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Rote Beete schälen ohne Handschuhe – wie macht ihr das?

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ich stell mir grad vor wie ich morgen früh vor dem langen Lauf noch schnell Rote Beete vorbereiten will und dann mit lilafarbenen Händen zum Laptop sitz... nein danke. Das ist bisher mein Hauptproblem mit frischer Roter Beete ehrlich gesagt. Ich hab das einmal ohne Handschuhe probiert und meine Hände haben noch zwei Tage danach ausgeschaut als hätt ich ein Kunstprojekt vermasselt. Seitdem kauf ich meistens die vakuumverpackte (ich weiß, ich weiß - hab ich ja schon eingestanden). Aber die schmeckt halt einfach fader. Jetzt hab ich neulich in einem Kochvideo gesehen dass die jemand erst kocht und dann die Schale quasi abzieht, mit den Händen, so ein Wischbewegung, und das soll dann deutlich weniger färben? Hat wer das schon probiert? Klingt für mich ein bisschen zu gut um wahr zu sein. Und dann die zweite Variante die ich kenne: einfach Einweghandschuhe. Aber ich hab irgendwie nie welche zuhause und extra kaufen für Gemüse schälen fühlt sich auch komisch an. Ich frag mich auch ob das Werkzeug einen Unterschied macht. Normaler Sparschäler, Messer, oder gibt's irgendwas anderes das weniger Sauerei macht? Im Supermarkt um die Ecke hab ich letztens so einen Keramikschäler gesehen aber keine Ahnung ob der was taugt. Das Fleckenproblem wird von manchen hier ja als halb so wild beschrieben aber ich glaub das kommt drauf an wie viel man damit arbeitet. Wenn ich einmal pro Woche eine Knolle verarbeite, dann ist auch der Aufwand für Schutzmaßnahmen verhältnismäßig, aber so richtig praktisch ist das halt noch nicht. danke schon mal falls jemand einen Tipp hat 🙂

@leni_k das mit dem Kochen und dann Abziehen klingt tatsächlich verlockend, aber ich bin mir nicht sicher ob das wirklich weniger färbt oder ob die dann einfach weniger intensiv rot sind weil sie schon in Wasser waren. Hast du das selbst schon ausprobiert oder nur im Video gesehen? Mein eigentliches Problem ist eher. Ich hab null Lust mich vor dem Lauf noch mit Gemüse rumzuschlagen, egal ob mit oder ohne Handschuhe. Wenn ich morgens laufen gehe, esse ich vorher sowieso nichts Großes, da reicht mir ein kleiner Shot oder ein Banane. Die Rote Beete ist für mich eher die Tage davor interessant so dass der Körper Zeit hat das zu verarbeiten. Aber mal ehrlich, das mit den Einmalhandschuhen. Hast du die wirklich nicht irgendwo rumliegen? Ich meine aus der Corona-Zeit oder so. Oder beim nächsten Einkaufen einfach schnell eine Schachtel mitnehmen, die halten ewig und du brauchst sie ja nicht nur für Rote Beete. Beim Putzen zum Beispiel, oder wenn man was Fieses anfassen muss. Dann ist der psychologische Aufwand plötzlich nicht mehr so groß. Zu deiner Frage mit dem Werkzeug. Bin mir nicht sicher ob der Keramikschäler da hilft. Das Problem ist ja nicht das Schälen selbst sondern die Farbstoff-Menge, die aus der rohen Knolle kommt. Ob du das mit Stahl oder Keramik machst, färbt wahrscheinlich gleich viel, oder?

@leni_do stimmt eigentlich, das hab ich gar nicht so gedacht. Der Keramikschäler ändert ja nix an der Menge Saft die rauskommt, das ist logisch. Ich glaub ich hab mir da was eingeredet weil "neu und anders" irgendwie nach Lösung klingt. Zur Kochvariante - nein, selbst noch nicht probiert, nur gesehen. Ich überleg aber gerade ob das mit dem weniger Farbe nicht vielleicht wirklich stimmt. Weil wenn die Knolle schon durch ist, ist der Betacyanin (oder wie der Farbstoff heißt) schon größteils ins Kochwasser übergegangen, oder? Das würde Sinn machen. Dann würd auch der Geschmack etwas verblassen, aber vielleicht ist das für reine Scheibenverarbeitung egal. Was mich jetzt noch beschäftigt ist die Frage ob man die Schale überhaupt immer abmachen muss. Ich hab irgendwo gelesen dass bei Ofenröstung die Schale dranbleibt und man sie danach ganz leicht abzieht, und beim Rösten selbst passiert kaum was an Flecken weil die Knolle ja trocken ist. Das wär für mich eigentlich der interessanteste Weg - keine Sauerei vorher, nur kurz nachher. Wobei ich keine Ahnung hab wie lange das dauert im Ofen für eine normale große Knolle. Morgen früh läuft das sowieso nicht, da nehm ich wie gesagt vakuumverpackt oder nix. Aber für die Vorbereitung unter der Woche - da will ich das mal konkret ausprobieren mit dem Ofenrösten.

