Neu hier aus dem Ruhrpott - Fragen zur Roten Beete
Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 09:02 Uhrmoin zusammen. Ich bin der Markus, 41, aus Bochum. Ich fahr seit ein paar Jahren Rad und bin jetzt für eine Granfondo angemeldet, seitdem beschäftige ich mich etwas mehr damit was ich so esse. Ein Kollege hat mich auf Rote Beete gebracht - erst über Saft und so Zeugs, jetzt interessiert mich aber auch die normale Küche damit. Ehrlich gesagt hab ich Rote Beete bisher fast gar nicht selbst zubereitet. Die Flecken schrecken mich ab und ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll. Meine Frau hat wenig Lust auf Experimente in der Küche also muss ich das schon selber durchziehen wenn ich das will. Ich les mich gerade durch die alten Threads hier, da ist schon einiges dabei. Konkret würde mich interessieren ob jemand mit frischer Knolle angefangen hat ohne vorher viel Erfahrung zu haben, und was da die ersten Schritte waren. Bin gespannt was ihr so sagt.
moin zusammen. Ich bin der Markus, 41, aus Bochum. Ich fahr seit ein paar Jahren Rad und bin jetzt für eine Granfondo angemeldet, seitdem beschäftige ich mich etwas mehr damit was ich so esse. Ein Kollege hat mich auf Rote Beete gebracht - erst über Saft und so Zeugs, jetzt interessiert mich aber auch die normale Küche damit. Ehrlich gesagt hab ich Rote Beete bisher fast gar nicht selbst zubereitet. Die Flecken schrecken mich ab und ich weiß nicht so recht wie ich anfangen soll. Meine Frau hat wenig Lust auf Experimente in der Küche also muss ich das schon selber durchziehen wenn ich das will. Ich les mich gerade durch die alten Threads hier, da ist schon einiges dabei. Konkret würde mich interessieren ob jemand mit frischer Knolle angefangen hat ohne vorher viel Erfahrung zu haben, und was da die ersten Schritte waren. Bin gespannt was ihr so sagt.
Zitat von jana_w am Juni 12, 2026, 09:49 Uhrmoin @rote_socke_83, willkommen hier - Bochum ist gut, wir hatten hier letztens auch jemanden aus dem Ruhrpott der sich mit Granfondo vorbereitet hat, also bist du nicht allein mit dem Thema.
Zitat von rote_socke_83Die Flecken schrecken mich ab
okay das ist ehrlich gesagt das häufigste was ich höre, und ich versteh's - ich hab mir mal ein Schneidebrett ruiniert, weil ich dachte das geht schon. Geht nicht. Mein Trick seitdem: ich zieh einfach dünne Einweghandschuhe an, hab ich immer irgendwo rumliegen, und schneide auf einem alten Teller statt auf dem Brett. Klingt bescheuert aber es nimmt wirklich die Hemmschwelle. Zum Einstieg mit frischer Knolle - ich würde mit Garen im Ofen anfangen, weil das wirklich das Unkomplizierteste ist. Knolle ungeschält in Alufolie wickeln, bei 180 Grad rein, je nach Größe 45 bis 70 Minuten, dann lässt sich die Schale fast von selbst abziehen. Danach kannst du sie in Ruhe verarbeiten, keine Panik, kein Zeitdruck. Und der Geschmack ist viel weicher und süßlicher als roh oder aus dem Glas - das ist halt ein anderes Gemüse fast. Dass deine Frau wenig Lust auf Experimente hat, kenn ich übrigens, ich mach das bei mir auch oft erstmal als "nur für mich"-Version und dann kommt irgendwann das Interesse von selbst 😄
Was für eine Distanz ist deine Granfondo?
moin @rote_socke_83, willkommen hier - Bochum ist gut, wir hatten hier letztens auch jemanden aus dem Ruhrpott der sich mit Granfondo vorbereitet hat, also bist du nicht allein mit dem Thema.
