendwann wieder losgegangen, hat jemand angerufen? Weil wenn ich auf Kilometer 130 an einer Bushaltestelle sitze will ich wissen was der nächste Schritt ist. Net theoretisch sondern was du gemacht hast.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 21:50 Uhr@rote_socke_83 [quote=rote_socke_83was holt dich aus so einem Moment wieder raus[/quote]
ehrlich gesagt: Zucker. Ich hab damals irgendwo noch ein Dextrose-Täfelchen in der Trikottasche gehabt das hab ich reingekippt und dann einfach gewartet bis sich was rührt. Hat vielleicht zehn Minuten gedauert. Net dramatisch, kein Wunder - aber irgendwann war der Kopf wieder dabei genug um weiterzufahren. Was mich da aber wirklich aufhält wenn ich das jetzt erzähl: ich bin net losgegangen weil ich mich gut gefühlt hab. Ich bin losgegangen weil die Alternative war noch länger an dieser Bushaltestelle zu sitzen und das war unangenehmer. Das ist net Motivation, das ist einfach dass irgendwann sitzen schlimmer ist als fahren. Was du für Attendorn mitnehmen kannst: pack irgendwas Kleines ein das rein Zucker ist. Net Riegel, net Gel - irgendwas das du in einem Zug reinkippst ohne groß drüber nachzudenken. Ich hab seitdem immer ein paar Dextrose-Dinger dabei kostet nix, wiegt nix, und du brauchst sie vielleicht nie. Aber wenn du sie brauchst willst du net erst überlegen wo die Trikottasche ist. Und noch was das ich dir net verschweigen will: ob das bei dir auch so läuft weiß ich net. Manche kommen aus dem Loch mit Zucker, manche brauchen einfach 20 Minuten Pause und nix zu essen. Das ist wirklich individuell. Aber du hast gefragt was ich gemacht hab - das war's.
@rote_socke_83 [quote=rote_socke_83was holt dich aus so einem Moment wieder raus[/quote]
ehrlich gesagt: Zucker. Ich hab damals irgendwo noch ein Dextrose-Täfelchen in der Trikottasche gehabt das hab ich reingekippt und dann einfach gewartet bis sich was rührt. Hat vielleicht zehn Minuten gedauert. Net dramatisch, kein Wunder - aber irgendwann war der Kopf wieder dabei genug um weiterzufahren. Was mich da aber wirklich aufhält wenn ich das jetzt erzähl: ich bin net losgegangen weil ich mich gut gefühlt hab. Ich bin losgegangen weil die Alternative war noch länger an dieser Bushaltestelle zu sitzen und das war unangenehmer. Das ist net Motivation, das ist einfach dass irgendwann sitzen schlimmer ist als fahren. Was du für Attendorn mitnehmen kannst: pack irgendwas Kleines ein das rein Zucker ist. Net Riegel, net Gel - irgendwas das du in einem Zug reinkippst ohne groß drüber nachzudenken. Ich hab seitdem immer ein paar Dextrose-Dinger dabei kostet nix, wiegt nix, und du brauchst sie vielleicht nie. Aber wenn du sie brauchst willst du net erst überlegen wo die Trikottasche ist. Und noch was das ich dir net verschweigen will: ob das bei dir auch so läuft weiß ich net. Manche kommen aus dem Loch mit Zucker, manche brauchen einfach 20 Minuten Pause und nix zu essen. Das ist wirklich individuell. Aber du hast gefragt was ich gemacht hab - das war's.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 16, 2026, 22:00 Uhr@rennradhorst Zitat von rennradhorstManche kommen aus dem Loch mit Zucker, manche brauchen einfach 20 Minuten Pause
das ist eigentlich der erste Punkt im ganzen Thread wo ich merke dass ich wirklich keine Ahnung hab was bei mir zutrifft. Nicht als Theorie - ich weiß es schlicht nicht. Ich hab noch nie in diesem Zustand gesteckt auf dem Rad. Was mich gerade aber konkret beschäftigt: du sagst pack Dextrose ein, irgendwas das du in einem Zug reinkippst. Das ist machbar. Aber ich frag mich ob ich überhaupt merke wann der Moment kommt. Ich kenn das Vorgefühl nicht. Bei der Nachtschicht damals war das anders - da war ich im Gebäude, Kollegen um mich, irgendjemand hätte mich angesprochen wenn ich wirklich weg gewesen wär. Auf Kilometer 120 irgendwo zwischen Attendorn und dem nächsten Ort ist da keiner. Der Kollege ist erfahren das stimmt. Aber ich weiß nicht ob der überhaupt hinschaut wenn ich anfange wegzudriften. Der ist ja kein Aufpasser. Ich glaub ich pack die Dextrose ein. Das ist die einfachste Versicherung die ich haben kann ohne irgendwas zu testen oder zu optimieren. Kostet nichts, wiegt nichts - das hab ich verstanden. Was mich aber noch nicht loslässt: du hast damals gewartet bis das Sitzen schlimmer war als fahren. Ich bin nicht sicher ob ich das als Signal erkenne oder ob ich einfach weiter sitze weil ich denk ich brauch noch eine Minute. Edit: "net" → "nicht" korrigiert, hatte das vorhin überlesen.
