Blutdruck senken ohne Tabletten – reicht Ernährung wirklich aus?
Zitat von brigitte_f am Juni 13, 2026, 08:43 UhrMein Mann hat seit Jahren erhöhte Werte, nimmt aber ungerne Medikamente. Jetzt liest er überall im Internet von Rote Beete, Knoblauch und Sellerie als natürliche Blutdrucksenker. Bei uns gibt es sowas ohnehin regelmäßig auf dem Tisch. Ich koche ja gerne und frisch. Aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch, ob das allein reicht. Letzte Woche hat er sich ein Blutdruckmessgerät gekauft und misst jetzt täglich. Die Werte sind immer noch über 140/90, auch wenn er eine Woche lang besonders viel von meinen eingelegten Roten Beeten gegessen hat. Ich sage ihm, das ist Unsinn. Wenn der Arzt Tabletten verschreiben würde, dann brauchts die wahrscheinlich auch. Aber er meint, die Ärzte verdienen ja an den Medikamenten und man soll erst mal natürlich probieren. Das nervt mich ein bisschen, weil ich nicht will, dass er was Wichtiges vernachlässigt. Gleichzeitig. Ich kenne das selber aus meiner Familie. Meine Mutter hat immer auf Hausmittel vertraut und ist damit auch nicht schlecht gefahren. Nur eben nicht bei allem. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat bei euch eine Ernährungsumstellung wirklich was gebracht, oder war es eher ein Placebo? Und wie habt ihr das mit eurem Arzt geklärt? Ich würde ihm gerne etwas Konkretes sagen können nicht nur "glaub mir, das funktioniert nicht".
Mein Mann hat seit Jahren erhöhte Werte, nimmt aber ungerne Medikamente. Jetzt liest er überall im Internet von Rote Beete, Knoblauch und Sellerie als natürliche Blutdrucksenker. Bei uns gibt es sowas ohnehin regelmäßig auf dem Tisch. Ich koche ja gerne und frisch. Aber ich bin ehrlich gesagt skeptisch, ob das allein reicht. Letzte Woche hat er sich ein Blutdruckmessgerät gekauft und misst jetzt täglich. Die Werte sind immer noch über 140/90, auch wenn er eine Woche lang besonders viel von meinen eingelegten Roten Beeten gegessen hat. Ich sage ihm, das ist Unsinn. Wenn der Arzt Tabletten verschreiben würde, dann brauchts die wahrscheinlich auch. Aber er meint, die Ärzte verdienen ja an den Medikamenten und man soll erst mal natürlich probieren. Das nervt mich ein bisschen, weil ich nicht will, dass er was Wichtiges vernachlässigt. Gleichzeitig. Ich kenne das selber aus meiner Familie. Meine Mutter hat immer auf Hausmittel vertraut und ist damit auch nicht schlecht gefahren. Nur eben nicht bei allem. Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Hat bei euch eine Ernährungsumstellung wirklich was gebracht, oder war es eher ein Placebo? Und wie habt ihr das mit eurem Arzt geklärt? Ich würde ihm gerne etwas Konkretes sagen können nicht nur "glaub mir, das funktioniert nicht".
Zitat von derbasti am Juni 13, 2026, 09:14 Uhrmoin @brigitte_f, alter das ist ne schwierige situation digga. aber ehrlich gesagt - wenn dein mann täglich misst und nach einer woche rote beete immer noch über 140/90 ist, dann ist das ja schon ne aussage, oder? ich selbst nehm die roten beete kapseln regelmäßig, hab da mega guten pump davon gespürt - aber das ist halt für training und pump, nicht für blutdruck. bei sowas ist das einfach ne ganz andere hausnummer. dein mann misst ja messbar, das ist gut. aber wenn nix passiert, dann passiert nix. das problem ist: er will gar nicht hören, dass es nicht funktioniert, weil er die tabletten nicht nehmen will. das is psychologisch einfach ne scheißsituation für euch beide. er will im kopf dass es klappt, und wenn die werte dann einfach nicht sinken, sucht er ne ausrede - ärzte verdienen dran etc. was ich aber krass finde: hat er denn mit seinem arzt drüber geredet BEVOR er angefangen hat zu experimentieren? weil wenn der arzt sagt "probier du erst drei monate, dann schauen wir", dann is das was anderes als wenn er heimlich rote beete isst und denkt das reicht. das wäre für mich das entscheidende gespräch - nicht mit dir, sondern mit dem doc. wenn der dann sagt "nope, brauchst du tabletten", dann hat das ne ganz andere autorität für ihn vielleicht.