Zitat von rote_socke_83Die Flecken schrecken mich ab
okay das ist ehrlich gesagt das häufigste was ich höre, und ich versteh's - ich hab mir mal ein Schneidebrett ruiniert, weil ich dachte das geht schon. Geht nicht. Mein Trick seitdem: ich zieh einfach dünne Einweghandschuhe an, hab ich immer irgendwo rumliegen, und schneide auf einem alten Teller statt auf dem Brett. Klingt bescheuert aber es nimmt wirklich die Hemmschwelle. Zum Einstieg mit frischer Knolle - ich würde mit Garen im Ofen anfangen, weil das wirklich das Unkomplizierteste ist. Knolle ungeschält in Alufolie wickeln, bei 180 Grad rein, je nach Größe 45 bis 70 Minuten, dann lässt sich die Schale fast von selbst abziehen. Danach kannst du sie in Ruhe verarbeiten, keine Panik, kein Zeitdruck. Und der Geschmack ist viel weicher und süßlicher als roh oder aus dem Glas - das ist halt ein anderes Gemüse fast. Dass deine Frau wenig Lust auf Experimente hat, kenn ich übrigens, ich mach das bei mir auch oft erstmal als "nur für mich"-Version und dann kommt irgendwann das Interesse von selbst 😄
Was für eine Distanz ist deine Granfondo?
Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 09:54 Uhr@jana_w danke für den Tipp mit dem Ofen, das klingt ehrlich gesagt nach dem realistischsten Einstieg für mich. Kein Geschnipsel, kein Chaos, einfach reinwerfen und warten - das passt zu meinem Rhythmus nach der Frühschicht.
Zitat von jana_wich hab mir mal ein Schneidebrett ruiniert
das glaub ich dir sofort. Ich hab hier zuhause so ein helles Bambusbrett das meine Frau sich mal gekauft hat, da würde ich mir was anhören wenn das rosa wird. Einweghandschuhe hab ich eigentlich aus nem anderen Grund immer da, also das wär kein Problem. Was mich bei der Ofen-Variante noch beschäftigt: was machst du danach draus? Also ich mein - ich esse das dann pur? Mit Öl und Salz? Ich frag weil ich da noch keinen Plan hab was aus einer gegarten Knolle ein richtiges Essen wird ohne dass ich eine Stunde lang in der Küche steh. Ich hab unter der Woche meistens maximal 20 Minuten für sowas. Die Granfondo ist übrigens 130km, irgendwo in der Eifel im September. Ich bin noch weit weg vom Ziel was die Form angeht aber ich arbeite dran.
@jana_w danke für den Tipp mit dem Ofen, das klingt ehrlich gesagt nach dem realistischsten Einstieg für mich. Kein Geschnipsel, kein Chaos, einfach reinwerfen und warten - das passt zu meinem Rhythmus nach der Frühschicht.
Zitat von jana_wich hab mir mal ein Schneidebrett ruiniert
das glaub ich dir sofort. Ich hab hier zuhause so ein helles Bambusbrett das meine Frau sich mal gekauft hat, da würde ich mir was anhören wenn das rosa wird. Einweghandschuhe hab ich eigentlich aus nem anderen Grund immer da, also das wär kein Problem. Was mich bei der Ofen-Variante noch beschäftigt: was machst du danach draus? Also ich mein - ich esse das dann pur? Mit Öl und Salz? Ich frag weil ich da noch keinen Plan hab was aus einer gegarten Knolle ein richtiges Essen wird ohne dass ich eine Stunde lang in der Küche steh. Ich hab unter der Woche meistens maximal 20 Minuten für sowas. Die Granfondo ist übrigens 130km, irgendwo in der Eifel im September. Ich bin noch weit weg vom Ziel was die Form angeht aber ich arbeite dran.
Zitat von ralf_d am Juni 12, 2026, 10:56 Uhrmoin @rote_socke_83 willkommen - noch ein Bochumer, gut.
