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Rote-Bete-Saft vs. ganze Knolle – macht das für Nitrat-Aufnahme wirklich einen Unterschied?

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Zitat von rote_socke_83

Einfach die Frequenz hochschrauben und schauen ob sich über einen Monat was ändert

@rote_socke_83 da bin ich ehrlich neugierig ob du das wirklich durchziehst, weil das wäre tatsächlich was anderes als das ganze Peak-Timing-Gedöns. Aber ich muss dich warnen - der Magen spielt da wahrscheinlich mit. Ich hab vor zwei Jahren versucht täglich rote Bete zu essen, nicht aus sportlichen Gründen sondern weil mein Kollege aus'm Verein das gemacht hat und es mir nicht aus dem Kopf ging. Nach zwei Wochen täglich gekochte Knolle zum Abendbrot hatte ich so Verdauungsprobleme dass ich's gelassen hab. Blähungen, Unbehagen, naja. Seitdem mach ich's eher sporadisch. Ob das bei dir anders ist weiß ich nicht, aber täglich könnte schnell zum Eigentor werden. Was mich aber auch interessiert - du sagst über Wochen adaptiv. Hast du ne Ahnung ob der Körper sich da dran gewöhnt oder ob das eher was mit Speicher-Effekten zu tun hat? Weil wenn mein Darm grundsätzlich sauer auf tägliche Rote Bete reagiert, bringt mir Frequenz nix. Dann fahr ich vielleicht besser 2x die Woche und hab weniger Drama.

@derbär das mit den Verdauungsproblemen nach zwei Wochen täglich - das kenn ich ansatzweise. Nicht so heftig wie du beschreibst, aber ich hab gemerkt dass ich nach einer Phase mit viel Rote Bete irgendwie empfindlicher auf Rohkost generell reagiert hab. Ob das zusammenhängt weiß ich nicht.

Zitat von derbär

ob der Körper sich da dran gewöhnt oder ob das eher was mit Speicher-Effekten zu tun hat

Ehrlich gesagt hab ich keine Ahnung. Das ist ein Punkt den ich komplett ausgeblendet hab als ich das mit der Frequenz vorgeschlagen hab. Ich dachte nur an den möglichen Nutzen, nicht daran dass der Darm da auch ein Wort mitredet. Kann ich so nicht unterschreiben dass das für jeden problemlos ist. Was mich aber bei deiner Geschichte interessiert: du hast nach zwei Wochen abgebrochen. Hattest du da überhaupt schon irgendwas gemerkt, sportlich, oder war's nur die Verdauung die dich rausgeworfen hat? Ich frag das weil ich nicht weiß ob das überhaupt lange genug war um irgendwas adaptives zu sehen. Zwei Wochen ist ja nicht nichts aber auch nicht viel. Das Problem ist: ich habe grade keine Phase wo ich das testen will. Granfondo ist im September und ich hab keine Lust mir vorher den Magen zu versauen weil ich irgendein Frequenzexperiment angefangen hab das ich nicht zu Ende denke.

@rote_socke_83 der Punkt mit der Granfondo im September ist eigentlich der ehrlichste Selbst-Check in diesem Thread. Kein sinnvolles Experiment kurz vor einem Zielrennen anfangen - das ist nicht Feigheit, das ist schlicht vernünftig. Was mich an derbärs Geschichte aber beschäftigt, und das ist ein Aspekt der bisher nicht drin war: Zwei Wochen tägliche Knolle, dann Abbruch wegen Verdauung. Die Frage ob das "lang genug für Adaptation" war, stellt sich vielleicht falsch rum. Denn wenn der limitierende Faktor die Verträglichkeit ist, bringt Adaptation des Nitrat-Stoffwechsels nichts wenn der Darm vorher streikt. Was ich mal gelesen hab, und ich such die Quelle gerade nicht, war der Hinweis dass FODMAPs in Roten Beten - also fermentierbare Kohlenhydrate - bei manchen Leuten der eigentliche Trigger für Blähungen sind, nicht das Nitrat selbst. Wenn das stimmt, würde eine graduelle Steigerung statt "täglich von Null auf Hundert" mehr Sinn machen. Ob sich das dann auf Nitrat-Ebene auch anders verhält, keine Ahnung. @derbär hast du da irgendwas verändert, also ob du's gekocht, roh oder als Saft probiert hast? Weil ich mir vorstelle dass die FODMAP-Last je nach Zubereitungsform variiert - beim Saft z.B. fällt die Ballaststoff-Matrix weg, was den Darm möglicherweise weniger belastet. Oder eben nicht, das ist Spekulation mauf einer seite.

@markus_b82 der FODMAP-Punkt ist neu für mich, ehrlich gesagt. Ich hab das Wort schon mal gehört aber nie in Verbindung mit Rote Bete gebracht. Wenn der Trigger wirklich die fermentierbaren Kohlenhydrate sind und nicht das Nitrat selbst, dann würde das ja bedeuten dass @derbär und ich mit unseren Verdauungsproblemen auf einer völlig anderen Baustelle waren als wir dachten. Nicht zuviel Nitrat, sondern zuviel FODMAP. Das verschiebt die Frage komplett.

Zitat von markus_b82

beim Saft z.B. fällt die Ballaststoff-Matrix weg

Das wäre dann ja fast ein Argument für den Shot - nicht wegen der standardisierten Nitrat-Menge, sondern weil man den Darm aus dem Spiel lässt. Was ich daran aber komisch finde: wenn die Matrix wegfällt, fällt ja auch der Kauvorgang weg, also die Speichelphase. Und die haben wir vorhin als möglicherweise relevant eingestuft. Man tauscht dann ein Problem gegen ein anderes. Ich weiß nicht wie ich das auflösen soll. Vielleicht gibt's gar keine Form die alle Probleme gleichzeitig löst - gute Nitrat-Bioverfügbarkeit, Speichelphase mitnehmen, Darm nicht stressen. Vielleicht ist das einfach ein Zielkonflikt. Was ich @derbär noch fragen würde: war das bei dir immer abends oder auch wenn du die Knolle mittags gegessen hast? Ich frag das weil bei mir der Magen abends generell empfindlicher ist als tagsüber, das hat nichts mit Rote Bete zu tun sondern ist einfach so seit Jahren.

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