Blutdruck selbst messen - wie verlässlich ist das eigentlich?
Zitat von miramira am Juli 2, 2026, 17:19 Uhr@gernot_w
Zitat von gernot_winformiert beobachten ohne dabei den Anspruch zu haben dass man damit was Großes entdeckt
ja das klingt vernünftig aber ich frag mich ob das in der Praxis wirklich so trennbar ist. also ich kenn das von mir selbst - wenn ich anfange irgendwas zu tracken, auch beim Training, dann fang ich automatisch an zu interpretieren. das ist irgendwie menschlich. du schaust auf eine Zahl und willst dass sie was bedeutet. was mich bei deinem letzten Beitrag aber grad wirklich beschäftigt ist das mit dem "der Doc hat gesagt bring mir Zahlen mit, Punkt." - das ist ja eigentlich eine ziemlich klare Rahmung. aber was macht man wenn der Arzt eben gar nichts sagt? also weder messen noch nicht messen. einfach... nichts. weil das ist glaub ich für viele Leute die eigentliche Situation. nicht "Anweisung" und nicht "Neugier" sondern eher so ein vages "ich sollte das vielleicht im Auge behalten." und dann kauft man sich ein Gerät und misst irgendwie drauflos weil man nicht genau weiß was man eigentlich wissen will. ich glaub das ist bei @rennradbernd auch so ein bisschen der Fall. keine klare Frage, also auch keine klare Antwort möglich. und dann bleibt man halt in diesem Zwischenzustand wo man misst aber nicht wirklich weiß warum.
Zitat von gernot_winformiert beobachten ohne dabei den Anspruch zu haben dass man damit was Großes entdeckt
ja das klingt vernünftig aber ich frag mich ob das in der Praxis wirklich so trennbar ist. also ich kenn das von mir selbst - wenn ich anfange irgendwas zu tracken, auch beim Training, dann fang ich automatisch an zu interpretieren. das ist irgendwie menschlich. du schaust auf eine Zahl und willst dass sie was bedeutet. was mich bei deinem letzten Beitrag aber grad wirklich beschäftigt ist das mit dem "der Doc hat gesagt bring mir Zahlen mit, Punkt." - das ist ja eigentlich eine ziemlich klare Rahmung. aber was macht man wenn der Arzt eben gar nichts sagt? also weder messen noch nicht messen. einfach... nichts. weil das ist glaub ich für viele Leute die eigentliche Situation. nicht "Anweisung" und nicht "Neugier" sondern eher so ein vages "ich sollte das vielleicht im Auge behalten." und dann kauft man sich ein Gerät und misst irgendwie drauflos weil man nicht genau weiß was man eigentlich wissen will. ich glaub das ist bei @rennradbernd auch so ein bisschen der Fall. keine klare Frage, also auch keine klare Antwort möglich. und dann bleibt man halt in diesem Zwischenzustand wo man misst aber nicht wirklich weiß warum.
Zitat von gernot_w am Juli 2, 2026, 17:40 Uhr@miramira ja genau das is das Ding. Die meisten Ärzte sagen dir halt "pass auf deinen Blutdruck auf" und dann sitzt du da und fragst dich was das konkret heißen soll. Soll ich messen? Soll ich nicht messen? Soll ich was essen oder lassen? Das bleibt dann einfach offen. Bei mir war das anders weil mein Doc sehr direkt ist - die sagt "zweimal die Woche, morgens, und dann zeigen Sie mir die Werte". Da weiß ich was ich zu tun hab. Aber
Zitat von miramiravages "ich sollte das vielleicht im Auge behalten"
- sowas ist eher das Problem. Das ist wie wenn dir jemand sagt "fahr vorsichtig" und dann weißt du nicht ob du 30 fahren sollst oder 80. Was mich grad bei @rennradbernd aber mal interessieren würde - hast du denn mit deinem Arzt überhaupt drüber geredet bevor du angefangen hast zu messen? Weil wenn der dir nix dazu gesagt hat, dann kannste ja auch fragen "soll ich das überhaupt?" Statt einfach anzufangen und dann zwei Wochen lang Zahlen zu sammeln die dir nix sagen. Das würde die ganze Sache klären. Und wenn der Arzt sagt "nee, brauchste nicht" - dann hast du die Antwort und kannst dich entspannen.