Zitat von rote_socke_83was machst du danach draus
das ist die eigentlich wichtige Frage. Ich mach das so: Knolle aus dem Ofen, abkühlen lassen, in Würfel schneiden - fertig ist die Basis. Dann kommt bei mir meistens etwas Olivenöl drüber, Apfelessig, Salz, vielleicht noch etwas Kümmel. Das klingt nach nichts aber da kannste drauf wetten dass das richtig gut schmeckt. Und du bist in 5 Minuten fertig, wenn die Knolle schon gegart ist. Den Tipp mit dem Apfelessig hat mir übrigens meine Frau gegeben. Die isst das selbst kaum aber sie weiß wie mans zubereitet - komisch. Für 130km Granfondo macht das mit dem Nitrat übrigens Sinn, hab ich gelesen dass das die Durchblutung unterstützt. Ich ess die Rote Bete wegen dem Blutdruck, du quasi aus nem ähnlichen Grund nur halt für die Beine beim Fahren. Ist doch klar dass das Zeug mehr kann als nur Farbe machen. Was ich dir noch sagen würde: kauf mal zwei drei Knollen auf einmal und gar sie alle zusammen. Dann hast du mehrere Tage was davon und musst nicht jedes Mal den Ofen anwerfen. Im Kühlschrank hält das locker 4-5 Tage. Ich fahr selbst seit nem Jahr wieder Rad, Touren so um die 40-50km hier im Revier. 130km ist ne andere Hausnummer aber der Ansatz mit dem Essen ist schon richtig.
moin @rote_socke_83 willkommen - noch ein Bochumer, gut.
Zitat von rote_socke_83was machst du danach draus
das ist die eigentlich wichtige Frage. Ich mach das so: Knolle aus dem Ofen, abkühlen lassen, in Würfel schneiden - fertig ist die Basis. Dann kommt bei mir meistens etwas Olivenöl drüber, Apfelessig, Salz, vielleicht noch etwas Kümmel. Das klingt nach nichts aber da kannste drauf wetten dass das richtig gut schmeckt. Und du bist in 5 Minuten fertig, wenn die Knolle schon gegart ist. Den Tipp mit dem Apfelessig hat mir übrigens meine Frau gegeben. Die isst das selbst kaum aber sie weiß wie mans zubereitet - komisch. Für 130km Granfondo macht das mit dem Nitrat übrigens Sinn, hab ich gelesen dass das die Durchblutung unterstützt. Ich ess die Rote Bete wegen dem Blutdruck, du quasi aus nem ähnlichen Grund nur halt für die Beine beim Fahren. Ist doch klar dass das Zeug mehr kann als nur Farbe machen. Was ich dir noch sagen würde: kauf mal zwei drei Knollen auf einmal und gar sie alle zusammen. Dann hast du mehrere Tage was davon und musst nicht jedes Mal den Ofen anwerfen. Im Kühlschrank hält das locker 4-5 Tage. Ich fahr selbst seit nem Jahr wieder Rad, Touren so um die 40-50km hier im Revier. 130km ist ne andere Hausnummer aber der Ansatz mit dem Essen ist schon richtig.
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 12, 2026, 11:00 Uhr@ralf_d
Zitat von ralf_dkauf mal zwei drei Knollen auf einmal und gar sie alle zusammen
das ist nu wirklich der praktischste Tipp den man hier geben kann da stimm ich mal ausnahmsweise vollständig zu. Ich mach das seit Jahren so immer eine ganze Ladung auf einmal, und dann hat man tatsächlich unter der Woche was in der Hand ohne großen Aufwand. @rote_socke_83 was ich noch ergänzen würde - wenn du sagst du hast maximal 20 Minuten: die eigentliche Arbeit bei der Ofen-Methode ist ja kaum was, du schiebst die Knolle rein und machst was anderes. Das zählt für mich nicht als "in der Küche stehen". Was dann danach mit den gegarten Würfeln geht, da würd ich noch eins draufsetzen: versuch das mal mit einem Stück Meerrettich drüber, frisch oder aus dem Glas. Das bricht den Erdgeschmack auf eine Art die ich nirgendwo sonst hinkriege, wie meine Oma immer gesagt hat - Meerrettich macht aus Rote Beete erst ein richtiges Essen. Hier in Sachsen ist das eh fast Pflichtprogramm (mein Mann bekommt das regelmäßig, seit seiner Blutdruckgeschichte). Und @ralf_d, nur damit das hier nicht untergeht: der Kümmel-Tipp ist gut, aber ich nehm da lieber Koriandersamen wenn ich mal was andres will. Nicht für jeden, aber wer mag. Was ich @rote_socke_83 noch fragen würd: isst deine Frau eigentlich Meerrettich? Weil wenn ja, dann hättest du da vielleicht leichter einen Verbündeten als du denkst.
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Eingemachtes schlägt Konzentrat — jeden Tag.