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moin @brigitte_f, alter das ist ne schwierige situation digga. aber ehrlich gesagt - wenn dein mann täglich misst und nach einer woche rote beete immer noch über 140/90 ist, dann ist das ja schon ne aussage, oder? ich selbst nehm die roten beete kapseln regelmäßig, hab da mega guten pump davon gespürt - aber das ist halt für training und pump, nicht für blutdruck. bei sowas ist das einfach ne ganz andere hausnummer. dein mann misst ja messbar, das ist gut. aber wenn nix passiert, dann passiert nix. das problem ist: er will gar nicht hören, dass es nicht funktioniert, weil er die tabletten nicht nehmen will. das is psychologisch einfach ne scheißsituation für euch beide. er will im kopf dass es klappt, und wenn die werte dann einfach nicht sinken, sucht er ne ausrede - ärzte verdienen dran etc. was ich aber krass finde: hat er denn mit seinem arzt drüber geredet BEVOR er angefangen hat zu experimentieren? weil wenn der arzt sagt "probier du erst drei monate, dann schauen wir", dann is das was anderes als wenn er heimlich rote beete isst und denkt das reicht. das wäre für mich das entscheidende gespräch - nicht mit dir, sondern mit dem doc. wenn der dann sagt "nope, brauchst du tabletten", dann hat das ne ganz andere autorität für ihn vielleicht.
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Zitat von andrea.h am Juni 13, 2026, 09:45 UhrZitat von brigitte_fdie Ärzte verdienen ja an den Medikamenten
das ist leider ein Gedanke, der sehr viele dazu bringt, Dinge zu verzögern die nicht verzögerbar sind. Und das macht mir bei deiner Schilderung ehrlich gesagt ein bisschen Sorgen. @derbasti hat einen guten Punkt: ob der Arzt überhaupt eingeweiht ist, ist die eigentliche Frage. Ich würde das aber noch etwas anders framen. Nicht nur "hat er geredet" sondern: weiß der Arzt, welche Ausgangswerte der Mann hat, seit wann, und wie konstant die sind? Weil 140/90 über mehrere Wochen, trotz Lebensstilanpassung, ist was anderes als ein einmaliger Ausreißer. Was ich aus meiner Arbeit kenne - und das sagen wir auch bei uns in der Praxis immer wieder - ist, dass Ernährung als Begleitmaßnahme gut belegt ist, aber eben als Begleitmaßnahme. Nicht als Ersatz wenn die Werte dauerhaft in dem Bereich liegen. Das mit den eingelegten Roten Beeten ist übrigens ein eigenes Kapitel, weil beim Einlegen ein Teil des Nitrats verloren gehen kann, je nach Methode. Das ist kein Argument gegen Rote Beete, aber vielleicht erklärt es warum die eine Woche nicht viel gebracht hat. @brigitte_f was ich dir für das Gespräch mitgeben würde: nicht "das funktioniert nicht" sagen, sondern fragen ob er bereit wäre, die Ernährungssache gemeinsam mit dem Arzt zu evaluieren. Mit Messwerten, über einen definierten Zeitraum. Das gibt ihm das Gefühl er darf das ausprobieren, und gleichzeitig gibt es eine Struktur.
