Rote Beete roh essen – funktioniert das wirklich oder redet man sich das nur ein?
Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 16:02 Uhrich bin jetzt seit ein paar Monaten dabei, das Zeug regelmäßig in meinen Trainingsalltag zu integrieren, und irgendwann hab ich mir gedacht: warum eigentlich immer nur gekocht oder aus der Vakuumpackung. Also hab ich letzte Woche mal eine frische Knolle roh geraspelt und in den Salat geworfen. Ergebnis: Texture war ok, fast wie Kohlrabi. Aber der Erdgeschmack war deutlich intensiver als bei der gekochten Variante. Nicht unerträglich, aber halt präsent. Meine Frau hat einen Bissen probiert und direkt das Gesicht verzogen. Mich würde interessieren ob das bei anderen auch so ist - also dass roh der Erdfaktor nochmal ein Level zulegt. Oder mach ich was falsch bei der Auswahl der Knolle? Ich hab einfach eine vom Discounter genommen, mittelgroß, sah ordentlich aus. Ich hab irgendwo gelesen dass jüngere kleinere Knollen milder sein sollen weil sie weniger Geosmin eingelagert haben. Kann ich nicht beurteilen ob das stimmt, hab keinen Vergleich gehabt. Aber wenn das so ist würde das bedeuten man müsste beim Einkauf schon gezielt auswählen und nicht einfach irgendwas einwerfen. Ehrlich gesagt bin ich hin- und hergerissen. Der Aufwand für frisch ist halt höher, die Hände sehen danach aus wie nach einem Kunstprojekt, das Brett sowieso. Und wenn der Geschmack dann roher deutlich erdiger ist, frag ich mich ob da wirklich ein Vorteil drin steckt oder ob man das mit Kochen oder Einlegen nicht genauso gut hinkriegt ohne den ganzen Aufwand. Hat jemand da eine klare Linie für sich gefunden? Ich suche keine Superlebensmittel-Predigt, mich interessiert einfach was praktisch funktioniert. Edit: Kleine Anmerkung noch - hab danach gelesen dass man roh geriebene Knollen auch kurz in Essigwasser einlegen kann bevor man sie in den Salat macht. Kann sein dass das den Erdgeschmack etwas neutralisiert? Falls jem
ich bin jetzt seit ein paar Monaten dabei, das Zeug regelmäßig in meinen Trainingsalltag zu integrieren, und irgendwann hab ich mir gedacht: warum eigentlich immer nur gekocht oder aus der Vakuumpackung. Also hab ich letzte Woche mal eine frische Knolle roh geraspelt und in den Salat geworfen. Ergebnis: Texture war ok, fast wie Kohlrabi. Aber der Erdgeschmack war deutlich intensiver als bei der gekochten Variante. Nicht unerträglich, aber halt präsent. Meine Frau hat einen Bissen probiert und direkt das Gesicht verzogen. Mich würde interessieren ob das bei anderen auch so ist - also dass roh der Erdfaktor nochmal ein Level zulegt. Oder mach ich was falsch bei der Auswahl der Knolle? Ich hab einfach eine vom Discounter genommen, mittelgroß, sah ordentlich aus. Ich hab irgendwo gelesen dass jüngere kleinere Knollen milder sein sollen weil sie weniger Geosmin eingelagert haben. Kann ich nicht beurteilen ob das stimmt, hab keinen Vergleich gehabt. Aber wenn das so ist würde das bedeuten man müsste beim Einkauf schon gezielt auswählen und nicht einfach irgendwas einwerfen. Ehrlich gesagt bin ich hin- und hergerissen. Der Aufwand für frisch ist halt höher, die Hände sehen danach aus wie nach einem Kunstprojekt, das Brett sowieso. Und wenn der Geschmack dann roher deutlich erdiger ist, frag ich mich ob da wirklich ein Vorteil drin steckt oder ob man das mit Kochen oder Einlegen nicht genauso gut hinkriegt ohne den ganzen Aufwand. Hat jemand da eine klare Linie für sich gefunden? Ich suche keine Superlebensmittel-Predigt, mich interessiert einfach was praktisch funktioniert. Edit: Kleine Anmerkung noch - hab danach gelesen dass man roh geriebene Knollen auch kurz in Essigwasser einlegen kann bevor man sie in den Salat macht. Kann sein dass das den Erdgeschmack etwas neutralisiert? Falls jem
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 12, 2026, 17:06 Uhr@rote_socke_83 das mit dem Essigwasser hab ich früher auch gemacht, aber nicht wegen dem Erdgeschmack - sondern weil meine Oma das immer so gemacht hat damit die Farbe nicht so brutal ausblutet. Ob das wirklich den Geosmin-Anteil dämpft, kann ich dir nicht sagen, das wäre mir zu gewagt das zu behaupten. Was ich aber aus dem Einkochen kenne: wenn du frische Rote Beete vor dem Einlegen kurz blanchierst (also wirklich nur zwei, drei Minuten), verliert sie schon einen guten Teil von dem Erdfaktor. Roh ist das halt gar nicht möglich. Der Vergleich hinkt also ein bisschen, denn roh ist roh, da kommt man nicht drum rum.
