Selbst pressen vs. Konzentrat kaufen – lohnt sich der Aufwand wirklich?
Zitat von jana_w am Juli 6, 2026, 16:32 Uhrich stell mir das grad wieder, weil ich heute morgen nach meinem Lauf mal wieder überlegt hab ob ich nicht einfach anfangen soll, meinen Rote-Beete-Saft selbst zu pressen. ich trink das Konzentrat jetzt seit fast einem Jahr, aber ehrlich gesagt hab ich nie wirklich nachgerechnet was das über den Monat kostet. der Hintergedanke: ich weiß nicht ob der Nitratgehalt im fertigen Konzentrat wirklich vergleichbar ist mit frisch gepresstem Saft. ich mein, das wird ja irgendwie aufbereitet und haltbar gemacht, und ich frag mich ob dabei was verloren geht. in einem Podcast hat jemand mal gesagt dass Konzentrate oft sogar konzentrierter sind als Frischsaft, aber das klingt für mich auch nach Marketingargument. das praktische Problem: ich bin selbständig, ich hab manchmal Wochen wo ich gar nicht zum Kochen komme, geschweige denn zum Pressen. der Aufwand mit dem Entsafter, das Putzen danach - ich kenn das von Smoothie-Phasen, das schläft man irgendwann ein. Konzentrat ist halt fertig und ich trinks einfach vor dem Lauf zwei Esslöffel in Wasser, keine Diskussion. aber ich hab letztens in einer Facebook-Gruppe gelesen (ja ich weiß, nicht die beste Quelle), dass frisch gepresster Saft mehr aktive Verbindungen enthält die sich beim Erhitzen zersetzen. ob das stimmt - keine Ahnung, ich hab das nicht nachgeprüft. mich würd interessieren ob hier jemand beides ausprobiert hat, also wirklich über mehrere Wochen verglichen. nicht nur einmal gepresst und dann "schmeckt anders, also besser". ich mein echtes Ausprobieren, mit Gefühl fürs Training dahinter. was habt ihr gemerkt, wenn überhaupt?
ich stell mir das grad wieder, weil ich heute morgen nach meinem Lauf mal wieder überlegt hab ob ich nicht einfach anfangen soll, meinen Rote-Beete-Saft selbst zu pressen. ich trink das Konzentrat jetzt seit fast einem Jahr, aber ehrlich gesagt hab ich nie wirklich nachgerechnet was das über den Monat kostet. der Hintergedanke: ich weiß nicht ob der Nitratgehalt im fertigen Konzentrat wirklich vergleichbar ist mit frisch gepresstem Saft. ich mein, das wird ja irgendwie aufbereitet und haltbar gemacht, und ich frag mich ob dabei was verloren geht. in einem Podcast hat jemand mal gesagt dass Konzentrate oft sogar konzentrierter sind als Frischsaft, aber das klingt für mich auch nach Marketingargument. das praktische Problem: ich bin selbständig, ich hab manchmal Wochen wo ich gar nicht zum Kochen komme, geschweige denn zum Pressen. der Aufwand mit dem Entsafter, das Putzen danach - ich kenn das von Smoothie-Phasen, das schläft man irgendwann ein. Konzentrat ist halt fertig und ich trinks einfach vor dem Lauf zwei Esslöffel in Wasser, keine Diskussion. aber ich hab letztens in einer Facebook-Gruppe gelesen (ja ich weiß, nicht die beste Quelle), dass frisch gepresster Saft mehr aktive Verbindungen enthält die sich beim Erhitzen zersetzen. ob das stimmt - keine Ahnung, ich hab das nicht nachgeprüft. mich würd interessieren ob hier jemand beides ausprobiert hat, also wirklich über mehrere Wochen verglichen. nicht nur einmal gepresst und dann "schmeckt anders, also besser". ich mein echtes Ausprobieren, mit Gefühl fürs Training dahinter. was habt ihr gemerkt, wenn überhaupt?