Zitat von brigitte_fdie Ärzte verdienen ja an den Medikamenten
das ist leider ein Gedanke, der sehr viele dazu bringt, Dinge zu verzögern die nicht verzögerbar sind. Und das macht mir bei deiner Schilderung ehrlich gesagt ein bisschen Sorgen. @derbasti hat einen guten Punkt: ob der Arzt überhaupt eingeweiht ist, ist die eigentliche Frage. Ich würde das aber noch etwas anders framen. Nicht nur "hat er geredet" sondern: weiß der Arzt, welche Ausgangswerte der Mann hat, seit wann, und wie konstant die sind? Weil 140/90 über mehrere Wochen, trotz Lebensstilanpassung, ist was anderes als ein einmaliger Ausreißer. Was ich aus meiner Arbeit kenne - und das sagen wir auch bei uns in der Praxis immer wieder - ist, dass Ernährung als Begleitmaßnahme gut belegt ist, aber eben als Begleitmaßnahme. Nicht als Ersatz wenn die Werte dauerhaft in dem Bereich liegen. Das mit den eingelegten Roten Beeten ist übrigens ein eigenes Kapitel, weil beim Einlegen ein Teil des Nitrats verloren gehen kann, je nach Methode. Das ist kein Argument gegen Rote Beete, aber vielleicht erklärt es warum die eine Woche nicht viel gebracht hat. @brigitte_f was ich dir für das Gespräch mitgeben würde: nicht "das funktioniert nicht" sagen, sondern fragen ob er bereit wäre, die Ernährungssache gemeinsam mit dem Arzt zu evaluieren. Mit Messwerten, über einen definierten Zeitraum. Das gibt ihm das Gefühl er darf das ausprobieren, und gleichzeitig gibt es eine Struktur.
Zitat von brigitte_f am Juni 13, 2026, 10:19 Uhr@andrea.h danke für deine Antwort. Das mit dem Nitrat beim Einlegen - das ist mir neu, ehrlich gesagt. Ich mache das ja wie meine Mutter, Essig, Zucker, die üblichen Gewürze. Aber ob das wirklich was kostet, weiß ich gar nicht. Das ist interessant. Was mich aber mehr beschäftigt: mein Mann war noch gar nicht beim Arzt mit seinen Messwerten. Er hat sich das Gerät selbst gekauft, ohne vorher mit jemandem zu reden. Das ist genau das Problem. Er denkt, wenn er die Werte sieht, kann er selbst entscheiden, ob er Tabletten braucht oder nicht. Aber so funktioniert das ja nicht, oder? Der Arzt muss ja auch wissen, wie lange das schon so ist, ob es bei Stress höher wird, was sonst noch eine Rolle spielt. Ich versuche jetzt, ihn zu einem Gespräch beim Hausarzt zu überreden. Nicht um ihm zu sagen "siehste, nix hilft", sondern wirklich um gemeinsam zu gucken, was Sache ist. Das mit der definierten Zeit und den Messwerten - das gefällt mir besser als das, was ich bisher versucht habe. Das klingt weniger nach Vorwurf. Aber ich bin auch realistisch: wenn der Arzt dann sagt, Medikament ist nötig, wird er das wahrscheinlich trotzdem nicht gerne nehmen. Dann müssen wir vielleicht einfach akzeptieren, dass er das Risiko selbst tragen will.
@andrea.h danke für deine Antwort. Das mit dem Nitrat beim Einlegen - das ist mir neu, ehrlich gesagt. Ich mache das ja wie meine Mutter, Essig, Zucker, die üblichen Gewürze. Aber ob das wirklich was kostet, weiß ich gar nicht. Das ist interessant. Was mich aber mehr beschäftigt: mein Mann war noch gar nicht beim Arzt mit seinen Messwerten. Er hat sich das Gerät selbst gekauft, ohne vorher mit jemandem zu reden. Das ist genau das Problem. Er denkt, wenn er die Werte sieht, kann er selbst entscheiden, ob er Tabletten braucht oder nicht. Aber so funktioniert das ja nicht, oder? Der Arzt muss ja auch wissen, wie lange das schon so ist, ob es bei Stress höher wird, was sonst noch eine Rolle spielt. Ich versuche jetzt, ihn zu einem Gespräch beim Hausarzt zu überreden. Nicht um ihm zu sagen "siehste, nix hilft", sondern wirklich um gemeinsam zu gucken, was Sache ist. Das mit der definierten Zeit und den Messwerten - das gefällt mir besser als das, was ich bisher versucht habe. Das klingt weniger nach Vorwurf. Aber ich bin auch realistisch: wenn der Arzt dann sagt, Medikament ist nötig, wird er das wahrscheinlich trotzdem nicht gerne nehmen. Dann müssen wir vielleicht einfach akzeptieren, dass er das Risiko selbst tragen will.
