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Rote Beete roh einlegen ohne Kochen - wer macht das und wie?

ich bin heute beim Durchforsten meiner alten Rezepthefte auf einen Zettel gestoßen den ich irgendwann mal aus einer Zeitschrift rausgerissen hab, da stand was von rohem Einlegen ohne Vorkochen. Also einfach die geschälte, in Scheiben geschnittene Beete direkt in den Essigsud und fertig. Meine Oma hat das so nie gemacht, die hat immer vorgekocht, aber ich frag mich ob das überhaupt funktioniert oder ob die Beete dann zäh bleibt wie eine Schuhsohle. Das ist doch nu wirklich was anderes als das klassische Einkochen - ich mach das seit Jahren so wie Oma, also Beete weichkochen, schälen, in Gläser, Essigsud drüber, einkochen. Fertig. Hält ewig und schmeckt gut. Aber roh? Da bin ich skeptisch. Was mich interessiert: bleibt die Textur dann wirklich ok nach ein paar Wochen im Glas, oder wird das gatschig? Und verändert sich der Eigengeschmack stark oder bleibt der erdig-süße Charakter? Weil das wäre ja eigentlich der Punkt - man will ja keine Matschbeete, nur eben mit Arbeitszeitersparnis. Hab übrigens letzte Woche fünf Kilo aus dem Markt mitgenommen (Kollegen haben schon gestaunt was ich da wieder schleppe) weil die gerade wirklich gut aussahen, so dunkelrot und fest. Jetzt liegen die im Keller und ich überlege ob ich mal einen kleinen Testansatz mache mit rohem Einlegen, parallel zum normalen Vorgekochten. Falls jemand Erfahrung damit hat, ob man dem Sud noch irgendwas beigeben soll damit die rohe Beete besser "zieht" - Zucker, Lorbeer, Kümmel - gern her damit. Kümmel macht meine Familie eh immer glücklich, aber ich weiß nicht ob das bei rohem Einlegen anders zu dosieren ist.

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Eingemachtes schlägt Konzentrat — jeden Tag.

@rotebeete_rosi das mit dem Testansatz parallel - das würde ich wirklich machen wenn du die Beete eh schon im Keller hast. Ich überleg das schon länger aber ich hab mich nie getraut weil ich nicht weiß wie die Textur nach drei Wochen aussieht. Was mich an deiner Frage mit dem Kümmel beschäftigt: bei roher Beete kann der Kümmel ja nicht so reinziehen wie bei der vorgekochten weil die Zellstruktur noch ganz ist. Das ist doch nu mal so. Also ob man da mehr nehmen sollte oder ob sich das von selbst reguliert durch das längere Ziehen - keine Ahnung ehrlich gesagt. Ich hab mal gehört (von einer Frau aus dem Gartenverein, nicht von irgendwo aus dem Internet) dass manche noch ein Stück Meerrettich reingeben bei rohem Einlegen, angeblich hilft das bei der Haltbarkeit weil der antibakteriell wirkt. Ob das stimmt weiß ich nicht, aber bei meinen Gurken mach ich das seit Jahren und die bleiben schön knackig. Ob das bei Roter Beete genauso funktioniert ist natürlich was anderes die ist ja viel dichter als eine Gurke.

Zitat von rotebeete_rosi

wird das gatschig

Das ist meine eigentliche Frage auch. Nicht die Textur nach einer Woche sondern nach zwei Monaten wenn man die Gläser erst im September oder Oktober anmacht. Weil wenn man das Zeug einlegt dann will man ja auch was davon im Winter haben.

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Selbstgemacht schlägt Gekauft — immer.