@leni_k das mit dem Ofenrösten klingt ehrlich gesagt praktischer als alles andere was wir hier diskutiert haben. Keine nassen Hände, die Knolle wird trotzdem weich und die Schale geht danach quasi von allein runter - das ist ja fast zu simpel um wahr zu sein 😄

Nur eine dumme Frage: weißt du zufällig wie lange die im Ofen brauchen? Bei mir sind die gekochten Knollen immer so eine Glückssache gewesen, manchmal 30 Minuten, manchmal 45, je nachdem wie groß sie sind. Im Ofen wird das wahrscheinlich ähnlich sein oder? Und muss man die vorher anstechen oder einfach so reinlegen? Ich könnte mir vorstellen dass das auch geschmacklich interessant ist, so ein bisschen karamellisiert vom Rösten. Das würde vielleicht auch erklären warum die Schale dann so leicht abgeht - die Oberfläche ist angebraten oder so, nicht mehr so... nass und klebrig wie beim Kochen. Auf jeden Fall ein Versuch wert bevor ich mir noch irgendwelche speziellen Schäler kaufe

@leni_do die Anstechfrage hab ich mich auch grad gefragt - ich glaub man macht das damit die nicht platzen, so wie bei Kartoffeln manchmal. Ob das bei Rote Beete wirklich nötig ist weiß ich nicht genau, aber ich würd's sicherheitshalber machen. Zur Zeit: ich mein mich zu erinnern dass eine mittelgroße Knolle so 45-60 Minuten bei 200 Grad braucht, aber das war irgendwo in einem Rezept das ich mal überflogen hab, kein Garant. Ich würd einfach nach 40 Minuten reinstechen und schauen. Wenn ein Messer leicht durchgeht, passt's. Was mich jetzt aber mehr interessiert als die genaue Garzeit ist ob man die einfach so auf ein Backblech legt oder ob man sie einwickelt. Ich hab beides gesehen - einmal nackt, einmal in Alufolie. In Alufolie soll der Saft besser drinbleiben, was für den Geschmack gut wäre, aber dann verlierst du ja den Rösteffekt den du beschreibst, also dieses leichte Karamellisieren. Das wär dann eher Dämpfen im eigenen Saft als Rösten. Und dann halt die entscheidende Frage für mich: wie lang hält man das dann im Kühlschrank wenn man mehrere auf einmal macht. Weil wenn der Aufwand sich auf drei Knollen gleichzeitig verteilen lässt und die danach vier, fünf Tage halten - dann rechnet sich das zeitlich wirklich.

@leni_k ja gut, aber wenn du die in Alufolie machst verlierst du ja nicht unbedingt den Rösteffekt, oder? Die Außenseite könnte trotzdem noch ein bisschen bräunen wenn die Folie nicht komplett dicht abschließt. Keine Ahnung ob das funktioniert, aber es wäre ja das beste aus beiden Welten - der Saft bleibt drin und trotzdem wird's außen knusprig. Zur Haltbarkeit - das würde mich ehrlich auch interessieren. Ich hab nämlich das Problem dass ich unter der Woche nie weiß wie viel Zeit ich wirklich hab. Manchmal läuft die Woche entspannter, manchmal bin ich total im Stress bei der Arbeit und dann fällt die ganze Vorbereitung flach. Wenn die Knollen fünf Tage halten, könnte ich am Sonntag einfach drei oder vier machen und dann die ganze Woche über versorgt sein. Das würde den ganzen Aufwand viel sinnvoller machen als jetzt jedes Mal einzeln rumzuschlagen.

Zitat von leni_k

wie lang hält man das dann im Kühlschrank wenn man mehrere auf einmal macht

hat das schon jemand hier gemacht? Oder kennt wer die praktische Erfahrung damit? Ich glaub das ist echt die Entscheidungsfrage ob sich das für mich lohnt oder ob ich doch wieder bei vakuumverpackt landen...

@leni_do zur Haltbarkeit - ich hab das tatsächlich mal bei meiner Mutter gesehen, die macht das öfter so mit Ofengemüse auf Vorrat. Ich mein sie hat gekochte Rote Beete locker vier, fünf Tage im Kühlschrank gehabt, in einer geschlossenen Dose. Ob das für geröstete genauso gilt weiß ich nicht sicher, aber ich würd davon ausgehen dass das ähnlich ist solange man sie nicht aufschneidet vorher. Was ich jetzt grad noch denk: vielleicht macht es Sinn die erst nach dem Rösten zu schneiden und portionieren, also wirklich ganze Knollen aufheben. Sobald man die aufschneidet fängt das Zeug ja wieder an zu laufen. Und dann kommt natürlich wieder das Fleckenproblem, nur halt verschoben auf später in der Woche wenn man eh schon vergessen hat Handschuhe rauszulegen.

