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Rote Beete aus dem Vakuum - schmeckt das wirklich noch nach was?

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mein Schwager hat mich jetzt schon zweimal damit vollgequatscht, ich soll mehr Rote Beete essen. Gut, ich hab dann mal geschaut was im Supermarkt liegt und da war halt nur das vakuumverpackte Zeugs. Diese vorgekochten Dinger im Plastikbeutel. Hab eine Packung gekauft, aufgemacht - und das Ding schmeckt nach fast nichts. Bisschen säuerlich, irgendwie labberig, der erdige Geschmack den ich noch von früher kenne war komplett weg. Meine Mutter hat früher Rote Beete selbst gekocht, richtig frisch. Das war was anderes. Hat nach was geschmeckt, auch wenn ich das als Kind nicht so toll fand. Jetzt frag ich mich ob ich einfach Pech hatte mit der Packung oder ob das vakuumverpackte generell so ein Kompromiss ist. Auf dem Markt hier gibts die frischen ab Oktober wieder, hatte letzte Woche kurz drauf geguckt aber da war ich mit dem Transporter und hab keine Zeit gehabt anzuhalten. Der Punkt ist - lohnt der Mehraufwand überhaupt. Selbst kochen, schälen, der ganze Kleckerkram. Ich arbeite meistens bis 6, danach will ich nicht eine Stunde in der Küche stehen für Rüben. Aber wenn das vakuumverpackte einfach wertloser Geschmacksmüll ist dann macht das die ganze Sache schon schwieriger. Und die Kapseln und Extrakte die mein Schwager kauft - das ist sowieso für die Tonne, das sag ich ihm auch immer wieder. Wenn schon dann wenigstens als echtes Gemüse. Aber wenn das Gemüse vakuumverpackt nach Pappe schmeckt weiss ich auch nicht. Hat hier jemand den direkten Vergleich gemacht - frisch gegen vakuumverpackt? Was ist der tatsächliche Unterschied beim Kochen und beim Geschmack.

Zitat von ms_77

der ganze Kleckerkram

- ja okay das versteh ich total, aber ich glaub du machst dir das schwerer als es ist. ich bin jetzt auch nicht die super-organisierte Köchin aber das Schälen dauert wirklich nicht so lange wenn man das mit Handschuhen macht. und ehrlich - wenn ich die vakuumverpackten probier finde ich die auch irgendwie fade. aber das liegt vielleicht auch daran dass die so lange lagern, weiß nicht ob das stimmt. was mich bei deiner Frage irgendwie beschäftigt ist - warum musste dein Schwager dich denn so überreden? also nicht um dich rumzumachen, aber ich glaub das ist der springende Punkt. wenn dir Rote Beete eigentlich schnuppe ist dann bringt auch die beste Version nix. aber wenn du das jetzt wirklich probieren willst weil es um die Nährstoffe geht beim Laufen oder so, dann vielleicht einfach den Weg gehen bis Oktober und dann frische nehmen. einmal im Monat schälen ist doch machbar, oder? die Kapseln würd ich dir auch nicht empfehlen, da bin ich mit deinem Schwager einer Meinung. aber vielleicht ist der Punkt nicht "Mehraufwand ja oder nein" sondern eher "will ich das überhaupt". wenn die Antwort nein ist dann ist sie nein und fertig.

Zitat von leni_bk

warum musste dein Schwager dich denn so überreden

naja weil er halt so ist. der quatscht mich mit allem voll was er gerade für wichtig hält. letztes Jahr war das Intervallfasten, davor irgendwas mit Kurkuma. jetzt eben Rote Beete. ich mach das meistens eine Weile mit damit Ruhe ist. aber das mit dem "will ich das überhaupt" - da hast du nicht ganz unrecht @leni_bk. ich glaub ich will das Gemüse schon, wenn's nach was schmeckt. ich hab halt keine Lust auf eine aufwändige Prozedur für nen matten Geschmack. wenn frisch wirklich so viel besser ist dann wart ich halt bis Oktober und kauf auf dem Markt. die Händlerin da hat mir neulich auch frische Möhren verkauft die nach echten Möhren schmeckten, nicht nach Plastik. das ist ein gutes Zeichen. was mich aber interessiert - wie lange hält das wenn man die frisch kocht. ich mein ich könnte ja einen Topf auf einmal machen und dann ein paar Tage essen. oder wird das nach zwei Tagen im Kühlschrank wieder labberig wie das vakuumverpackte Zeugs.

