Bitte oder Registrieren, um Beiträge und Themen zu erstellen.

Regeneration im Alter: Ab wann merkt ihr wirklich einen Unterschied?

VorherigeSeite 2 von 2

@markus_b82 die Banane nach dem Duschen - ja genau so mach ich das mittlerweile auch. nicht weil ich das irgendwo gelesen hab sondern weil ich gemerkt hab dass ich dann einfach ruhiger werde. ob das was mit Glykogen zu tun hat oder ob ich einfach kurz was im Magen haben will - keine Ahnung.

Zitat von markus_b82

bei kürzeren Erholungszeiträumen zählt das Timing deutlich mehr

das ist eigentlich der erste Satz im ganzen Thread der mich wirklich weiterbringt. weil das heißt ja: für Leute wie mich die Samstag lang fahren und Mittwoch wieder - ist das Fenster relevant. für jemand der einmal die Woche läuft eher nicht. das wäre dann ne komplett andere Diskussion je nachdem wer hier schreibt. was mich aber gerade beschäftigt ist was das praktisch bedeutet. wenn das Timing bei kurzen Erholungszeiträumen mehr zählt - zählt dann auch WELCHE Kohlenhydrate? also ob ich ne Banane esse oder halt Weißbrot mit Marmelade. weil ich hab das Gefühl die Qualität spielt da auch noch rein aber das ist bei mir bisher rein Bauchgefühl. nach nem harten Samstag hab ich schon beides probiert und subjektiv wars mit ner ordentlichen Mahlzeit am Abend besser als wenn ich mittags nur irgendwas Schnelles reingestopft hab. @derbasti dein Betanio PLUS Punkt nervt mich übrigens ein bisschen - nicht weil ich was gegen das Produkt hab sondern weil du es immer als Referenzpunkt nimmst für alles. das ist halt dein Setup. mein Setup ist anders und trotzdem kommen wir zum gleichen "ich weiß es nicht genau"-Ergebnis

--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.

Zitat von derbär

ob ich ne Banane esse oder halt Weißbrot mit Marmelade

Das ist tatsächlich eine Frage, die ich mir auch schon gestellt hab - aber ich hab noch keine vernünftige Antwort gefunden. Die gängige Empfehlung wäre wohl "höherer glykämischer Index direkt nach Belastung", was Weißbrot und Marmelade sogar begünstigen würde gegenüber der Banane. Aber ob das für Hobbyausdauersport mit normalem Erholungszeitraum wirklich messbar einen Unterschied macht, bezweifle ich. Hast du da eine Quelle für? Was mich bei deinem letzten Beitrag mehr beschäftigt ist die Qualität-Frage in einem anderen Sinne: Gesamtmahlzeit am Abend nach ner langen Einheit vs. schnelles Essen mittags. Da spielen ja auch Proteine und Fette rein, nicht nur die Kohlenhydrate. Wenn die Abendmahlzeit schlicht vollständiger war - mehr Protein, mehr Volumen - ist das dann die "Qualität der Kohlenhydrate" oder einfach das Gesamtvolumen, das derbär vorhin schon als Hauptfaktor identifiziert hat? Das lässt sich aus deiner Beobachtung allein nicht trennen. @derbär dein Punkt mit dem Raster - "deutlich härter oder deutlich leichter" - den finde ich pragmatisch, auch wenn er natürlich grob ist. Ich merk gerade beim Durchblättern meiner Notizen von diesem Jahr, dass ich bei Einheiten über 80 Minuten sowieso andere Folgetag-Werte habe als darunter, fast unabhängig von allem anderen. Vielleicht ist die Intensitätsschwelle der erste Filterschritt bevor man überhaupt über Timing redet.

Zitat von derbasti

ob dieses Timing-Fenster überhaupt für Ausdauersport im Hobby-Bereich relevant ist

@markus_b82 hat das ja eigentlich beantwortet - kommt drauf an wie kurz deine Erholungszeit ist. aber was mich bei deinem letzten Beitrag jetzt wirklich beschäftigt ist die Schwellen-Idee. du sagst über 80 Minuten ist bei dir fast immer ein anderer Folgetag egal was sonst passiert. das klingt simpel aber ich glaub das ist eigentlich der relevanteste Punkt hier. weil dann ist die Frage "Banane oder Weißbrot" für ne 45-Minuten-Einheit wahrscheinlich komplett egal. und für ne 3-Stunden-Tour vielleicht auch nicht das was den Unterschied macht - sondern ob du überhaupt genug draufpackst. was ich mich bei mir frage und noch nie wirklich durchgedacht hab: ob die Art der Belastung auch ne Rolle spielt. also ich fahr Samstag manchmal relativ gleichmäßig und manchmal mit richtig harten Anstiegen drin. gleiche Distanz, komplett anderer Folgetag. das kann ja nicht nur am Timing liegen. das wär dann ja eher Intensität als Dauer als entscheidende Variable - nicht 80 Minuten als Grenze sondern wie viel du in diesen 80 Minuten wirklich reingedrückt hast. und das lässt sich in keinem Notizblock der Welt sauber trennen wenn man nicht mit Leistungsmessung fährt. ich fahr nach Gefühl - Puls maximal. da ist "wie intensiv war das" immer auch Interpretation.

--
Schaltwerk ölen ist auch Ernährung.

@derbär der Punkt mit der Intensität vs. Dauer ist eigentlich der interessanteste hier, weil er ein Problem aufwirft das ich in meinen Notizen auch nicht gelöst habe. Ich notiere Distanz und subjektives Befinden, aber keine Intensität - und das macht den 80-Minuten-Schwellenwert den ich vorhin genannt habe wahrscheinlich unschärfer als er klingt.

Zitat von derbär

gleiche Distanz, komplett anderer Folgetag

Genau das. Wenn ich meine Mittwochsläufe vergleiche, sind die alle so 14-18 km, aber der Unterschied ob ich mit Tempopassagen rausgehe oder gleichmäßig laufe, ist am Donnerstag deutlich spürbar. Das hab ich bisher unter "schlechter Schlaf" abgelegt wenn ich nicht genau hingeschaut hab. Was mich dabei interessiert: Es gibt da den Begriff des "accumulated training load" - also nicht die einzelne Einheit sondern was in der Woche davor schon drin war. Ich hab keine Pulsuhr die das automatisch erfasst, aber ich vermute dass die Regeneration nach ner intensiven Einheit in Woche 3 eines Trainingsblocks anders aussieht als in Woche 1, bei identischer Strecke und Intensität. Das wäre dann keine Frage von Banane oder Weißbrot mehr sondern von kumulierter Ermüdung, die sich gar nicht pro Einheit herausrechnen lässt. Hast du da eine Quelle für den Intensitätseffekt, oder ist das bei dir auch rein beobachtet? Weil wenn das stimmt was du beschreibst, dann wäre das Ernährungs-Timing eigentlich nachrangig gegenüber der Frage ob man die Wochenlast überhaupt sinnvoll steuert.

VorherigeSeite 2 von 2