@miramira ja genau das is das Ding. Die meisten Ärzte sagen dir halt "pass auf deinen Blutdruck auf" und dann sitzt du da und fragst dich was das konkret heißen soll. Soll ich messen? Soll ich nicht messen? Soll ich was essen oder lassen? Das bleibt dann einfach offen. Bei mir war das anders weil mein Doc sehr direkt ist - die sagt "zweimal die Woche, morgens, und dann zeigen Sie mir die Werte". Da weiß ich was ich zu tun hab. Aber
Zitat von miramiravages "ich sollte das vielleicht im Auge behalten"
- sowas ist eher das Problem. Das ist wie wenn dir jemand sagt "fahr vorsichtig" und dann weißt du nicht ob du 30 fahren sollst oder 80. Was mich grad bei @rennradbernd aber mal interessieren würde - hast du denn mit deinem Arzt überhaupt drüber geredet bevor du angefangen hast zu messen? Weil wenn der dir nix dazu gesagt hat, dann kannste ja auch fragen "soll ich das überhaupt?" Statt einfach anzufangen und dann zwei Wochen lang Zahlen zu sammeln die dir nix sagen. Das würde die ganze Sache klären. Und wenn der Arzt sagt "nee, brauchste nicht" - dann hast du die Antwort und kannst dich entspannen.
Zitat von gg1987 am Juli 2, 2026, 17:59 UhrZitat von gernot_whast du denn mit deinem Arzt überhaupt drüber geredet bevor du angefangen hast zu messen
- ja, das ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Aber ich glaub auch dass viele Ärzte auf sowas keine richtig brauchbare Antwort geben. Ich war letztens bei meiner Hausärztin wegen was ganz anderes und hab nebenbei erwähnt dass mein Blutdruck manchmal höher ist. Die hat mir dann auf die Schulter geklopft und gesagt "na ja, mit 37 und Lagerlogistik is das normal, trinken Sie weniger Kaffee" - und dann wars das auch schon. Keine Messung, kein "machen Sie das oder das nicht", einfach weg. Das ist ja auch irgendwie unbefriedigend wenn man merkt dass einen das Thema beschäftigt. Aber @miramira hat recht dass man irgendwann anfängt zu interpretieren sobald man Zahlen hat. Das is mir auch passiert damals mit dem Konzentrat. Hab drei, vier Werte gehabt wo der systolische Druck unter 130 war und dachte "aha, funktioniert" - aber danach war er wieder bei 138. Und ich hatte gar keine Antwort was ich daraus lernen sollte. Was mich grad nervt is halt dass dieser vage Zustand - nicht krank genug für Medikamente, aber merkwürdig genug um sich Sorgen zu machen - der treibt Leute in so Selbstexperimente rein. Nicht weil sie wissenschaftlich arbeiten wollen, sondern weil sie einfach keine andere Info kriegen. Und dann wird aus Neugier ziemlich schnell Beschäftigungstherapie.