hm also ich hab das anders erlebt mit dem Lagern. also bei mir im Kühlschrank halten sich die selbstgekochten maximal drei, vier Tage und dann werden sie tatsächlich komisch. aber nicht labberig, eher... trocken? oder der Geschmack wird irgendwie flach. keine Ahnung ob das normal ist. was mich aber an deiner Frage grad beschäftigt - du könntest ja auch ne kleinere Menge machen statt gleich einen riesigen Topf? also ich kenne das von mir selbst dass ich immer denke "ach wenn ich eh anfang muss ich gleich viel machen", aber dann esse ich die Hälfte nicht weil ich keinen Bock drauf hab. vielleicht einfach zwei, drei Knollen auf einmal? dann isst du sie in zwei Tagen auf und die sind noch frisch. und ehrlich gesagt - das mit deinem Schwager und dem Intervallfasten und Kurkuma, das finde ich irgendwie witzig weil ich glaube das ist auch mein Problem. alle sagen mir was ich essen soll und dann weiß ich gar nicht mehr was ich eigentlich selbst will. aber bei dir klingt es jetzt so als würdest du das wirklich probieren wollen, nicht nur um Ruhe zu haben. und das ist glaube ich der Unterschied. das merkt man wahrscheinlich auch beim Essen, ob man da Bock drauf hat oder nur so. @ms_77 wie ist das denn - isst du gerne Gemüse generell oder ist das eher so eine "muss ich tun weil gesund"-Sache bei dir?

Zitat von leni_bk

isst du gerne Gemüse generell

ja eigentlich schon. ich bin kein Kostverächter. Möhren, Kohlrabi, Zwiebeln - das kommt bei mir auf den Tisch weil meine Frau kocht und ich esse was auf dem Teller ist. das ist keine Qual. aber ich such mir das halt nicht aktiv aus, das ist der Unterschied. ich geh nicht ins Forum und frag ob Möhren frisch besser schmecken als aus der Dose. das macht mein Schwager. bei Rote Beete ist das bisschen anders weil ich da wirklich noch ne Meinung dazu hab - im Sinne von: das kenn ich von früher und das war gut. das vakuumverpackte hat mich dann halt geärgert weil es so weit weg davon war. das ist eigentlich der Grund warum ich hier überhaupt geschrieben hab. die zwei drei Knollen Idee von dir @leni_bk klingt vernünftig. ich hab sonst immer das Problem dass ich denke große Menge lohnt den Aufwand - ist bei der Elektrik genauso, einmal alles aufbauen und dann läuft's. aber mit Gemüse funktioniert das halt nicht so. was mich noch interssiert: muss man die wirklich schälen bevor man die kocht oder geht das danach einfacher. mein Vater hat die früher einfach mit Schale ins Wasser geschmissen, hab ich aber nie selbst gemacht.

Zitat von ms_77

muss man die wirklich schälen bevor man die kocht oder geht das danach einfacher

- aaah ja das ist eigentlich ne gute Frage weil das macht echt einen Unterschied. Also ich mach das immer so dass ich sie mit Schale koche, weil das ist weniger Chaos und die Schale rutscht dann hinterher viel leichter ab. Einfach in Wasser rein, bis sie weich sind und dann abkühlen lassen. Danach unter fließendem Wasser mit den Handschuhen drüber - die Schale geht dann fast von alleine weg. Wenn man die vorher schält wird's nur rot überall und ehrlich gesagt sehe ich da weniger Vorteil. Was mich jetzt aber gerade interessiert - dein Vater hat die einfach ins Wasser geschmissen mit Schale, und das hat geklappt? Das ist ja eigentlich genau das was ich mein. Das ist doch kein großer Deal, oder? Ich glaub manchmal machen wir uns das im Kopf komplizierter als es wirklich ist. Bei mir im Kindergarten hab ich das gleiche Problem - ich plan alles im Voraus und dann merke ich dass die halbe Planung unnötig war weil die Kinder eh was ganz anderes wollen. Mit deinen zwei, drei Knollen im Oktober könnte das vielleicht auch so sein - du machst das einfach und merkst dass es echt nicht schlimm ist. Und dann weißt du auch ob dir frisch wirklich besser schmeckt als vakuumverpackt.

Zitat von leni_bk

die Schale rutscht dann hinterher viel leichter ab

okay das klingt eigentlich logisch. mein Vater hat das genauso gemacht, ich hab das als Kind halt nie richtig zugeschaut. war halt immer einfach fertig auf dem Tisch. jetzt wo du das erklärst macht das Sinn - ist ja wie mit Kabeln, die Isolierung geht auch leichter ab wenn man erstmal Wärme rangebracht hat. bissl blöder Vergleich aber so denk ich halt. was mich noch beschäftigt: wie lang muss die eigentlich kochen. ich mein, eine Stunde? zwei? weil das ist dann doch wieder die Frage ob ich das nach der Arbeit noch hinkrieg ohne dass ich um 9 Abends erst esse. oder geht das schneller wenn die Knolle kleiner ist. meine Mutter hat immer die großen genommen, aber die lagen ja auch ewig auf dem Herd. @leni_bk du sagst das im Kopf komplizierter - da hast du nicht ganz unrecht. aber bei mir ist das manchmal wirklich der Zeitfaktor und nicht nur Einbildung. Montags bis Donnerstags bin ich manchmal erst um halb sieben zu Hause und dann will ich nicht noch groß rumhantieren.

