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Hallo zusammen - Fragen zur Roten Beete

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Zitat von rote_socke_83

ich weiß was besser wäre und es trotzdem nicht mache

okay das kenn ich zu gut, ehrlich gesagt. Ich hab hier in Leipzig auch einen Markt, Samstags, und ich geh da vielleicht einmal im Monat wenn überhaupt. Meistens kauf ich die dann doch im Rewe weil es einfacher ist. Aber ich hak mal bei was anderem ein, weil das mir im Thread noch fehlt: ihr redet gerade alle über roh einlegen vs. vorgekocht - aber hat jemand das wirklich direkt verglichen, also aus eigener Küche? Ich hab das roh nie gemacht und frag mich ob die Knolle dann nach drei Monaten noch Biss hat oder einfach matschig wird. @rotebeete_rosi du hast 25 Jahre Einzelhandel erwähnt, hast du da irgendwann sowas gesehen oder ist das eher Theorie? Ich mach das selbst immer vorgekocht, eine Stunde im Ofen vorher, dann in die Gläser - und die Textur nach zwei, drei Monaten ist noch okay, nicht perfekt aber essbar. Ob das mit roh besser wird, keine Ahnung. Und @brigitte_f, ich würd auch gern wissen wie sie das macht, die ist ja die einzige hier die das wirklich jahrzehntelang gemacht hat statt drüber zu schreiben.

@jana_w der Punkt den du machst ist eigentlich der, der mich am meisten interessiert. Nicht das Theorie-Pingpong sondern ob das wirklich jemand direkt nebeneinander gemacht hat. Und ehrlich gesagt glaube ich das nicht, dass das hier im Thread jemand aus eigener Küche vergleichen kann. Ich überleg gerade ob das überhaupt sinnvoll zu vergleichen ist, weil roh einlegen und vorgekocht einlegen ja schon verschiedene Ziele haben könnten. Wenn die Knolle roh in die Lake kommt zieht da ja noch was nach, der Zellaufschluss passiert dann erst durch den Essig und die Zeit. Bei vorgekocht ist der Prozess schon durch den Ofen gelaufen. Das sind eigentlich zwei verschiedene Produkte und kein Mensch vergleicht die fair, weil die meisten halt einfach machen was ihre Mutter gemacht hat.

Zitat von jana_w

die ist ja die einzige hier die das wirklich jahrzehntelang gemacht hat statt drüber zu schreiben

Das ist der Satz des Threads ehrlich gesagt. Ich warte auch auf @brigitte_f. Die ist jetzt seit heute morgen hier und wir haben ihr schon so viel hingeworfen dass ich mich frage ob sie überhaupt noch Lust hat zu antworten. Wenn ich so einen Thread vorfinden würde als Neuer, ich wär vielleicht auch erstmal still. Was mich noch kurz beschäftigt - der Ofen vor dem Einlegen, so wie du das machst. Eine Stunde ist das bei welcher Temperatur? Ich mach das immer bei 200 Grad, aber ich hab keine Ahnung ob das Standard ist oder ob ich da was falsch mache die ganze Zeit.

@rote_socke_83 200 Grad klingt erstmal viel, aber ich mach das auch so, eingewickelt in Alufolie, und ich glaub die Folie macht das eigentlich aus - die dämpft das eher als dass sie wirklich röstet. Ich hab das mal ohne Folie probiert, direkter Kontakt auf dem Blech, und die Außenseite war nach 40 Minuten schon so trocken dass ich aufgehört hab. Mit Folie ist mir das noch nie passiert. Was mich gerade mehr beschäftigt als die Temperatur: du sagst roh einlegen und vorgekocht sind eigentlich zwei verschiedene Produkte. Das leuchtet mir ein, aber dann frag ich mich ob man das überhaupt sinnvoll unter dem gleichen Begriff "einlegen" zusammenfasst. Ich mein, Sauerkraut und Gurkensalat sind ja auch technisch "eingelegt" aber kein Mensch würde die vergleichen.

Zitat von rote_socke_83

Wenn ich so einen Thread vorfinden würde als Neuer, ich wär vielleicht auch erstmal still.

ja, das hab ich auch gerade gedacht. @brigitte_f hat hier eine ganz ruhige Frage gestellt und wir haben ihr innerhalb von Stunden einen halben Kurs hingeworfen, Nitrat, Backofen, Wochenmarkt, Roheinlegen. Ich wäre auch erstmal weg. Hoffentlich nicht für immer, weil ich ehrlich gesagt wirklich wissen will wie ihre Mutter das gemacht hat - nicht wegen Gesundheit sondern weil mich interessiert wie sich das über Jahrzehnte in der Küche einschleift, also was bleibt und was sich ändert.

Zitat von jana_w

Sauerkraut und Gurkensalat sind ja auch technisch "eingelegt" aber kein Mensch würde die vergleichen

das ist eigentlich der präziseste Satz den ich heute gelesen hab. Weil genau da liegt das Problem wenn Leute über "Einlegen" reden als wärs ein einheitliches Ding. Fermantieren ist nochmal was anderes, mit Essig einlegen ist was anderes, und im Ofen vorgaren und dann in Lake packen ist wieder was anderes. Wir werfen das hier alles in einen Topf - ich übrigens auch die ganze Zeit. Was mich gerade beschäftigt und was hier noch nicht vorkam: hat eigentlich irgendwer mal die Einlegeflüssigkeit selbst weiterverwendet? Also die rote Lake nach dem Glas? Ich hab das einmal aus Versehen gemacht, hab die für irgendwas anderes genommen, weiß nicht mehr genau was, und das war so intensiv dass mir das Zeug fast zu viel war. Aber wenn da tatsächlich Nitrat reinwandert beim Einlegen wie @tobi_w das beschrieben hat - dann ist die Lake ja eigentlich das konzentrierteste was du hast. Das klingt absurd aber ich find das nicht völlig abwegig. Und @brigitte_f, ich weiß nicht ob du noch liest. Aber ich glaub wir haben hier gerade eine Diskussion geführt die vielleicht interessanter ist als die Antwort auf deine ursprüngliche Frage. Ob das gut oder schlecht ist - keine Ahnung.

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