Zitat von markus_b82 am Juli 6, 2026, 16:51 Uhr@jana_w
Zitat von jana_wob der Nitratgehalt im fertigen Konzentrat wirklich vergleichbar ist mit frisch gepresstem Saft
Die Frage ist berechtigt, aber ich glaub die Podcast-Aussage vermischt da zwei verschiedene Dinge. Nitrat selbst ist hitzestabil - das zerfällt nicht beim Eindampfen. Was möglicherweise verloren geht, sind andere Verbindungen wie Betalaine oder bestimmte Polyphenole, aber die sind für den eigentlichen Nitrat-NO-Weg auch nicht entscheidend. Ich hab da selbst getestet und kann sagen: ich bin damals von frisch gepresstem Saft (ca. 500ml Rote Beete aus dem Entsafter, Sonntagsritual) auf ein Konzentrat umgestiegen, weil mir der Aufwand irgendwann zu groß wurde. Gefühlt kein Unterschied bei der Performance - aber "gefühlt" ist halt kein Messgerät. Was mich bei deinem Post mehr beschäftigt: du trinkst das seit fast einem Jahr und weißt nicht genau, ob es was bringt. Hast du mal eine Pause gemacht, zwei, drei Wochen ohne, und geschaut ob du einen Unterschied merkst beim Training? Das wäre zumindest ein halbwegs kontrollierter Selbstversuch. Ist kein RCT, ich weiß, aber besser als der Vergleich "ich hab mal gegessen und dann war ich gut drauf."
Die Kostenfrage ist übrigens nicht trivial. Ich hab das mal grob ausgerechnet: gute Konzentrateprodukte kosten im Monat locker 25-40 Euro bei regelmäßigem Einsatz. Frische Rote Beete kostet hier beim Wochenmarkt vielleicht einen Bruchteil davon, aber dann kommt der Entsafter, die Zeit, die Flecken auf dem Schneidebrett. Die Facebook-Gruppe würde ich als Quelle wirklich weglegen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar ohne Beleg.
Zitat von jana_wob der Nitratgehalt im fertigen Konzentrat wirklich vergleichbar ist mit frisch gepresstem Saft
Die Frage ist berechtigt, aber ich glaub die Podcast-Aussage vermischt da zwei verschiedene Dinge. Nitrat selbst ist hitzestabil - das zerfällt nicht beim Eindampfen. Was möglicherweise verloren geht, sind andere Verbindungen wie Betalaine oder bestimmte Polyphenole, aber die sind für den eigentlichen Nitrat-NO-Weg auch nicht entscheidend. Ich hab da selbst getestet und kann sagen: ich bin damals von frisch gepresstem Saft (ca. 500ml Rote Beete aus dem Entsafter, Sonntagsritual) auf ein Konzentrat umgestiegen, weil mir der Aufwand irgendwann zu groß wurde. Gefühlt kein Unterschied bei der Performance - aber "gefühlt" ist halt kein Messgerät. Was mich bei deinem Post mehr beschäftigt: du trinkst das seit fast einem Jahr und weißt nicht genau, ob es was bringt. Hast du mal eine Pause gemacht, zwei, drei Wochen ohne, und geschaut ob du einen Unterschied merkst beim Training? Das wäre zumindest ein halbwegs kontrollierter Selbstversuch. Ist kein RCT, ich weiß, aber besser als der Vergleich "ich hab mal gegessen und dann war ich gut drauf."
Die Kostenfrage ist übrigens nicht trivial. Ich hab das mal grob ausgerechnet: gute Konzentrateprodukte kosten im Monat locker 25-40 Euro bei regelmäßigem Einsatz. Frische Rote Beete kostet hier beim Wochenmarkt vielleicht einen Bruchteil davon, aber dann kommt der Entsafter, die Zeit, die Flecken auf dem Schneidebrett. Die Facebook-Gruppe würde ich als Quelle wirklich weglegen. Das ist wissenschaftlich nicht haltbar ohne Beleg.