Zitat von derbasti am Juni 13, 2026, 10:48 UhrZitat von brigitte_fwenn der Arzt dann sagt, Medikament ist nötig, wird er das wahrscheinlich trotzdem nicht gerne nehmen
ja ey, das ist halt die realität digga. manche leute sind einfach stur - und das ist auch irgendwie ihr recht, aber es ist frustrierend für die um sie herum. ich kenn das von meinem vater, der raucht seit 30 jahren und will nicht damit aufhören, obwohl er weiß dass es scheiße für ihn ist. man kann da nur so viel machen. aber eins finde ich wichtig: wenn dein mann dann beim arzt ist und der sagt "du brauchst tabletten", dann ist das ne ganz andere situation als jetzt. weil jetzt experimentiert er im nebel rum - der arzt kennt die werte gar nicht, kann nix bewerten. wenn der dann schwarz auf weiß sagt "ja, da brauchts medikamente", und dein mann lehnt das ab, dann ist das seine entscheidung - aber sie ist wenigstens informiert. das ist unterschied zwischen "ich probiere das mal" und "ich ignoriere ärztliche empfehlung". das zweite ist halt deutlich blöder. was ich mich nur frage: hat er auch gemessen, wie seine werte sind wenn er entspannt is? weil bei meinem vater im lager ist das krass unterschiedlich - am montag früh total angespannt, freitag nachmittag deutlich niedriger. wenn dein mann da nie baseline hat weiß er ja gar nicht wie schlecht es wirklich ist. vielleicht ist das auch was für das arztgespräch - dass der doc sagt "messen sie zwei wochen lang, morgens, abends, und notieren sie auch ob sie gerade stress hatten" oder so. dann hat man wenigstens substanz für ein gespräch
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Zitat von brigitte_fwenn der Arzt dann sagt, Medikament ist nötig, wird er das wahrscheinlich trotzdem nicht gerne nehmen
ja ey, das ist halt die realität digga. manche leute sind einfach stur - und das ist auch irgendwie ihr recht, aber es ist frustrierend für die um sie herum. ich kenn das von meinem vater, der raucht seit 30 jahren und will nicht damit aufhören, obwohl er weiß dass es scheiße für ihn ist. man kann da nur so viel machen. aber eins finde ich wichtig: wenn dein mann dann beim arzt ist und der sagt "du brauchst tabletten", dann ist das ne ganz andere situation als jetzt. weil jetzt experimentiert er im nebel rum - der arzt kennt die werte gar nicht, kann nix bewerten. wenn der dann schwarz auf weiß sagt "ja, da brauchts medikamente", und dein mann lehnt das ab, dann ist das seine entscheidung - aber sie ist wenigstens informiert. das ist unterschied zwischen "ich probiere das mal" und "ich ignoriere ärztliche empfehlung". das zweite ist halt deutlich blöder. was ich mich nur frage: hat er auch gemessen, wie seine werte sind wenn er entspannt is? weil bei meinem vater im lager ist das krass unterschiedlich - am montag früh total angespannt, freitag nachmittag deutlich niedriger. wenn dein mann da nie baseline hat weiß er ja gar nicht wie schlecht es wirklich ist. vielleicht ist das auch was für das arztgespräch - dass der doc sagt "messen sie zwei wochen lang, morgens, abends, und notieren sie auch ob sie gerade stress hatten" oder so. dann hat man wenigstens substanz für ein gespräch