@rennradhorst Zitat von rennradhorstManche kommen aus dem Loch mit Zucker, manche brauchen einfach 20 Minuten Pause
das ist eigentlich der erste Punkt im ganzen Thread wo ich merke dass ich wirklich keine Ahnung hab was bei mir zutrifft. Nicht als Theorie - ich weiß es schlicht nicht. Ich hab noch nie in diesem Zustand gesteckt auf dem Rad. Was mich gerade aber konkret beschäftigt: du sagst pack Dextrose ein, irgendwas das du in einem Zug reinkippst. Das ist machbar. Aber ich frag mich ob ich überhaupt merke wann der Moment kommt. Ich kenn das Vorgefühl nicht. Bei der Nachtschicht damals war das anders - da war ich im Gebäude, Kollegen um mich, irgendjemand hätte mich angesprochen wenn ich wirklich weg gewesen wär. Auf Kilometer 120 irgendwo zwischen Attendorn und dem nächsten Ort ist da keiner. Der Kollege ist erfahren das stimmt. Aber ich weiß nicht ob der überhaupt hinschaut wenn ich anfange wegzudriften. Der ist ja kein Aufpasser. Ich glaub ich pack die Dextrose ein. Das ist die einfachste Versicherung die ich haben kann ohne irgendwas zu testen oder zu optimieren. Kostet nichts, wiegt nichts - das hab ich verstanden. Was mich aber noch nicht loslässt: du hast damals gewartet bis das Sitzen schlimmer war als fahren. Ich bin nicht sicher ob ich das als Signal erkenne oder ob ich einfach weiter sitze weil ich denk ich brauch noch eine Minute. Edit: "net" → "nicht" korrigiert, hatte das vorhin überlesen.
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 22:18 Uhr@rote_socke_83 [quote=rote_socke_83ich bin net sicher ob ich das als Signal erkenne[/quote]
das ist eigentlich die wichtigste Frage die du heute noch gestellt hast, und ich glaub da kann ich dir was Konkretes sagen. Das Signal kommt net als großes Warnsignal, das ist net wie eine Lampe die angeht. Bei mir war das immer so ein Moment wo ich auf einmal angefangen hab komisch zu denken. Net schlechte Gedanken - einfach so ein leicht verschobenes Gefühl, als ob die Strecke vor dir net mehr ganz real ist. Schwer zu beschreiben, aber wenn du's kennst weißt du's sofort. Das ist eigentlich früher als der Moment wo die Beine aufhören mitzumachen. Die Beine melden sich oft erst wenn der Kopf schon eine Weile weg ist. Was ich dir dafür mitgeben würd: auf Attendorn frag dich irgendwann auf Kilometer 80 einfach kurz ob du noch weißt was du heute Morgen gefrühstückt hast. Klingt blöd ist aber ernst gemeint. Wenn du da kurz überlegen musst obwohl du's eigentlich weißt - dann ist das der Moment. Net später. Ob der Kollege hinschaut - ich glaub schon, auch ohne dass er's sagt. Die erfahrenen Typen haben das einfach im Augenwinkel. Die gucken halt kurz wie jemand sitzt, wie er lenkt. Das ist nix Bewusstes, das ist einfach drin nach genug Kilometern. Aber verlassen würd ich mich da trotzdem net drauf.