Zitat von rennradrenate am Juli 6, 2026, 18:51 UhrZitat von jana_wich merk gerade dass ich hier eigentlich gar nicht mehr über Rote Bete rede
Das stimmt - aber @markus_b82 macht jetzt genau das Gleiche, und ich find das interessant. Die Kostenfrage, der Entsafter, die Flecken auf dem Schneidebrett: das ist alles legitim, aber es verschiebt das eigentliche Problem. Jana hat gefragt ob beim Aufbereiten was verloren geht. Markus sagt Nitrat ist hitzestabil, das stimmt soweit ich weiß auch - meine Hausärztin hat das ähnlich eingeordnet, als ich sie mal gefragt hab. Aber die Frage war ja nicht nur Nitrat. Was mich konkret beschäftigt: ich hab damals, bevor ich auf Konzentrat umgestiegen bin, mehrere Wochen mit frisch gekochter Roter Bete gearbeitet - nicht gepresst, nur gegessen, als Beilage vor langen Ausfahrten. Und das hat für mich subjektiv genauso funktioniert wie das Konzentrat später. Ob das irgendetwas beweist, nein. Aber es hat mich dazu gebracht, dem Frischprodukt nicht grundsätzlich mehr zu vertrauen als dem Konzentrat. Was ich @markus_b82 direkt sagen würde: der Pausentest ist kein schlechter Gedanke, aber er setzt voraus dass man den Unterschied überhaupt wahrnehmen kann, wenn man nicht weiß wonach man sucht. Bei mir war es so, dass ich erst rückwirkend gemerkt hab wie viel besser die Erholung war - nicht während der Einheit selbst. Das ist schwer zu testen wenn man nicht systematisch drauf achtet. Und die 25-40 Euro im Monat - bei gutem Konzentrat stimmt das, aber da gibt es Unterschiede.
--
Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von jana_wich merk gerade dass ich hier eigentlich gar nicht mehr über Rote Bete rede
Das stimmt - aber @markus_b82 macht jetzt genau das Gleiche, und ich find das interessant. Die Kostenfrage, der Entsafter, die Flecken auf dem Schneidebrett: das ist alles legitim, aber es verschiebt das eigentliche Problem. Jana hat gefragt ob beim Aufbereiten was verloren geht. Markus sagt Nitrat ist hitzestabil, das stimmt soweit ich weiß auch - meine Hausärztin hat das ähnlich eingeordnet, als ich sie mal gefragt hab. Aber die Frage war ja nicht nur Nitrat. Was mich konkret beschäftigt: ich hab damals, bevor ich auf Konzentrat umgestiegen bin, mehrere Wochen mit frisch gekochter Roter Bete gearbeitet - nicht gepresst, nur gegessen, als Beilage vor langen Ausfahrten. Und das hat für mich subjektiv genauso funktioniert wie das Konzentrat später. Ob das irgendetwas beweist, nein. Aber es hat mich dazu gebracht, dem Frischprodukt nicht grundsätzlich mehr zu vertrauen als dem Konzentrat. Was ich @markus_b82 direkt sagen würde: der Pausentest ist kein schlechter Gedanke, aber er setzt voraus dass man den Unterschied überhaupt wahrnehmen kann, wenn man nicht weiß wonach man sucht. Bei mir war es so, dass ich erst rückwirkend gemerkt hab wie viel besser die Erholung war - nicht während der Einheit selbst. Das ist schwer zu testen wenn man nicht systematisch drauf achtet. Und die 25-40 Euro im Monat - bei gutem Konzentrat stimmt das, aber da gibt es Unterschiede.
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Zitat von markus_b82 am Juli 6, 2026, 22:10 Uhr@rennradrenate
Zitat von rennradrenateerst rückwirkend gemerkt wie viel besser die Erholung war
Das ist der Punkt, der mich immer wieder stört, wenn ich solche Selbstberichte lese - nicht speziell deinen, generell. Rückwirkende Wahrnehmung ist extrem anfällig für Confirmation Bias. Wenn du weißt dass du was genommen hast, ordnest du positive Signale automatisch dem zu. Das ist kein Vorwurf, das ist Kognitionspsychologie. Was du über den Pausentest sagst, stimmt schon: man muss wissen wonach man sucht. Aber das spricht eher für ein Protokoll als gegen den Test. Herzfrequenz nach dem Lauf, gefühlte Anstrengung auf einer simplen Skala, sowas in der Art. Ich hab das selbst eine Weile gemacht, war dann aber ehrlich gesagt zu inkonsistent beim Aufschreiben. Was mich an deinem Beitrag noch beschäftigt: du sagst "da gibt es Unterschiede" bei den Konzentraten. Hast du da eine Quelle für, oder meinst du Preisunterschiede? Weil das wäre tatsächlich der interessanteste Punkt im Thread gerade - ob Konzentrate in der Nitratmenge wirklich so stark variieren dass man das bei der Kaufentscheidung berücksichtigen müsste. Ich hab da selbst keine verlässlichen Vergleichsdaten gesehen, und Hersteller deklarieren das oft so unterschiedlich dass ein direkter Vergleich kaum möglich ist.