Zitat von rote_socke_83jüngere kleinere Knollen milder sein sollen
das hab ich auch schon gehört, und ich würd sagen: da ist was dran. Ich kauf im Herbst wenn die Saison losgeht immer die kleinen, und die schmecken wirklich anders als die riesigen Dinger die dann irgendwann im März noch rumliegen. Ob das jetzt Geosmin ist oder einfach nur Zuckergehalt der sich anders verhält, keine Ahnung - aber der Unterschied ist real. Das mit dem Kunstprojekt an den Händen (deine Frau kennt das sicher auch) - ich nehm seit Jahren einfach dünne Einweghandschuhe, kostet nichts, liegt bei uns im Supermarkt in der Haushaltsabteilung für fast nichts. Das Brett schütze ich mit Backpapier drunter. Klingt komisch, funktioniert aber. Ob roh wirklich einen Vorteil hat gegenüber dem Eingekochten - da wäre ich ehrlich gesagt skeptisch was den praktischen Alltagsnutzen angeht, aber das ist eine andere Debatte
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@rote_socke_83 das mit dem Essigwasser hab ich früher auch gemacht, aber nicht wegen dem Erdgeschmack - sondern weil meine Oma das immer so gemacht hat damit die Farbe nicht so brutal ausblutet. Ob das wirklich den Geosmin-Anteil dämpft, kann ich dir nicht sagen, das wäre mir zu gewagt das zu behaupten. Was ich aber aus dem Einkochen kenne: wenn du frische Rote Beete vor dem Einlegen kurz blanchierst (also wirklich nur zwei, drei Minuten), verliert sie schon einen guten Teil von dem Erdfaktor. Roh ist das halt gar nicht möglich. Der Vergleich hinkt also ein bisschen, denn roh ist roh, da kommt man nicht drum rum.
Zitat von rote_socke_83jüngere kleinere Knollen milder sein sollen
das hab ich auch schon gehört, und ich würd sagen: da ist was dran. Ich kauf im Herbst wenn die Saison losgeht immer die kleinen, und die schmecken wirklich anders als die riesigen Dinger die dann irgendwann im März noch rumliegen. Ob das jetzt Geosmin ist oder einfach nur Zuckergehalt der sich anders verhält, keine Ahnung - aber der Unterschied ist real. Das mit dem Kunstprojekt an den Händen (deine Frau kennt das sicher auch) - ich nehm seit Jahren einfach dünne Einweghandschuhe, kostet nichts, liegt bei uns im Supermarkt in der Haushaltsabteilung für fast nichts. Das Brett schütze ich mit Backpapier drunter. Klingt komisch, funktioniert aber. Ob roh wirklich einen Vorteil hat gegenüber dem Eingekochten - da wäre ich ehrlich gesagt skeptisch was den praktischen Alltagsnutzen angeht, aber das ist eine andere Debatte
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Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 17:18 Uhr@rotebeete_rosi das mit dem Backpapier ist ehrlich gesagt so simpel dass ich mich frage warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich schneid Gemüse meistens abends nach der Spätschicht und dann hab ich das letzte Bock auf ein versautes Brett. Aber was mich bei deinem Beitrag mehr beschäftigt: du sagst "roh ist roh, da kommt man nicht drum rum" - stimmt natürlich. Trotzdem frag ich mich ob der Unterschied zwischen roher Knolle im Oktober und roher Knolle im März überhaupt noch dieselbe Diskussion ist. Weil wenn die kleinen Herbstknollen wirklich deutlich milder sind, dann würde ich sagen: die Frage "schmeckt roh" hängt mehr am Einkaufszeitpunkt als an der Zubereitungsmethode. Das wäre dann eigentlich die entscheidende Variable und nicht ob man raspelt oder kocht.
