Rote Bete vor der Ausfahrt – Konzentrat oder lieber die echte Knolle?
Zitat von jenni_1997 am Juni 4, 2026, 12:20 Uhrok ich les das hier schon eine Weile mit und der Punkt von @marek_rb mit dem Körpergewicht hat mich grad irgendwie kalt erwischt. weil ich das bei mir selbst noch nie bedacht hab. ich nehm einfach einen Shot - fertig. dass da vielleicht ein Unterschied ist ob jemand 58 oder 80 Kilo wiegt... logisch irgendwie aber man denkt halt nicht dran.
Zitat von marek_rbLeute optimieren Details bevor sie das Grundprinzip geprüft haben
das trifft mich gerade ehrlich gesagt ein bisschen. weil ich glaub ich mach das auch so. ich hab mir Gedanken gemacht über Timing und Marke und ob Konzentrat oder Knolle - aber ob ich überhaupt reagier? keine Ahnung. nie wirklich gecheckt. was mich aber trotzdem ein bissl stört an dem ganzen Thread hier - und ich sag das nicht gegen euch - ist dass am Ende fast jede Antwort drauf hinausläuft dass man eigentlich nix weiß bis man alles kontrolliert gemessen hat. und das ist halt im Alltag einfach nicht so. ich steh morgens um 6 auf fahr meine Runde und will nicht vorher ein Experiment aufsetzen. @rennradrenate ich finds übrigens interessant dass du sagst du schluckst es runter obwohl es dir nicht schmeckt. ich kenn das - ich mach das auch so mit Rote Beete, schmeckt mir nach wie vor nicht wirklich. aber irgendwann wird das halt Routine und man hinterfragt es gar nicht mehr. die Körpergewicht-Frage würd mich echt interessieren - @marek_rb hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl?
ok ich les das hier schon eine Weile mit und der Punkt von @marek_rb mit dem Körpergewicht hat mich grad irgendwie kalt erwischt. weil ich das bei mir selbst noch nie bedacht hab. ich nehm einfach einen Shot - fertig. dass da vielleicht ein Unterschied ist ob jemand 58 oder 80 Kilo wiegt... logisch irgendwie aber man denkt halt nicht dran.
Zitat von marek_rbLeute optimieren Details bevor sie das Grundprinzip geprüft haben
das trifft mich gerade ehrlich gesagt ein bisschen. weil ich glaub ich mach das auch so. ich hab mir Gedanken gemacht über Timing und Marke und ob Konzentrat oder Knolle - aber ob ich überhaupt reagier? keine Ahnung. nie wirklich gecheckt. was mich aber trotzdem ein bissl stört an dem ganzen Thread hier - und ich sag das nicht gegen euch - ist dass am Ende fast jede Antwort drauf hinausläuft dass man eigentlich nix weiß bis man alles kontrolliert gemessen hat. und das ist halt im Alltag einfach nicht so. ich steh morgens um 6 auf fahr meine Runde und will nicht vorher ein Experiment aufsetzen. @rennradrenate ich finds übrigens interessant dass du sagst du schluckst es runter obwohl es dir nicht schmeckt. ich kenn das - ich mach das auch so mit Rote Beete, schmeckt mir nach wie vor nicht wirklich. aber irgendwann wird das halt Routine und man hinterfragt es gar nicht mehr. die Körpergewicht-Frage würd mich echt interessieren - @marek_rb hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl?
Zitat von marek_rb am Juni 4, 2026, 12:49 UhrZitat von jenni_1997hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl
Ehrlich gesagt: eher letzteres, Stand meiner Kenntnis. Es gibt Arbeiten die eine Dosis von ~0,1mmol Nitrat pro Kilogramm Körpergewicht vorschlagen, das wären bei 60kg ungefähr 360mg, bei 80kg schon 480mg. Aber das ist kein Konsens, den ich dir mit einer einzigen Leitlinie belegen könnte. Die meisten Studien haben mit Fixdosen gearbeitet, weil das einfacher zu standardisieren ist. Was mich an deinem Post aber mehr beschäftigt, @jenni_1997: du sagst "Routine und man hinterfragt es gar nicht mehr" - und das ist eigentlich das zentrale Problem bei vielen Supplements, nicht nur bei Nitrat. Ich sehe das bei Klienten, ich sehe es bei mir selbst. Man fängt mit einer Überlegung an, und nach drei Monaten ist es einfach Teil des Morgenrituals ohne dass man noch weiß warum. Das ist nicht per se schlimm. Aber wenn du weißt, dass du Rote Beete nicht magst und es trotzdem täglich runterschluckst - da würde ich kurz fragen: wie sieht dein Training aus? Weil wenn du morgens um 6 eine lockere Stunde machst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in dem Intensitätsbereich bist wo Nitrat messbar was tut, recht gering. Das ist kein Vorwurf, die Frage ist einfach relevant bevor man überhaupt über Dosis und Gewicht nachdenkt.