Zitat von leni_do

beste aus beiden Welten - der Saft bleibt drin und trotzdem wird's außen knusprig

das glaub ich ehrlich gesagt nicht wirklich. Wenn die Folie dicht ist, dann ist die dicht - da bräunt nix. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so wichtig, weil der Geschmack von Ofengemüse ja schon anders ist als gekocht, egal ob die Außenseite jetzt karamellisiert ist oder nicht. Das kommt glaub ich eher vom langsamen Garen als von der Oberfläche. Ich schau mal ob ich das Wochenende noch hinkrieg, dann berichte ich wie lang die bei mir gehalten haben.

@leni_k cool dass du das Wochenende noch ausprobierst, freue mich auf den Bericht ehrlich gesagt. Aber eine Sache beschäftigt mich gerade. Du schreibst dass man die ganzen Knollen aufheben sollte und erst später portionieren. Das ergibt logisch Sinn, aber praktisch sehe ich da ein Problem. Wenn ich Sonntag vier Knollen röste und die dann im Kühlschrank stehen. Wie lagere ich die am besten? In einer verschlossenen Box natürlich, aber dann sind die zusammen und der Saft läuft immer noch irgendwie aus, oder? Und wenn ich eine am Dienstag rausnehme und aufschneid, dann färbt die ja trotzdem rum in der Box.

Zitat von leni_k

ganze Knollen aufheben

. Das klingt einfacher als es vielleicht ist. Ich hab da ehrlich keine Erfahrung mit Vorrat-Gemüse, das bin ich nicht gewohnt. Bei mir ist es immer ad hoc. Ich brauch was, ich mach es, fertig. Aber wenn das wirklich eine Lösung für unter der Woche ist, würde ich das gerne hinbekommen. Vielleicht sind die rohen Knollen im Kühlschrank auch gar nicht so wild wie ich dachte, die halten ja bestimmt länger als gekochte oder geröstete. Und dann einfach nur eine am Vorabend rösten statt alle auf einmal? Ist weniger Aufwand vielleicht aber auch weniger Sinn

@leni_do die Frage mit der Box ist berechtigt, aber ich glaub das löst sich einfacher als es klingt. Geröstete Knollen die noch ganz sind, die laufen kaum aus - die Schale hält da einiges zurück. Ich hab das zumindest so in Erinnerung von meiner Mutter, die hat die einfach nebeneinander in eine Tupperbox gelegt, kein Drama.

Zitat von leni_do

vielleicht sind die rohen Knollen im Kühlschrank auch gar nicht so wild

das glaub ich tatsächlich - roh halten die ja wochenlang, ich hab das schon erlebt dass eine Knolle einen Monat im Keller lag und noch völlig passt war. Also wenn du nur ein, zwei Stück pro Abend rösten willst, könntest du die roh lagern und wirklich tagesfrisch machen. Der Aufwand ist dann pro Knolle nicht so groß 45 Minuten im Ofen, Hände bleiben sauber. Was mich bei deiner Frage aber eigentlich mehr erwischt hat: du sagst du bist immer ad hoc, nie Vorrat. Ich bin das von Natur aus auch eher, aber beim Laufen merke ich dass ich dann unter der Woche oft gar nicht dazu komm, irgendwas Vernünftiges vorzubereiten. Dann greif ich halt zu was Einfachem. Für mich wäre der Sonntag-Batch deshalb schon sinnvoll - aber ich muss das erst wirklich mal durchziehen bevor ich das empfehle. Ich schau wie's dieses Wochenende ausschaut, ich hab eh noch die Knollen vom Naschmarkt.

@leni_k ah okay, das mit den ganzen Knollen in der Box beruhigt mich irgendwie. Ich hab mir da wirklich zu viel Drama vorgestellt, typisch. Und ja, roh lagern ist natürlich auch eine Option - daran hab ich gar nicht richtig gedacht weil ich immer nur an die Sauerei beim Schälen denke. Aber wenn ich eh täglich eine röste, dann ist das vom Aufwand her auch nicht schlimmer als einmal große Menge, nur eben über die Woche verteilt. Was mich jetzt aber neugierig macht -

Zitat von leni_k

beim Laufen merke ich dass ich dann unter der Woche oft gar nicht dazu komm

- ist das wirklich nur die Zeit oder auch die mentale Energie? Bei mir ist es nämlich so dass ich Freitag nach der Arbeit komplett im Eimer bin und dann hab ich einfach null Lust noch rumzuschnippeln, egal wie vorbereitet die Sache ist. Deswegen dachte ich eher an Sonntag alles auf einmal machen und dann die Woche durch damit fahren. Aber wenn das mit den ganzen Knollen im Kühlschrank praktisch klappt, könnte ich ja auch einfach am Sonntagmorgen vor dem Lauf schon zwei, drei ins Ofenrohr schmeißen, während ich so rumsitze und warte dass ich gehen kann. Dann sind die bis Abend fertig und ich hab die ganze Woche was da. Warte mal auf deinen Bericht vom Wochenende - bin echt neugierig ob das haltbar so ist oder ob das schneller matschig wird als gekocht

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