Zitat von ralf_dkauf mal zwei drei Knollen auf einmal und gar sie alle zusammen
das ist nu wirklich der praktischste Tipp den man hier geben kann da stimm ich mal ausnahmsweise vollständig zu. Ich mach das seit Jahren so immer eine ganze Ladung auf einmal, und dann hat man tatsächlich unter der Woche was in der Hand ohne großen Aufwand. @rote_socke_83 was ich noch ergänzen würde - wenn du sagst du hast maximal 20 Minuten: die eigentliche Arbeit bei der Ofen-Methode ist ja kaum was, du schiebst die Knolle rein und machst was anderes. Das zählt für mich nicht als "in der Küche stehen". Was dann danach mit den gegarten Würfeln geht, da würd ich noch eins draufsetzen: versuch das mal mit einem Stück Meerrettich drüber, frisch oder aus dem Glas. Das bricht den Erdgeschmack auf eine Art die ich nirgendwo sonst hinkriege, wie meine Oma immer gesagt hat - Meerrettich macht aus Rote Beete erst ein richtiges Essen. Hier in Sachsen ist das eh fast Pflichtprogramm (mein Mann bekommt das regelmäßig, seit seiner Blutdruckgeschichte). Und @ralf_d, nur damit das hier nicht untergeht: der Kümmel-Tipp ist gut, aber ich nehm da lieber Koriandersamen wenn ich mal was andres will. Nicht für jeden, aber wer mag. Was ich @rote_socke_83 noch fragen würd: isst deine Frau eigentlich Meerrettich? Weil wenn ja, dann hättest du da vielleicht leichter einen Verbündeten als du denkst.
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Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 11:03 UhrZitat von ralf_dda kannste drauf wetten dass das richtig gut schmeckt
okay das glaub ich dir jetzt mal so, auch wenn ich zugeben muss dass Apfelessig für mich bisher eher auf Pommes gehört. Aber gut ich bin lernfähig. @rotebeete_rosi der Meerrettich-Tipp ist interessant. Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet dass ich in einem Rote-Beete-Thread irgendwann an meine Oma denke, aber sie hat das tatsächlich auch so gemacht - immer mit diesem scharfen Zeug dazu. Ich hab das als Kind gehasst, das sag ich dir. Der Erdgeschmack plus diese Meerrettich-Schärfe war für mich als Zehnjähriger der reinste Angriff. Jetzt wo du's sagst frag ich mich ob das heute anders wäre. Zur Frage mit meiner Frau: sie isst Meerrettich, ja. Aber ich stell mir gerade vor wie ich ihr sage "ich mach mal Rote Beete mit Meerrettich" und was ich als Antwort bekomme. Wahrscheinlich nichts schmeichelhaftes. Die Batchküche-Idee von @ralf_d finde ich trotzdem am realistischsten für meinen Alltag - ich hab Sonntag vor dem nächsten Block manchmal eine ruhige Stunde, da könnte ich sowas tatsächlich einplanen. Knolle rein, Ofen an, Wäsche aufhängen. Das klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Was mich noch beschäftigt ist die Frage ob das mit Kümmel dann auch taugt wenn man die Portion kalt isst. Ich pack mir manchmal was mit in die Arbeit.
Zitat von ralf_dda kannste drauf wetten dass das richtig gut schmeckt
okay das glaub ich dir jetzt mal so, auch wenn ich zugeben muss dass Apfelessig für mich bisher eher auf Pommes gehört. Aber gut ich bin lernfähig. @rotebeete_rosi der Meerrettich-Tipp ist interessant. Ehrlich gesagt hätte ich nicht damit gerechnet dass ich in einem Rote-Beete-Thread irgendwann an meine Oma denke, aber sie hat das tatsächlich auch so gemacht - immer mit diesem scharfen Zeug dazu. Ich hab das als Kind gehasst, das sag ich dir. Der Erdgeschmack plus diese Meerrettich-Schärfe war für mich als Zehnjähriger der reinste Angriff. Jetzt wo du's sagst frag ich mich ob das heute anders wäre. Zur Frage mit meiner Frau: sie isst Meerrettich, ja. Aber ich stell mir gerade vor wie ich ihr sage "ich mach mal Rote Beete mit Meerrettich" und was ich als Antwort bekomme. Wahrscheinlich nichts schmeichelhaftes. Die Batchküche-Idee von @ralf_d finde ich trotzdem am realistischsten für meinen Alltag - ich hab Sonntag vor dem nächsten Block manchmal eine ruhige Stunde, da könnte ich sowas tatsächlich einplanen. Knolle rein, Ofen an, Wäsche aufhängen. Das klingt fast zu einfach um wahr zu sein. Was mich noch beschäftigt ist die Frage ob das mit Kümmel dann auch taugt wenn man die Portion kalt isst. Ich pack mir manchmal was mit in die Arbeit.