Zitat von gernot_whast du denn mit deinem Arzt überhaupt drüber geredet bevor du angefangen hast zu messen
- ja, das ist wahrscheinlich der Knackpunkt. Aber ich glaub auch dass viele Ärzte auf sowas keine richtig brauchbare Antwort geben. Ich war letztens bei meiner Hausärztin wegen was ganz anderes und hab nebenbei erwähnt dass mein Blutdruck manchmal höher ist. Die hat mir dann auf die Schulter geklopft und gesagt "na ja, mit 37 und Lagerlogistik is das normal, trinken Sie weniger Kaffee" - und dann wars das auch schon. Keine Messung, kein "machen Sie das oder das nicht", einfach weg. Das ist ja auch irgendwie unbefriedigend wenn man merkt dass einen das Thema beschäftigt. Aber @miramira hat recht dass man irgendwann anfängt zu interpretieren sobald man Zahlen hat. Das is mir auch passiert damals mit dem Konzentrat. Hab drei, vier Werte gehabt wo der systolische Druck unter 130 war und dachte "aha, funktioniert" - aber danach war er wieder bei 138. Und ich hatte gar keine Antwort was ich daraus lernen sollte. Was mich grad nervt is halt dass dieser vage Zustand - nicht krank genug für Medikamente, aber merkwürdig genug um sich Sorgen zu machen - der treibt Leute in so Selbstexperimente rein. Nicht weil sie wissenschaftlich arbeiten wollen, sondern weil sie einfach keine andere Info kriegen. Und dann wird aus Neugier ziemlich schnell Beschäftigungstherapie.
Zitat von rainer_w64 am Juli 2, 2026, 18:20 Uhr@gg1987 das mit deiner Hausärztin kenn ich. "Trinken Sie weniger Kaffee" und dann raus. Echt jetzt. Als ob man nicht selbst drauf käme dass Kaffee nicht gut ist. Aber was du sagst - dieser Zwischenzustand - das trifft es eigentlich. Nicht krank genug für Tabletten, aber irgendwas stimmt halt nicht ganz. Genau da stecke ich auch. Und dann fängst du an zu googlen, landest bei Rote Beete, kaufst dir ein Messgerät, und schwups bist du mittendrin in dem ganzen Theater. Was mich bei dem Thread hier aber grad wirklich wurmt: keiner redet darüber was mit den Werten passiert wenn man tatsächlich was findet. Angenommen @rennradbernd hätte nach vier Wochen konstant niedrigere Werte gehabt. Was dann? Zum Arzt damit? Und der sagt dann was - "schön weiter so"? Oder ignoriert er das komplett weil er die Zahlen vom Handgelenksgerät eh nicht ernst nimmt. Ich hab meinem Hausarzt mal ein paar aufgeschriebene Werte mitgebracht - vor nem Jahr ungefähr. Der hat draufgeschaut, kurz genickt, und das Blatt einfach beiseitegelegt. Kein Kommentar. Das sagt dir eigentlich alles. Also wozu dann messen wenn die Zahlen am Ende sowieso niemand auswertet. Außer man selbst, und man weiß ja schon dass man das nicht kann weil zu viele Sachen gleichzeitig passieren.
@gg1987 das mit deiner Hausärztin kenn ich. "Trinken Sie weniger Kaffee" und dann raus. Echt jetzt. Als ob man nicht selbst drauf käme dass Kaffee nicht gut ist. Aber was du sagst - dieser Zwischenzustand - das trifft es eigentlich. Nicht krank genug für Tabletten, aber irgendwas stimmt halt nicht ganz. Genau da stecke ich auch. Und dann fängst du an zu googlen, landest bei Rote Beete, kaufst dir ein Messgerät, und schwups bist du mittendrin in dem ganzen Theater. Was mich bei dem Thread hier aber grad wirklich wurmt: keiner redet darüber was mit den Werten passiert wenn man tatsächlich was findet. Angenommen @rennradbernd hätte nach vier Wochen konstant niedrigere Werte gehabt. Was dann? Zum Arzt damit? Und der sagt dann was - "schön weiter so"? Oder ignoriert er das komplett weil er die Zahlen vom Handgelenksgerät eh nicht ernst nimmt. Ich hab meinem Hausarzt mal ein paar aufgeschriebene Werte mitgebracht - vor nem Jahr ungefähr. Der hat draufgeschaut, kurz genickt, und das Blatt einfach beiseitegelegt. Kein Kommentar. Das sagt dir eigentlich alles. Also wozu dann messen wenn die Zahlen am Ende sowieso niemand auswertet. Außer man selbst, und man weiß ja schon dass man das nicht kann weil zu viele Sachen gleichzeitig passieren.
