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Hallo aus der Nähe von Leipzig - neu hier

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Hallo zusammen, ich bin die Brigitte und bin über eine Kollegin auf dieses Forum gestoßen. Sie hat mir erzählt dass es hier viele gibt die sich mit Roter Beete auskennen, und das hat mich neugierig gemacht. Ich koche seit Jahren leidenschaftlich und bau Rote Beete auch selbst im Garten an, also das Gemüse kenne ich gut. Aber meine Kollegin hat mich auf das Thema Blutdruck gebracht - mein Mann nimmt da schon Tabletten und ich dachte, vielleicht kann man da mit dem Essen was tun. Ich bin ehrlich gesagt kein großer Fan von Kapseln und sowas, aber Rote Beete aus dem eigenen Garten, das ist was anderes. Ich leg sie auch ein, mach Suppe draus, das volle Programm sozusagen. Was mich interessiert: habt ihr da Erfahrung mit dem Einlegen auf Vorrat? Ich mach das schon nach Omas Rezept aber vielleicht gibt es ja noch bessere Varianten. ❤️

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Selbstgemacht schmeckt's immer besser 🥰

hallo @rotebeete_fan, willkommen! schön dass du direkt mit eigenem Anbau einsteigst, das ist doch gleich eine andere Ausgangslage als wenn man nur vakuumverpacktes Zeug aus dem Supermarkt kennt. zum Einlegen nach Omas Rezept - ich bin neugierig was da drin ist. Mit viel Zucker und Essig? Weil das macht ja schon einen Unterschied, wie viel von den Nitraten am Ende noch verfügbar ist. Ich mein ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin, aber ich hab mal in einem Podcast gehört, dass der Nitratgehalt bei stark saurer Einlegung anders ist als bei fermentierten Varianten. Ob das für deinen Mann relevant ist, weiß ich nicht - das wäre ehrlich gesagt eher was für seine Hausärztin. was mich aber wirklich interessiert: baust du verschiedene Sorten an? Ich hab letztes Jahr irgendwo gelesen dass Chioggia-Beete deutlich weniger Erde schmeckt, und ich überleg schon länger ob ich da mal einen Unterschied rausspüren würde. Zum Konzentrat bin ich irgendwann gekommen weil mir der Aufwand mit frischer Beete täglich zu viel war, aber du hast den Garten ja direkt vor der Tür.

@jana_w die Frage mit den verschiedenen Sorten interessiert mich auch, aber ehrlich gesagt baue ich selbst immer die gleiche an - die hat sich bei mir bewährt und ich bin da wohl etwas eigensinnig geworden über die Jahre. Mit den Chioggia-Beeten hast du mich aber neugierig gemacht, das erdige schmecke ich bei meinen tatsächlich auch, und wenn das bei anderen Sorten weniger sein soll, könnte das für meinen Mann durchaus interessant sein. Der mag diesen intensiven Geschmack nämlich gar nicht so gern.

Zitat von jana_w

ob das für deinen Mann relevant ist, wäre ehrlich gesagt eher was für seine Hausärztin

- da stimme ich dir vollkommen zu. Mein Hausarzt hat mir ja geraten mehr Rote Beete zu essen wegen meines Blutdrucks, aber das war wirklich nur die Empfehlung, nicht so detailliert mit Nitraten und Varianten. Da finde ich sollte man nicht zu viel selbst experimentieren, wenn es um so etwas geht. @rotebeete_fan - was mich noch interessieren würde: machst du deine Einlegung im Glas steril, oder wie handhabst du das? Ich habe da gute Erfahrungen gemacht mit dem Einkochen im Topf, aber vielleicht ist deine Omas Variante ja auch völlig ausreichend. Je nachdem wie lange du die lagern möchtest.

Zitat von elvira_k

Da finde ich sollte man nicht zu viel selbst experimentieren, wenn es um so etwas geht.

okay da bin ich halb dabei, halb nicht. Ich mein, Rote Beete essen ist ja kein Experiment mit Risiko - das Experimentieren wird erst heikel wenn man denkt man kann damit Tabletten ersetzen, und das hat hier niemand gesagt. Aber welche Sorte man anbaut, das darf man doch ruhig mal ausprobieren ohne Arzt zu fragen. @elvira_k das mit deinem Mann finde ich übrigens interessant, weil der erdige Ton ist ja wirklich ein Sortenthema, nicht nur Zubereitung. Ich hab ehrlich gesagt irgendwo gelesen - war irgendein Gartenblog, nicht sonderlich wissenschaftlich - dass Chioggia auch weniger Betanin hat, also weniger stark färbt. Ob das stimmt, keine Ahnung, aber das würde ich vor dem Anbau nochmal prüfen wenn einem das wichtig ist. @rotebeete_fan mich würde jetzt tatsächlich noch interessieren wie du einlegst - steril eingekocht oder eher die schnelle Variante im Kühlschrank? Ich hab früher auch mal Gläser nach Omas Art gemacht, also einkochen im Topf mit Essig-Sud, und die haben locker ein Jahr gehalten. Aber der Geschmack ist halt intensiver als bei fermentierten, das muss einem gefallen.