Zitat von jenni_1997hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl
Ehrlich gesagt: eher letzteres, Stand meiner Kenntnis. Es gibt Arbeiten die eine Dosis von ~0,1mmol Nitrat pro Kilogramm Körpergewicht vorschlagen, das wären bei 60kg ungefähr 360mg, bei 80kg schon 480mg. Aber das ist kein Konsens, den ich dir mit einer einzigen Leitlinie belegen könnte. Die meisten Studien haben mit Fixdosen gearbeitet, weil das einfacher zu standardisieren ist. Was mich an deinem Post aber mehr beschäftigt, @jenni_1997: du sagst "Routine und man hinterfragt es gar nicht mehr" - und das ist eigentlich das zentrale Problem bei vielen Supplements, nicht nur bei Nitrat. Ich sehe das bei Klienten, ich sehe es bei mir selbst. Man fängt mit einer Überlegung an, und nach drei Monaten ist es einfach Teil des Morgenrituals ohne dass man noch weiß warum. Das ist nicht per se schlimm. Aber wenn du weißt, dass du Rote Beete nicht magst und es trotzdem täglich runterschluckst - da würde ich kurz fragen: wie sieht dein Training aus? Weil wenn du morgens um 6 eine lockere Stunde machst, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du in dem Intensitätsbereich bist wo Nitrat messbar was tut, recht gering. Das ist kein Vorwurf, die Frage ist einfach relevant bevor man überhaupt über Dosis und Gewicht nachdenkt.
Zitat von rennradrenate am Juni 4, 2026, 13:18 UhrZitat von marek_rbwie sieht dein Training aus
Das ist eigentlich die entscheidende Frage, und ich finde es gut dass du sie @jenni_1997 direkt stellst - auch wenn ich vermute, dass sie ein bisschen zwickt. Was mich an dem Punkt aber beschäftigt: du sagst, bei lockerer Einheit morgens um 6 ist der Intensitätsbereich wahrscheinlich zu niedrig. Das mag stimmen. Aber @jenni_1997 hat ja nicht gesagt was sie genau macht - und "morgens eine Runde" kann vieles sein. Ich kenne Leute im Verein, die fahren um 6 Uhr morgens Intervalle, weil danach keine Zeit mehr ist. Was mich an mir selbst in dem ganzen Thread stört, konkret gesagt: ich habe jetzt das Etikett, das Timing, die Mundflora, die Dosis - und trotzdem ist die eigentliche Frage, ob ich überhaupt in dem relevanten Intensitätsbereich fahre, die ganze Zeit ein bisschen vage geblieben. Meine Hausärztin hat mich das noch nie so direkt gefragt. Sie hat das Thema Nitrat und Blutdruck angesprochen, aber Training-Intensität und Supplement-Wirkung - das ist ein anderes Gespräch, das wir nicht hatten. Was ich @jenni_1997 aber sagen würde: "ich hinterfrags nicht mehr" ist kein Versagen, das ist einfach wie Menschen funktionieren. Die Frage ist nur, ob es einem selbst reicht oder nicht. Mir reicht es offenbar gerade nicht mehr, sonst würde ich hier nicht sitzen und Etiketten entziffern.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von marek_rbwie sieht dein Training aus
Das ist eigentlich die entscheidende Frage, und ich finde es gut dass du sie @jenni_1997 direkt stellst - auch wenn ich vermute, dass sie ein bisschen zwickt. Was mich an dem Punkt aber beschäftigt: du sagst, bei lockerer Einheit morgens um 6 ist der Intensitätsbereich wahrscheinlich zu niedrig. Das mag stimmen. Aber @jenni_1997 hat ja nicht gesagt was sie genau macht - und "morgens eine Runde" kann vieles sein. Ich kenne Leute im Verein, die fahren um 6 Uhr morgens Intervalle, weil danach keine Zeit mehr ist. Was mich an mir selbst in dem ganzen Thread stört, konkret gesagt: ich habe jetzt das Etikett, das Timing, die