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Zitat von brigitte_f am Juni 13, 2026, 11:11 Uhr@derbasti, das mit den Messwerten zu verschiedenen Zeiten - das ist ein guter Punkt, den habe ich ihm noch gar nicht so erklärt. Bei uns ist es tatsächlich so, dass er morgens immer angespannter ist. Freitag nachmittags, wenn er vom Garten kommt, ist er relaxter. Aber ob das die Werte großartig ändert, weiß ich nicht. Das Problem ist nur: ich glaube nicht, dass er das so strukturiert machen wird, wie der Arzt es vielleicht empfiehlt. Mein Mann ist jemand, der will schnell Ergebnisse sehen. Eine Woche Rote Beete und dann enttäuscht sein, weil nix passiert - das ist seine Art. Zwei Wochen gewissenhaft Tagebuch führen, das stellt ich mir schwierig vor. Aber vielleicht macht der Arzt da auch Druck, wenn er die Werte selbst sieht. Was mich jetzt mehr bewegt: ich finde es auch nicht ganz fair von mir, ständig zu sagen "das funktioniert nicht". Weil - ehrlich gesagt - ich habe selber nie gemessen. Ich esse seit Jahrzehnten Rote Beete und andere Sachen, die angeblich gut sein sollen. Mir geht es gut damit, aber ich weiß ja auch gar nicht, wie meine Blutdruckwerte sind. Vielleicht wäre es nicht verkehrt dass ich mich auch mal checken lasse. Dann hätte ich wenigstens eine Basis und könnte mit ihm auf Augenhöhe darüber reden, statt immer nur zu sagen "glaub mir, das ist Unsinn".
@derbasti, das mit den Messwerten zu verschiedenen Zeiten - das ist ein guter Punkt, den habe ich ihm noch gar nicht so erklärt. Bei uns ist es tatsächlich so, dass er morgens immer angespannter ist. Freitag nachmittags, wenn er vom Garten kommt, ist er relaxter. Aber ob das die Werte großartig ändert, weiß ich nicht. Das Problem ist nur: ich glaube nicht, dass er das so strukturiert machen wird, wie der Arzt es vielleicht empfiehlt. Mein Mann ist jemand, der will schnell Ergebnisse sehen. Eine Woche Rote Beete und dann enttäuscht sein, weil nix passiert - das ist seine Art. Zwei Wochen gewissenhaft Tagebuch führen, das stellt ich mir schwierig vor. Aber vielleicht macht der Arzt da auch Druck, wenn er die Werte selbst sieht. Was mich jetzt mehr bewegt: ich finde es auch nicht ganz fair von mir, ständig zu sagen "das funktioniert nicht". Weil - ehrlich gesagt - ich habe selber nie gemessen. Ich esse seit Jahrzehnten Rote Beete und andere Sachen, die angeblich gut sein sollen. Mir geht es gut damit, aber ich weiß ja auch gar nicht, wie meine Blutdruckwerte sind. Vielleicht wäre es nicht verkehrt dass ich mich auch mal checken lasse. Dann hätte ich wenigstens eine Basis und könnte mit ihm auf Augenhöhe darüber reden, statt immer nur zu sagen "glaub mir, das ist Unsinn".