Zitat von rotebeete_rosiob roh wirklich einen Vorteil hat gegenüber dem Eingekochten
Da hängts bei mir auch. Ich hab das halt ursprünglich wegen dem Nitrat-Thema angefangen zu denken - weil die Frage ist ja ob Hitze da was kaputt macht. Meine Hausärztin hat dazu nur gezuckt und gemeint sie kennt keine klare Aussage dazu. Punkt. Also bleib ich weiter im Ungefähren was den "Vorteil" angeht. Was ich noch nicht probiert hab: ganz dünn gehobelt statt grob geraspelt. Vielleicht ist das texturtechnisch ein anderes Erlebnis. Kohlrabi macht man ja auch gerne so für Salate und der kommt damit besser weg als grob geraspelt.
@rotebeete_rosi das mit dem Backpapier ist ehrlich gesagt so simpel dass ich mich frage warum ich da nicht selbst drauf gekommen bin. Ich schneid Gemüse meistens abends nach der Spätschicht und dann hab ich das letzte Bock auf ein versautes Brett. Aber was mich bei deinem Beitrag mehr beschäftigt: du sagst "roh ist roh, da kommt man nicht drum rum" - stimmt natürlich. Trotzdem frag ich mich ob der Unterschied zwischen roher Knolle im Oktober und roher Knolle im März überhaupt noch dieselbe Diskussion ist. Weil wenn die kleinen Herbstknollen wirklich deutlich milder sind, dann würde ich sagen: die Frage "schmeckt roh" hängt mehr am Einkaufszeitpunkt als an der Zubereitungsmethode. Das wäre dann eigentlich die entscheidende Variable und nicht ob man raspelt oder kocht.
Zitat von rotebeete_rosiob roh wirklich einen Vorteil hat gegenüber dem Eingekochten
Da hängts bei mir auch. Ich hab das halt ursprünglich wegen dem Nitrat-Thema angefangen zu denken - weil die Frage ist ja ob Hitze da was kaputt macht. Meine Hausärztin hat dazu nur gezuckt und gemeint sie kennt keine klare Aussage dazu. Punkt. Also bleib ich weiter im Ungefähren was den "Vorteil" angeht. Was ich noch nicht probiert hab: ganz dünn gehobelt statt grob geraspelt. Vielleicht ist das texturtechnisch ein anderes Erlebnis. Kohlrabi macht man ja auch gerne so für Salate und der kommt damit besser weg als grob geraspelt.
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 12, 2026, 17:25 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83die Frage "schmeckt roh" hängt mehr am Einkaufszeitpunkt als an der Zubereitungsmethode
da hast du eigentlich recht und das ist ein Punkt den ich so noch gar nicht gedacht hatte. Ist halt so eine Sache - man redet immer über Zubereitung, aber der Rohstoff selbst ist schon die halbe Miete. Das kenn ich aus dem Laden, da sieht man das deutlich: was im Oktober reinkommt und was im März noch im Regal liegt, das ist nicht dasselbe Produkt auch wenn es aussieht wie dasselbe. Das mit dem Hobeln würde ich tatsächlich mal ausprobieren, ganz dünn. Ich hab mal irgendwo gelesen (weiß nicht mehr wo, war irgendein Koch-Blog) dass der Geosmin-Eindruck auch davon abhängt wie viel Zellflüssigkeit freigesetzt wird - und grob raspeln setzt halt mehr frei als hobeln. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber es klingt nicht unlogisch. Was deine Hausärztin sagt zum Nitrat-Thema - nu ja, ich find das eigentlich beruhigend wenn jemand sagt "ich weiß es nicht genau" statt irgendwas zu behaupten. Meine Hausärztin sagt das auch manchmal und ich vertrau ihr dadurch mehr als vorher. Jedenfalls würde ich nicht wegen dem Nitrat-Argument auf roh bestehen wenn dir gekocht oder eingelegt besser schmeckt - das wäre mir zu viel Aufwand für einen Vorteil der womöglich gar keiner ist.