Zitat von rennradrenateerst rückwirkend gemerkt wie viel besser die Erholung war
Das ist der Punkt, der mich immer wieder stört, wenn ich solche Selbstberichte lese - nicht speziell deinen, generell. Rückwirkende Wahrnehmung ist extrem anfällig für Confirmation Bias. Wenn du weißt dass du was genommen hast, ordnest du positive Signale automatisch dem zu. Das ist kein Vorwurf, das ist Kognitionspsychologie. Was du über den Pausentest sagst, stimmt schon: man muss wissen wonach man sucht. Aber das spricht eher für ein Protokoll als gegen den Test. Herzfrequenz nach dem Lauf, gefühlte Anstrengung auf einer simplen Skala, sowas in der Art. Ich hab das selbst eine Weile gemacht, war dann aber ehrlich gesagt zu inkonsistent beim Aufschreiben. Was mich an deinem Beitrag noch beschäftigt: du sagst "da gibt es Unterschiede" bei den Konzentraten. Hast du da eine Quelle für, oder meinst du Preisunterschiede? Weil das wäre tatsächlich der interessanteste Punkt im Thread gerade - ob Konzentrate in der Nitratmenge wirklich so stark variieren dass man das bei der Kaufentscheidung berücksichtigen müsste. Ich hab da selbst keine verlässlichen Vergleichsdaten gesehen, und Hersteller deklarieren das oft so unterschiedlich dass ein direkter Vergleich kaum möglich ist.
Zitat von rennradhorst am Juli 7, 2026, 00:05 Uhr@markus_b82
Zitat von markus_b82Hersteller deklarieren das oft so unterschiedlich dass ein direkter Vergleich kaum möglich ist
das ist das eigentliche Problem und ich glaub das wird hier ein bisschen unter den Tisch gewischt. Ich hab vor einer Weile mal drei verschiedene Konzentrate nebeneinander gehabt und auf den Etiketten stand alles mögliche - mg Nitrat pro Portion mmol, mal gar nix. Wie soll man da vergleichen? Kann man net. Und dann kauft man halt das mit dem schönen Logo oder das, was im Podcast empfohlen wurde. was mich bei der Diskussion hier ein bisschen amüsiert: wir reden über Confirmation Bias und Protokolle und Kognitionspsychologie, dabei hat @jana_w eigentlich nur wissen wollen ob sich das Pressen lohnt. Die Antwort ist für mich einfach: kommt drauf an wie dein Leben gerade aussieht. In Wochen wo ich Samstag um sechs aufstehe für ne lange Ausfahrt, press ich nix. Da ist das Konzentrat halt praktisch. Fertig. der Nitratgehalt-Vergleich zwischen Frischsaft und Konzentrat ist übrigens auch abhängig von der Roten Bete selbst - je nach Boden, Sorte, Ernte. Hab ich mal irgendwo gelesen, Quelle weiß ich net mehr genau. Also selbst wenn man presst weiß man net was drin ist. Ist irgendwie genauso blind wie beim Konzentrat.
Zitat von markus_b82Hersteller deklarieren das oft so unterschiedlich dass ein direkter Vergleich kaum möglich ist
das ist das eigentliche Problem und ich glaub das wird hier ein bisschen unter den Tisch gewischt. Ich hab vor einer Weile mal drei verschiedene Konzentrate nebeneinander gehabt und auf den Etiketten stand alles mögliche - mg Nitrat pro Portion mmol, mal gar nix. Wie soll man da vergleichen? Kann man net. Und dann kauft man halt das mit dem schönen Logo oder das, was im Podcast empfohlen wurde. was mich bei der Diskussion hier ein bisschen amüsiert: wir reden über Confirmation Bias und Protokolle und Kognitionspsychologie, dabei hat @jana_w eigentlich nur wissen wollen ob sich das Pressen lohnt. Die Antwort ist für mich einfach: kommt drauf an wie dein Leben gerade aussieht. In Wochen wo ich Samstag um sechs aufstehe für ne lange Ausfahrt, press ich nix. Da ist das Konzentrat halt praktisch. Fertig. der Nitratgehalt-Vergleich zwischen Frischsaft und Konzentrat ist übrigens auch abhängig von der Roten Bete selbst - je nach Boden, Sorte, Ernte. Hab ich mal irgendwo gelesen, Quelle weiß ich net mehr genau. Also selbst wenn man presst weiß man net was drin ist. Ist irgendwie genauso blind wie beim Konzentrat.
Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 00:07 Uhr@rennradhorst
Zitat von rennradhorstselbst wenn man presst weiß man net was drin ist
Das stimmt, und das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du machst - aber er hat eine Konsequenz, die ich ein bisschen anders einordnen würde. Ja, Nitratgehalt in frischer Roter Bete schwankt stark, das ist belegt (Lidder et al. 2016 haben das in ihrem Review auch kurz angesprochen, da lagen die Werte bei gleicher Menge teilweise um Faktor 3 auseinander). Aber das spricht nicht gegen Frischsaft als solchen - es spricht dafür, dass man die Frage "was ist drin" bei Konzentraten eigentlich strenger stellen müsste, nicht lockerer. Weil der Hersteller ja behauptet, das standardisiert zu haben. Wenn er das nicht vernünftig deklariert, ist das ein Problem mit dem Produkt, nicht ein Argument dafür dass Frischware genauso intransparent ist. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst "Quelle weiß ich net mehr genau". Das ist bei dem Variabilitäts-Punkt eigentlich schade, weil er diskussionswürdig wäre. Hast du da noch irgendwas in Erinnerung, Zeitschrift, Kontext? Und die "kommt drauf an wie dein Leben gerade aussieht"-Antwort ist mir persönlich zu früh. Jana hat konkret nach Inhalten gefragt, nicht nach Convenience-Abwägung. Die Frage ob beim Aufbereiten was verloren geht ist ja immer noch nicht wirklich beantwortet hier.
Zitat von rennradhorstselbst wenn man presst weiß man net was drin ist
Das stimmt, und das ist eigentlich der interessanteste Punkt den du machst - aber er hat eine Konsequenz, die ich ein bisschen anders einordnen würde. Ja, Nitratgehalt in frischer Roter Bete schwankt stark, das ist belegt (Lidder et al. 2016 haben das in ihrem Review auch kurz angesprochen, da lagen die Werte bei gleicher Menge teilweise um Faktor 3 auseinander). Aber das spricht nicht gegen Frischsaft als solchen - es spricht dafür, dass man die Frage "was ist drin" bei Konzentraten eigentlich strenger stellen müsste, nicht lockerer. Weil der Hersteller ja behauptet, das standardisiert zu haben. Wenn er das nicht vernünftig deklariert, ist das ein Problem mit dem Produkt, nicht ein Argument dafür dass Frischware genauso intransparent ist. Was mich an deinem Beitrag aber wirklich beschäftigt: du sagst "Quelle weiß ich net mehr genau". Das ist bei dem Variabilitäts-Punkt eigentlich schade, weil er diskussionswürdig wäre. Hast du da noch irgendwas in Erinnerung, Zeitschrift, Kontext? Und die "kommt drauf an wie dein Leben gerade aussieht"-Antwort ist mir persönlich zu früh. Jana hat konkret nach Inhalten gefragt, nicht nach Convenience-Abwägung. Die Frage ob beim Aufbereiten was verloren geht ist ja immer noch nicht wirklich beantwortet hier.
