Rote Beete roh im Salat – übertriebener Trend oder wirklich lecker?
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 9, 2026, 03:29 Uhrnu also ich muss das jetzt mal hier reinwerfen, weil mich das heute beim Einkaufen wieder geärgert hat. Da steht ein junges Mädel vor dem Rote-Beete-Stand (wir haben freitags Markt direkt neben dem Laden) und fragt die Verkäuferin ernsthaft ob die auch "roh verzehrtauglich" sind. Die Verkäuferin hat ein Gesicht gemacht, als würde sie gefragt ob Kartoffeln wasserlöslich sind. Rote Beete roh. Das ist doch nu wirklich nix Neues - meine Oma hat die geraspelt in den Wintersalat gepackt, fertig. Mit Apfel, ein bisschen Zitrone, Meerrettich wenn man ihn mochte. Das war kein Trend, das war schlicht Herbst. Aber jetzt wird das überall als "Raw Food Geheimtipp" verkauft und ich frag mich ehrlich, ob das noch dieselbe Rübe ist über die ich rede. Weil ich beobachte in letzter Zeit, dass Leute die roh essen mit einem ganz anderen Erwartungshorizont rangehen - da wird der erdige Geschmack dann als "intensiver Nährstoffeindruck" beschrieben (hab das so tatsächlich gelesen, irgendwo auf so einem Gesundheitsblog) und ich denke mir, naja. Ich mach das seit Jahren so: schälen mit Handschuhen (wer das ohne macht und dann rosa Finger hat den ganzen Tag - selbst schuld, ehrlich), fein raspeln, nicht zu dick sonst wird's zäh, und sofort mit Säure abmachen damit er nicht oxidiert und bitter wird. Das funktioniert. Das ist keine Wissenschaft. Mich würde interessieren wie ihr das macht mit der rohen Variante - ob da jemand andere Kombinationen hat als den klassischen Apfel-Meerrettich-Weg. Weil meinem Mann schmeckts so gut aber ich bin ein bisschen festgefahren da und will mal was anderes ausprobieren bevor der Sommer komplett weg ist.
--
Eingemachtes schlägt Konzentrat — jeden Tag.
nu also ich muss das jetzt mal hier reinwerfen, weil mich das heute beim Einkaufen wieder geärgert hat. Da steht ein junges Mädel vor dem Rote-Beete-Stand (wir haben freitags Markt direkt neben dem Laden) und fragt die Verkäuferin ernsthaft ob die auch "roh verzehrtauglich" sind. Die Verkäuferin hat ein Gesicht gemacht, als würde sie gefragt ob Kartoffeln wasserlöslich sind. Rote Beete roh. Das ist doch nu wirklich nix Neues - meine Oma hat die geraspelt in den Wintersalat gepackt, fertig. Mit Apfel, ein bisschen Zitrone, Meerrettich wenn man ihn mochte. Das war kein Trend, das war schlicht Herbst. Aber jetzt wird das überall als "Raw Food Geheimtipp" verkauft und ich frag mich ehrlich, ob das noch dieselbe Rübe ist über die ich rede. Weil ich beobachte in letzter Zeit, dass Leute die roh essen mit einem ganz anderen Erwartungshorizont rangehen - da wird der erdige Geschmack dann als "intensiver Nährstoffeindruck" beschrieben (hab das so tatsächlich gelesen, irgendwo auf so einem Gesundheitsblog) und ich denke mir, naja. Ich mach das seit Jahren so: schälen mit Handschuhen (wer das ohne macht und dann rosa Finger hat den ganzen Tag - selbst schuld, ehrlich), fein raspeln, nicht zu dick sonst wird's zäh, und sofort mit Säure abmachen damit er nicht oxidiert und bitter wird. Das funktioniert. Das ist keine Wissenschaft. Mich würde interessieren wie ihr das macht mit der rohen Variante - ob da jemand andere Kombinationen hat als den klassischen Apfel-Meerrettich-Weg. Weil meinem Mann schmeckts so gut aber ich bin ein bisschen festgefahren da und will mal was anderes ausprobieren bevor der Sommer komplett weg ist.
--
Eingemachtes schlägt Konzentrat — jeden Tag.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 08:23 Uhrok, drei tage drüber nachgedacht und jetzt fällt mir was ein, was hier noch keiner gesagt hat. @rotebeete_rosi deine Oma-Variante kenne ich, klar. Aber ich frag mich ob der Erdfaktor bei roh anders reinkommt als bei gekocht - weil ich hab das Gefühl, roh ist der Geschmack irgendwie kantiger. Nicht schlechter, aber man muss halt wissen worauf man sich einlässt. Meine Frau sagt immer, die rohe Variante schmeckt "nach Erde mit Absicht" und das ist eigentlich eine gute Beschreibung. Was mich an dem Markt-Beispiel aber wirklich amüsiert: die Frage ob Rote Beete "roh verzehrtauglich" ist klingt nach jemandem, der zu viel auf Lebensmittel-Blogs unterwegs war und den gesunden Menschenverstand dort gelassen hat. Ich sag dir, das ist dieselbe Energie wie wenn jemand fragt ob man Karotten auch roh essen darf. Punkt. Was ich noch nicht probiert hab - und das ist mein ehrlicher Gedanke dazu - ist die rohe Rübe mit irgendwas Fettigem zu kombinieren. Weil Säure hab ich, Süße über den Apfel hab ich, aber ob da zum Beispiel Walnussöl oder sowas die Schärfe vom Erdfaktor rausnimmt, das weiß ich nicht. Hab letztens irgendwo gelesen, Fett bindet Aromen anders. Ob das bei Rote Beete auch greift - keine Ahnung eigentlich. Wäre interessant zu wissen ob jemand das mal so angegangen ist.
ok, drei tage drüber nachgedacht und jetzt fällt mir was ein, was hier noch keiner gesagt hat. @rotebeete_rosi deine Oma-Variante kenne ich, klar. Aber ich frag mich ob der Erdfaktor bei roh anders reinkommt als bei gekocht - weil ich hab das Gefühl, roh ist der Geschmack irgendwie kantiger. Nicht schlechter, aber man muss halt wissen worauf man sich einlässt. Meine Frau sagt immer, die rohe Variante schmeckt "nach Erde mit Absicht" und das ist eigentlich eine gute Beschreibung. Was mich an dem Markt-Beispiel aber wirklich amüsiert: die Frage ob Rote Beete "roh verzehrtauglich" ist klingt nach jemandem, der zu viel auf Lebensmittel-Blogs unterwegs war und den gesunden Menschenverstand dort gelassen hat. Ich sag dir, das ist dieselbe Energie wie wenn jemand fragt ob man Karotten auch roh essen darf. Punkt. Was ich noch nicht probiert hab - und das ist mein ehrlicher Gedanke dazu - ist die rohe Rübe mit irgendwas Fettigem zu kombinieren. Weil Säure hab ich, Süße über den Apfel hab ich, aber ob da zum Beispiel Walnussöl oder sowas die Schärfe vom Erdfaktor rausnimmt, das weiß ich nicht. Hab letztens irgendwo gelesen, Fett bindet Aromen anders. Ob das bei Rote Beete auch greift - keine Ahnung eigentlich. Wäre interessant zu wissen ob jemand das mal so angegangen ist.