Zitat von fk_1988 am Juli 23, 2026, 06:18 Uhr@rainer_w64 das mit deinem Hausarzt is natürlich bitter aber irgendwie auch ehrlich. Der hat halt andere Patienten und deine Handgelenks-Zahlen sind für seine Arbeit nicht relevant. Punkt. Was mich aber grad beschäftigt - und das hat mit dem ganzen Thread zu tun - ist die Frage ob man das Problem überhaupt falsch herum angeht. Alle reden hier davon wie man richtig misst, aber keiner fragt sich: brauch ich dieses Gerät überhaupt wenn ich weiß dass mein Arzt die Zahlen eh nicht auswertet? Bei mir war es so, ich hab das Rote-Beete-Konzentrat gekauft weil ein Lauf-Podcast davon geredet hat. War mir zu teuer für den Effekt den ich gespürt hab - also eigentlich keinen. Aber ich hab auch nicht gemessen, weil mir relativ schnell klar war: entweder mein Arzt ordnet mir was an, oder ich spare mir den Aufwand. Ich esse halt jetzt regelmäßig normale Rote Beete im Salat, kostet weniger und schmeckt besser. Ob das was bringt weiß ich nicht, aber das interessiert mich auch gar nicht so sehr. Das Ding ist - und @gg1987 hat das ja angedeutet - wenn dein Arzt dich nicht ernst nimmt mit diesem Zwischenzustand, dann ist das eigentlich das echte Problem. Nicht die Messmethode nicht die zwei Wochen oder zwei Monate, sondern dass du keine klare Ansage kriegst. Und dann musste du selbst rausfinden ob du was ändern sollst oder nicht. Das ist unbefriedigend, aber ein Messgerät löst das nicht.
@rainer_w64 das mit deinem Hausarzt is natürlich bitter aber irgendwie auch ehrlich. Der hat halt andere Patienten und deine Handgelenks-Zahlen sind für seine Arbeit nicht relevant. Punkt. Was mich aber grad beschäftigt - und das hat mit dem ganzen Thread zu tun - ist die Frage ob man das Problem überhaupt falsch herum angeht. Alle reden hier davon wie man richtig misst, aber keiner fragt sich: brauch ich dieses Gerät überhaupt wenn ich weiß dass mein Arzt die Zahlen eh nicht auswertet? Bei mir war es so, ich hab das Rote-Beete-Konzentrat gekauft weil ein Lauf-Podcast davon geredet hat. War mir zu teuer für den Effekt den ich gespürt hab - also eigentlich keinen. Aber ich hab auch nicht gemessen, weil mir relativ schnell klar war: entweder mein Arzt ordnet mir was an, oder ich spare mir den Aufwand. Ich esse halt jetzt regelmäßig normale Rote Beete im Salat, kostet weniger und schmeckt besser. Ob das was bringt weiß ich nicht, aber das interessiert mich auch gar nicht so sehr. Das Ding ist - und @gg1987 hat das ja angedeutet - wenn dein Arzt dich nicht ernst nimmt mit diesem Zwischenzustand, dann ist das eigentlich das echte Problem. Nicht die Messmethode nicht die zwei Wochen oder zwei Monate, sondern dass du keine klare Ansage kriegst. Und dann musste du selbst rausfinden ob du was ändern sollst oder nicht. Das ist unbefriedigend, aber ein Messgerät löst das nicht.