Zitat von derbasti am Juni 13, 2026, 11:34 Uhr@brigitte_f ey, das ist aber ne interessante wendung digga. dass du selbst nie gemessen hast und jetzt merkst dass du vielleicht auch gar nicht weißt wie deine werte sind - das ist ehrlich gesagt smart. weil dann seid ihr wenigstens nicht in dieser komischen konstellation wo du ihm ständig sagst "vertrau mir, ich weiß es besser" ohne selbst daten zu haben. aber ich glaub das ist auch nicht die lösung ey. also ja, natürlich cool wenn du dich checken lässt - aber dann macht ihr das beide praktisch gleichzeitig und das kann auch wieder in so einer "wer hat recht" diskussion enden, nur jetzt mit zwei messgeräten statt einem. was ich viel wichtiger finde: dein mann will schnell ergebnisse, hast du gesagt. eine woche rote beete und dann disappointed weil nix passiert. das ist halt das kernproblem, nicht die rote beete selbst. ich mein, ich bin auch jemand der schnell sehen will dass was klappt - deswegen nehm ich supplements ja auch, weil der pump am nächsten tag kommt und nicht erst in drei monaten. aber bei blutdruck ist das halt physikalisch ne andere baustelle, das geht einfach nicht so schnell. vielleicht würde es dem arzt auch helfen wenn du beim gespräch dabei bist und der doc deinem mann erklärt wie lange solche prozesse brauchen. nicht du als "du hast recht und ich sag dirs" sondern der arzt als neutrale autorität. der kann dem besser erklären warum eine woche nix aussagt und warum die struktur wichtig ist. dann fühlt sich dein mann nicht wie ein kind dem man was verbietet, sondern wie jemand der ne strategie hat
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@brigitte_f ey, das ist aber ne interessante wendung digga. dass du selbst nie gemessen hast und jetzt merkst dass du vielleicht auch gar nicht weißt wie deine werte sind - das ist ehrlich gesagt smart. weil dann seid ihr wenigstens nicht in dieser komischen konstellation wo du ihm ständig sagst "vertrau mir, ich weiß es besser" ohne selbst daten zu haben. aber ich glaub das ist auch nicht die lösung ey. also ja, natürlich cool wenn du dich checken lässt - aber dann macht ihr das beide praktisch gleichzeitig und das kann auch wieder in so einer "wer hat recht" diskussion enden, nur jetzt mit zwei messgeräten statt einem. was ich viel wichtiger finde: dein mann will schnell ergebnisse, hast du gesagt. eine woche rote beete und dann disappointed weil nix passiert. das ist halt das kernproblem, nicht die rote beete selbst. ich mein, ich bin auch jemand der schnell sehen will dass was klappt - deswegen nehm ich supplements ja auch, weil der pump am nächsten tag kommt und nicht erst in drei monaten. aber bei blutdruck ist das halt physikalisch ne andere baustelle, das geht einfach nicht so schnell. vielleicht würde es dem arzt auch helfen wenn du beim gespräch dabei bist und der doc deinem mann erklärt wie lange solche prozesse brauchen. nicht du als "du hast recht und ich sag dirs" sondern der arzt als neutrale autorität. der kann dem besser erklären warum eine woche nix aussagt und warum die struktur wichtig ist. dann fühlt sich dein mann nicht wie ein kind dem man was verbietet, sondern wie jemand der ne strategie hat
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Zitat von brigitte_f am Juni 13, 2026, 11:57 Uhr@derbasti das mit dem Arzt als neutrale Autorität - ja, das sehe ich auch so. Ich glaube, das könnte tatsächlich der Knackpunkt sein. Mein Mann hört auf mich aber nicht so wie auf jemanden, der das beruflich weiß, verstehst du? Was mich aber gerade beschäftigt: ich habe überlegt, ob ich beim Gespräch dabei sein sollte oder nicht. Auf einer seite könnte es helfen, dass ich da sitze und der Arzt uns beide erreicht. Auf der anderen - mein Mann könnte sich auch überrumpelt fühlen, wenn wir da zu zweit hingehen und es wirkt wie ein Interventionstermin. Das kenne ich von meinem Bruder, der ist dann sofort dicht gemacht, wenn sich zwei gegen ihn verschworen haben. Vielleicht sollte ich ihn erst mal fragen, ob er das Gespräch alleine führen will oder ob ich mitkommen soll. Das gibt ihm wenigstens das Gefühl, dass er die Kontrolle behält. Und ehrlich gesagt - wenn der Arzt ihm dann sagt, wie lange so etwas dauert und warum die Messwerte allein nicht ausreichen, dann sitzt das vielleicht besser als wenn ich es ihm erzähle. Bei uns in Sachsen sagen wir immer, der Arzt hat das schwarze Diplom. Das zählt mehr als die Ehefrau, die schon wieder recht haben will:-)
Das mit meinen eigenen Werten - das verschiebe ich auf später. Du hast recht, das würde jetzt nur verwirren.