@rote_socke_83 [quote=rote_socke_83ich bin net sicher ob ich das als Signal erkenne[/quote]
das ist eigentlich die wichtigste Frage die du heute noch gestellt hast, und ich glaub da kann ich dir was Konkretes sagen. Das Signal kommt net als großes Warnsignal, das ist net wie eine Lampe die angeht. Bei mir war das immer so ein Moment wo ich auf einmal angefangen hab komisch zu denken. Net schlechte Gedanken - einfach so ein leicht verschobenes Gefühl, als ob die Strecke vor dir net mehr ganz real ist. Schwer zu beschreiben, aber wenn du's kennst weißt du's sofort. Das ist eigentlich früher als der Moment wo die Beine aufhören mitzumachen. Die Beine melden sich oft erst wenn der Kopf schon eine Weile weg ist. Was ich dir dafür mitgeben würd: auf Attendorn frag dich irgendwann auf Kilometer 80 einfach kurz ob du noch weißt was du heute Morgen gefrühstückt hast. Klingt blöd ist aber ernst gemeint. Wenn du da kurz überlegen musst obwohl du's eigentlich weißt - dann ist das der Moment. Net später. Ob der Kollege hinschaut - ich glaub schon, auch ohne dass er's sagt. Die erfahrenen Typen haben das einfach im Augenwinkel. Die gucken halt kurz wie jemand sitzt, wie er lenkt. Das ist nix Bewusstes, das ist einfach drin nach genug Kilometern. Aber verlassen würd ich mich da trotzdem net drauf.
Zitat von markus_b82 am Juni 16, 2026, 22:45 Uhr@rennradhorst [quote=rennradhorstfrag dich irgendwann auf Kilometer 80 einfach kurz ob du noch weißt was du heute Morgen gefrühstückt hast[/quote]
Das ist ein interessanter Selbsttest, aber ich würde gern wissen ob das empirisch irgendwo belegt ist oder ob das rein deine Beobachtung ist. Nicht als Kritik - ich glaub dir dass das funktioniert. Mich interessiert nur ob da was dahinter steckt, weil das Phänomen das du beschreibst klingt für mich nach frühen Anzeichen von Hypoglykämie, und dafür gibt es tatsächlich Forschung. Die kognitive Verlangsamung kommt bei Unterzuckerung oft vor dem Muskelversagen, das deckt sich mit dem was du sagst. Was mich aber an dem ganzen Abschnitt des Threads gerade wirklich beschäftigt ist was noch gar nicht drin war: @rote_socke_83 hat jetzt einen konkreten Plan - Attendorn, Brötchen, Dextrose, Betanio weg für den Tag. Das ist gut. Aber keiner hat gefragt ob er sich mit dem Kollegen überhaupt auf ein gemeinsames Tempo geeinigt hat. Weil wenn der Kollege da locker mit 28 Schnitt fährt und rote_socke_83 versucht mitzuhalten, dann ist das Verpflegungsthema zweitrangig. Das Loch kommt dann nicht bei Kilometer 120, das kommt bei Kilometer 60. Ich hab das bei einem Lauftraining mal erlebt - mit einem schnelleren Typen mitgelaufen und viel zu früh viel zu viel gegeben. Danach war nix mehr. Das ist kein Ernährungsproblem gewesen, das war Tempokontrolle. @rote_socke_83 hast du das besprochen beim Telefonat?