Zitat von elvira_k am Juli 23, 2026, 06:29 Uhr@fk_1988 Das mit dem Arzt der deine Werte beiseite legt - das ist wirklich frustrierend, und ich kann verstehen dass das entmutigend wirkt. Aber ich möchte da auch noch einen anderen Punkt einbringen, weil mich bei deinem Beitrag etwas beschäftigt: du sagst
Zitat von fk_1988entweder mein Arzt ordnet mir was an, oder ich spare mir den Aufwand
- und das finde ich fast zu schwarz-weiß gedacht. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen meines leicht erhöhten Blutdrucks. Das war keine richtige Anweisung zum Messen, eher so eine Empfehlung. Aber es hat mir geholfen, weil ich seither viel bewusster darauf achte was ich esse und wie ich mich fühle. Nicht weil ich Zahlen sammle, sondern weil ich aufmerksam bin. Und das ist etwas ganz anderes als dieses ständige Messen und Tracken das hier beschrieben wird. Was mich aber wirklich ärgert in diesem ganzen Thread ist - und das richtet sich an alle hier - dass niemand fragt ob es vielleicht auch einfach reichen könnte, sein Gemüse ordentlich zu essen und auf seinen Körper zu hören, ohne dass man dafür ein Gerät braucht. Ich habe Rote Beete in meinem Garten, ich koche damit, und ich merke dass es mir gut tut. Nicht weil ich es gemessen habe, sondern weil ich es spüre. Das klingt vielleicht unwissenschaftlich, aber ehrlich gesagt ist mir das lieber als zwei Wochen lang Zahlen zu sammeln die am Ende sowieso keiner ernst nimmt.
@fk_1988 Das mit dem Arzt der deine Werte beiseite legt - das ist wirklich frustrierend, und ich kann verstehen dass das entmutigend wirkt. Aber ich möchte da auch noch einen anderen Punkt einbringen, weil mich bei deinem Beitrag etwas beschäftigt: du sagst
Zitat von fk_1988entweder mein Arzt ordnet mir was an, oder ich spare mir den Aufwand
- und das finde ich fast zu schwarz-weiß gedacht. Mein Hausarzt hat mir geraten mehr Rote Beete zu essen wegen meines leicht erhöhten Blutdrucks. Das war keine richtige Anweisung zum Messen, eher so eine Empfehlung. Aber es hat mir geholfen, weil ich seither viel bewusster darauf achte was ich esse und wie ich mich fühle. Nicht weil ich Zahlen sammle, sondern weil ich aufmerksam bin. Und das ist etwas ganz anderes als dieses ständige Messen und Tracken das hier beschrieben wird. Was mich aber wirklich ärgert in diesem ganzen Thread ist - und das richtet sich an alle hier - dass niemand fragt ob es vielleicht auch einfach reichen könnte, sein Gemüse ordentlich zu essen und auf seinen Körper zu hören, ohne dass man dafür ein Gerät braucht. Ich habe Rote Beete in meinem Garten, ich koche damit, und ich merke dass es mir gut tut. Nicht weil ich es gemessen habe, sondern weil ich es spüre. Das klingt vielleicht unwissenschaftlich, aber ehrlich gesagt ist mir das lieber als zwei Wochen lang Zahlen zu sammeln die am Ende sowieso keiner ernst nimmt.
Zitat von fk_1988 am Juli 23, 2026, 08:02 Uhr@elvira_k da bin ich mir nicht so sicher ob das wirklich ne Alternative ist. Du merkst dass es dir gut tut - aber woher weißt du dass es die Rote Beete ist und nicht dass du generell bewusster lebst seit du dich damit beschäftigst? Das ist ja genau das Problem das schon mehrmals hier angesprochen wurde. Und ehrlich gesagt finde ich dein Ansatz auch nicht unwissenschaftlicher, sondern nur weniger überprüfbar. Das ist aber nicht dasselbe wie besser. Was mich aber grad mehr beschäftigt - du hast einen Garten und kochst damit. Das ist eine Situation. @rennradbernd kommt nach der Schicht heim und fragt sich ob er messen soll. Das ist ne ganz andere. Und @rainer_w64 bekommt vom Arzt "trink weniger Kaffee" und dann nix mehr. Das ist wieder was anderes. Ich glaub wir vermischen hier ständig drei verschiedene Probleme:
Erstens - wie misst man richtig, falls man misst. Zweitens - brauch ich überhaupt ein Messgerät. Drittens - was mach ich mit dem Ergebnis wenn ich eins hab. Und dann noch viertens - was macht mein Arzt mit meinen Zahlen. Du redest von deinem Garten und wie du dich fühlst. Das beantwortet vielleicht die Frage "tut mir Rote Beete gut" aber nicht "wie ist mein Blutdruck wirklich". Und für manche Leute ist die zweite Frage halt relevant, weil sie Sorgen haben oder weil ihr Arzt gesagt hat "pass drauf auf". Dann mit "iss einfach Gemüse und spür es" abzuspeisen - naja. Das ist auch irgendwie ein Nicht-Rat.