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Zitat von rote_socke_83die Frage "schmeckt roh" hängt mehr am Einkaufszeitpunkt als an der Zubereitungsmethode
da hast du eigentlich recht und das ist ein Punkt den ich so noch gar nicht gedacht hatte. Ist halt so eine Sache - man redet immer über Zubereitung, aber der Rohstoff selbst ist schon die halbe Miete. Das kenn ich aus dem Laden, da sieht man das deutlich: was im Oktober reinkommt und was im März noch im Regal liegt, das ist nicht dasselbe Produkt auch wenn es aussieht wie dasselbe. Das mit dem Hobeln würde ich tatsächlich mal ausprobieren, ganz dünn. Ich hab mal irgendwo gelesen (weiß nicht mehr wo, war irgendein Koch-Blog) dass der Geosmin-Eindruck auch davon abhängt wie viel Zellflüssigkeit freigesetzt wird - und grob raspeln setzt halt mehr frei als hobeln. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber es klingt nicht unlogisch. Was deine Hausärztin sagt zum Nitrat-Thema - nu ja, ich find das eigentlich beruhigend wenn jemand sagt "ich weiß es nicht genau" statt irgendwas zu behaupten. Meine Hausärztin sagt das auch manchmal und ich vertrau ihr dadurch mehr als vorher. Jedenfalls würde ich nicht wegen dem Nitrat-Argument auf roh bestehen wenn dir gekocht oder eingelegt besser schmeckt - das wäre mir zu viel Aufwand für einen Vorteil der womöglich gar keiner ist.
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Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 17:34 Uhr@rotebeete_rosi
Zitat von rotebeete_rosiGeosmin-Eindruck auch davon abhängt wie viel Zellflüssigkeit freigesetzt wird
das klingt tatsächlich nicht unlogisch und ich frag mich jetzt ob man das auch umdrehen kann. Also: wenn feines Hobeln weniger Zellflüssigkeit freisetzt als grob raspeln, dann wäre marinieren danach eigentlich kontraproduktiv. Weil dann macht man den positiven Effekt vom Hobeln gleich wieder kaputt. Kann ich nicht beweisen, ist nur so ein Gedanke. Was mich aber eigentlich mehr beschäftigt nach deinem letzten Beitrag: du sagst "wenn gekocht oder eingelegt besser schmeckt, dann mach das halt". Und ich versteh die Logik. Aber ich arbeite in der Logistik und dort haben wir manchmal Prozesse die ineffizient aussehen und trotzdem besser funktionieren als die "smarte" Lösung. Ich überleg ob das hier ähnlich ist - also ob roh vielleicht nicht schlechter schmeckt, sondern nur anders und man sich erst dran gewöhnen muss bevor man urteilt. Meine Frau mag auch keinen Kohlrabi roh isst ihn aber gedämpft problemlos. Trotzdem würde ich Kohlrabi roh nicht als geschmacklich schlechter einstufen, nur als anders. Ich glaub ich probier das mit dem Hobeln noch mal mit einer kleinen Knolle aus dem Bioladen hier um die Ecke. Die haben manchmal diese kleinen roten Dinger im Sommer. Nicht weil ich erwarte dass es mich umhaut, sondern einfach weil ich sonst immer nur mit Discounterware vergleiche und das vielleicht tatsächlich die falsche Referenz ist.