@derbasti das mit dem Arzt als neutrale Autorität - ja, das sehe ich auch so. Ich glaube, das könnte tatsächlich der Knackpunkt sein. Mein Mann hört auf mich aber nicht so wie auf jemanden, der das beruflich weiß, verstehst du? Was mich aber gerade beschäftigt: ich habe überlegt, ob ich beim Gespräch dabei sein sollte oder nicht. Auf einer seite könnte es helfen, dass ich da sitze und der Arzt uns beide erreicht. Auf der anderen - mein Mann könnte sich auch überrumpelt fühlen, wenn wir da zu zweit hingehen und es wirkt wie ein Interventionstermin. Das kenne ich von meinem Bruder, der ist dann sofort dicht gemacht, wenn sich zwei gegen ihn verschworen haben. Vielleicht sollte ich ihn erst mal fragen, ob er das Gespräch alleine führen will oder ob ich mitkommen soll. Das gibt ihm wenigstens das Gefühl, dass er die Kontrolle behält. Und ehrlich gesagt - wenn der Arzt ihm dann sagt, wie lange so etwas dauert und warum die Messwerte allein nicht ausreichen, dann sitzt das vielleicht besser als wenn ich es ihm erzähle. Bei uns in Sachsen sagen wir immer, der Arzt hat das schwarze Diplom. Das zählt mehr als die Ehefrau, die schon wieder recht haben will:-)
Das mit meinen eigenen Werten - das verschiebe ich auf später. Du hast recht, das würde jetzt nur verwirren.
Zitat von derbasti am Juni 13, 2026, 12:30 Uhrey @brigitte_f, das mit dem "schwarzen diplom" ist gut - das ist halt einfach so. aber was ich noch wichtig finde: dein mann wird beim arzt wahrscheinlich auch anders reden als mit dir zuhause. weniger defensiv mehr offen. weil der doc fragt ja nicht "warum nimmst du keine tabletten" sondern "wie lange ist das schon so, was habt ihr schon probiert" und so weiter. das ist ne ganz andere gesprächsdynamik. nur eins würde ich vielleicht noch erwähnen wenn ihr es einrichten könnt - lass ihn die messwerte mitbringen, die er schon hat. nicht als "siehste, nix geholfen" sondern als info für den arzt. dann sieht der doc "okay, eine woche rote beete, wert ist noch 142/88" und kann dem dann selbst erklären dass das gar keine aussage ist. das ist deutlich überzeugender als wenn du das sagst. und ehrlich gesagt - wenn dein mann dann weg ist vom arzt und der hat gesagt "okay, versuch es noch zwei monate strukturiert mit ernährung und messwerten, dann schauen wir nochmal", dann ist das für ihn wahrscheinlich auch ne art grünes licht das er akzeptiert. weil der doc hat ihm quasi erlaubnis gegeben zu experimentieren, nur eben mit plan. das ist psychologisch was ganz anderes als "das funktioniert nicht". bei mir im lager hat einer das ähnlich gemacht, hat mit seinem doc einen deal gemacht für drei monate. danach hat ers dann akzeptiert dass tabletten dran sind. weil der doc war drin im prozess, nicht außen vor
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ey @brigitte_f, das mit dem "schwarzen diplom" ist gut - das ist halt einfach so. aber was ich noch wichtig finde: dein mann wird beim arzt wahrscheinlich auch anders reden als mit dir zuhause. weniger defensiv mehr offen. weil der doc fragt ja nicht "warum nimmst du keine tabletten" sondern "wie lange ist das schon so, was habt ihr schon probiert" und so weiter. das ist ne ganz andere gesprächsdynamik. nur eins würde ich vielleicht noch erwähnen wenn ihr es einrichten könnt - lass ihn die messwerte mitbringen, die er schon hat. nicht als "siehste, nix geholfen" sondern als info für den arzt. dann sieht der doc "okay, eine woche rote beete, wert ist noch 142/88" und kann dem dann selbst erklären