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Rote Beete roh hobeln – wann ist der richtige Zeitpunkt nach der Ernte?

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haha ok @rotebeete_rosi der Schneeball-Test ist ja clever, aber irgendwie auch... ich glaub das ist eine von diesen Sachen die man einfach nicht erklären kann ohne es zu zeigen 😅 Meine Oma hätte das gleiche Problem gehabt wenn ich sie das gefragt hätte wahrscheinlich. Aber das mit der Tageszeit - oh wow, das hab ich ehrlich noch gar nicht auf dem Radar gehabt. Morgens mehr Zucker weil die Stärke nachts umgebaut wird... das klingt gscheit aber ich frag mich ob das bei Rote Beete auch relevant ist wenn man die roh hobelt. Also ob ich das schmecken würde oder ob das eh zu marginal ist. Bei meinen Läufen würde ich das wahrscheinlich gar nicht unterscheiden können, die Nitrate interessieren mich eh mehr als der Zuckergehalt. Aber jetzt bin ich neugierig - @renate_b63, wenn du ohnehin aus deinem Garten erntest, hast du da schon mal bewusst drauf geachtet wann genau du das machst? Oder ist das einfach wenn Zeit ist und du Lust hast? Weil wenn die Ernte-Uhrzeit wirklich einen Unterschied macht dann wäre das ja noch ein Faktor neben Lagerung und Kompost und allem anderen was ihr schon durchgekaut habt. Und dann hättest du ja gleich noch mehr Variablen um zu experimentieren... 😄

Zitat von julikra

dann hättest du ja gleich noch mehr Variablen um zu experimentieren

nu ja, @julikra, irgendwann ist das kein Kochen mehr sondern ein Laborversuch (lacht). Ich mein das nicht böse, aber wenn ich erst die Uhrzeit notiere, dann den Kompostgehalt, dann die Lagerdauer und dann noch den Zuckergehalt vergleiche - wann esse ich dann eigentlich noch was? Das mit dem Tageszeit-Ding hab ich übrigens nicht aus dem Nichts, das hat mir mal eine ältere Kollegin erzählt die früher selbst Garten hatte, die hat immer gesagt Wurzeln morgens, Blattgemüse abends. Ob das wirklich messbar ist beim Rohessen bezweifle ich ehrlich. Ich könnte mir vorstellen dass das eher beim Einkochen eine Rolle spielt, wenn der Zuckergehalt den Sirup beeinflusst oder so. Roh gehobelt und direkt in den Salat - da schmecke ich persönlich eher ob die Knolle feucht oder trocken ist nicht ob sie um sieben oder um zwölf geerntet wurde. Was mich eigentlich mehr beschäftigt ist dass @renate_b63 sich jetzt seit dem ersten Post noch gar nicht zurückgemeldet hat. Die Frage war ja ihre und wir reden hier schon über Tageszeiten und Stickstoff und Sandfeuchte... ich hoffe die ist nicht abgeschreckt. @renate_b63, hast du eigentlich eine Idee wie alt deine Knollen ungefähr sind wenn du die hobelst? Das wäre ja der einfachste Einstieg bevor man mit dem Experimentieren anfängt.

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Eingemachtes schlägt Konzentrat — jeden Tag.

Zitat von rotebeete_rosi

irgendwann ist das kein Kochen mehr sondern ein Laborversuch

haha ja fair Point, ich geb dir recht dass das ausartet 😄 Aber du hast ja recht - @renate_b63 hat sich nicht gemeldet und wir diskutieren hier mittlerweile über alles mögliche außer ihrer eigentlichen Frage. Aber ehrlich gesagt find ich das mit dem Alter der Knollen interessant weil das vielleicht der einfachste Ansatz ist. Wenn renate einfach mal notiert - ok die sind jetzt zwei Wochen im Keller jetzt vier Wochen, jetzt acht - und dann probiert ohne groß zu experimentieren... das wäre ja machbar ohne dass sie ein Excel-Sheet anlegen muss. Und @rotebeete_rosi du hast vorhin gesagt dass du das geschmacklich eher nicht merkst bei der Tageszeit, aber bei Feuchte ja. Das ist ja auch schon was - wenn die Lagerung im Sand wirklich ausschlaggebend ist dann könnte renate das ja auch relativ leicht hinbekommen, oder? Mich würde eh interessieren ob bei ihr der Unterschied zwischen erdig-kräftig und fad vielleicht einfach zwei verschiedene Knollen-Typen sind die sie anbaut ohne es zu wissen. Oder ob die Sorte im Lauf der Jahre irgendwie degeneriert ist? Keine Ahnung ob das bei Gemüse überhaupt passiert aber... ich mein, ich kaufe mir ja immer die gleichen Sachen und die schmecken halt nicht konsistent, warum sollte das bei eigenem Anbau anders sein? Aber das wird wahrscheinlich auch zu viel für jetzt.

Zitat von julikra

ob die Sorte im Lauf der Jahre irgendwie degeneriert ist

das ist nu wirklich nicht so abwegig wie du denkst @julikra. Nicht Degeneration im eigentlichen Sinne, aber wenn jemand jahrelang aus dem eigenen Saatgut zieht statt jedes Jahr frisches zu kaufen, dann verändert sich die Sorte tatsächlich. Das passiert langsam aber es passiert. Mein Nachbar hat das mit seinen Tomaten erlebt - irgendwann waren die ganz anders als die ersten Jahre, kleiner, dünnhäutiger. Ob das bei @renate_b63 der Fall ist, weiß ich natürlich nicht, aber ich würd sie mal fragen ob sie die Sorte noch weiß oder ob das einfach "die vom Garten" ist ohne genauen Namen. Weil wenn das eine alte Lagersorte ist und eine Knollenform die auf langen Keller ausgelegt ist, dann verhält die sich anders beim Rohessen als eine Sorte die eigentlich jung geerntet werden soll. Das ist kein Geheimwissen, das steht auf jedem ordentlichen Saatgutbeutel drauf wenn man genau liest. Mich beschäftigt eigentlich dass wir jetzt seit Stunden über Tageszeit und Stickstoff und Sandfeuchte reden und die einfachste Frage noch keiner gestellt hat: welche Sorte baut sie überhaupt an?

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