Zitat von rennradrenate am Juli 7, 2026, 00:11 UhrZitat von markus_b82die Frage ob beim Aufbereiten was verloren geht ist ja immer noch nicht wirklich beantwortet hier
Das stimmt, @markus_b82 - aber ich glaub die Frage lässt sich so auch nicht beantworten, zumindest nicht allgemein. Weil "Aufbereitung" nicht gleich Aufbereitung ist. Ein Konzentrat, das kalt eingedampft wird, ist etwas anderes als eines, das bei höheren Temperaturen verarbeitet wird. Und genau das deklariert kein Hersteller, den ich kenne. Da steht "schonend verarbeitet" drauf und das war's. Was mich an diesem Thread-Verlauf gerade beschäftigt: @rennradhorst hat den Variabilitätspunkt gemacht, und du hast daraus sofort die Konsequenz gezogen, dass Konzentrat-Hersteller eigentlich strenger geprüft werden müssten. Das find ich richtig - aber dann wäre die ehrliche Antwort an @jana_w doch: wir wissen's schlicht nicht, weil die Transparenz fehlt, auf beiden Seiten. Ich hab das mal mit meiner Hausärztin kurz besprochen, damals wegen des Blutdruckthemas. Ihre Aussage war sinngemäß: bei verarbeiteten Produkten lohnt es sich, nach Nitrat-Angaben in mg pro Portion zu schauen, und wenn die fehlen, ist das ein Zeichen. Das ist kein wissenschaftlicher Vergleich, aber als Kaufkriterium fand ich das pragmatisch. Was Jana ursprünglich wollte, war ja eigentlich eine Orientierung. Und die Antwort "kommt drauf an" von @rennradhorst ist mir auch zu wenig - aber "wir haben keine verlässlichen Vergleichsdaten" ist für jemanden der morgen früh seinen Saft trinken will auch nicht wirklich hilfreicher.
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Zitat von markus_b82die Frage ob beim Aufbereiten was verloren geht ist ja immer noch nicht wirklich beantwortet hier
Das stimmt, @markus_b82 - aber ich glaub die Frage lässt sich so auch nicht beantworten, zumindest nicht allgemein. Weil "Aufbereitung" nicht gleich Aufbereitung ist. Ein Konzentrat, das kalt eingedampft wird, ist etwas anderes als eines, das bei höheren Temperaturen verarbeitet wird. Und genau das deklariert kein Hersteller, den ich kenne. Da steht "schonend verarbeitet" drauf und das war's. Was mich an diesem Thread-Verlauf gerade beschäftigt: @rennradhorst hat den Variabilitätspunkt gemacht, und du hast daraus sofort die Konsequenz gezogen, dass Konzentrat-Hersteller eigentlich strenger geprüft werden müssten. Das find ich richtig - aber dann wäre die ehrliche Antwort an @jana_w doch: wir wissen's schlicht nicht, weil die Transparenz fehlt, auf beiden Seiten. Ich hab das mal mit meiner Hausärztin kurz besprochen, damals wegen des Blutdruckthemas. Ihre Aussage war sinngemäß: bei verarbeiteten Produkten lohnt es sich, nach Nitrat-Angaben in mg pro Portion zu schauen, und wenn die fehlen, ist das ein Zeichen. Das ist kein wissenschaftlicher Vergleich, aber als Kaufkriterium fand ich das pragmatisch. Was Jana ursprünglich wollte, war ja eigentlich eine Orientierung. Und die Antwort "kommt drauf an" von @rennradhorst ist mir auch zu wenig - aber "wir haben keine verlässlichen Vergleichsdaten" ist für jemanden der morgen früh seinen Saft trinken will auch nicht wirklich hilfreicher.
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Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 08:33 Uhr@rennradrenate
Zitat von rennradrenate"wir haben keine verlässlichen Vergleichsdaten" ist für jemanden der morgen früh seinen Saft trinken will auch nicht wirklich hilfreicher
Das stimmt, aber ich find das Argument etwas zu bequem. Nur weil eine ehrliche Antwort unpraktisch ist, wird sie dadurch nicht falsch. Und deine Hausärztin hat mit dem Kriterium "mg Nitrat pro Portion" eigentlich genau den richtigen Hebel benannt - das ist kein Luxus, das sollte Standard sein. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt, weil das im ganzen Thread noch nicht kam: wenn keine Nitratsangabe auf dem Etikett steht und der Hersteller stattdessen mit "schonend verarbeitet" oder ähnlichem Marketingvokabular arbeitet, dann ist das eigentlich schon eine Aussage. Ich hab das bei Betanio PLUS nachgeschaut, die deklarieren tatsächlich mmol Nitrat pro Portion - ob das belastbar ist, kann ich nicht prüfen, aber es ist immerhin ein Ansatz. Bei anderen Produkten hab ich das nicht gefunden, nicht mal auf Nachfrage beim Hersteller. Dass @jana_w das seit einem Jahr trinkt ohne je die Deklaration geprüft zu haben - das ist das, was mich an dem Ausgangsbeitrag am meisten stört, wenn ich ehrlich bin. Nicht der Convenience-Aspekt, nicht mal die Kostenfrage. Die eigentliche Grundlage fehlt. Man optimiert ein Ritual ohne zu wissen ob das Mittel überhaupt das enthält, weswegen man es nimmt. Ob das bei Frischsaft besser ist, nein, da haben rennradhorst und du recht. Aber das macht das Problem nicht kleiner.