Zitat von rotebeete_rosi am Juni 12, 2026, 11:08 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83ob das mit Kümmel dann auch taugt wenn man die Portion kalt isst
ja eindeutig - kalt ist das sogar besser als warm weil die Gewürze dann richtig durchgezogen sind. Ich pack mir das selbst manchmal mit, in so einem alten Schraubglas, und nach drei vier Stunden im Kühlschrank oder in der Tasche ist das nochmal ne andere Geschichte als frisch angemacht. Der Kümmel entfaltet sich da erst richtig. was mich aber bei deinem letzten Beitrag mehr beschäftigt: du sagst du hast das als Kind gehasst und jetzt fragst du dich ob das heute anders wäre. Das kenn ich von meinem Mann - der hat jahrelang einen Bogen um Rote Beete gemacht, und dann hab ich ihm irgendwann einfach die Scheiben kalt hingestellt mit Meerrettich und ohne Kommentar. Er hat gegessen. Nu ja, er hat nicht gefragt was das war, das war vielleicht mein Trick dabei. was ich dir für die Mitnahme-Variante noch sagen würde: nimm Essig ruhig großzügig. Nicht weil das irgendwas mit Nitrat oder sonst was macht (da fang ich gar nicht erst an), sondern weil das die Haltbarkeit in der Dose stabilisiert und den Geschmack auf Reisen - Radtouren, Frühschicht - viel angenehmer macht als trocken oder nur mit Öl. Das ist nu wirklich das Einzige was ich bei Kalt-Transport anders mache als zuhause am Tisch. die Wäsche-Ofen-Parallele die du beschreibst, das ist übrigens genau richtig gedacht. Ich mach das samstags fast immer so.
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Zitat von rote_socke_83ob das mit Kümmel dann auch taugt wenn man die Portion kalt isst
ja eindeutig - kalt ist das sogar besser als warm weil die Gewürze dann richtig durchgezogen sind. Ich pack mir das selbst manchmal mit, in so einem alten Schraubglas, und nach drei vier Stunden im Kühlschrank oder in der Tasche ist das nochmal ne andere Geschichte als frisch angemacht. Der Kümmel entfaltet sich da erst richtig. was mich aber bei deinem letzten Beitrag mehr beschäftigt: du sagst du hast das als Kind gehasst und jetzt fragst du dich ob das heute anders wäre. Das kenn ich von meinem Mann - der hat jahrelang einen Bogen um Rote Beete gemacht, und dann hab ich ihm irgendwann einfach die Scheiben kalt hingestellt mit Meerrettich und ohne Kommentar. Er hat gegessen. Nu ja, er hat nicht gefragt was das war, das war vielleicht mein Trick dabei. was ich dir für die Mitnahme-Variante noch sagen würde: nimm Essig ruhig großzügig. Nicht weil das irgendwas mit Nitrat oder sonst was macht (da fang ich gar nicht erst an), sondern weil das die Haltbarkeit in der Dose stabilisiert und den Geschmack auf Reisen - Radtouren, Frühschicht - viel angenehmer macht als trocken oder nur mit Öl. Das ist nu wirklich das Einzige was ich bei Kalt-Transport anders mache als zuhause am Tisch. die Wäsche-Ofen-Parallele die du beschreibst, das ist übrigens genau richtig gedacht. Ich mach das samstags fast immer so.