Mundflora, die Dosis - und trotzdem ist die eigentliche Frage, ob ich überhaupt in dem relevanten Intensitätsbereich fahre, die ganze Zeit ein bisschen vage geblieben. Meine Hausärztin hat mich das noch nie so direkt gefragt. Sie hat das Thema Nitrat und Blutdruck angesprochen, aber Training-Intensität und Supplement-Wirkung - das ist ein anderes Gespräch, das wir nicht hatten. Was ich @jenni_1997 aber sagen würde: "ich hinterfrags nicht mehr" ist kein Versagen, das ist einfach wie Menschen funktionieren. Die Frage ist nur, ob es einem selbst reicht oder nicht. Mir reicht es offenbar gerade nicht mehr, sonst würde ich hier nicht sitzen und Etiketten entziffern.
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Rennrad ist kein Hobby, das ist Therapie.
Zitat von marek_rb am Juni 4, 2026, 13:37 UhrZitat von jenni_1997hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl
Das hab ich oben schon beantwortet, aber @rennradrenate hat gerade was gesagt, was ich noch kurz aufgreifen will. Du schreibst, deine Hausärztin hat Nitrat im Kontext Blutdruck angesprochen - das ist eigentlich ein ganz anderer Wirkmechanismus als das, worüber wir hier reden. Die Blutdruck-Literatur zu Nitrat läuft über chronische, niedrig dosierte Aufnahme. Die Leistungs-Literatur zielt auf akute Supplementierung kurz vor Belastung. Das sind zwei verschiedene Gespräche, und ich finde es interessant, dass beides unter dem Label "Rote Beete ist gesund" zusammenfällt. Was mich an deinem letzten Satz ehrlich gesagt ein bisschen nervt, @rennradrenate - nicht persönlich - ist "sonst würde ich hier nicht sitzen und Etiketten entziffern." Das klingt fast wie eine Entschuldigung. Die Frage, ob ein Supplement überhaupt sinnvoll eingesetzt wird, ist doch keine Nerd-Übung. Das ist einfach: weiß ich was ich tue, oder nicht. Ich traiier seit Jahren mit Leuten zusammen die jede Menge Zeug schlucken und nie eine einzige Grundfrage gestellt haben. Das ist mir persönlich zu wenig. Wochenende wird hier übrigens auch nicht besser vom Wetter her, ich frag mich wie deine 120km-Ausfahrt am Samstag laufen soll.
Zitat von jenni_1997hast du da irgendwas konkretes oder ist das noch so ein "taucht in manchen Studien auf"-Ding ohne klare Zahl
Das hab ich oben schon beantwortet, aber @rennradrenate hat gerade was gesagt, was ich noch kurz aufgreifen will. Du schreibst, deine Hausärztin hat Nitrat im Kontext Blutdruck angesprochen - das ist eigentlich ein ganz anderer Wirkmechanismus als das, worüber wir hier reden. Die Blutdruck-Literatur zu Nitrat läuft über chronische, niedrig dosierte Aufnahme. Die Leistungs-Literatur zielt auf akute Supplementierung kurz vor Belastung. Das sind zwei verschiedene Gespräche, und ich finde es interessant, dass beides unter dem Label "Rote Beete ist gesund" zusammenfällt. Was mich an deinem letzten Satz ehrlich gesagt ein bisschen nervt, @rennradrenate - nicht persönlich - ist "sonst würde ich hier nicht sitzen und Etiketten entziffern." Das klingt fast wie eine Entschuldigung. Die Frage, ob ein Supplement überhaupt sinnvoll eingesetzt wird, ist doch keine Nerd-Übung. Das ist einfach: weiß ich was ich tue, oder nicht. Ich traiier seit Jahren mit Leuten zusammen die jede Menge Zeug schlucken und nie eine einzige Grundfrage gestellt haben. Das ist mir persönlich zu wenig. Wochenende wird hier übrigens auch nicht besser vom Wetter her, ich frag mich wie deine 120km-Ausfahrt am Samstag laufen soll.