Zitat von rennradrenate"wir haben keine verlässlichen Vergleichsdaten" ist für jemanden der morgen früh seinen Saft trinken will auch nicht wirklich hilfreicher
Das stimmt, aber ich find das Argument etwas zu bequem. Nur weil eine ehrliche Antwort unpraktisch ist, wird sie dadurch nicht falsch. Und deine Hausärztin hat mit dem Kriterium "mg Nitrat pro Portion" eigentlich genau den richtigen Hebel benannt - das ist kein Luxus, das sollte Standard sein. Was mich jetzt aber wirklich beschäftigt, weil das im ganzen Thread noch nicht kam: wenn keine Nitratsangabe auf dem Etikett steht und der Hersteller stattdessen mit "schonend verarbeitet" oder ähnlichem Marketingvokabular arbeitet, dann ist das eigentlich schon eine Aussage. Ich hab das bei Betanio PLUS nachgeschaut, die deklarieren tatsächlich mmol Nitrat pro Portion - ob das belastbar ist, kann ich nicht prüfen, aber es ist immerhin ein Ansatz. Bei anderen Produkten hab ich das nicht gefunden, nicht mal auf Nachfrage beim Hersteller. Dass @jana_w das seit einem Jahr trinkt ohne je die Deklaration geprüft zu haben - das ist das, was mich an dem Ausgangsbeitrag am meisten stört, wenn ich ehrlich bin. Nicht der Convenience-Aspekt, nicht mal die Kostenfrage. Die eigentliche Grundlage fehlt. Man optimiert ein Ritual ohne zu wissen ob das Mittel überhaupt das enthält, weswegen man es nimmt. Ob das bei Frischsaft besser ist, nein, da haben rennradhorst und du recht. Aber das macht das Problem nicht kleiner.
Zitat von holli am Juli 7, 2026, 08:36 Uhr@markus_b82 Zitat von markus_b82Man optimiert ein Ritual ohne zu wissen ob das Mittel überhaupt das enthält weswegen man es nimmt
Das ist fair. Aber ehrlich - wer von uns macht das denn anders. Ich nehm jeden Morgen mein Blutdruckmittel und vertrau dass drin ist was drauf steht. Die Apotheke kontrollt das, der Staat kontrollt das. Fertig. Bei Rote-Beete-Konzentrat ist das wahrscheinlich nicht viel anders, nur dass die Branche halt klein ist und weniger reguliert wird. Was mich grad beschäftigt - und das ist ehrlich eine echte Frage - wenn die mg-Angabe fehlt, frag ich dann einfach beim Hersteller nach. @jana_w könnte das doch morgen machen. Nicht weil ich ihm traue, sondern weil die Antwort selbst schon aussagekräftig ist. Antwortet keiner oder kommt so ein Schwurbeltext weißt du bescheid. Hab ich bei meinem Blutdruckmedikament gemacht damals. Der Hersteller hat sofort geantwortet mit genauen Werten. Das war für mich das Vertrauenssignal, nicht die Packung selbst. Das ganze Gedöns mit Hausärztin und optimalen Bedingungen und kalt eingedampft - spart euch das Geld. Frisches Gemüse tut's auch. Einfach Rote Beete zwei, drei mal die Woche auf den Teller, fertig. Kostet nix, ist praktisch, und du weißt wenigstens ansatzweise was drin ist. Aber die Frage ob @jana_w pressen soll oder konzentrat - das ist immer noch die falsche Frage gewesen.