@elvira_k da bin ich mir nicht so sicher ob das wirklich ne Alternative ist. Du merkst dass es dir gut tut - aber woher weißt du dass es die Rote Beete ist und nicht dass du generell bewusster lebst seit du dich damit beschäftigst? Das ist ja genau das Problem das schon mehrmals hier angesprochen wurde. Und ehrlich gesagt finde ich dein Ansatz auch nicht unwissenschaftlicher, sondern nur weniger überprüfbar. Das ist aber nicht dasselbe wie besser. Was mich aber grad mehr beschäftigt - du hast einen Garten und kochst damit. Das ist eine Situation. @rennradbernd kommt nach der Schicht heim und fragt sich ob er messen soll. Das ist ne ganz andere. Und @rainer_w64 bekommt vom Arzt "trink weniger Kaffee" und dann nix mehr. Das ist wieder was anderes. Ich glaub wir vermischen hier ständig drei verschiedene Probleme:
Erstens - wie misst man richtig, falls man misst. Zweitens - brauch ich überhaupt ein Messgerät. Drittens - was mach ich mit dem Ergebnis wenn ich eins hab. Und dann noch viertens - was macht mein Arzt mit meinen Zahlen. Du redest von deinem Garten und wie du dich fühlst. Das beantwortet vielleicht die Frage "tut mir Rote Beete gut" aber nicht "wie ist mein Blutdruck wirklich". Und für manche Leute ist die zweite Frage halt relevant, weil sie Sorgen haben oder weil ihr Arzt gesagt hat "pass drauf auf". Dann mit "iss einfach Gemüse und spür es" abzuspeisen - naja. Das ist auch irgendwie ein Nicht-Rat.
Zitat von rote_socke_83 am Juli 23, 2026, 09:44 UhrZitat von rainer_w64das Blatt einfach beiseitegelegt
das kenn ich. Und ich versteh warum dich das wurmt. Aber ich glaub da liegt auch ein Denkfehler drin - du misst ja nicht primär für den Arzt, oder? Du misst weil du selbst wissen willst ob da was passiert. Dass der Arzt dann nichts damit anfängt ist ärgerlich, aber das ist ein anderes Problem. Was mich bei @fk_1988 mehr beschäftigt ist diese Aufteilung in vier Fragen. Ich kann das unterschreiben, aber ich glaub die kommen nie nacheinander. Die stellen sich alle gleichzeitig und dann dreht man sich im Kreis. Das ist beim Schichtdienst genauso - du kannst nicht erst einen Prozess verstehen und dann den nächsten anfangen, die laufen parallel und irgendwo überschneidet sich alles. Und @elvira_k - ich sag nicht dass dein Ansatz falsch ist. Aber "ich spüre es" als Argument hat bei mir einen Haken. Ich hab auch gespürt dass das Betanio PLUS was tut. Kann ich trotzdem nicht sagen ob das Einbildung war oder nicht. Das Spüren sagt dir leider nicht was genau passiert ist. Was mich grad wirklich interessiert: hat irgendjemand hier seinen Arzt mal konkret gefragt "was genau soll ich mit diesen Werten machen wenn ich sie hab"? Nicht so eine allgemeine Diskussion, sondern wirklich nachgehakt? Weil meine Hausärztin war da eigentlich überraschend klar als ich das direkt angesprochen hab.