Zitat von rotebeete_rosiGeosmin-Eindruck auch davon abhängt wie viel Zellflüssigkeit freigesetzt wird
das klingt tatsächlich nicht unlogisch und ich frag mich jetzt ob man das auch umdrehen kann. Also: wenn feines Hobeln weniger Zellflüssigkeit freisetzt als grob raspeln, dann wäre marinieren danach eigentlich kontraproduktiv. Weil dann macht man den positiven Effekt vom Hobeln gleich wieder kaputt. Kann ich nicht beweisen, ist nur so ein Gedanke. Was mich aber eigentlich mehr beschäftigt nach deinem letzten Beitrag: du sagst "wenn gekocht oder eingelegt besser schmeckt, dann mach das halt". Und ich versteh die Logik. Aber ich arbeite in der Logistik und dort haben wir manchmal Prozesse die ineffizient aussehen und trotzdem besser funktionieren als die "smarte" Lösung. Ich überleg ob das hier ähnlich ist - also ob roh vielleicht nicht schlechter schmeckt, sondern nur anders und man sich erst dran gewöhnen muss bevor man urteilt. Meine Frau mag auch keinen Kohlrabi roh isst ihn aber gedämpft problemlos. Trotzdem würde ich Kohlrabi roh nicht als geschmacklich schlechter einstufen, nur als anders. Ich glaub ich probier das mit dem Hobeln noch mal mit einer kleinen Knolle aus dem Bioladen hier um die Ecke. Die haben manchmal diese kleinen roten Dinger im Sommer. Nicht weil ich erwarte dass es mich umhaut, sondern einfach weil ich sonst immer nur mit Discounterware vergleiche und das vielleicht tatsächlich die falsche Referenz ist.
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 12, 2026, 17:41 Uhr@rote_socke_83 der Gedanke mit dem Marinieren der den Hobel-Effekt wieder kaputt macht - das ist nu wirklich interessant, daran hab ich tatsächlich noch nicht gedacht. Kann ich auch nicht sagen ob das stimmt, aber ich würd sagen: ausprobieren kostet nichts. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber mehr beschäftigt ist das mit der Gewöhnung. Du sagst roh ist vielleicht nur "anders", nicht schlechter. Da bin ich zwiegespalten. Ich kenn das aus dem Laden, wenn ein Produkt immer wieder Kunden zurückgehen geht, dann ist es meistens nicht die Gewöhnung die fehlt sondern das Produkt passt einfach nicht. Aber bei Gemüse... nu ja, da ist das tatsächlich anders. Mein Mann mochte früher keine Rote Beete in irgendeiner Form, und jetzt isst er das Eingekochte problemlos. Ob er sich gewöhnt hat oder ob das Einkochen den Unterschied macht - keine Ahnung, beides wahrscheinlich. Was ich dir aber noch mitgeben würde zum Bioladen-Versuch: schau dass die Knolle wirklich fest ist wenn du drückst, kein bisschen weich an den Seiten. Das klingt banal aber gerade bei Bioware die länger im Laden liegt passiert das öfter als man denkt, und eine weiche Knolle schmeckt roh einfach muffig egal wie jung sie war. Das ist dann wieder der Rohstoff, nicht die Methode.
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@rote_socke_83 der Gedanke mit dem Marinieren der den Hobel-Effekt wieder kaputt macht - das ist nu wirklich interessant, daran hab ich tatsächlich noch nicht gedacht. Kann ich auch nicht sagen ob das stimmt, aber ich würd sagen: ausprobieren kostet nichts. Was mich bei deinem letzten Beitrag aber mehr beschäftigt ist das mit der Gewöhnung. Du sagst roh ist vielleicht nur "anders", nicht schlechter. Da bin ich zwiegespalten. Ich kenn das aus dem Laden, wenn ein Produkt immer wieder Kunden zurückgehen geht, dann ist es meistens nicht die Gewöhnung die fehlt sondern das Produkt passt einfach nicht. Aber bei Gemüse... nu ja, da ist das tatsächlich anders. Mein Mann mochte früher keine Rote Beete in irgendeiner Form, und jetzt isst er das Eingekochte problemlos. Ob er sich gewöhnt hat oder ob das Einkochen den Unterschied macht - keine Ahnung, beides wahrscheinlich. Was ich dir aber noch mitgeben würde zum Bioladen-Versuch: schau dass die Knolle wirklich fest ist wenn du drückst, kein bisschen weich an den Seiten. Das klingt banal aber gerade bei Bioware die länger im Laden liegt passiert das öfter als man denkt, und eine weiche Knolle schmeckt roh einfach muffig egal wie jung sie war. Das ist dann wieder der Rohstoff, nicht die Methode.