@ms_77 haha ja mit den Kabeln - das ist eigentlich gar kein doofer Vergleich, ich versteh was du meinst. Aber zur Kochzeit - also bei mir dauert das so 30-40 Minuten wenn die Knollen normal groß sind, nicht die Riesendinger. Deine Mutter hat vielleicht einfach besonders große genommen oder die Hitze war niedriger. Bei mir auf der Herdplatte, ordentlich Wasser, normale Temperatur - dann sind sie durch ohne dass ich ewig warten muss. Das sollte also passen wenn du um halb sieben nach Hause kommst. Was mich aber gerade mehr beschäftigt ist - du hast gesagt Montags bis Donnerstags erst halb sieben. Und am Freitag? Könntest du da nicht einfach eine größere Portion machen für die ganze Woche, wenn du mehr Zeit hast? Ich mein, du hast da ja selbst gesagt dass du Elektrik mit großen Mengen auf einmal machen kannst. Bei Rote Beete könnte das vielleicht auch funktionieren wenn du eh ein Wochenende daheim bist. Dann sind die halt schon gekocht und du packst sie portionsweise rein, und die nächsten Tage geht's schneller. Ob die dann drei oder vier Tage halten ist ja auch nicht das Drama, du isst sie ja auf bevor sie wirklich komisch werden. Aber ehrlich - ich glaub der größte Punkt bei dir ist dass du jetzt nicht mehr denken musst "lohnt sich das überhaupt". Jetzt weißt du einfach: frisch schmeckt besser, und Oktober ist in ein paar Monaten. Dann probierst du's aus und merkst selbst ob es dir den Aufwand wert ist. Das ist eigentlich schon die halbe Antwort.

Zitat von leni_bk

Freitag könntest du doch eine größere Portion machen

okay das ist eigentlich der erste Vorschlag der bei mir wirklich funktionieren könnte. Freitag bin ich meistens früher fertig, so gegen vier wenn nix dazwischenkommt. da wär das machbar. ich hab nur grad überlegt - wenn die drei vier Tage halten dann ist Freitag blöd weil ich Montag dann schon am Limit bin. Samstag wäre logischer. am Samstag bin ich eh manchmal im Keller und bastle an irgendwas rum, dann kann der Topf nebenbei auf dem Herd stehen. was mich aber noch beschäftigt @leni_bk - du sagst 30 bis 40 Minuten. das klingt gut. aber was machst du danach draus. ich mein ich hab die Knollen dann fertig und was dann. einfach so essen geht mir ehrlich gesagt nicht, da brauche ich irgendwas dazu. meine Mutter hat da immer Essig und Öl rangemacht, Zwiebeln drauf. das war aber schon fertig auf dem Tisch wenn ich ankam. ich hab null Ahnung ob da noch was anderes reingehört oder ob das schon die ganze Rezeptur war.

Zitat von ms_77

was machst du danach draus. ich mein ich hab die Knollen dann fertig und was dann

ah ja stimmt das ist natürlich die Frage die meine Mutter wahrscheinlich auch hatte haha. Also ehrlich - das mit Essig und Öl und Zwiebeln, das ist schon eine klassische Variante und super einfach. Da brauchst du echt keine aufwändige Rezeptur für. Ich mach das manchmal auch so, manchmal aber auch einfach nur klein schneiden und in einen Salat werfen oder mit Joghurt und nem bisschen Meerrettich vermischen - das ist schneller und weniger Aufwand. Was ich aber sagen muss - bei mir ist es eher so dass ich die Rote Beete gar nicht isoliert esse sondern irgendwie immer mit anderen Sachen kombiniere. Weil ehrlich, alleine ist mir das auch zu intensiv geschmacklich. Aber das Essig-Öl-Zwiebel-Ding deiner Mutter klingt nach so nem klassischen Rezept das funktioniert und fertig. Keine komplizierten Zutaten, nichts was man erst kaufen muss. Das Samstag-Plan klingt mir auch logischer als Freitag, dann ist deine Rechnung mit den Tagen besser. Und wenn du im Keller rumbastelst läuft der Topf halt nebenher, das ist eigentlich perfekt. @ms_77 du könntest ja auch einfach deine Frau fragen ob sie da ne Lieblings-Zubereitungsart hat? vielleicht hat die ja auch noch ne Idee die du selbst nie überlegt hast.

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