Zitat von rainer_w64das Blatt einfach beiseitegelegt
das kenn ich. Und ich versteh warum dich das wurmt. Aber ich glaub da liegt auch ein Denkfehler drin - du misst ja nicht primär für den Arzt, oder? Du misst weil du selbst wissen willst ob da was passiert. Dass der Arzt dann nichts damit anfängt ist ärgerlich, aber das ist ein anderes Problem. Was mich bei @fk_1988 mehr beschäftigt ist diese Aufteilung in vier Fragen. Ich kann das unterschreiben, aber ich glaub die kommen nie nacheinander. Die stellen sich alle gleichzeitig und dann dreht man sich im Kreis. Das ist beim Schichtdienst genauso - du kannst nicht erst einen Prozess verstehen und dann den nächsten anfangen, die laufen parallel und irgendwo überschneidet sich alles. Und @elvira_k - ich sag nicht dass dein Ansatz falsch ist. Aber "ich spüre es" als Argument hat bei mir einen Haken. Ich hab auch gespürt dass das Betanio PLUS was tut. Kann ich trotzdem nicht sagen ob das Einbildung war oder nicht. Das Spüren sagt dir leider nicht was genau passiert ist. Was mich grad wirklich interessiert: hat irgendjemand hier seinen Arzt mal konkret gefragt "was genau soll ich mit diesen Werten machen wenn ich sie hab"? Nicht so eine allgemeine Diskussion, sondern wirklich nachgehakt? Weil meine Hausärztin war da eigentlich überraschend klar als ich das direkt angesprochen hab.
Zitat von rainer_w64 am Juli 23, 2026, 18:04 Uhr@rote_socke_83
Zitat von rote_socke_83hat irgendjemand hier seinen Arzt mal konkret gefragt was genau soll ich mit diesen Werten machen
ja hab ich. Vor ein paar Monaten, direkt nachgefragt. Mein Hausarzt hat geschaut als hätte ich ihn nach dem Sinn des Lebens gefragt. Hat dann gesagt "wenn die Werte konstant über 140 zu 90 sind, melden Sie sich." Punkt. Das war die ganze Ansage. Also hab ich danach gefragt: und was bedeutet konstant, zweimal hintereinander, zweimal die Woche. Dann kam so ein vages "naja, ein paar Mal." Echt jetzt. Das ist keine Anweisung, das ist Rätselraten. Was mich dabei am meisten beschäftigt - und das hat hier noch keiner gesagt - ist dass du gar nicht weißt ob dein Messgerät überhaupt kalibriert ist. Ich mein, mein Oberarmding liegt jetzt seit zwei Jahren rum. Ob das noch stimmt, keine Ahnung. Hat mir keiner gesagt dass man die Dinger irgendwann nachprüfen lassen soll. Vielleicht zeigt das mir seit nem halben Jahr Mist an und ich merk's nicht. Das ist für mich der Haken an der ganzen Sache. Man investiert Zeit ins Messen, der Arzt schaut kurz drauf und legt es beiseite, und am Ende weißt du nicht mal ob dein Gerät überhaupt taugt. Da kannste auch Kaffeesatz lesen.
Zitat von rote_socke_83hat irgendjemand hier seinen Arzt mal konkret gefragt was genau soll ich mit diesen Werten machen
ja hab ich. Vor ein paar Monaten, direkt nachgefragt. Mein Hausarzt hat geschaut als hätte ich ihn nach dem Sinn des Lebens gefragt. Hat dann gesagt "wenn die Werte konstant über 140 zu 90 sind, melden Sie sich." Punkt. Das war die ganze Ansage. Also hab ich danach gefragt: und was bedeutet konstant, zweimal hintereinander, zweimal die Woche. Dann kam so ein vages "naja, ein paar Mal." Echt jetzt. Das ist keine Anweisung, das ist Rätselraten. Was mich dabei am meisten beschäftigt - und das hat hier noch keiner gesagt - ist dass du gar nicht weißt ob dein Messgerät überhaupt kalibriert ist. Ich mein, mein Oberarmding liegt jetzt seit zwei Jahren rum. Ob das noch stimmt, keine Ahnung. Hat mir keiner gesagt dass man die Dinger irgendwann nachprüfen lassen soll. Vielleicht zeigt das mir seit nem halben Jahr Mist an und ich merk's nicht. Das ist für mich der Haken an der ganzen Sache. Man investiert Zeit ins Messen, der Arzt schaut kurz drauf und legt es beiseite, und am Ende weißt du nicht mal ob dein Gerät überhaupt taugt. Da kannste auch Kaffeesatz lesen.