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Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 11:23 UhrZitat von rotebeete_rosinach drei vier Stunden im Kühlschrank oder in der Tasche ist das nochmal ne andere Geschichte
okay das klingt tatsächlich nach was das ich bei der Frühschicht-Variante direkt nutzen kann. Ich hab manchmal ne Pause gegen halb elf und bis dahin hat das Zeug dann schon ein paar Stunden gezogen wenn ich morgens früh losgehe. Ich muss das mal ausprobieren. Was mich an deinem Tipp mit dem Essig-Großzügig-sein aber noch beschäftigt: ich hab noch nie wirklich mit Einlegen oder sowas zu tun gehabt, ich mein das Schraubglas-Prinzip kenn ich natürlich, aber wie viel ist "großzügig"? Ich frag weil ich keine Ahnung hab ob ich da nicht irgendwann an einem Punkt bin wo das nur noch nach Essig schmeckt und die Rote Beete irgendwo darunter begraben liegt. Kann ich so nicht einschätzen - da fehlt mir halt die Erfahrung mit dem Verhältnis. Den Trick mit deinem Mann und "ohne Kommentar hingestellt" - Ehrlich gesagt, das ist vielleicht mein einziger realistischer Weg durch die Sache bei mir zuhause auch. Keine Ankündigung, keine Diskussion. Einfach auf den Tisch. Was man nicht kennt kann man nicht ablehnen bevor mans probiert hat Punkt.
Zitat von rotebeete_rosinach drei vier Stunden im Kühlschrank oder in der Tasche ist das nochmal ne andere Geschichte
okay das klingt tatsächlich nach was das ich bei der Frühschicht-Variante direkt nutzen kann. Ich hab manchmal ne Pause gegen halb elf und bis dahin hat das Zeug dann schon ein paar Stunden gezogen wenn ich morgens früh losgehe. Ich muss das mal ausprobieren. Was mich an deinem Tipp mit dem Essig-Großzügig-sein aber noch beschäftigt: ich hab noch nie wirklich mit Einlegen oder sowas zu tun gehabt, ich mein das Schraubglas-Prinzip kenn ich natürlich, aber wie viel ist "großzügig"? Ich frag weil ich keine Ahnung hab ob ich da nicht irgendwann an einem Punkt bin wo das nur noch nach Essig schmeckt und die Rote Beete irgendwo darunter begraben liegt. Kann ich so nicht einschätzen - da fehlt mir halt die Erfahrung mit dem Verhältnis. Den Trick mit deinem Mann und "ohne Kommentar hingestellt" - Ehrlich gesagt, das ist vielleicht mein einziger realistischer Weg durch die Sache bei mir zuhause auch. Keine Ankündigung, keine Diskussion. Einfach auf den Tisch. Was man nicht kennt kann man nicht ablehnen bevor mans probiert hat Punkt.
Zitat von rennradbernd am Juni 12, 2026, 11:31 Uhrmoin @rote_socke_83, willkommen - Granfondo-Vorbereitung über Rote Beete, das kenn ich, guter Einstieg hier.
Zitat von rotebeete_rosida fang ich gar nicht erst an
das ist eigentlich der vernünftigste Satz in dem ganzen Thread, Rosi. Respekt. @rote_socke_83 zu deiner Frage mit dem Verhältnis Essig zu Rote Beete: ich mach das nach Geschmack und ich würd dir sagen - probier zwischendurch. Nicht alles auf einmal reinschütten und dann hoffen. Ein Schluck, umrühren, kosten. Du hast doch als Schreiner - okay ich bin der Schreiner, nicht du - aber egal, du weißt was ich mein: man passt während der Arbeit an, nicht danach. Was mich bei deinem letzten Post aber ehrlich gesagt mehr aufhält: du sagst "ohne Ankündigung einfach auf den Tisch". Das ist die einzig funktionierende Methode wenn jemand im Haushalt skeptisch ist. Meine Frau hat manche Sachen auch erst gegessen nachdem ich aufgehört hab vorher eine Erklärung dranzuhängen. Sobald du sagst "ich hab da was Gesundes gemacht mit Rote Beete und Nitrat und Durchblutung" - fertig, das Essen hat verloren bevor der erste Bissen war. Was ich noch nicht gesehen hab hier im Thread: hast du schon eine Idee was du bei der Granfondo selbst isst unterwegs? Weil das ist nochmal ne andere Baustelle als die Vorbereitung daheim. 130km Eifel ist kein Spaziergang, das ist mehr als ich normalerweise fahre.
moin @rote_socke_83, willkommen - Granfondo-Vorbereitung über Rote Beete, das kenn ich, guter Einstieg hier.