@markus_b82 Zitat von markus_b82Man optimiert ein Ritual ohne zu wissen ob das Mittel überhaupt das enthält weswegen man es nimmt
Das ist fair. Aber ehrlich - wer von uns macht das denn anders. Ich nehm jeden Morgen mein Blutdruckmittel und vertrau dass drin ist was drauf steht. Die Apotheke kontrollt das, der Staat kontrollt das. Fertig. Bei Rote-Beete-Konzentrat ist das wahrscheinlich nicht viel anders, nur dass die Branche halt klein ist und weniger reguliert wird. Was mich grad beschäftigt - und das ist ehrlich eine echte Frage - wenn die mg-Angabe fehlt, frag ich dann einfach beim Hersteller nach. @jana_w könnte das doch morgen machen. Nicht weil ich ihm traue, sondern weil die Antwort selbst schon aussagekräftig ist. Antwortet keiner oder kommt so ein Schwurbeltext weißt du bescheid. Hab ich bei meinem Blutdruckmedikament gemacht damals. Der Hersteller hat sofort geantwortet mit genauen Werten. Das war für mich das Vertrauenssignal, nicht die Packung selbst. Das ganze Gedöns mit Hausärztin und optimalen Bedingungen und kalt eingedampft - spart euch das Geld. Frisches Gemüse tut's auch. Einfach Rote Beete zwei, drei mal die Woche auf den Teller, fertig. Kostet nix, ist praktisch, und du weißt wenigstens ansatzweise was drin ist. Aber die Frage ob @jana_w pressen soll oder konzentrat - das ist immer noch die falsche Frage gewesen.
Zitat von markus_b82 am Juli 7, 2026, 08:40 Uhr@holli
Zitat von holliEinfach Rote Beete zwei, drei mal die Woche auf den Teller, fertig
Das ist nicht falsch, aber es ignoriert einen praktischen Punkt: der Nitrat-Effekt, der in den relevanten Studien (z.B. Lansley et al. 2011, die 500ml Saft mit ~5.5mmol Nitrat verwendet haben) beobachtet wurde, setzt eine gewisse Dosis voraus, die über normalen Speisekonsum oft nicht erreicht wird. Rote Beete als Beilage zweimal die Woche ist etwas anderes als eine standardisierte Menge kurz vor dem Training. Für Ausdauersport mit konkretem Ziel ist das nicht dasselbe. Was ich aber interessant finde, ist dein Punkt mit der Hersteller-Anfrage. Das ist pragmatisch, und du hast recht, dass die Antwort selbst schon etwas sagt. Ich hab das bei einem Hersteller tatsächlich mal gemacht, und die haben mir eine PDF-Seite mit Laborwerten geschickt - ob die unabhängig zertifiziert war, stand da nicht dabei. Das ist halt das Problem: ich kann die Antwort nicht wirklich einordnen ohne Kontext zum Labor. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr stört: du sagst "die falsche Frage gewesen" - aber Jana hat die Frage gestellt, nicht wir. Und "Frisches Gemüse tut's auch" ist als Antwort auf eine konkrete Frage nach Nitratgehalt und Verarbeitungsverlusten eigentlich zu pauschal.
Zitat von holliEinfach Rote Beete zwei, drei mal die Woche auf den Teller, fertig
Das ist nicht falsch, aber es ignoriert einen praktischen Punkt: der Nitrat-Effekt, der in den relevanten Studien (z.B. Lansley et al. 2011, die 500ml Saft mit ~5.5mmol Nitrat verwendet haben) beobachtet wurde, setzt eine gewisse Dosis voraus, die über normalen Speisekonsum oft nicht erreicht wird. Rote Beete als Beilage zweimal die Woche ist etwas anderes als eine standardisierte Menge kurz vor dem Training. Für Ausdauersport mit konkretem Ziel ist das nicht dasselbe. Was ich aber interessant finde, ist dein Punkt mit der Hersteller-Anfrage. Das ist pragmatisch, und du hast recht, dass die Antwort selbst schon etwas sagt. Ich hab das bei einem Hersteller tatsächlich mal gemacht, und die haben mir eine PDF-Seite mit Laborwerten geschickt - ob die unabhängig zertifiziert war, stand da nicht dabei. Das ist halt das Problem: ich kann die Antwort nicht wirklich einordnen ohne Kontext zum Labor. Was mich bei deinem Beitrag aber mehr stört: du sagst "die falsche Frage gewesen" - aber Jana hat die Frage gestellt, nicht wir. Und "Frisches Gemüse tut's auch" ist als Antwort auf eine konkrete Frage nach Nitratgehalt und Verarbeitungsverlusten eigentlich zu pauschal.