dass das gar keine aussage ist. das ist deutlich überzeugender als wenn du das sagst. und ehrlich gesagt - wenn dein mann dann weg ist vom arzt und der hat gesagt "okay, versuch es noch zwei monate strukturiert mit ernährung und messwerten, dann schauen wir nochmal", dann ist das für ihn wahrscheinlich auch ne art grünes licht das er akzeptiert. weil der doc hat ihm quasi erlaubnis gegeben zu experimentieren, nur eben mit plan. das ist psychologisch was ganz anderes als "das funktioniert nicht". bei mir im lager hat einer das ähnlich gemacht, hat mit seinem doc einen deal gemacht für drei monate. danach hat ers dann akzeptiert dass tabletten dran sind. weil der doc war drin im prozess, nicht außen vor
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Zitat von brigitte_f am Juni 13, 2026, 12:59 Uhr@derbasti ja das macht Sinn. Dieses "grüne Licht vom Arzt" - das ist tatsächlich was anderes als wenn ich ihm sag, versuch's nochmal. Der Doc kann ihm auch erklären, worauf er achten soll, was realistisch ist. Ich kann nur sagen "glaub mir". Was mich gerade noch beschäftigt: ich bin mir nicht sicher, ob mein Mann die Messwerte überhaupt mitbringt zum Arzt. Der hat die ja auf diesem Gerät gespeichert, aber ob er die dann aufschreibt oder ausdruckt oder was - keine Ahnung. Ich könnte ihm das anbieten, dass ich das für ihn mache. Aber dann bin ich wieder die die alles organisiert und er fühlt sich bevormundet. Das ist dieses ständige Balancieren, weißt du. Ich will ihm helfen, aber nicht wie eine Mutter, die ihrem erwachsenen Sohn die Schulaufgaben macht. Vielleicht sag ich ihm einfach, dass der Arzt die Werte gerne sehen würde. Dann ist es seine Entscheidung, wie er die beschafft. Das ist ja auch sein Termin, nicht meiner. Das andere - ob ich mitkomme oder nicht - das hab ich mir jetzt fest vorgenommen, ihn zu fragen. Nicht einfach anzukündigen "ich gehe mit dir hin", sondern wirklich fragen. Das gibt ihm die Kontrolle zurück, und ehrlich gesagt, ich bin da auch erleichtert. Wenn er sagt nein, dann kann ich mich auch entspannen und muss nicht da sitzen und mich fragen, ob ich zu viel Platz einnehme mit meiner Besorgnis.
@derbasti ja das macht Sinn. Dieses "grüne Licht vom Arzt" - das ist tatsächlich was anderes als wenn ich ihm sag, versuch's nochmal. Der Doc kann ihm auch erklären, worauf er achten soll, was realistisch ist. Ich kann nur sagen "glaub mir". Was mich gerade noch beschäftigt: ich bin mir nicht sicher, ob mein Mann die Messwerte überhaupt mitbringt zum Arzt. Der hat die ja auf diesem Gerät gespeichert, aber ob er die dann aufschreibt oder ausdruckt oder was - keine Ahnung. Ich könnte ihm das anbieten, dass ich das für ihn mache. Aber dann bin ich wieder die die alles organisiert und er fühlt sich bevormundet. Das ist dieses ständige Balancieren, weißt du. Ich will ihm helfen, aber nicht wie eine Mutter, die ihrem erwachsenen Sohn die Schulaufgaben macht. Vielleicht sag ich ihm einfach, dass der Arzt die Werte gerne sehen würde. Dann ist es seine Entscheidung, wie er die beschafft. Das ist ja auch sein Termin, nicht meiner. Das andere - ob ich mitkomme oder nicht - das hab ich mir jetzt fest vorgenommen, ihn zu fragen. Nicht einfach anzukündigen "ich gehe mit dir hin", sondern wirklich fragen. Das gibt ihm die Kontrolle zurück, und ehrlich gesagt, ich bin da auch erleichtert. Wenn er sagt nein, dann kann ich mich auch entspannen und muss nicht da sitzen und mich fragen, ob ich zu viel Platz einnehme mit meiner Besorgnis.