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Neu hier, aus Berlin, mit Berufsbezug zum Thema

Hallo zusammen, ich bin Anna, Ernährungsberaterin aus Berlin. Ich bin übers Recherchieren auf dieses Forum gestoßen - ich beschäftige mich gerade intensiver mit Rote Bete im Kontext Sportlerernährung, weil das Thema Nitrat und Ausdauerleistung bei meinen Klienten immer häufiger auftaucht. Ich sage dazu gleich, wie ich so bin: Die Datenlage ist hier leider dünn, oft dünner als die Hersteller das kommunizieren, und ich versuche immer zwischen dem zu unterscheiden, was gut belegt ist, und was einfach gut klingt. Das wird hoffentlich niemanden stören. Was mich hier konkret interessiert, sind weniger die Superfood-Versprechen, sondern eher die Alltagserfahrungen - wie ihr Rote Bete in den Alltag integriert, was sich bewährt hat, was nicht. Gerade bei der Verarbeitung (roh, gekocht, als Saft) gibt es aus meiner Erfahrung in der Beratung mehr Unterschiede als man zunächst denkt. Freue mich auf den Austausch.

@anna_grf willkommen, das klingt nach einer guten Einstellung für dieses Forum.

Zitat von anna_grf

bei der Verarbeitung gibt es mehr Unterschiede als man zunächst denkt

Das würde mich tatsächlich konkret interessieren, weil ich das in meiner Praxis noch nie systematisch gehört habe. Ich mein, ich les viel mit, aber zu dem Verarbeitungsthema ist hier bisher wenig gekommen. Was beobachtest du bei deinen Klienten - geht es dir da eher um Verträglichkeit oder wirklich um den Nitratgehalt je nach Zubereitungsart? Weil ich hab irgendwo gelesen dass Kochen den Nitratgehalt reduziert, aber ich würd das nicht mit Sicherheit einordnen können. Was mich bei deiner Vorstellung direkt anspricht ist der Punkt dass du zwischen gut belegt und gut klingend unterscheidest. Hier im Forum läuft das leider manchmal durcheinander, grad wenn es um konkrete Produkte geht.

Willkommen @anna_grf, das freut mich dass sich jemand mit so viel Skepsis hier einmischt. Das brauchen wir mehr. Was mich bei deinem Einstieg interessiert - du erwähnst dass die Datenlage dünn ist, aber die Sportler-Klienten fragen trotzdem danach. Das kenne ich von meinem Hausarzt her der mir wegen des Blutdrucks zu mehr Rote Beete geraten hat. Der hat mir aber auch gleich gesagt, dass ich nicht erwarten soll, dass eine Handvoll Rote Beete das Problem löst. Es hilft, ja, aber nicht als Wundermittel.

Zitat von andrea.h

ob Kochen den Nitratgehalt reduziert

- das ist eine gute Frage. Ich koche in meinem Garten angebaute Rote Beete selbst ein, und wie ich festgestellt habe, schmeckt das eingekochte Gemüse völlig anders als der rohe Saft, den ich manchmal mache. Ob das am Nitrat liegt oder einfach nur an der Hitze und den Geschmacksstoffen, keine Ahnung. Aber es interessiert mich ehrlich gesagt weniger als die Frage, ob meine Klienten - sorry, meine Familie - das auch wirklich essen will. Meine Schwiegertochter hat neulich rohe Rote Beete probiert und gemeint, das schmeckt viel erdiger als gekocht. Ob das jetzt bedeutet, dass weniger Nitrat drin ist oder einfach nur, dass es anders schmeckt, weiss ich nicht. Vielleicht könnte man das ja mal konkret durchsprechen, wie deine Klienten das handhaben. Roh oder gekocht, und ob sie einen Unterschied merken?

moin @anna_grf, willkommen im Forum! cool dass du da bist und dich nicht von den Hype-Leuten abschrecken lässt - wir brauchen ehrlich gesamt mehr Leute die sowas hinterfragen. aber jetzt zu der sache mit roh vs gekocht - ich merk gerade dass ich selbst da auch einfach rumtappe. Ich trink mein Betanio immer als Saft weil mir gesagt wurde dass das am meisten bringt, aber ob das wirklich stimmt oder ob ich mir das nur einrede weil es teuer ist - kA ey. Die Frage die mir jetzt in den Sinn kommt: wenn Kochen wirklich Nitrat reduziert, warum sagen die Hersteller das nicht einfach klar? Die könnten ja sagen "nimm den Saft für maximale Leistung" oder so. Dass die das nicht tun macht mich grad stutzig.

Zitat von elvira_k

meine Familie das auch wirklich essen will

- alter das ist so real. Meine Mutter hat mir letztens Rote Bete gekocht und ich hab das probiert und dachte mir nur "schmeckt halt wie Erde mit Zucker", aber mein Kumpel vom Training schwört drauf. Vielleicht ist das auch einfach ne Gewöhnungssache? Ich geb dem Saft nen Monat länger Zeit bevor ich sage dass es nix bringt. @anna_grf - hast du bei deinen Klienten auch sowas dass manche einfach gar nicht klarkommen mit dem Geschmack, egal wie mans zubereitet?

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weniger reden mehr heben