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Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 17:48 Uhr@rotebeete_rosi der Hinweis mit dem Drucktest ist eigentlich so ein Ding das ich bei Äpfeln mache aber nie bei Knollengemüse. Ich geh in den Laden, schau ob die Optik stimmt, und dann wars das. Dabei ist das bei Kohlrabi genauso - du merkst sofort wenn der schon zu lange liegt, der fühlt sich anders an. Warum ich das bei Rote Beete nicht übertrage, keine Ahnung. Ich frag mich aber noch was anderes. Du sagst wenn ein Produkt immer zurückgeht ist es meistens nicht die Gewöhnung die fehlt. Das kenn ich aus dem Lager tatsächlich anders - manchmal geht ein Produkt zurück weil die Kommissionierung falsch war, nicht weil das Produkt schlecht ist. Also ein Verpackungsfehler, falsches Etikett, whatever. Der Fehler liegt nicht beim Produkt selbst sondern bei dem was drumrum passiert ist. Und ich überleg ob bei Rote Beete roh das ähnlich ist - also ob das Problem wirklich der Geschmack ist oder ob es der Kontext ist. Grob geraspelt in einen Salat der sonst milde ist, da sticht der Erdfaktor raus wie ein Daumen. Aber vielleicht ist die Kombination das eigentliche Problem und nicht die Knolle. Ich hab das jetzt noch nie mit irgendwas Kräftigem kombiniert - Meerrettich zum Beispiel, oder Feta. Was ich so im Kopf hab ist dass starke Begleiter den Eigengeschmack eher einbetten als neutralisieren. Ob das hier funktioniert weiß ich nicht, aber das wäre ein anderer Ansatz als einfach mildere Knollen zu suchen.
@rotebeete_rosi der Hinweis mit dem Drucktest ist eigentlich so ein Ding das ich bei Äpfeln mache aber nie bei Knollengemüse. Ich geh in den Laden, schau ob die Optik stimmt, und dann wars das. Dabei ist das bei Kohlrabi genauso - du merkst sofort wenn der schon zu lange liegt, der fühlt sich anders an. Warum ich das bei Rote Beete nicht übertrage, keine Ahnung. Ich frag mich aber noch was anderes. Du sagst wenn ein Produkt immer zurückgeht ist es meistens nicht die Gewöhnung die fehlt. Das kenn ich aus dem Lager tatsächlich anders - manchmal geht ein Produkt zurück weil die Kommissionierung falsch war, nicht weil das Produkt schlecht ist. Also ein Verpackungsfehler, falsches Etikett, whatever. Der Fehler liegt nicht beim Produkt selbst sondern bei dem was drumrum passiert ist. Und ich überleg ob bei Rote Beete roh das ähnlich ist - also ob das Problem wirklich der Geschmack ist oder ob es der Kontext ist. Grob geraspelt in einen Salat der sonst milde ist, da sticht der Erdfaktor raus wie ein Daumen. Aber vielleicht ist die Kombination das eigentliche Problem und nicht die Knolle. Ich hab das jetzt noch nie mit irgendwas Kräftigem kombiniert - Meerrettich zum Beispiel, oder Feta. Was ich so im Kopf hab ist dass starke Begleiter den Eigengeschmack eher einbetten als neutralisieren. Ob das hier funktioniert weiß ich nicht, aber das wäre ein anderer Ansatz als einfach mildere Knollen zu suchen.