Zitat von rotebeete_rosida fang ich gar nicht erst an
das ist eigentlich der vernünftigste Satz in dem ganzen Thread, Rosi. Respekt. @rote_socke_83 zu deiner Frage mit dem Verhältnis Essig zu Rote Beete: ich mach das nach Geschmack und ich würd dir sagen - probier zwischendurch. Nicht alles auf einmal reinschütten und dann hoffen. Ein Schluck, umrühren, kosten. Du hast doch als Schreiner - okay ich bin der Schreiner, nicht du - aber egal, du weißt was ich mein: man passt während der Arbeit an, nicht danach. Was mich bei deinem letzten Post aber ehrlich gesagt mehr aufhält: du sagst "ohne Ankündigung einfach auf den Tisch". Das ist die einzig funktionierende Methode wenn jemand im Haushalt skeptisch ist. Meine Frau hat manche Sachen auch erst gegessen nachdem ich aufgehört hab vorher eine Erklärung dranzuhängen. Sobald du sagst "ich hab da was Gesundes gemacht mit Rote Beete und Nitrat und Durchblutung" - fertig, das Essen hat verloren bevor der erste Bissen war. Was ich noch nicht gesehen hab hier im Thread: hast du schon eine Idee was du bei der Granfondo selbst isst unterwegs? Weil das ist nochmal ne andere Baustelle als die Vorbereitung daheim. 130km Eifel ist kein Spaziergang, das ist mehr als ich normalerweise fahre.
Zitat von rote_socke_83 am Juni 12, 2026, 11:37 Uhr@rennradbernd die Frage zur Granfondo selbst ist berechtigt, das ist tatsächlich noch ne ganz andere Baustelle. Ich hab da ehrlich gesagt noch keinen richtigen Plan. Ich weiß dass ich irgendwas essen muss unterwegs, das ist ungefähr der Stand meiner Vorbereitung im Moment.
Zitat von rennradberndSobald du sagst ich hab da was Gesundes gemacht mit Rote Beete und Nitrat
Das ist exakt das was ich früher gemacht hab und weswegen ich gescheitert bin. Ich hab meiner Frau mal erklärt warum Haferflocken morgens gut sind und sie isst sie seitdem nicht mehr. Lektion gelernt. Essen einfach hinstelllen, Klappe halten. Was mich bei der Granfondo-Frage aber wirklich beschäftigt: ich hab keine Ahnung ob Rote Beete unterwegs überhaupt praktisch ist. Als Saft vielleicht, aber ich stell mir gerade vor wie ich an einer Verpflegungsstation stehe und Würfel aus einem Schraubglas esse. Das ist mir zu umständlich. Ich vermute das Thema Rote Beete ist für mich eher die Vorbereitung in den Wochen davor und nicht direkt beim Fahren. Aber ich kenn mich da zu wenig aus, das ist wirklich eine echte Frage und keine rhetorische - macht das überhaupt Sinn so zu denken?
@rennradbernd die Frage zur Granfondo selbst ist berechtigt, das ist tatsächlich noch ne ganz andere Baustelle. Ich hab da ehrlich gesagt noch keinen richtigen Plan. Ich weiß dass ich irgendwas essen muss unterwegs, das ist ungefähr der Stand meiner Vorbereitung im Moment.
Zitat von rennradberndSobald du sagst ich hab da was Gesundes gemacht mit Rote Beete und Nitrat
Das ist exakt das was ich früher gemacht hab und weswegen ich gescheitert bin. Ich hab meiner Frau mal erklärt warum Haferflocken morgens gut sind und sie isst sie seitdem nicht mehr. Lektion gelernt. Essen einfach hinstelllen, Klappe halten. Was mich bei der Granfondo-Frage aber wirklich beschäftigt: ich hab keine Ahnung ob Rote Beete unterwegs überhaupt praktisch ist. Als Saft vielleicht, aber ich stell mir gerade vor wie ich an einer Verpflegungsstation stehe und Würfel aus einem Schraubglas esse. Das ist mir zu umständlich. Ich vermute das Thema Rote Beete ist für mich eher die Vorbereitung in den Wochen davor und nicht direkt beim Fahren. Aber ich kenn mich da zu wenig aus, das ist wirklich eine echte Frage und keine rhetorische - macht das überhaupt Sinn so zu denken?