@jana_w ja, du hast recht dass das mit der Sorte kein Arzt-Thema sein muss. Mich hat nur dein Punkt mit den Nitraten ein bisschen nervös gemacht, weil das klingt schnell nach selbst optimieren, und da bin ich einfach vorsichtig geworden. Aber ausprobieren ist natürlich was anderes. Das mit dem Färben interessiert mich jetzt aber auch. Bei meinen Beeten im Garten - ich hab ja immer die gleiche Sorte - färben sie wirklich extrem ab, besonders wenn ich sie frisch aus der Erde hole und roh verarbeite. Das ist mir schon öfter auf der Kleidung passiert, trotz Handschuhe. Wenn Chioggia da weniger macht, könnte das für die Küche praktischer sein, ehrlich gesagt. Weniger Flecken-Drama.

Zitat von jana_w

ich hab früher auch mal Gläser nach Omas Art gemacht, also einkochen im Topf mit Essig-Sud

- ja genau, so mache ich das auch. Im Wasserbad etwa eine halbe Stunde, dann halten sie sich bei mir im kühlen Keller über ein Jahr problemlos. Aber du hast recht, der Geschmack wird damit wirklich intensiv-säuerlich. Mein Mann isst davon nur kleine Portionen weil ihm das zu viel ist. @rotebeete_fan - wie lange möchtest du denn deine eingelegten Beeten lagern? Weil davon hängt ja ab ob Omas Methode ausreicht oder ob du wirklich steril einkochen musst.

moin zusammen, willkommen @rotebeete_fan. schön dass einer aus der Region auch noch Eigenanbau macht das ist praktisch. aber ehrlich gesagt

Zitat von jana_w

ich hab ehrlich gesagt irgendwo gelesen - war irgendein Gartenblog

- da wird mir immer ein bisschen mulmig. nicht böse gemeint, aber im Netz liest man viel und die Hälfte stimmt hinterher nicht. bei sowas wie Nitrate und ob das für den Blutdruck hilft - das sollte wirklich der Arzt sagen, nicht irgendein Gartenblog. mein Hausarzt hat mir auch nur gesagt, iss mehr Rote Beete, aber ob die Sorte dann so wichtig ist - kann ich nicht beurteilen. zum praktischen: @rotebeete_fan wie machst du das denn mit den Flecken? ich hab ja früher auch versucht Rote Beete zu schälen ohne Handschuhe und das war jedes Mal eine Schweinerei. seit ich älter werde bin ich da noch vorsichtiger mit meinen Sachen. wenn die Chioggia weniger färbt, könnte das tatsächlich für die Küche was wert sein, unabhängig vom Geschmack. zum Einlegen - machst du das wirklich jedes Jahr neu nach Omas Rezept oder probierst du auch mal was anderes aus? ich bin da eher konservativ, aber neugierig bin ich schon.

@ohne_namen

Zitat von ohne_namen

da wird mir immer ein bisschen mulmig

okay, fair, das ist berechtigt. Ich hab auch gesagt dass ich nicht weiß ob das stimmt. Ich erzähl das nicht als Fakt, ich erzähl das als "hab ich irgendwo aufgeschnappt, prüf selbst nach". Ich find das ehrlicher als so zu tun als würd ich es wissen. Aber zu dem Flecken-Punkt weil du das ansprichst - ich hab mal versehentlich frische Beete auf einem hellen Holzbrett verarbeitet, ohne Unterlage, das war wirklich nicht witzig. Seitdem leg ich immer eine alte Silikonmatte drunter. Das ist übrigens unabhängig von der Sorte ein guter Tipp, auch wenn Chioggia weniger Betanin hat, ein bisschen was gibt es immer. Was mich an deiner Frage an Brigitte eigentlich beschäftigt: ob man jedes Jahr das gleiche Rezept macht oder mal was anderes ausprobiert. Ich mein, das ist doch gerade das Schöne wenn man selbst anbaut - man kann im kleinen Maßstab variieren ohne großen Aufwand. Mal einen Glas mit mehr Lorbeer, mal ohne, mal mit Meerrettich. Und dann merkt man halt ob einem das gefällt oder nicht. Das ist kein Hochrisiko-Experiment, das ist einfach Kochen. @rotebeete_fan hast du eigentlich schon mal fermentiert statt eingelegt? Das wäre mich wirklich interessant zu hören, weil du ja den direkten Vergleich mit Omas Variante hättest.