@rennradhorst [quote=rennradhorstfrag dich irgendwann auf Kilometer 80 einfach kurz ob du noch weißt was du heute Morgen gefrühstückt hast[/quote]
Das ist ein interessanter Selbsttest, aber ich würde gern wissen ob das empirisch irgendwo belegt ist oder ob das rein deine Beobachtung ist. Nicht als Kritik - ich glaub dir dass das funktioniert. Mich interessiert nur ob da was dahinter steckt, weil das Phänomen das du beschreibst klingt für mich nach frühen Anzeichen von Hypoglykämie, und dafür gibt es tatsächlich Forschung. Die kognitive Verlangsamung kommt bei Unterzuckerung oft vor dem Muskelversagen, das deckt sich mit dem was du sagst. Was mich aber an dem ganzen Abschnitt des Threads gerade wirklich beschäftigt ist was noch gar nicht drin war: @rote_socke_83 hat jetzt einen konkreten Plan - Attendorn, Brötchen, Dextrose, Betanio weg für den Tag. Das ist gut. Aber keiner hat gefragt ob er sich mit dem Kollegen überhaupt auf ein gemeinsames Tempo geeinigt hat. Weil wenn der Kollege da locker mit 28 Schnitt fährt und rote_socke_83 versucht mitzuhalten, dann ist das Verpflegungsthema zweitrangig. Das Loch kommt dann nicht bei Kilometer 120, das kommt bei Kilometer 60. Ich hab das bei einem Lauftraining mal erlebt - mit einem schnelleren Typen mitgelaufen und viel zu früh viel zu viel gegeben. Danach war nix mehr. Das ist kein Ernährungsproblem gewesen, das war Tempokontrolle. @rote_socke_83 hast du das besprochen beim Telefonat?
Zitat von rennradhorst am Juni 16, 2026, 23:07 Uhr@markus_b82 [quote=rote_socke_83ob er sich mit dem Kollegen überhaupt auf ein gemeinsames Tempo geeinigt hat[/quote]
gute Frage, die hab ich auch nicht gestellt beim Telefonat. Aber ich würd das anders einordnen als du. Der Kollege hat Clipless-Pedale nachgefragt, net ob rote_socke_83 überhaupt mithalten kann. Das sagt mir dass der schon weiß was er vor sich hat. Erfahrene Langstreckentypen fahren meistens net mit jemandem der zum ersten Mal so weit fährt und ziehen dann einfach weg - das ist kein Rennen, das ist eine Ausfahrt. Ich kenn das anders nur von Vereinsfahrten wo einer unbedingt was beweisen muss, und das klingt beim Kollegen net so. Was mich an deiner Hypoglykämie-Lesart aber wirklich aufhält - ja das deckt sich ungefähr mit dem was ich gelesen hab, irgendwo in einem Sportphysio-Kontext, konkrete Quelle hab ich net. Aber ich glaub das ist grad zu viel Theorie für rote_socke_83 kurz vor Attendorn. Der hat jetzt einen Plan, der ist konkret, der passt. Wenn du da anfängst Hypoglykämie-Schwellenwerte reinzubringen dreht der sich wieder im Kreis. @rote_socke_83 falls du das hier noch liest bevor du schlafen gehst - frag den Kollegen Donnerstag oder Freitag kurz per Nachricht wie er das Tempo angeht. Net als Verhandlung, einfach "fährst du da locker oder gibst du Gas". Eine Frage, eine Antwort. Das reicht.