Zitat von rennradrenate am Juni 20, 2026, 17:40 UhrKleines Update, weil ich den Thread jetzt ein paar Wochen ruhen gelassen hab und heute wieder reingestoßen bin.
Zitat von marek_rbDas sind zwei verschiedene Gespräche
Das hat mich länger beschäftigt als ich erwartet hätte. Ich hab tatsächlich nochmal mit meiner Hausärztin gesprochen - nicht wegen der Ausfahrt, sondern bei einem regulären Termin - und ihr genau das gesagt: dass ich das Gefühl hatte, wir reden über Blutdruck und Ernährung, aber eigentlich meinte ich etwas ganz anderes. Sie hat das relativ gelassen aufgenommen, hat aber klar gesagt, dass sie mir bei der Leistungs-Frage nicht wirklich weiterhelfen kann. Das war ehrlicher als erwartet. Zur 120km-Ausfahrt am Samstag, die du, @marek_rb, am Ende noch erwähnt hast: die hat stattgefunden, Wetter war mäßig, ich hab das Konzentrat genommen, weil ich mich nicht spontan umentscheiden wollte. Was ich mitgenommen hab - und das ist neu für mich - ist, dass ich auf den letzten 20km deutlich besser dabei war als sonst in vergleichbaren Situationen. Ob das am Konzentrat lag, am Frühstück, am Schlaf vorher oder einfach daran, dass ich entspannter gestartet bin weil ich wusste was ich tue, kann ich dir nicht sagen. Ich sage das bewusst so, weil ich nach diesem Thread nicht mehr so schnell "das war das Nitrat" sagen würde. Was mich aber wirklich beschäftigt: du hast den Blutdruck-Mechanismus und den Leistungs-Mechanismus sauber getrennt. Aber meine Situation ist ja genau die, wo beides zusammenläuft - ich hab leicht erhöhten Blutdruck und fahre Ausdauersport. Ob da die Trennung in der Praxis überhaupt so sauber funktioniert, das weiß ich immer noch nicht.
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Kleines Update, weil ich den Thread jetzt ein paar Wochen ruhen gelassen hab und heute wieder reingestoßen bin.
Zitat von marek_rbDas sind zwei verschiedene Gespräche
Das hat mich länger beschäftigt als ich erwartet hätte. Ich hab tatsächlich nochmal mit meiner Hausärztin gesprochen - nicht wegen der Ausfahrt, sondern bei einem regulären Termin - und ihr genau das gesagt: dass ich das Gefühl hatte, wir reden über Blutdruck und Ernährung, aber eigentlich meinte ich etwas ganz anderes. Sie hat das relativ gelassen aufgenommen, hat aber klar gesagt, dass sie mir bei der Leistungs-Frage nicht wirklich weiterhelfen kann. Das war ehrlicher als erwartet. Zur 120km-Ausfahrt am Samstag, die du, @marek_rb, am Ende noch erwähnt hast: die hat stattgefunden, Wetter war mäßig, ich hab das Konzentrat genommen, weil ich mich nicht spontan umentscheiden wollte. Was ich mitgenommen hab - und das ist neu für mich - ist, dass ich auf den letzten 20km deutlich besser dabei war als sonst in vergleichbaren Situationen. Ob das am Konzentrat lag, am Frühstück, am Schlaf vorher oder einfach daran, dass ich entspannter gestartet bin weil ich wusste was ich tue, kann ich dir nicht sagen. Ich sage das bewusst so, weil ich nach diesem Thread nicht mehr so schnell "das war das Nitrat" sagen würde. Was mich aber wirklich beschäftigt: du hast den Blutdruck-Mechanismus und den Leistungs-Mechanismus sauber getrennt. Aber meine Situation ist ja genau die, wo beides zusammenläuft - ich hab leicht erhöhten Blutdruck und fahre Ausdauersport. Ob da die Trennung in der Praxis überhaupt so sauber funktioniert, das weiß ich immer noch nicht.
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