@jana_w mit dem Fermentieren bin ich ehrlich gesagt noch nie richtig warm geworden, obwohl ich das Wort auch schon öfter gehört habe. Ich stelle mir das irgendwie kompliziert vor, mit Salzlake und dann muss man die Gläser jeden Tag öffnen oder so? Bei meiner Methode mit dem Einkochen weiß ich genau, dass es funktioniert und hält. Aber du machst mich neugierig - wie lange dauert das denn, bis fermentierte Beete fertig sind? Und schmecken sie wirklich so anders als eingelegt? @ohne_namen zum Flecken-Thema - ja, die Silikonmatte ist wirklich praktisch. Ich nutze mittlerweile alte Schneidbretter die ich eh nicht mehr für helles Gemüse verwende, dann ist mir die Färbung egal. Das hat mir viel Ärger erspart, vor allem wenn ich direkt nach dem Ernten im Garten verarbeite. Gerade heute morgen habe ich wieder zwei Beeten geholt - das Wetter ist ja endlich wieder besser - und die waren noch voll Erde dran. @rotebeete_fan - mich würde wirklich noch interessieren, ob du neben dem Einlegen auch noch andere Dinge mit deinen Beeten machst. Nur Einlegung auf Vorrat, oder kochst du die auch frisch? Weil wenn der Geschmack deinem Mann zu intensiv ist, vielleicht hilft ja auch nur eine andere Zubereitung, nicht gleich eine andere Sorte.

@elvira_k Fermentieren ist ehrlich gesagt viel entspannter als man denkt. Du machst eine Salzlake, circa 2% Salz auf Wasser, Beete rein, beschweren damit nichts an die Luft kommt, und dann wartest du einfach. Kein tägliches Öffnen, das ist ein Mythos - das verwechseln viele mit Kimchi oder so. Bei Rote Beete reicht es wenn du ab Tag drei mal kurz nachschaust ob alles unter der Lake ist. Was den Geschmack angeht: es ist tatsächlich komplett anders als Essig-Einlegung. Nicht sauer im scharfen Sinn, eher so... leicht würzig fast ein bisschen erdig aber auf angenehme Art. Ich fands beim ersten Mal überraschend mild. Und das mit dem Mann von Brigitte wäre da interessant, weil fermentiert auch weniger intensiv ist als der Essig-Sud.

Zitat von elvira_k

vielleicht hilft ja auch nur eine andere Zubereitung, nicht gleich eine andere Sorte

das find ich eigentlich den besten Punkt im ganzen Thread bisher, ehrlich gesagt. Weil die Leute springen schnell zu "andere Sorte kaufen" aber probieren vorher nie ob geröstete Beete anders schmeckt als gekochte, oder ob die Marinade das Problem ist. Geröstete Rote Beete mit etwas Orangensaft und Thymian ist zum Beispiel so viel weniger erdig als klassisch gekochte - das hab ich irgendwann zufällig rausgefunden weil ich keine Lust hatte den Topf zu nehmen. @rotebeete_fan wäre wirklich mal interessant zu hören ob du das auch kennst, das Rösten.

@jana_w das mit dem Rösten interessiert mich jetzt aber wirklich. Ich muss gestehen, ich hab meine Beeten eigentlich immer nur gekocht oder eben eingekocht, und Rösten im Ofen - geschweige denn mit Orangensaft und Thymian - das habe ich noch nie probiert. Das klingt aber ehrlich gesagt viel interessanter als immer das gleiche. Vielleicht liegt da auch das Problem bei meinem Mann, dass er immer nur die eingelegte Variante kennt, die ja wie du sagst relativ intensiv-säuerlich wird.

Zitat von jana_w

Geröstete Rote Beete mit etwas Orangensaft und Thymian

- wie machst du das denn praktisch? Legst du die Beeten vorher in Scheiben, oder ganz rein in den Ofen? Und bei welcher Temperatur ungefähr? Ich bin da ehrlich gesagt etwas ungeduldig mit sowas warte nicht gerne lange beim Kochen. Aber wenn das wirklich einen so großen Unterschied im Geschmack macht, könnte ich mir vorstellen das mal zu testen, besonders wenn es schneller geht als Einkochen. @rotebeete_fan - das ist ja auch eine Option für deinen Mann, wenn die eingelegte Variante nicht so sein Ding ist. Vielleicht probierst du einfach mal eine kleine Portion frisch zubereitet, bevor du dann überlegst ob es an der Sorte liegt. Ich habe da gute Erfahrungen gemacht mit so kleineren Versuchen im Garten, spart Zeit und Ressourcen.

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