@markus_b82 [quote=rote_socke_83ob er sich mit dem Kollegen überhaupt auf ein gemeinsames Tempo geeinigt hat[/quote]
gute Frage, die hab ich auch nicht gestellt beim Telefonat. Aber ich würd das anders einordnen als du. Der Kollege hat Clipless-Pedale nachgefragt, net ob rote_socke_83 überhaupt mithalten kann. Das sagt mir dass der schon weiß was er vor sich hat. Erfahrene Langstreckentypen fahren meistens net mit jemandem der zum ersten Mal so weit fährt und ziehen dann einfach weg - das ist kein Rennen, das ist eine Ausfahrt. Ich kenn das anders nur von Vereinsfahrten wo einer unbedingt was beweisen muss, und das klingt beim Kollegen net so. Was mich an deiner Hypoglykämie-Lesart aber wirklich aufhält - ja das deckt sich ungefähr mit dem was ich gelesen hab, irgendwo in einem Sportphysio-Kontext, konkrete Quelle hab ich net. Aber ich glaub das ist grad zu viel Theorie für rote_socke_83 kurz vor Attendorn. Der hat jetzt einen Plan, der ist konkret, der passt. Wenn du da anfängst Hypoglykämie-Schwellenwerte reinzubringen dreht der sich wieder im Kreis. @rote_socke_83 falls du das hier noch liest bevor du schlafen gehst - frag den Kollegen Donnerstag oder Freitag kurz per Nachricht wie er das Tempo angeht. Net als Verhandlung, einfach "fährst du da locker oder gibst du Gas". Eine Frage, eine Antwort. Das reicht.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 17, 2026, 01:06 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstfährst du da locker oder gibst du Gas
hab ihm grad kurz geschrieben. Der hat zurück: "locker aber nicht schleichen". Das ist ehrlich gesagt genau die Antwort die ich nicht einordnen kann. Was ist locker für jemanden der das seit Jahren macht? Ich frag mich gerade ob ich da einfach nachfragen soll was sein Schnitt auf solchen Touren ist oder ob das zu viel wird und ich anfange zu verhandeln statt einfach mitzufahren. @markus_b82 dein Punkt mit dem Tempo ist übrigens berechtigt, kann ich so nicht unterschreiben dass ich da nicht selbst drüber nachgedacht hätte - aber ich hab's halt trotzdem verdrängt. Das ist das Problem. Ich kenn meinen Schnitt auf 60 Kilometern, der liegt irgendwo bei 24-25. Auf 130 weiß ich das nicht. Vielleicht bricht der auf 20 ein, vielleicht hält er. Ich hab das noch nie getestet weil ich noch nie so weit gefahren bin. Was mich gerade aber wirklich aufhält - und das ist noch gar nicht reingekommen im Thread: ich hab kein Gefühl dafür wie mein Körper bei Müdigkeit auf Tempo reagiert. Ich weiß nicht ob ich langsamer werde und es merke, oder ob ich langsamer werde und denke ich fahre noch normal. Das klingt nach einer blöden Frage aber ich mein das ernst. Auf der Arbeit merkst du wenn du im Stundentakt schlechter wirst weil irgendwas nicht mehr stimmt im Ablauf. Auf dem Rad hab ich das noch nie so bewusst beobachtet.
Zitat von rennradhorstfährst du da locker oder gibst du Gas
hab ihm grad kurz geschrieben. Der hat zurück: "locker aber nicht schleichen". Das ist ehrlich gesagt genau die Antwort die ich nicht einordnen kann. Was ist locker für jemanden der das seit Jahren macht? Ich frag mich gerade ob ich da einfach nachfragen soll was sein Schnitt auf solchen Touren ist oder ob das zu viel wird und ich anfange zu verhandeln statt einfach mitzufahren. @markus_b82 dein Punkt mit dem Tempo ist übrigens berechtigt, kann ich so nicht unterschreiben dass ich da nicht selbst drüber nachgedacht hätte - aber ich hab's halt trotzdem verdrängt. Das ist das Problem. Ich kenn meinen Schnitt auf 60 Kilometern, der liegt irgendwo bei 24-25. Auf 130 weiß ich das nicht. Vielleicht bricht der auf 20 ein, vielleicht hält er. Ich hab das noch nie getestet weil ich noch nie so weit gefahren bin. Was mich gerade aber wirklich aufhält - und das ist noch gar nicht reingekommen im Thread: ich hab kein Gefühl dafür wie mein Körper bei Müdigkeit auf Tempo reagiert. Ich weiß nicht ob ich langsamer werde und es merke, oder ob ich langsamer werde und denke ich fahre noch normal. Das klingt nach einer blöden Frage aber ich mein das ernst. Auf der Arbeit merkst du wenn du im Stundentakt schlechter wirst weil irgendwas nicht mehr stimmt im Ablauf. Auf dem Rad hab ich das noch nie so bewusst beobachtet.