Zitat von fk_1988 am Juli 24, 2026, 09:13 Uhr@rainer_w64
Zitat von rainer_w64dass du gar nicht weißt ob dein Messgerät überhaupt kalibriert ist
- das ist eigentlich ne gute Frage, aber ehrlich gesagt glaub ich das ist auch wieder ein Red Herring. Also sprich, du könntest jetzt anfangen dein Gerät prüfen zu lassen, aber das bedeutet ja nicht dass du dann plötzlich bessere Entscheidungen triffst mit den Werten. Das Problem sitzt woanders. Was mich aber grad beschäftigt ist eher das andere - @rainer_w64 du fragst deinen Arzt was konstant heißt und kriegst so ne vage Antwort zurück. Das ist natürlich frustrierend. Aber gleichzeitig - wenn ich das höre "konstant über 140 zu 90", dann ist das eigentlich ne klare Grenze, auch wenn dein Doc das schlecht formuliert. Du könntest ja einfach selbst sagen "ok, wenn ich dreimal hintereinander über 140 hab, dann geh ich hin." Statt auf ne präzisere Antwort vom Arzt zu warten der die vielleicht gar nicht geben kann. Das Ding ist - und das geht an alle die das mitlesen - euer Arzt ist nicht daran interessiert dass ihr perfekt messt. Der will wissen ob es ein echtes Problem gibt. Und dafür brauchste keine Kalibrierung und keine Protokolle, du brauchst einfach ne Regel die für dich passt. Wenn ich nach ner Tour gemessen hätte wie @rennradbernd und das Ergebnis würde ignorieren würde ich auch nicht noch tausend andere Sachen probieren. Ich würd einfach sagen - ok nach Sport is sowieso alles höher, macht keinen Sinn. Dann misst du halt morgens wenn du Zeit hast, oder gar nicht. Fertig.
Zitat von rainer_w64dass du gar nicht weißt ob dein Messgerät überhaupt kalibriert ist
- das ist eigentlich ne gute Frage, aber ehrlich gesagt glaub ich das ist auch wieder ein Red Herring. Also sprich, du könntest jetzt anfangen dein Gerät prüfen zu lassen, aber das bedeutet ja nicht dass du dann plötzlich bessere Entscheidungen triffst mit den Werten. Das Problem sitzt woanders. Was mich aber grad beschäftigt ist eher das andere - @rainer_w64 du fragst deinen Arzt was konstant heißt und kriegst so ne vage Antwort zurück. Das ist natürlich frustrierend. Aber gleichzeitig - wenn ich das höre "konstant über 140 zu 90", dann ist das eigentlich ne klare Grenze, auch wenn dein Doc das schlecht formuliert. Du könntest ja einfach selbst sagen "ok, wenn ich dreimal hintereinander über 140 hab, dann geh ich hin." Statt auf ne präzisere Antwort vom Arzt zu warten der die vielleicht gar nicht geben kann. Das Ding ist - und das geht an alle die das mitlesen - euer Arzt ist nicht daran interessiert dass ihr perfekt messt. Der will wissen ob es ein echtes Problem gibt. Und dafür brauchste keine Kalibrierung und keine Protokolle, du brauchst einfach ne Regel die für dich passt. Wenn ich nach ner Tour gemessen hätte wie @rennradbernd und das Ergebnis würde ignorieren würde ich auch nicht noch tausend andere Sachen probieren. Ich würd einfach sagen - ok nach Sport is sowieso alles höher, macht keinen Sinn. Dann misst du halt morgens wenn du Zeit hast, oder gar nicht. Fertig.